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Mi, 12:12 Uhr
24.10.2012

Erhöhungen sind immer unangenehm

Politiker aller Spähren scheuen sich vor unangenehmen, mitunter aber notwendigen Entscheidungen. Vor allem dann, wenn es direkt an den Geldbeutel der Menschen geht, denen sie ab und an auf der Straße begegnen könnten. Wie in Nordhausen...


Ein Beispiel dafür sind Erhöhungen der Bus- und Straßenbahntarife. Und so wird in allen offiziellen Dokumenten immer von Anpassung und nicht von Erhöhung gesprochen. Das klingt nicht so hart, ist aber das Gleiche, denn eine Verringerung von Tarifen und Gebühren ist im Archiv der nnz nicht zu finden.

Und so sollen die Mitglieder des Nordhäuser Hauptausschusses heute vorberaten, was der Aufsichtsrat der Verkehrsbetriebe, in dem einigen von den Stadträten sitzen, längst empfohlen haben. Der Einzelfahrschein soll sich ab Januar 2013 von 1,30 Euro auf 1.50 Euro erhöhen. Dadurch kann eine Einnahmeerhöhung von rund 150.000 Euro erzielt werden. "Die Einnahmen sind für das Unternehmen wichtig, um wenigstens einen Teil der enorm gestiegenen Kosten, besonders für Diesel, Material und Personal, zu kompensieren", ist in der entsprechenden Beschlussvorlage zu lesen.

Weiterhin wird durch den Aufsichtsrat empfohlen, die Mitnahme von Fahrrädern in Bussen und Bahnen ebenfalls kostenpflichtig zu machen. In der Tarifzone 1 sind das 70 Cent pro Fahrt. Mit der Erhöhung um rund 13 Prozent sollen die Nordhäuser Tarife denen der Region angeglichen werden, die bereits seit August vergangenen Jahres gelten.

Letztlich ist das bisher Konstatierte als ein Entwurf zu sehen, der noch durch den Stadtrat zu beschließen ist, der wiederum damit den Oberbürgermeister legitimiert, in der Gesellschafterversammlung darüber zu entscheiden.
Autor: nnz

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Kommentare
Paulinchen
24.10.2012, 18:22 Uhr
Da macht sich ja die „Elektrische“…
zu einer echten Alternative zum motorisierten Individualverkehr. Die Haltestellen in der Tarifzone 1 liegen ja auch sooo weit auseinander. Mir tun da nur die älteren und gehbehinderten Mitbürger leid, welche wegen eines Rezeptes zum Hausarzt müssen. Da sind dann die 20,-€ für zwei Minuten Schreibzeit und 2,40 € für die „Straba“ fällig. Na ja, so ist er halt der Sozialstaat. Das Rentenniveau sinkt, die Gehälter der Politiker steigen ins Unermessliche (ca. 400,-€ Rente für Oma Kätchen und 17.000,- € für eine Berufspolitikerin).
Letztere fliegt innerhalb von Deutschland zum Nulltarif und nutzt den ÖVP auch noch gratis!

Zu welcher Partei gehörte doch unser neuer Oberbürgermeister gleich? War das nicht eine, mit so etwas wie christlicher Nächstenliebe? Nun wundert mich doch nichts mehr!

Was ich schon immer mal von unserem neuen OB wissen wollte: "Herr Dr. Zeh, wann übergeben Sie denn feierlich eine Umweltzone in unserer Heimatstadt?"
pumpnC
25.10.2012, 00:53 Uhr
Nicht nur...
die Erhöhung im ÖPNV sind eine Zumutung sondern auch die unverschämt hohen Kita-Gebühren im LK Nordhausen sind eine absolute Unverschämtheit. Es wird viel über Sozialstaat und Hartz4 geredet, aber die Menschen, die täglich arbeiten gehen und das ganze finanzieren müssen, immer stärker zur Kasse gebeten werden finde ich eine nicht mehr tragbare soziale Ungerechtigkeit. Es reicht scheinbar nicht, das uns der Bund die Hosen auszieht, nein auch die Kommunalpolitik haut noch mal einen drauf. Hauptsache es wird so ein unsinniger Prunkbau am Rathaus hochgezogen, der wie zu erwarten nochmals teurer wird als ohnehin schon veranschlagt.

Vielleicht sollte die Stadt mal drüber nachdenken einige unsinnige Buslinien zu streichen, wie die vom Bahnofsplatz zum Pferdemarkt. es reicht scheinbar nicht, wenn die Straßenbahn in einer Kleinstadt wie Nordhausen in einem unsinnigen 10-Minutentakt fährt nein auch die Buslinien müssen sich über die gleiche Stecke breit machen und verursachen zur Rushhour stets ein Verkehrchaos. Das dient sicher alles dem Umweltschutz.
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