Do, 08:44 Uhr
20.12.2012
Wie feiern Kugelstoßer Weihnachten
Weihnachten ist doch die schönste Zeit. Überall funkeln kleine Lichter, es duftet nach Zimt, Glühwein, Tannengrün und frischgebackenen Plätzchen. Auch Sportler genießen und feiern zu Weihnachten. Aber wie? Das wollte Sandra Arm für die nnz wissen...
So wie Kugelstoß-Bundestrainer (Männer) Sven Lang, Routinier Ralf Bartels (SC Neubrandenburg) und US-Amerikaner Reese Hoffa. Ein Wiedersehen mit allen drei Akteuren wird es zur 13. Auflage des Nordhäuser Kugelstoß-Hallenmeetings Energie-Indoor am 18. Januar 2013 geben.
Bei Bundestrainer Sven Lang will so recht noch keine besinnliche Weihnachtsstimmung aufkommen. Das passiert erst am Mittag des 24. Dezember, erzählt er. So kurz vor den Festtagen geht es für ihn und seine Athleten nämlich alles andere als vorweihnachtlich und entspannt zu. So weilt der Trainer mit dem Bundeskader heute und morgen in Leipzig.
Allerdings nicht für einen ausgiebigen Bummel über den Weihnachtsmarkt. Wir haben noch unsere Leistungsdiagnostik am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft in Leipzig, klärt Lang auf. Schwitzen statt Entspannung, trainiert wird dann noch bis Sonntagabend. Wurde in den vergangenen Jahren immer bis einschließlich Heiligabend in der Halle geschwitzt, gibt der Coach seinen Athleten über die Festtage frei. Bei mir in der Trainingsgruppe sind viele Sportler, die von weiter her kommen und ich will sie nicht unbedingt am Montag noch mal zum Training bestellen.
Das Genießen fängt bei Lang dann so langsam am Sonnabend an. Für ihn ist Weihnachten vor allem eins: das Fest der Familie. Dieses Jahr ist zum ersten Mal unser Enkel, er ist ein Jahr alt, zu Besuch und darauf freuen wir uns besonders. Das Wünschen soll ebenfalls nicht zu kurz kommen. Beim Bundes- und Heimtrainer von Vize-Olympiasieger David Storl sind sie eher überschaubar und bescheiden: Gesundheit für meine Familie und meine Trainingsgruppe. Was materielle Güter angeht, ich denke, aus dem Alter bin ich raus.
Besinnlich und sicherlich ein wenig turbulent wird es im Hause von Kugelstoß-Routinier Ralf Bartels zugehen. Seine kleine Tochter Friederike, die im Februar ein Jahr alt wird, hält den Kugelstoß-Routinier nämlich ordentlich auf Trab. Sie ist jetzt soweit, dass sie anfängt sich hochzuziehen und zu stehen. So richtig krabbelt sie seit ein, zwei Wochen, vorher ist sie nur gerobbt.
Die Aktivitäten der Kleinen bringen auch so manche neue Herausforderungen mit sich. So steht beispielsweise die Frage im Raum: Was machen wir mit dem Weihnachtsbaum? Eine Lösung hat Familie Bartels noch nicht gefunden: Wir haben jetzt schon drei Varianten, aber wir wissen noch nicht, wie wir es gelöst bekommen. Bartels kommt richtig ins Schwärmen, wenn er von seiner Tochter spricht. Sie geht bewusst auf uns ein, sie nimmt uns bewusst wahr und sie reagiert auf das, was wir machen. Es ist eine schöne Zeit, in der sie uns auch ganz viel zurückgibt. Das Haus erstrahlt bereits im Lichterglanz. Wir haben die Weihnachtsbeleuchtung angebracht und es ein bisschen weihnachtlich geschmückt. Die bunten Lichter haben es Friederike besonders angetan. Man sieht, wie sie sich alles anschaut, wie ihre Augen dabei leuchten, weil alles blinkt.
Bartels größter Weihnachtswunsch: Gesundheit für sich und seine Familie. Alles andere bekommt man irgendwie hin, wenn man gesund ist, sagt der sympathische Neubrandenburger, der zugleich auf das kommende Jahr, seinem letzten als Leistungssportler, vorausschaut: Ich hoffe, dass die Gesundheit, so wie sie jetzt ist, hält. Das heißt, dass das Knie, die Knochen halten und ich noch eine schöne Saison mit guten Leistungen abliefern kann.
Noch einmal Kugelstoß-Weltmeister werden, noch einmal den Gesamtsieg beim Diamond League Meeting feiern, das wünscht sich US-Amerikaner Reese Hoffa, wenn er auf die kommende Saison vorausschaut. Es gibt aber auch einen ganz privaten Wunsch: Ich will Vater werden. Der 35-Jährige ist seit sieben Jahren mit seiner Renata verheiratet. Das Weihnachtsfest begeht er ganz in Familie und das gleich an drei Orten.
Ich feiere bei meiner Mutter in Augusta (Georgia), bei meinem Vater in Harlem (Georgia) und bei der Familie meiner Frau in Jasper (Georgia). Diese Zeit im Jahr empfindet er als besonders wichtig. Ich sehe an Weihnachten meine ganze Familie wieder und das Fest gibt mir die Möglichkeit zu sehen, was meine Familie über das Jahr gemacht hat. Ich werde vor allem das Spielen mit all meinen Nichten und Neffen genießen, die ich nicht so häufig sehen kann. Die Runde ist dabei alles andere als klein. Wir sind dann ungefähr zwölf Personen. Es wird wie immer eine große Party werden.
Im Hause Hoffa sieht das dann so aus: Es wird ein Familienessen geben, anschließend schauen wir gemeinsam einen Weihnachtsfilm, den wir jedes Jahr sehen. Bei den Geschenken gibt es bei seiner Familie etwas ganz besonderes, eine Namenstombola. Wir legen vorher fest, was wir vorher für diese Person ausgeben. Bei aller Besinnlichkeit und den deftigen Festtagsessen denkt Hoffa auch ein bisschen an seinen Sport. Ich werde ein bisschen trainieren, denn wenn ich zurückkehre und habe nichts getan, dann bekomme ich Muskelkater. Ich mag es, den Übergang so fließend wie möglich zu gestalten.
Sandra Arm
Autor: redSo wie Kugelstoß-Bundestrainer (Männer) Sven Lang, Routinier Ralf Bartels (SC Neubrandenburg) und US-Amerikaner Reese Hoffa. Ein Wiedersehen mit allen drei Akteuren wird es zur 13. Auflage des Nordhäuser Kugelstoß-Hallenmeetings Energie-Indoor am 18. Januar 2013 geben.
Bei Bundestrainer Sven Lang will so recht noch keine besinnliche Weihnachtsstimmung aufkommen. Das passiert erst am Mittag des 24. Dezember, erzählt er. So kurz vor den Festtagen geht es für ihn und seine Athleten nämlich alles andere als vorweihnachtlich und entspannt zu. So weilt der Trainer mit dem Bundeskader heute und morgen in Leipzig.
Allerdings nicht für einen ausgiebigen Bummel über den Weihnachtsmarkt. Wir haben noch unsere Leistungsdiagnostik am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft in Leipzig, klärt Lang auf. Schwitzen statt Entspannung, trainiert wird dann noch bis Sonntagabend. Wurde in den vergangenen Jahren immer bis einschließlich Heiligabend in der Halle geschwitzt, gibt der Coach seinen Athleten über die Festtage frei. Bei mir in der Trainingsgruppe sind viele Sportler, die von weiter her kommen und ich will sie nicht unbedingt am Montag noch mal zum Training bestellen.
Das Genießen fängt bei Lang dann so langsam am Sonnabend an. Für ihn ist Weihnachten vor allem eins: das Fest der Familie. Dieses Jahr ist zum ersten Mal unser Enkel, er ist ein Jahr alt, zu Besuch und darauf freuen wir uns besonders. Das Wünschen soll ebenfalls nicht zu kurz kommen. Beim Bundes- und Heimtrainer von Vize-Olympiasieger David Storl sind sie eher überschaubar und bescheiden: Gesundheit für meine Familie und meine Trainingsgruppe. Was materielle Güter angeht, ich denke, aus dem Alter bin ich raus.
Besinnlich und sicherlich ein wenig turbulent wird es im Hause von Kugelstoß-Routinier Ralf Bartels zugehen. Seine kleine Tochter Friederike, die im Februar ein Jahr alt wird, hält den Kugelstoß-Routinier nämlich ordentlich auf Trab. Sie ist jetzt soweit, dass sie anfängt sich hochzuziehen und zu stehen. So richtig krabbelt sie seit ein, zwei Wochen, vorher ist sie nur gerobbt.
Die Aktivitäten der Kleinen bringen auch so manche neue Herausforderungen mit sich. So steht beispielsweise die Frage im Raum: Was machen wir mit dem Weihnachtsbaum? Eine Lösung hat Familie Bartels noch nicht gefunden: Wir haben jetzt schon drei Varianten, aber wir wissen noch nicht, wie wir es gelöst bekommen. Bartels kommt richtig ins Schwärmen, wenn er von seiner Tochter spricht. Sie geht bewusst auf uns ein, sie nimmt uns bewusst wahr und sie reagiert auf das, was wir machen. Es ist eine schöne Zeit, in der sie uns auch ganz viel zurückgibt. Das Haus erstrahlt bereits im Lichterglanz. Wir haben die Weihnachtsbeleuchtung angebracht und es ein bisschen weihnachtlich geschmückt. Die bunten Lichter haben es Friederike besonders angetan. Man sieht, wie sie sich alles anschaut, wie ihre Augen dabei leuchten, weil alles blinkt.
Bartels größter Weihnachtswunsch: Gesundheit für sich und seine Familie. Alles andere bekommt man irgendwie hin, wenn man gesund ist, sagt der sympathische Neubrandenburger, der zugleich auf das kommende Jahr, seinem letzten als Leistungssportler, vorausschaut: Ich hoffe, dass die Gesundheit, so wie sie jetzt ist, hält. Das heißt, dass das Knie, die Knochen halten und ich noch eine schöne Saison mit guten Leistungen abliefern kann.
Noch einmal Kugelstoß-Weltmeister werden, noch einmal den Gesamtsieg beim Diamond League Meeting feiern, das wünscht sich US-Amerikaner Reese Hoffa, wenn er auf die kommende Saison vorausschaut. Es gibt aber auch einen ganz privaten Wunsch: Ich will Vater werden. Der 35-Jährige ist seit sieben Jahren mit seiner Renata verheiratet. Das Weihnachtsfest begeht er ganz in Familie und das gleich an drei Orten.
Ich feiere bei meiner Mutter in Augusta (Georgia), bei meinem Vater in Harlem (Georgia) und bei der Familie meiner Frau in Jasper (Georgia). Diese Zeit im Jahr empfindet er als besonders wichtig. Ich sehe an Weihnachten meine ganze Familie wieder und das Fest gibt mir die Möglichkeit zu sehen, was meine Familie über das Jahr gemacht hat. Ich werde vor allem das Spielen mit all meinen Nichten und Neffen genießen, die ich nicht so häufig sehen kann. Die Runde ist dabei alles andere als klein. Wir sind dann ungefähr zwölf Personen. Es wird wie immer eine große Party werden.
Im Hause Hoffa sieht das dann so aus: Es wird ein Familienessen geben, anschließend schauen wir gemeinsam einen Weihnachtsfilm, den wir jedes Jahr sehen. Bei den Geschenken gibt es bei seiner Familie etwas ganz besonderes, eine Namenstombola. Wir legen vorher fest, was wir vorher für diese Person ausgeben. Bei aller Besinnlichkeit und den deftigen Festtagsessen denkt Hoffa auch ein bisschen an seinen Sport. Ich werde ein bisschen trainieren, denn wenn ich zurückkehre und habe nichts getan, dann bekomme ich Muskelkater. Ich mag es, den Übergang so fließend wie möglich zu gestalten.
Sandra Arm

