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Di, 16:08 Uhr
04.12.2012

Arbeitssieg gegen Tabellenletzten

NSV Trainer Stephan Albrecht hatte vor dem Spiel gewarnt, das es kein Spaziergang werden würde. Leider überhörten die Spieler die mahnenden Worte. Allein fünf "Fahrkarten" vom Punkt sprechen für sich. Hier der ausführliche Bericht von Frank Ollech...


Für die Südharzer begann mit der Partie gegen Post Gera ein vermeintlich leichtes Restprogramm bis zum Jahresende. Mit Gera (Tabellenletzter), Erfurt (Tabellenzehnter) und dem SV Hermsdorf 2 (Tabellenvorletzter) geht es gegen Mannschaften aus der abstiegsgefährdeten Zone. Das diese bis zum umfallen um jeden Ballgewinn und jeden Treffer kämpfen, besonders bei Heimspielen, davon war und ist auszugehen.

Da sich das Mittelfeld der Thüringenliga mit nur drei Punkten Abstand von Platz zwei bis Platz acht erstreckt kann sich kein Team einen Patzer erlauben. So auch nicht die Südharzer, die auf Platz 5 liegend, bisher eine gute Saison spielten und sich geschickt von den Abstiegsplätzen fernhalten konnten.

So begann eine Partie in der schmucken Panndorfhalle die mit Sicherheit keinen Schönheitspreis verdienen würde. Schon die ersten Spielminuten bestätigten diese Vorahnungen. Die Gastgeber bissig und schneller, folgerichtig die 1:0 Führung. Für den Südharzexpress, der während der gesamten Partie zum Bummelzug mutierte, war es Matthias Thiele vorbehalten den Torreigen zu eröffnen.

Es dauerte lange bis bei den Nordhäuser die ersten Anzeichen von Spielkultur zu erkennen wahren. Mit drei Treffern in Folge, erzielt durch einen Doppelschlag von Matthias Thiele und einen Treffer vom Marcel Effenberger, verschafften sie sich mit 6:3 etwas Lust. Wie gewonnen so zerronnen. Schlechte Abwehr und Angriffsleistungen warfen den NSV wieder zurück (6:6). Auf dem Parket tobte ein offener Schlagabtausch den rein optisch keiner gewinnen wollte. Die Fehler auf beiden Seiten häuften sich, die Partie mehr Kampf und Krampf.

Nach einem verwandelter Strafwurf von Effenberger zum 9:9, neigte sich die Waage langsam aber stetig zu Gunsten der Südharzer. Zählbares Kapital konnten sie daraus nur minimal schlagen. In die Halbzeitpause gingen sie mit einer schmeichelhaften 14:12 Führung. Nach der Pause und einer gehörigen Ansprache vom Trainer ließen sie kurzzeitig ihr Leistungsvermögen aufblitzen. Bis auf 19:13 enteilten sie den Postlern, die Partie schien entschieden.

Plötzlich verfielen sie wieder in die Spielweise der ersten Halbzeit, was von den Gastgebern dankend angenommen wurde. Treffer um Treffer holten diese auf und hätten beim Stand von 23:22 für den NSV beinahe das Zepter übernommen. Der 24 Treffer durch Sebastian Kreutz brachte wieder etwas Ruhe ins Spiel. Doch wiederum war die Abwehr, wie so oft während der gesamten Spielzeit, nicht in der Lage dem Geraer Angriff Paroli zu bieten.

Mit unnötigen Kopfschmerzen auf der Nordhäuser Bank ging es in die Schlussminuten. Böse Vorahnungen schwebten über deren Köpfen. Einzig Andre Elster behielt mit Treffer 27 den Überblick. Kurz danach wurde die Partie beim Stand von 27:25 für den NSV von den Unparteiischen abgepfiffen. Sie hatten 60. Minuten Schwerstarbeit, angesichts der Spielweise beider Mannschaften, zu leisten.

Die Südharzer sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Das beste vom Spiel ist der Doppelpunktgewinn, darin waren sich alle einig. Bester Torschütze in den Reihen der Nordhäuser war Marcel Effenberger (8) gefolgt von Matthias Thiele (7).
Frank Ollech

Sören Ahlert/ Nikita Schneider/ Stefan Fuhrmann 2/ Christian Müller/ Thomas Riemekasten 2/ Lukas Fehling / Sebastian Kreutz 2/ Christian Flötling/ Matthias Thiele 7/ Marc Phillip Tube/ Andre Elster 4/ Michael Spieß/ Marcel Effenberger 8


Zeitstrafen NSV 6 Gera 7

Strafwürfe NSV 8/3 Gera 5/5
Autor: red

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