Linke Überraschungen
Mit der Ankündigung von Landrätin Keller (LINKE) in der jüngsten Kreistagssitzung, den Vertrag der HSB zu kündigen, stößt beim stellvertretenden JU Kreisvorsitzenden Chris Schröder auf Unverständnis...
Gerade Landrätin Keller die in Ihrem Wahlkampf noch mit den Slogen warb Gestalten und verbinden” unterbricht jetzt die Verkehrsverbindung in den Harz. Dieser Austritt hat nicht nur eine touristische Bankrotterklärung, sondern setzt auch die Verkehrsanbindung nach Niedersachswerfen und Ilfeld auf`s Spiel.
Gerade viele Schüler und Berufs-Pendler nutzen diese Strecke. Das Vorhaben ist aus meiner Sicht nicht sozial bedacht. Für die Schüler und Berufs-Pendler kommen längere Fahrzeiten zu, Schüler/Berufs-Pendler müssen früher aufstehen, um Ihren Arbeitsplatz/Schule zu erreichen, diese Folgen würden auf die Menschen in der Harztorgemeinde zukommen.
Schaut man sich den Tourismus an, würde mit diesem Schritt ein historisches Denkmal für die Region verschwinden und den Tourismus ganz zum erliegen bringen in der Region. Gerade den Tourismus müssen wir ausbauen, um unseren Landkreis eine Zukunft zugeben, denn Tourismus bringt Geld und schafft Arbeitsplätze die vor Ort hier wichtig sind, so Chris Schröder stellvertretemder JU-Kreisvorsitzender.
Die vorgebrachten Gründe, -wie beispielsweise die Haushaltssituation des Landkreises - sind nicht nachvollziehbar. Der Landkreis hat sich schließlich für den Erwerb und den Ausbau der HSB eingesetzt. Einsparungen sollten im Verwaltungsbereich des Landkreises vorgenommen werden, bei den Personalkosten, wo ständig eine Mehrausgabe den Kreishaushalt belastet. "Die Überlegung der HSB für einen Neubau in Wernigerode der (Gläserne Werkstatt) sehe ich sehr kritisch, da der Bedarf und die Auslastung nicht zustande kommen. Ich fordere hier die Landrätin Keller auf, sich klar für die HSB im Kreis sich zu bekennen und die Gespräch mit der HSB zu führen, um eine zukunftssichere Tourismusverbindung in den Harz zu gewährleisten.
Autor: red
Kommentare
Zukunft
14.04.2013, 20:30 Uhr
Andere Prioritaeten
Der Landkreis sollte fuer das Sparen andere Prioritaeten setzen. Einsparungen bei sinnlosen sozialen Projekten, Personalkosten und generell im Verwaltungshaushalt. . Die Einsparung bei der HSB ist ein falsches Signal. Jedoch ein einfacher Weg. Schnell mal 150.000€ eingespart. Zumindest auf dem Papier.
-----7
14.04.2013, 21:29 Uhr
Herr Schröder
Auch wenn ich jetzt nicht unbedingt die JU unterstützen möchte, aber ich habe auch dies Unverständnis. Nordhausen verliert, falls sie die HSB aufgibt, an Prestige. Früher war ich auch nur als Tourist hier in NDH, jetzt wohne ich hier. Andere Städte würden sich darum reißen, eine solche Attraktion wie die HSB zu haben! Wie ich in einem anderen Kommentar schon schrieb - HSB ist ein Wahrzeichen von Nordhausen.
katertiger
15.04.2013, 07:47 Uhr
Eine touristische Katastrophe
Hoffentlich lesen den Artikel des stellv. JU Kreisvorsitzenden viele vor allem auch die Mitglieder der Kreistagssitzung. Dieser Austritt wäre eine touristische Katastrophe, denn mit was will denn die Stadt Nordhausen Touristen noch in den Harz locken?
Vor allem ist auch die gute Verkehrsanbindung in die Nachbarorte mit der HSB ein toller Pluspunkt. Ich denke, ohne diese Beteiligung des Landkreises würde HSB die Leistungen und Verbindungen nach Nordhausen kürzen, und das dürfte doch wohl nicht das Interesse der Bürger sein!
Es müsste eine Protestaktion dagegen gestartet werden!
Retupmoc
15.04.2013, 08:32 Uhr
Dampf
Wie man Touristen in den Harz locken möchte? Bestimmt nicht mit dem überteuertem Schlafwagons. Die Strecken nach Beneckenstein und Hohegeiß/Braunlage werden heute schon hervorragend vom Bus abgedeckt. Ich bin sicher, das die Verkehrsbetriebe auch eine Verbindung nach Blankenburg/Wernigerode über Hasselfelde hinbekommen. Und dann vergleichen wir mal Fahrzeiten und Preise. Dann gewinnt der Bus mit Längen.
Hans Dittmar
15.04.2013, 08:59 Uhr
Straßenbahn fährt auch ohne Landrätin nach Ilfeld
Es ist ein falsches Signal, was die Landrätin das sendet. Jedoch fahren die Straßenbahnen im Auftrag der Nordhäuser Stadtwerke, also unter Zuständigkeit des Oberbürgermeisters. Da hat die Landrätin keinen Einfluss. Vielleicht ist es auch einmal ein Zeichen, dass man in Sachsen-Anhalt merkt, dass der Landkreis keine Melkkuh ist. Zeichen sind gut, doch sollte man hier keine traditionelle Geschichte beenden, die seit über 100 Jahren funktioniert.
Und die Touristen zahlen gern die Tarife, welche immer noch billiger sind als Karusselfahren auf dem Rummel.
Harzer_Wolf
15.04.2013, 09:44 Uhr
Parteitaktik
Da ist Herr Schröder leider über das Ziel hinausgeschossen. Ich denke, das die Straßenbahn nach Ilfeld und NSW über die Stadtwerke betrieben wird. Mit den Berufspendlern und Schülern aus den betreffenden Orten hat das Ganze damit erst einmal nichts zu tun. Gegen eine Überlegung, die Bahn einzusparen und mit Buslinien zu ersetzen ist eigentlich auch nichts einzuwenden. Im Westteil des Harzer wurde zum Beispiel auch die Bahnlinie nach Braunlage stillgelegt. Natürlich ist die Fahrt auf den Brocken ein touristisches Highlight. Wenn man sich allerdings die Fahrgastzahlen ansieht, stellt man fest, das ein Großteil der Leute ab Wernigerode auf den Berg fährt oder erst in Schierke oder Drei-Annen-Hohne zusteigt. Die über 3-stündige Einzelfahrt ab Nordhausen ist auf den Holzbänken in der Regel nämlich keine Attraktion, sondern ab den genannten Bahnhöfen in Ferienzeiten oder Sonntags eine Zumutung. Sieht man dagegen den Zug aus Richtung Nordhausen dampfen, sieht der oft sehr leer aus. Ehrlich gesagt - die Wortmeldung von Chris Schröder ist für mich parteitaktischer Wahlkampf. Das stößt dann bei mir auf Unverständnis. Allerdings sollte man die Entscheidung auch nicht über`s Knie brechen, sondern gut abwägen.
Wolfi65
15.04.2013, 09:59 Uhr
Eine Überlegung wert
Was mich mal interessieren würde, was die HSB mit der Strassenbahn nach Ilfeld macht, wenn NDH aus den Verträgen aussteigt?!
Wenn ich mich nicht irre, gehören die Gleise nicht der Stadt NDH, sondern der HSB.
Und der Eigentümer bestimmt doch immer noch, was auf seinen Gleisen fährt oder auch nicht?
MFG
Harzer_Wolf
15.04.2013, 12:12 Uhr
Eigentum
Will mal spekulieren ! Die`HSB hat bestimmt das Land nicht gekauft auf denen ihre Schienen liegen, sondern nur gepachtet. Im unwahrscheinlichen Fall das dies doch so ist, müsste dann die Stadt für die Nutzung an die HSB eine Gebühr zahlen. Eine Gebühr, die die HSB dann dringend braucht.
Paulinchen
15.04.2013, 15:58 Uhr
Hallo liebe Kommentatorinnen und Kommentatoren,
so dumm ist die Landrätin Keller nun auch wieder nicht. Am 27.03.2014, müsste der Landkreis Nordhausen als Teilhaber der HSB, sich ganz sicher an den Feierlichkeiten anlässlich der vollen 115 jährigen Inbetriebnahme der Harzquerbahn beteiligen. Ich denke schon, dass dies ein Grund zum Feiern wäre, aber da sind offensichtlich die Bankkonten der Politiker des Landkreises (an der Spitze die Landrätin) noch immer nicht prall genug gefüllt und deshalb steigt man ein Jahr(!) vorher aus dem Vertrag und hat eine Menge Geld übrig, um die eigenen Konten etwas aufzustocken.
Der ehemalige Bürgermeister unserer Stadt Nordhausen, Kurt Schusterhus, konnte in den Jahren um 1896-1898 nicht ahnen, dass es mal eine LINKE Partei geben wird, die sein Lebenswerk ruinieren wird. Damals hat er gemeinsam mit seinem Amtskollegen aus Wernigerode, Franz Schultz, die NWE (Nordhäuser- Wernigeröder- Eisenbahngesellschaft) gegründet (25.06.1896) und dafür gesorgt, dass Busse aus ganz Deutschland und der Nachbarländer mit Gästen anreisten, nur um mit der Harzbahn zum Brocken, oder Wernigerode fahren zu können. Dank dieser Herren, (Herr Rudolph Griesbach, als Präsident der NWE, mit eingeschlossen) blühte der Tourismus in der Harzregion auf. Einige Hotels waren stets ausgebucht, sehr zur Freude der Betreiber. Ja, die NWE schaffte sich noch eigene Busse an, weil die Züge nicht selten überfordert waren. Diese Busse fuhren vor unserem Rathaus Richtung Harz ab und umgekehrt.
Schade nur, dass die Landrätin Keller, 114 Jahre später, samt ihrer LINKEN Politik, mit der HSB überfordert ist.
Sehr geehrte Frau Keller, überdenken Sie Ihre Entscheidung nochmals vor dem Hintergrund der Arbeitsplätze, welche beim Erhalt und Ausbau der HSB geschaffen und erhalten werden könnten. Unsere Ururgroßväter haben es uns und Ihnen doch schon mal vorgemacht, wie es erfolgreich(!) gehen kann. Zeigen Sie, dass Sie am Erhalt der HSB interessiert sind und dass auch Sie, ein Herz für den Tourismus in unserer Heimatstadt Nordhausen besitzen.
Es ist nie zu spät, wenn man nur will, meint Paulinchen!
Wolfi65
15.04.2013, 17:24 Uhr
Geht gar nicht
Man kann die Linken einfach nicht wählen.
Versprechen ohne Ende und wenn es wirklich um die Region und somit unsere Heimat geht, dann wird kläglich versagt.
Eine Scheinarbeiterpartei sondersgleichen.
Es ist zu überlegen, ob Frau Keller mit dem Job nicht von Anfang an überfordert war.
Noch so ein paar politische Fehlgriffe und der Landkreis NDH rutscht in die Bedeutungslosigkeit, gegenüber den anderen benachbarten Landkreisen.
Wirtschaftlich gesehen werden sich solche Kapriolen wohl kaum positiv auswirken.
Zu DDR Zeiten war Nordthueringen schon immer ein kleiner weisser Fleck, aber man muss ja solche Zustände nicht unbedingt wiederholen.
MFG
I.H.
15.04.2013, 18:45 Uhr
Früher war alles besser
Benutzen Sie noch Feder und Tintenfass zum Schreiben ihrer Kommentare Paulinchen? Schicken sie die Kommentare noch mit dem Postboot oder per Postkutsche nach Nordhausen in die nnz Redaktion?
Als vor 114 Jahren die NWE in Betrieb ging, war die Eisenbahn das fortschrittlichste Verkehrsmittel ihrer Zeit. Die allerwenigsten Leute hatten ein Automobil (sofern man die Hilfskutschen schon so nennen darf). Es gab noch keinen LKW, der die Resourcen des Harzes wie Holz, Erz, Holzkohle und was weis ich nicht alles auf die Märkte bringen konnte.
Und nun einfach mal nachdenken. Wenn Kurt Schusterhus damals genau so nostalgisch gedacht hätte wie die, die ihn heute bemühen, dann würde heute noch die Postkutsche zum Brocken fahren!
Paulinchen
16.04.2013, 10:29 Uhr
Statler Waldorf,
Sie müssen sich nicht schämen, dass Ihr Aktionsradius offensichtlich dem, eines Bierdeckels gleicht, wenn es um Nostalgie und Tourismus geht.
Deshalb möchte ich Ihnen hier etwas helfen: Zum Kyffhäuser-Denkmal fahren die Gäste wieder mit der Pferdekutsche hinauf, zum Schloss Neuschwanstein fahren die Gäste mit Pferdekutschen hoch und durch Wien (Österreich) fahren die Touristen mit dem Fiaker (Pferdekutsche) durch die Altstadt. Ehe ich es vergesse, durch Rothenburg o.T. fährt man auch mit der Pferdekutsche. Und das Gute daran ist, die Menschen werden dazu nicht gezwungen! Ganz sicher könnte ich hier noch viele, viele andere Städte aufzählen und würde dann garantiert noch mehrere vergessen. Sie sehen, nicht jeder legt als Tourist Wert auf Luxusbeförderungsmittel wie Sie. Vielleicht schonen ja diese nostalgischen Verkehrsmittel auch unsere Umwelt ein wenig und sind irgendwie auch ein Publikumsmagnet.
Es steht Ihnen doch völlig frei, sich für andere, modernere Verkehrsmittel zu entscheiden, nur müssen Sie nicht unbedingt Ihre Meinung dazu, anderen Personen aufzwingen. Ich könnte ja auch eventuell sagen, dass nicht jeder Ihrer Beiträge stets des Pudels Kern getroffen hat.
Retupmoc
16.04.2013, 11:21 Uhr
Es fällt mir sehr schwer,
dem Statler Recht zu geben, aber diesmal liegt er nicht ganz falsch. @ Paulinchen - auch Sie haben ja Recht. Es macht Spaß mit der Kutsche durch Wien zu fahren oder andere nostalgische Fortbewegungsmittel zu benutzen. Das Problem das die Landrätin hat ist aber der Schuldenberg hier im Landkreis. Den hat Sie zwar nicht zu verantworten, muß ihn jedoch abbauen. Aus meiner Sicht gibt es Dinge, die der LK unbedingt finanzieren muß. Zum Beispiel Schulbildung, Kitas, Gesundheitswesen, Infrastruktur. Ich glaube persönlich auch nicht daran, das der LK durch die Bahn touristische Einnahmen in Größenordnungen hat. Deshalb ist es schon nicht falsch, dort zu sparen, wo es die Menschen am Wenigsten trifft. Natürlich gibt es von einer Anzahl Personen immer einen Aufschrei. Das würde aber auch Theatergänger betreffen oder Sportvereine, Jugendeinrichtungen usw,. wenn man dort spart. Sehen Sie das einmal als Plädoyer für die Landrätin. Man kann es nicht allen Recht machen, auch wenn man es vielleicht möchte. Allerdings sollte man auch das Angebot von Bodo Ramelow in Betracht ziehen, das er heute gemacht hat.
I.H.
16.04.2013, 12:06 Uhr
Gebrauchsanleitung
Da Kutsche fahren ganz doll beliebt ist hier noch eine kurze Bemerkung zum Thema "wie komme ich auf den Brocken".
Mir ist es völlig wurscht, ob da einer mit Bimmelbahn, Kremser oder Dreirad auf den Brocken fahren will. Von mir aus kann man da auch mit dem Esel hochreiten. Aber warum soll das ein Landkreis subventionieren? Der hat andere Aufgaben!
Keines der gebrachten Pferdekutschbeispiele wird von Landkreisen durchgeführt oder subventioniert. Wer möglichst nostalgisch auf den Brocken möchte, kann das gefälligst auch selbst bezahlen.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.