Mo, 06:44 Uhr
15.04.2013
Tot ziens volgend jaar
Die seit 1999 praktizierte und im Jahr 2001 besiegelte Schulpartnerschaft zwischen dem Herder-Gymnasium und dem niederländischen Elde-College Schijndel wird jährlich zweimal durch direkte Kontakte belebt, dank der Koordination durch den Projektleiter Jürgen Wünsche. In diesem Jahr stellte der Austausch mit der Außenstelle St. Michielsgestell (Niederlande) ein Novum dar...
Die Schülerinnen und Schüler des Herder-Gymnasiums frischten ihre Partnerschaft aus dem Besuch der Partner im Herbst 2012 in Nordhausen auf. Für die Planung ist dabei immer vertragsgemäß der Gastgeber zuständig. Und auch dieses Mal gestalteten die Niederländer mit den Lehrkräften beider Schulen ein interessantes und vielfältiges Programm.
Seit 2005 stellt vor allem die Jahrgangsstufe 9 des Gymnasiums die Zielgruppe des Austausches dar. Von den insgesamt 19 Schülerinnen und Schülern aus der Wiedigsburg nahmen alle bis auf eine das erste Mal an einem Transfer dieser Art teil. Entsprechend groß war die Aufregung. Doch der herzliche Empfang von Schülern, Eltern und Lehrern ließ schnell Hemmschwellen abbauen, außerdem überwog die Wiedersehensfreude mit den Gästen vom Herbst.
Auch wenn seitdem der Kontakt via Mail, Chat und Facebook bestand, bedeuten die private Übernachtung und der direkte Familienbezug doch einen Schritt mehr. Und genau das entspricht dem Anliegen des Programms: Die gemeinsame Projektsprache Englisch ebnet den Weg für ein Eintauchen in die Kultur der Partners. Unternehmungen der unterschiedlichen Art finden in der Gruppe, andere im Rahmen der Gastfamilie statt.
Neben einen Ausflug mit Stadtführung in Amsterdam gehörte auch eine Stippvisite in die Provinzhauptstadt Brabants s`Hertogenbosch sowie Spaß im Freizeitpark De Efteling zum bewährten Programm. In Anlehnung an den Besuch der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora in Nordhausen setzen die Holländer auf Camp Vught, eines der fünf deutschen Konzentrationslager in den Niederlanden, welches nach der Befreiung von den Alliierten als Internierungslager für evakuierte Deutsche benutzt wurde.
Besonderes Interesse erntete das Vorhaben Eindhoven, das DAF – LKW – Museum mit Workshops zum Innen- und Außendesign. Experimente zur Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sowie umfangreiche Informationen zur Geschichte und Zukunft des Transportwesens zogen die jungen Leute in ihren Bann. Einen weiteren Höhepunkt stellte ein Film – Projekt in einer Kreativwerkstatt auf dem ehemaligen Gelände von Philips, ebenfalls in Eindhoven, dar: Schüler erstellen ihre eigenen Kurzfilme mit professioneller Technik.
Verantwortungsvoll kümmerten sich die niederländischen Schüler um ihre Partner – sowohl während des Programms als auch in der Freizeit. Die Gruppe harmonierte insgesamt hervorragend., bilanzierte Wünsche und hob die Aktivitäten hervor, die ein gemischtes Zusammenspiel der Teilnehmer geradezu forderten.
Die Organisatoren sehen auch zukünftig einem anregenden, durch einen offenen Gedankenaustausch getragenen und Spaß und Wissensvermittlung paarenden Austausch mit langfristiger Zielstellung entgegen. Schließlich stelle diese Möglichkeit nicht nur einen Erfahrungsaustausch für Schüler, sondern auch für Lehrer und Schulleitung dar, so Wünsche. Zudem unterstreicht er die innewohnende Impulsgebung für die individuelle Schularbeit, die Zusammenarbeit von Schülern, die Nutzung moderner Kommunikationsmittel für die fortwährenden Kontakte sowie den Wert für die Pflege der Sprache bzw. für die bilinguale Orientierung der Schule.
Dass die Herder-Teilnehmer auch ein Zertifikat erhalten, erscheint den Gymnasiasten aus der Wiedigsburg zweitrangig. Die Erfahrungen seien durch kein Papier zu ersetzen, so Verena Brink, die nicht umsonst bereits das zweite Mal am Austausch teilnahm. Und Verständigungsprobleme gebe es keine, denn neben der Projektsprache nutze man auch das Deutsche und Niederländische und zudem verfüge jeder auch über Hände und Füße, so die Zehntklässlerin augenzwinkernd.
Beide Seiten bekräftigten den Erfolg des aktuellen Austauschs und die Weiterführung der Partnerschaft im 15. Schüleraustausch im nächsten Schuljahr, voraussichtlich beginnend im Oktober 2013. Die ersten Vorbereitungen laufen bereits.
Heike Roeder
Autor: redDie Schülerinnen und Schüler des Herder-Gymnasiums frischten ihre Partnerschaft aus dem Besuch der Partner im Herbst 2012 in Nordhausen auf. Für die Planung ist dabei immer vertragsgemäß der Gastgeber zuständig. Und auch dieses Mal gestalteten die Niederländer mit den Lehrkräften beider Schulen ein interessantes und vielfältiges Programm.
Seit 2005 stellt vor allem die Jahrgangsstufe 9 des Gymnasiums die Zielgruppe des Austausches dar. Von den insgesamt 19 Schülerinnen und Schülern aus der Wiedigsburg nahmen alle bis auf eine das erste Mal an einem Transfer dieser Art teil. Entsprechend groß war die Aufregung. Doch der herzliche Empfang von Schülern, Eltern und Lehrern ließ schnell Hemmschwellen abbauen, außerdem überwog die Wiedersehensfreude mit den Gästen vom Herbst.
Auch wenn seitdem der Kontakt via Mail, Chat und Facebook bestand, bedeuten die private Übernachtung und der direkte Familienbezug doch einen Schritt mehr. Und genau das entspricht dem Anliegen des Programms: Die gemeinsame Projektsprache Englisch ebnet den Weg für ein Eintauchen in die Kultur der Partners. Unternehmungen der unterschiedlichen Art finden in der Gruppe, andere im Rahmen der Gastfamilie statt.
Neben einen Ausflug mit Stadtführung in Amsterdam gehörte auch eine Stippvisite in die Provinzhauptstadt Brabants s`Hertogenbosch sowie Spaß im Freizeitpark De Efteling zum bewährten Programm. In Anlehnung an den Besuch der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora in Nordhausen setzen die Holländer auf Camp Vught, eines der fünf deutschen Konzentrationslager in den Niederlanden, welches nach der Befreiung von den Alliierten als Internierungslager für evakuierte Deutsche benutzt wurde.
Besonderes Interesse erntete das Vorhaben Eindhoven, das DAF – LKW – Museum mit Workshops zum Innen- und Außendesign. Experimente zur Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sowie umfangreiche Informationen zur Geschichte und Zukunft des Transportwesens zogen die jungen Leute in ihren Bann. Einen weiteren Höhepunkt stellte ein Film – Projekt in einer Kreativwerkstatt auf dem ehemaligen Gelände von Philips, ebenfalls in Eindhoven, dar: Schüler erstellen ihre eigenen Kurzfilme mit professioneller Technik.
Verantwortungsvoll kümmerten sich die niederländischen Schüler um ihre Partner – sowohl während des Programms als auch in der Freizeit. Die Gruppe harmonierte insgesamt hervorragend., bilanzierte Wünsche und hob die Aktivitäten hervor, die ein gemischtes Zusammenspiel der Teilnehmer geradezu forderten.
Die Organisatoren sehen auch zukünftig einem anregenden, durch einen offenen Gedankenaustausch getragenen und Spaß und Wissensvermittlung paarenden Austausch mit langfristiger Zielstellung entgegen. Schließlich stelle diese Möglichkeit nicht nur einen Erfahrungsaustausch für Schüler, sondern auch für Lehrer und Schulleitung dar, so Wünsche. Zudem unterstreicht er die innewohnende Impulsgebung für die individuelle Schularbeit, die Zusammenarbeit von Schülern, die Nutzung moderner Kommunikationsmittel für die fortwährenden Kontakte sowie den Wert für die Pflege der Sprache bzw. für die bilinguale Orientierung der Schule.
Dass die Herder-Teilnehmer auch ein Zertifikat erhalten, erscheint den Gymnasiasten aus der Wiedigsburg zweitrangig. Die Erfahrungen seien durch kein Papier zu ersetzen, so Verena Brink, die nicht umsonst bereits das zweite Mal am Austausch teilnahm. Und Verständigungsprobleme gebe es keine, denn neben der Projektsprache nutze man auch das Deutsche und Niederländische und zudem verfüge jeder auch über Hände und Füße, so die Zehntklässlerin augenzwinkernd.
Beide Seiten bekräftigten den Erfolg des aktuellen Austauschs und die Weiterführung der Partnerschaft im 15. Schüleraustausch im nächsten Schuljahr, voraussichtlich beginnend im Oktober 2013. Die ersten Vorbereitungen laufen bereits.
Heike Roeder


