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Fr, 15:23 Uhr
14.12.2012

Neue Lösung

Die Kulturbibliothek in Nordhausen, der Betonbau mitten in der Stadt, wird nicht nur seinem Äußeren nach heftig diskutiert. Auch das Innenleben ist nicht „ohne“, vor allem, wenn es um das liebe Geld geht, das nicht auszureichen scheint...


Noch immer ist die Entwicklung der wirklichen Baukosten nicht abzusehen. Ob dem Stadtrat noch einmal derartig dicke ÜPL (überplanmäßige Ausgaben) untergeschoben werden können, bleibt fraglich. Noch immer ist der nnz nicht beantwortet, welche Bewirtschaftungskosten für die Bibliothek geplant sind, obwohl Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh das in einem nnz-tv-Interview bis Jahresende zugesagt hatte.

Nun wird hinter den Rathausmauern, die auch den Stadträten sicheren Schutz vor dem neugierigen Bürger bieten, wieder über die Innenausstattung des kulturellen Bau's diskutiert. Eigentlich sollte wieder Geld in die Hand genommen werden. Viel Geld zusätzlich, damit die Himmelgarten-Bibliothek in Nordhausen ihre Heimstatt findet. Die ist sicher ein Schatz, aber die Aufbewahrung von Schätzen kostet Geld. Geld, dessen Höhe angeblich bei der Planung nicht bekannt war. Doch es gab sie, die Forderungen seitens der Wittenberger an die neue Heimat.

Also wurde jetzt im Rathaus gegrübelt. Herausgekommen ist eine neue Lösung. Auf die Frage, ob die wiederum eine bauliche Veränderung nach sich zieht, erhielt die nnz aus dem Rathaus folgende Antwort: „Ja, zur Unterbringung der Himmelgartenbibliothek wird es bauliche Veränderungen geben, die jedoch aus jetziger Sicht keine Kostenerhöhung nach sich ziehen werden, da an anderer Stelle dafür vorgesehene Ausrüstung nicht angeschafft werden muss, so dass es im besten Fall nur zu einer Kostenverschiebung kommt. Eine detaillierte Kostenrechnung wird derzeit durch die Architekten erstellt.
 
Ursprünglich waren klimatisierte Bücherschränke im Lesesaal vorgesehen. Die klimatischen Veränderungen bei der Benutzung von Schrank zu Raum und umgekehrt wären trotzdem zu groß gewesen und die Bücher hätten geschädigt werden können. Nun wurde eine „Raum- in- Raum –Lösung“  im Lesesaal vorgeschlagen, die vom Stadtarchivar und von Dr. Losche  akzeptiert wird und mit der die Klimakonditionen  eingehalten werden können. Der Lesesaal wird mit Glas abgetrennt und dahinter die Himmelgarten-Bibliothek in Regalen sichtbar angeordnet.“

Vermutlich wird – so kann die nnz sich eine Pressemitteilung aus dem Rathaus vorstellen – alles nicht so teuer. Zum Ende der Bauzeit wird sogar noch Geld eingespart. Wer's glaubt, der wird bestimmt selig und kommt in den Himmelgarten.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
Herr Taft
15.12.2012, 09:31 Uhr
cool...
erst denken, dann machen - hat mir schon meine Oma gesagt. Unsere Stadtväter hatten wohl solch eine Oma nicht...
Bonefatius K.
15.12.2012, 17:52 Uhr
Kulturbibliothek
Nun hat auch Nordhausen seine "Elbphilharmonie"! Und keiner ist es gewesen !!!
andreas66
15.12.2012, 18:52 Uhr
Nur...
gut das es Herrn Greiner und die nnz gibt. Wie würde man sonst über solche Aktionen informiert. Auf dem offiziellem Weg aus den Amtsstuben und den Sitzungen der Stadtverordneten erfährt doch das gemeine Volk, also die Wähler, nix. Warum auch?

In der Stadtverwaltung müssen doch studierte Entscheidungsträger sitzen und dann passieren solche Sachen. Hoffentlich zerbröselt die Himmelgarten-Bibliothek oder auch nicht. Man würde es sowieso wieder hindrehen, das es passt. Der mündige Bürger wird es schon glauben.
ndhberliner
15.12.2012, 20:02 Uhr
Kostenverantwortung
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich nehme niemanden in Schutz, aber...
Die Politik ist doch hier nicht die einzige Instanz die Kostenverantwortung trägt. Die Kosten werden Ihnen doch in den meisten Fällen auch nur zugearbeitet. Aus eigener Erfahrung wird zu Beginn eines jeden Projekts schöngerechnet um ein Projekt überhaupt zu realisieren.

Da wäre der richtige Zeitpunkt um klare Verhältnisse zu schaffen. Das wird nur immer verpennt.

Ich habe die bisherigen Diskussionen nicht bis ins Detail verfolgt, jedoch gibt es hin und wieder auch einmal kostenneutrale Lösungen. Ungeachtet dessen ist der Bau einer Bibliothek kein Alltagsgeschäft. Auch da spreche ich aus eigener Erfahrung.
Zorro
16.12.2012, 16:16 Uhr
Lüge?
Die Politik ist schon verantwortlich für die Bauprojekte. Wer entscheidet denn über Aussehen, Ausgestaltung und Notwendigkeit der Maßnahmen, doch nicht der Bürger. Auch die Kosten sind bekannt, nur die traut sich wahrscheinlich keiner so offiziell zu sagen.

Dann würde sicher das eine oder andere Projekt nicht zu Stande kommen. Deshalb geht mann erst mit abgespeckten Varianten in die Öffentlichkeit. Es ist doch immer das selbe, siehe Lessingschule, Flohburg oder jetzt eben die Bibliothek. Merkt das denn keiner? Wer trägt eigentlich für die "angeblich" vergessenen Finanzen für die Ausgestaltung der Bibliothek die Verantwortung? Hatte das personelle Konsequenzen? Wie bekannt mussten ja deshalb andere Projekte gestrichen werden.
Spieli84
16.12.2012, 20:20 Uhr
alles Mist
warum wird das Teil überhaupt gebaut? Jahre lang war die alte Stadt Bibliothek gut jetzt müssen Sie so ein riesen Teil mitten in die Stadt Bauen WARUM???

Man man hätte das Geld lieber für andere sinnvolle Dinge ausgeben sollen wie z.B. den Mangel an KITA plätzen beseitigen nein stattdessen wird man von allen nur vertröstet man könne nichts machen leiher hier leiher da ich kann es nicht mehr hören verdammt nochmal Leute die unbeding nen Kíta platz brauchen weil sie Arbeit bekommen könnten bzw in aussicht haben aber Leute die den ganzen Tag mit Ihrem dicken Hintern Heime sitzen und nichts machen bzw auch nicht Arbeiten wollen na Hauptsache die haben nen platz und am bestens gleich 2 oder 3 Kinder super ganz großes Kino. ABER HAUPTSACHE EINE NEUE RIESEN BIBLIOTHEK WIRD GEBAUT
Janko
16.12.2012, 21:01 Uhr
als ich architektur studierte...
...wurde mir im studium immer wieder eingeschärft, dass ein architekt, sobald er mit den tatsächlichen kosten für ein bauwerk einen gewissen prozentsatz über seinem ursprünglichen kostenvoranschlag liegt, er selbst für diesen fehlbetrag haftbar sei.

hab ich da während des studiums nicht richtig zugehört, in all den jahren seitdem etwas vergessen, verwechselt oder schlicht verdreht, oder zählt diese regel für öffentliche gebäude nicht, weil steuergeld ja unendlich verfügbar ist?
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