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Do, 10:47 Uhr
29.01.2004

Chancen nutzen

Nordhausen (nnz). Vor wenigen Tagen wurde die zweite Studierendengeneration von der FHN verabschiedet. Zeit einmal nachzufragen, wie es dieser wie auch der vorangegangen Studentengeneration bei ihrem Entritt ins Berufsleben ergangen ist. Eine von ihnen ist Michaela Hennemann. nnz hat nachgefragt...


Michaela Hennemann Die junge Frau hat zum Wintersemester 1999 ihr Studium der Betriebswirtschaft an der FH Nordhausen aufgenommen und nun ihre ersten beruflichen Erfahrungen gesammelt.

Warum haben Sie diese Studienrichtung gewählt und wie sind Sie auf die FH Nordhausen aufmerksam geworden?

Michaela Hennemann: Nach dem ich 1999 mein Fachabitur im Bereich Wirtschaft in der Fachoberschule Nordhausen gemacht habe, war klar, dass ich Betriebswirtschaft studieren wollte. Dabei war mir vor allem wichtig, mich beruflich noch nicht festzulegen. Die Betriebswirtschaftslehre ist sehr breit gefächert und bietet damit viel Spielraum für Flexibilität. Durch ein Studium an der Fachhochschule konnte ich gleichzeitig sicherstellen, dass ich einen hohen Praxisbezug habe sowohl in der Anzahl der Praktika die ich zu absolvieren hatte, als auch durch die Professoren, die aus der Praxis kommen.

Während des Grundstudiums und der Praxissemester wurde mir klar, was mir mehr oder weniger Spaß macht. Dementsprechend habe ich meine Schwerpunktfächer gewählt. Obwohl ich meine Fächer vor allem nach meinen persönlichen Interessen gewählt habe, habe ich parallel mit Fachleuten aus der Wirtschaft geredet und die Entscheidung auch auf Basis der späteren Jobchancen getroffen. Das Ergebnis waren meine Schwerpunktfächer Controlling und Wirtschaftsinformatik.

Für die Fachhochschule in Nordhausen haben zwei Gründe gesprochen. Der Erste ist eher pragmatisch – ich komme aus Bleicherode und durch das Studium in Nordhausen konnte ich zunächst noch zu Hause wohnen. Als zukünftige Betriebswirtin konnte ich mir die finanziellen Einsparungen dadurch ausrechnen. Außerdem fand ich es spannend, an der gerade gegründeten FH, in der noch nichts festgefahren ist, zu studieren.

Was hat Ihnen das Studium an der FH Nordhausen gebracht, was war besonderes gut bzw. was hat gestört?

Michaela Hennemann: Das Studium an der FH hat mir auf der einen Seite natürlich ein breites Fachwissen vermittelt, mit dem ich bestens für meine Praktika und nun auch für meinen Job gerüstet bin. Ich habe vor allem den persönlichen Kontakt zu den Professoren und die relativ kleinen Studiengruppen sowie die Exkursionen und Projekte geschätzt. Mindestens genauso wichtig waren aber auch für mich die Studentenparties und die Semesterferien. Verbessern würde ich die internationale Ausrichtung der FH. Obwohl die FH sich diesbezüglich bereits stark engagiert, sollte die Hochschule die Internationalität noch weiter ausbauen sollte.

Wie sind Sie zu Ihrem Schwerpunktfach und Ihrer Diplomarbeit gekommen?

Michaela Hennemann: Das erste Praktikum während meines Studiums konnte ich bei der IBM Unternehmensberatung machen. Dabei wurde ich in einem Kundenprojekt in Hamburg im Bereich IT-Controlling eingesetzt. Ich fand die Verbindung von der reinen Betriebswirtschaftslehre bzw. dem Controlling mit der doch eher als innovativ geltenden IT spannend. Außerdem glaubte ich mit dieser Verbindung gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Also habe ich mich im Hauptstudium auf Controlling und Wirtschaftsinformatik spezialisiert.

Womit haben sie sich - allgemein formuliert - in der Diplomarbeit beschäftigt?

Michaela Hennemann: Meine Diplomarbeit habe ich ebenfalls im IT-Controllingbereich geschrieben. Hier sollte es speziell um das Controlling für einen IT-Dienstleister im Finanzsektor gehen. Mit dem IT-Dienstleister bin ich während meiner Praktika in Kontakt gekommen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Behrens sowie dem Unternehmen (VR Kreditwerk Hamburg Schwäbisch Hall AG) haben wir dann ein Thema gesucht, das sowohl meinen Ansprüchen als auch denen des Unternehmens und Prof. Dr. Behrens genügt.

Wie wurde der Kontakt zum Arbeitgeber hergestellt?

Michaela Hennemann: Wie bereits gesagt, wurde ich im Rahmen meines Praktikums bei der IBM Unternehmensberatung beim Kunden vor Ort eingesetzt. Bei dem Kunden handelte es sich um eine Hypothekenbank, die gemeinsam mit einer anderen großen Bausparkasse die Rechenzentren und IT-Leistungen ausgelagert hat in ein Tochterunternehmen. Dieses Tochterunternehmen fungiert heute als IT-Dienstleister der Mutterunternehmen und andere Finanzinstitute am Markt. Im weiteren Verlauf meines Studiums habe ich schließlich auch ein Praktikum bei diesem IT-Dienstleister, der VR Kreditwerk, gemacht. Anscheinend konnte ich das Unternehmen von meiner Kompetenz überzeugen, und so war ich glücklich, dass ich bereits vor Abschluss meines Studiums den Arbeitsvertrag in der Tasche hatte und so ein reibungsloser Übergang in die Arbeitswelt gewährleistet war.

Aus der Rückschau: Was bringt der Beruf Neues, wo war das Studium hilfreich, wo waren beim Berufsstart noch Lücken. Wie gut hat der Übergang in den Beruf geklappt?

Michaela Hennemann: Da ich das Unternehmen, die Mitarbeiter und meinen Aufgabenbereich bereits vorher kennen lernen konnte, war der Übergang reibungslos. Klar habe ich jetzt mehr Verantwortung und es war schon eine Umstellung, nicht mehr nur für einen begrenzten Zeitraum in einem Unternehmen zu sein, aber das ist „Gewöhnungssache“. Allerdings - ein bisschen vermisse ich das Studentenleben schon. Ich bin froh ein praxisnahes Studium gemacht zu haben. Somit hielt sich der sogenannte „Praxisschock“ in Grenzen.

Was ist der Schwerpunkt Ihrer beruflichen Tätigkeit jetzt?

Michaela Hennemann: In meiner jetzigen Tätigkeit stelle ich im Rahmen des strategischen und operativen IT-Controlling (Kostenstellenrechnung, Produktprofitabilität, Geschäftsfeldrechnung, Prozesskostenrechnung, Abweichungsanalysen) ein aussagekräftiges und zeitnahes Berichtswesen sicher und muss ein kompetenter Gesprächspartner für das Management sein. Neben meinen operativen Tätigkeiten habe ich auch die Chance bekommen, in einem Projekt „Optimierung Controllingsysteme“ meine eigenen Ideen mit in das IT-Controlling der VR Kreditwerk Hamburg-Schwäbisch Hall AG einzubringen.
Autor: nnz

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