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Fr, 15:10 Uhr
12.04.2013

Verhalten optimistisch

Der demografische Wandel im Landkreis Nordhausen macht auch dem Kreissportbund zu schaffen. Wie die Damen und Herren des Präsidiums dem entgegentreten wollen, darüber informierten sie heute die Presse. Und warteten mit interessanten Zahlen auf...


Kathrin Oppenberger ist das neue Gesicht im Vorstand des KSB Nordhausen. Künftig wird die Facheinkäuferin als ehrenamtliche Pressereferentin agieren. Und bei allen Unwägbarkeiten und kleineren Rückschlägen – in punkto Frauenquote im Vorstand ist der KSB Nordhausen thüringenweit führend.

Mit 13.805 organisierten Sportlern (was einer Quote von 15,6% der Landkreisbevölkerung entspricht) bewegen sich die Nordhäuser knapp unter dem Landesdurchschnitt von 16,6% in Sportvereinen organisierter Bürger. Fünf Vereine sind es weniger als noch vor zwei Jahren, jetzt aktuell 143. Der größte Verein ist der Nordhäuser SV mit stolzen 942 Mitgliedern, dann folgen der Altstadtverein, der Vfl Ellrich und Glückauf Bleicherode.

Die größten Mitgliedereinbrüche mussten im Erhebungszeitraum die Fußballer hinnehmen oder besser ausgedrückt die Fußballerinnen. 208 Personen weniger als im Vorjahr jagen aktuell dem runden Leder hinterher, um es ins Eckige zu schießen. A pro pos Schießen: in Schützenvereinen sind 1.289 Bewohner des Landkreises engagiert. Mehr können nur die Fußballer (3.863) und die allgemeinen Sportgruppen (1.556) vorweisen. Die Frauenquote von 35,5% ist nahezu konstant geblieben, im Jahre 2011 waren es 35,9% Sportlerinnen. Auch die Erhebungen zur Altersstruktur der Organisierten zeigt deutlich, wo der Sportschuh drückt, nämlich im fehlenden Nachwuchs und einer natürlichen Austrittswelle der älteren Sportler.

Von größeren Fusionen einzelner Vereine bzw. Mannschaften wussten der anwesende Vizepräsident Klaus Körber und Geschäftsstellenleiter Andreas Meyer zu berichten. Und immer waren solche Aktionen mit einem Mitgliederschwund verbunden. Dennoch schätzten beide die Statistikwerte als gut ein und blicken verhalten optimistisch in die Zukunft. Immer in der Hoffnung, den Trend umkehren zu können.

Dazu formulierte Andreas Meyer die Ziele für die nächsten beiden Jahre. Die Kinder- und Jugendarbeit werde forciert, die schon erprobten Bewegungsstunden mit wöchentlich 600 Kindergartenkindern sollen erweitert werden, in Ganztagsschulen werden ähnliche Projekte folgen.
Nächster wichtiger Punkt ist die Förderung des Ehrenamts, wo der KSB aktiv den 2. Arbeitsmarkt in Anspruch nimmt. Derzeit sind 19 Bürgerarbeiter im Einsatz, die in den Vereinen helfen. Die Vereinsvorstände will der KSB weiter schulen und somit deren Arbeit erleichtern.
Auch im Bezug auf den Frauensport haben sich die Verantwortlichen viel vorgenommen. Flaggschiff bleibt die Aerobic Night, für deren 2013er Auflage wieder internationale Referenten gebucht werden konnten. Die Frauenwarte der Vereine treffen sich regelmäßig mit der Spitze des KSB, um weitere Schritte abzustimmen.

Großes Gewicht soll zukünftig auf den Seniorensport gelegt werden. Neben der beliebten Mini-Olympiade in den Seniorenheimen, die von den KSB-Mitarbeitern und Mitgliedern schon länger durchgeführt wird, soll verstärkter Augenmerk auf die 50+ - Aktionen gelegt werden. Aber auch einfache Übungen zum richtigen Umgang mit der Gehhilfe werden angeboten.
Schlussendlich ist es die Bildung und Weiterbildung sportinteressierter Bürger, die dem KSB am Herzen liegt. Überregionale Fachtagungen mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jungendsport stehen auf der Agenda wie auch die Jugendhelfer-Ausbildung für Ferienbetreuer. Zusätzlich läuft die Übungsleiterausbildung zum Erwerb der C-Lizenz für Trainer und der Grundlizenz für Einsteiger.

Alles in allem scheint der KSB Nordhausen für die anstehenden Herausforderungen gut gerüstet zu sein. Wenn von dem heute versprühten Elan einiges auf die Sportler übertragen werden kann, dann gibt es zukünftig viele Sieger im Kreis Nordhausen.
Autor: nnz

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