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Di, 15:45 Uhr
04.12.2012

Gespräche im Bundestag

Thema Kinderbetreuung, demografischer Wandel und Stärkung der Anliegen von Familien: Zu diesen Themen hat Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh jetzt auf Einladung im Bundesfamilienministerium mit Regine Kraushaar, Leiterin der Abteilung Kinder und Jugend und Ingo Behnel, Abteilungsleiter Familie, Gespräche geführt...

Gespräche im Bundestag (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen) Gespräche im Bundestag (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen)
Dr. Klaus Zeh (rechts) im Gespräch mit Sibylle Laurischk (links), der Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (FDP) und dem Geschäftsführer des Deutschen Familienverbands, Siegfried Stresing (2.v.r.)

Im Bundestag gab es anschließend einen Erfahrungsaustausch mit Sibylle Laurischk, der Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (FDP) sowie mit Caren Marks, der familienpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion.

Im Gespräch stellte Zeh am Beispiel Nordhausen den Gewinn für die Eltern heraus, den eine breite Trägerlandschaft sowohl bei Kindergärten als auch bei Grundschulen mit sich bringt. „In Nordhausen braucht niemand wählen zwischen Arbeit oder Kindererziehung, weil hier wenn auch nicht im Wunschmonat stets ein Kinderbetreuungsangebot zur Verfügung gestellt werden kann. Und darüber hinaus kann man noch zwischen verschiedenen pädagogischen Konzepten aussuchen. Das ist keine Selbstverständlichkeit für Städte unserer Größe“, sagte Zeh.

Hinzu komme, dass Nordhausen mit dem Familienzentrum einen sehr guten Anlaufpunkt der Beratung, Bildung, Unterstützung und Begegnung für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien habe. Aufgrund der Breite und der Qualität seines Beratungs- und Betreuungsangebots sei das Zentrum einzigartig in Thüringen, so der Oberbürgermeister, der auch Präsident des deutschen Familienverbandes ist.

Gespräche im Bundestag (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen) Gespräche im Bundestag (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen)
Dr. Klaus Zeh (2.v.r) im Gespräch mit Caren Marks, der Familienpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, und dem Geschäftsführer des Deutschen Familienverbands, Siegfried Stresing (rechts)

Weiterer Punkt des Erfahrungsaustauschs mit den beiden Bundestagspolitikerinnen war das Thema Betreuungsgeld. Beide Bundestagsmitglieder sagten, dass sie erklärte Gegnerinnen des Betreuungsgeldes seien, entweder aus verfassungsrechtlichen oder inhaltlichen Gründen. Dr. Zeh in dessen Amtszeit als Thüringer Sozialminister das Thüringer Landeserziehungsgeld eingeführt wurde -, sagte, dass das Geld den Eltern lediglich Wahlfreiheit ermöglichen sollte, ihrer Kleinstkinder - bis zum Alter von drei Jahren - ohne allzu große finanzielle Einbußen auch zuhause zu erziehen.

„Es geht um Wahlfreiheit und es ist klar, dass Eltern, die ihre Kinder in die Krippe geben, natürlich keine Rabeneltern sind. Dabei ist es klar, dass das jetzt eingeführte Bundes-Erziehungsgeld in seiner jetzigen Höhe für eine echte Wahlfreiheit längst nicht ausreicht“, so der Oberbürgermeister.

Übereinstimmung herrschte, dass bei der Entwicklung der Familienfreundlichkeit der deutschen Gesellschaft die Wirtschaft in ihrer Rolle als Arbeitgeber eine besondere Bedeutung zu komme. Es hänge wesentlich vom Arbeitgeber ab, ob die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nur auf dem Papier stehe oder letztlich auch von Eltern in die Realität umgesetzt werden könne.
Autor: red

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