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Do, 15:33 Uhr
25.10.2012

Reaktionen auf Ansiedlung

Ganze vier Tage benötigen einige Verwaltungen und Verbände, um auf eine Wirtschaftsnachricht zu reagieren. Die Reaktion auf einen Beitrag der nnz wollen wir Ihnen dennoch nicht vorenthalten...


Der Vorstand des Nordhäuser Unternehmerverbandes ist erfreut, das sich mit der Firmengruppe GSM aus Bad Lippspringe ein weiteres Unternehmen der metallverarbeitenden Branche in Nordhausen ansiedelt. Hier zeigt sich, wie eine gut ausgebaute Infrastruktur und vor allem ein motiviertes und qualifiziertes Arbeitskräftepotential mit ausschlaggebend bei einer Standortentscheidung sein kann. Die Vorständler des NUV würdigen auch die geleistete Arbeit der beiden kommunalen Verwaltungen im Landkreis Nordhausen, die von GSM-Geschäftsführer Dietmar Lüning im nnz-Artikel ausdrücklich gelobt wurde.

Die Ansiedlung mit der Schaffung von einmal 70 Arbeitsplätzen an der Nordhäuser Darre macht deutlich, dass auch Restflächen in bestehenden Gewerbegebieten attraktiv sind. Sie macht aber auch deutlich, dass es innerhalb der Stadt Grenzen gibt und eine großflächige Ansiedlung nur in einem dafür ausgewiesenen Industriegebiet realisiert werden kann. Deshalb soll weiterhin der Fokus auch auf die weitere zeitnahe Erschließung des Industriegebietes in der Goldenen Aue gelegt werden.

Als „Wohltat für Nordhausen“ hat Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh die Entscheidung der Firma GSM aus Bad Lippspringe bezeichnet, in Nordhausen einen weiteren Produktionsstandort zu eröffnen. „Die Standortwahl ist ein Kompliment an die gut ausgebildeten Fachkräfte dieser Stadt. Es werden rund 70 neue Arbeitsplätze entstehen.“ Nordhausen stärke damit sein Profil als Industrie- und Produktionsstandort.

Darüber hinaus „ist die Investition der Firma GSM mit den sich ergebenden Ausbildungs- und Berufsperspektiven hoffentlich ein weiterer Grund für junge Menschen, hier vor Ort zu bleiben und Familien zu gründen“.

Zugleich werde an die lange Industrietradition Nordhausens angeknüpft. Er freue sich, so Dr. Zeh, sehr über die Entscheidung der GSM-Geschäftsleitung für Nordhausen. „Und dieser Wertschätzung haben wir konkret Ausdruck verliehen, durch eine gute Kooperationsbereitschaft und Unterstützung bei dieser Ansiedlung durch die Ämter unserer Stadtverwaltung. Dies ist wiederum in bewährter Zusammenarbeit mit der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen geschehen“. Von der Investition profitierten, so Zeh weiter, wiederum andere bereits bestehende de Nordhäuser Unternehmen, zum Beispiel Speditionen, Handwerker oder andere Dienstleister. Die Basis für ein wirtschaftlich gesundes und solides Nordhausen hat sich ein weiteres Mal verstärkt!“
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
26.10.2012, 00:33 Uhr
weitere Ansiedlungen auf Restflächen sollte NUV forden
Auch wenn es mir manche Leute eventuell nicht zutrauen. Auch ich begrüße diese Ansiedlung, und zwar vor allem deswegen, weil sie auf einer hier so genannten Restfläche im bereits erschlossenen Stadtgebiet erfolgt. Diese kommt dem Arbeitsmarkt ebenso zugute, wie dem Wirtschaftsstandort Nordhausen insgesamt. Das ist eine Form der Einheit von Ökonomie und Ökologie, wie wir sie ganz zeitgemäß brauchen. Gerade durch die späte Stellungnahme des NUV aber und auch durch den Ton der obigen Mitteilung habe ich den Eindruck, dass er über diese Zusage des Unternehmens nicht all zu sehr erfreut ist. Er sollte aber die Tatsache vielmehr begrüßen, dass die bereits bestehenden Brachflächen im Kernstadtgebiet auf diese Weise effektiver als bisher genutzt werden und trotzdem ein Plus für die Wirtschaft und die Region herauskomnmt! In einem so dicht besiedelten und erschlossenen Land wie Deutschland, in dem täglich 25 Fußballfelder zubetoniert werden, ist das doch allemal besser, als immer weiter in die Randbereiche zu gehen, zumal auf solche mit höchsten Bodenwertzahlen. Auch das hat etwas mit Verantwortung zu tun und mit der Erhaltung der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, die ganz einfach gut beraten ist, die wahren Grundlagen ihrer Existenz mehr zu würdigen und wert zu halten, als in den vergangenen 150 Jahren.
So begrenzt ist der Platz in der Kernstadt nun wirklich nicht für weitere Ansiedlungen, wenn man nur mit offenen Augen durch die Stadt geht.
Ich wünsche mir weitere Unternehmen, die "Restflächen" zu nutzen bereit sind. Das "Unternehmen" Menschheit kann es sich auf Dauer nicht leisten, Ressourcen zu verschwenden, wie wir weltweit sehen können. Auch Platz und Boden sind Ressourcen und dazu noch welche mit weitreichenden ökologischen und ökonomischen (landwirtschaftlich/wasserwirtschaftlichen) Aufgaben.
Und wenn der Platz in der Stadt tatsächlich so begrenzt wäre, wie der NUV schreibt, dann hätte sich das neue Unternehmen bestimmt für das riesige Industriegebiet entschieden. - Hat es aber nicht.
Von den in dem Beitrag erwähnten "Grenzen" ist weit und breit nichts zu sehen. Wo bitte, lieber NUV sind sie? Wo sind die Firmen, die an die angegebenen Grenzen stoßen?
Jörch
26.10.2012, 10:04 Uhr
100% agree herr schwarzberg
allerdings kann man sich schon vorstellen, dass der NUV hier nicht sehr erfreut ist, denn mit dem gewerbegebiet darre lässt sich sicher nicht das geld verdienen, was sich durch die lokalen unternehmen mit erschließung und schaffung der infrastruktur in der goldenen aue erwirtschaften lässt. was dann aus der erschlossenen und versiegelten fläche wird, sei mal dahingestellt zumal es gerade im bereich des ehemaligen ifa werkes noch wesentlich mehr platz für industrieansiedlungen mit noch wesentlich besserer infrastruktur gibt (beispielsweise bahnanschlüsse und entsprechend tragfähige strasse).
kann man nur hoffen, dass der firma noch weitere folgen werden.
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