Kommentare
Rainer Zufall
12.10.2012, 11:52 Uhr
Hingehen!!..
.. und Zeichen setzen!!
Bodo Schwarzberg
12.10.2012, 12:14 Uhr
Biogasanlagenveranstaltung? Vorsicht BI!
Natürlich ist diese Diskussionsveranstaltung zu begrüßen. Allerdings möchte ich die Bürgerinitiative um Vorsicht ersuchen: Sie bekommt es dort mit Personen zu tun, die ihr Handwerk, Menschen zu überzeugen, verstehen.
Zudem sitzen dort Experten, Wissenschaftler. Diese Personen sind es gewohnt, sich in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen durch Argumente und echte oder scheinbare Logik durchzusetzen. Diese Anlage als Weg zur Energiewende und zur umweltschonenden Energiegewinnung zu bewerben,also als Fortschritt, wird bei ihnen breiten Raum einnehmen.
Ungünstig ist auch die FH als Veranstaltungsort: Dort ist die BI von vornherein in einer schlechteren Position. Ein neutraler Ort, etwa eine Gaststätte, wäre psycholgisch besser. Die Wahl der FH als Veranstaltungsort ist nicht neutral und muss kritisiert werden: Zum einen, weil Dr. Zeh als OB und v.a. ehemaliger Minister sowie Verfechter dieser unökölogischen Anlage wesentlichen Anteil daran hat, dass die FH überhaupt in Nordhausen ist. Von daher ist doch klar, dass die FH-Vertreter alles daran setzen werden, die Biogasanlage in ein rosarotes Licht zurücken.
Viele gut bezahlte Professoren hätten zum zweiten ohne den politischen Einsatz mancher dort gewiss anwesender Protagonisten eventuell keinen oder schlechter bezahlte Jobs. Zudem profitierte die FH von einer solchen Anlage. Sie könnte ihr vielleicht sogar Geld durch bestimmte Forschungsaufträge bringen. All das sollte die BI bedenken. Es wird nicht einfach für sie werden. Von daher kann ich ihr nur empfehlen, wenigstens einen jener Experten einzuladen, der das Leopoldina-Gutachten verfasst hat und sich nicht von Menschen, die gut reden können, von ihren Positionen abbringen bzw. spalten zu lassen.
Das Internet (WWF, BUND und andere) bietet eine Fülle von Informationen gegen diese Anlagen, die nur einem dienen: dem Geldbeutel einiger weniger, aber niemals der Umwelt.
Zudem würde ich die Wahl der FH als Veranstaltungsort öffentlich thematisieren. Vielleicht lässt sich da ja doch noch etwas anderes erreichen.
Zorro
12.10.2012, 12:48 Uhr
Der Feind hinter der Hecke
Vielleicht zur Info, ehe sich die selbst ernannten Biogas-Experten noch aus Protest anketten: Das Energieforum fand in seinen bisherigen Ausgaben schon immer in der FH statt. Warum soll eine bauliche Hülle schlecht für die eine oder andere Seite sein? Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.
Flitzpiepe
12.10.2012, 13:19 Uhr
Zu spät
Diese Hinweise von Herrn Schwarzberg kommen leider etwas spät. Wie soll die BI in 3 Tagen übers Wochenende einen eigenen Vortragenden mit wissenschaftlichem Anspruch (z.B. der Leopoldina ) organisieren?
Aber es stimmt, dass das notwendig wäre.
Könnten Sie, Herr Schwarzberg, das nicht übernehmen?
suedharzer
12.10.2012, 13:21 Uhr
sofort Flächen versiegeln und Stadthalle bauen
am besten wäre es, die Veranstaltung fände in unserer Stadthalle statt. uuuups wir haben ja keine Stadthalle... wo sich ausser im Audimax der FH 200 interessierte Bürger zusammenfinden können. Na gut, dann in eine Gaststätte verlegen und 150 interessierte Bürger ausschließen. Das Geschrei will ich hören. Manche Vielschreiber hier sollten echt erstmal nachdenken bevor sie schreiben.
Aber es gibt eine utopische Lösung: Wir bauen eine Stadthalle mit am besten noch 200 Parkplätzen. Nur wird es die niemals in Nordhausen geben. Und dies hat Gründe:
1. Stadthalle in der Innenstadt geht gar nicht wegen des Lärms an- und abreisender Gäste und ihrer PKWs. Die frisch gegründete BI "Nordhausen will (weiter-)schlafen" wird dies erfolgreich verhindern
2. Stadthalle am Stadtrand wird an der zu versiegelnden Fläche scheitern. Man stelle sich nur das BUND-Gejammer und das Ausrechnen wie vieler ccm CO2 nun durch das nicht mehr wachsende Unkraut nicht mehr in Kohlenstoff und Sauerstoff umgewandelt werden.
Mein Vorschlag: gewisse illegal errichtete Schwarzbauten in einem am östlichen Stadtrand gelegenen Ortsteil abreissen und genau dort die Stadthalle errichten. Vorteil: man versiegelt keine zusätzlichen Flächen und nun mangels Anwohner kann hinter der Stadthalle nun auch die Biogasanlage errichtet werden, die dann noch kostengünstig Wärme für die Stadthalle liefert.
So einfach ist das!
NDHler
12.10.2012, 15:24 Uhr
@Herr Schwarzberg
Also bei allen Meinungsverschiedenheiten zur unterschiedlichen Themen, aber was jetzt hier abgelassen haben verstehe ich nicht. Ob das Forum nun im Theater, einer Kneipe oder eben in der FH stattfindet ist doch völlig Wurscht. Wie hier schon erwähnt findet das Forum bereits zum wiederholten Male statt und immer war der Austragungsort die FH. Dort beschäftigt man sich auch intensiv mit dem Thema.
Wichtig sind doch die Argumente (Pro & Contra!) zu dem Thema, da wird man doch sehen wer den anderen überzeugen kann. Das so eine Anlage nicht in der Nähe von Wohngebieten gebaut werden sollte wird sicher auf eine breite Zustimmung stoßen. Also wird die Anlage halt woanders gebaut.
Janko
12.10.2012, 17:37 Uhr
bei der einstellung des herrn schwarzberg,
"ACHTUNG, bürgerinitiative: dort sitzen leute, deren handwerk es ist, zu überzeugen: dort sitzen WISSENSCHAFTLER UND EXPERTEN!" braucht man jetzt gar nicht erst zum energieforum zu gehen. zumindest nicht, um meinungen auszutauschen. denn die, die dort sitzen, deren handwerk ist es ja, mich zu überzeugen. und ich darf mich nicht überzeugen lassen. offen für argumente? gott bewahre, aber doch nicht für argumente von wissenschaftlern!
stammtischparolen, DIE will ich hören! zumal ja selbst der veranstaltungsort ganz hinterlistig gewählt wurde: ein großer raum, wo viele leute hineinpassen! das geht gar nicht!
bei solchen beiträgen sind doch von vornherein die fronten geklärt. DIE sind die bösen, die anderen die guten. wozu nun noch zum energieforum gehen, herr schwarzberg hat uns erklärt, wie's läuft: nicht überzeugen lassen! einmauern! dichtmachen! wachs in die ohren und sekundenkleber in die augen!
ich überlege, ob der mensch noch in den bäumen sitzen würde, wäre es die gesamte menschheitsgeschichte über so gelaufen: bloß nicht dem affenexperten zuhören, der behauptet, man könne auf den hinterbeinen stehen. besser 'n knüppel über'n kopp, dann ist ruhe. oh: ich hab ja die vorderpfoten gar nicht frei zum knüppelschwingen...
hejo
12.10.2012, 19:10 Uhr
Danke Janko
hast mir aus der Seele geschrieben.
dirfido
12.10.2012, 19:29 Uhr
Die Pläne zur Errichtung einer solchen Anlage .. liegen vor ???
Die Pläne zur Errichtung einer solchen Anlage durch die Energieversorgung Nordhausen GmbH liegen vor...
?? WO ??
Ein wirklich ehrlicher Gedankenaustausch ist dieses, in diesem Umfeld dann vermutlich nicht. Es ist der Wolf der hier zum Essen lädt. Diese großzügige Einladung kann er auch nur aussprechen weil er sich sicher ist: der Bär wird sie nicht hören und die Löwen hat er schon eingewickelt. Es ist schon abzusehen wie die Sache ablaufen soll und der Veranstaltungsort ist deshalb folgerichtig gewählt.
Wenn die Mitglieder der Bürgerinitiative zu diesem Termin wirklich kommen, so können sie sich nicht vorwerfen lassen: sie hätten nicht ALLES versucht.
Unsere Welt ist nicht perfekt, aber in ihrer Zerstörung haben wir schon eine gewisse Perfektion erreicht! Was werden die Mitglieder und Sympathisanten Bürgerinitiative ausrichten können gegen Lobbyismus und Ignoranz?
Politiker schwimmen, der Natur gemäß, gern mit dem Strom und in möglichst angenehmen Gewässern. So wundert es nicht dass sie, dem Schwarmverhalten folgend, schnell die Richtungen ändern. Atomkraft … voller Stopp und zurück, E10 … da ist die Kehrtwende schon vollzogen, Solar … da geht schon ein Ruck durch die Förderlandschaft, Windkraft … ganz, ganz weit aufs Meer, Biogas … rette sich wer kann! Die letzten im Schwarm gehen aber immer verloren? Was wird die neue Richtung?
Glühlampenverbot hatten wir ja schon! Ich bin mir sicher, es werden noch viele, viele skurrile Ideen durch unsere Politik ans Volk gebracht und es werden sich immer wieder Fachleute andienen um diese Innovationen dem Bürger schmackhaft zu machen.
Das Grundübel werden wir aber immer unangetastet lassen – es verdienen zu viele daran!
Apropos: Gebäudehülle Wenn das Gebäude keinen Einfluss hätte …. dann bräuchten wir auch keinen neuen Bürgersaal, die bisherigen Veranstaltungsorte waren bisher immer ausreichend.
Der Ort und der Grund einer Zusammenkunft von Menschen stehen immer in einem Zusammenhang … einfach mal nachdenken, beim nächsten Gottesdienst oder beim Kegelabend.
Herr Taft
12.10.2012, 20:44 Uhr
GEGEN ALLES !!!!
Leute, ich bekomme den Eindruck egal was in NDH passiert - es gibt immer erstmal einen Riesenaufschrei ! Natürlich wird es immer jemanden geben, der DAGEGEN ist - irgendwie sind es nur immer die selben,die gegen alles sind !
Bodo Schwarzberg
12.10.2012, 21:07 Uhr
Rinke 2011: "Nach dem IG muss Schluss sein."
Das sagte die ehemalige Oberbürgermeisterin Rinke im Interview zu mir: (Quelle: "Menschenbilder aus der Harz- und Kyffhäuserregion" (Bd. I, S. 927). Ich habe Frau Rinke im Herbst 2011 interviewt. Und natürlich wusste sie zu diesem Zeitounkt, dass sie auf künftige Entscheidungen kaum noch Einfluss würde nehmen können. Da fallen solche Sätze natürlich besonders leicht. Andererseits bringt ihre Äußerung schon ein Gefühl des Unbehangens bei dem Gedanken zum Ausdruck, unsere Landschaft permanent weiter zu zu betonieren. Zu nützen scheint er wenig. Frau Rinke ist als OB Vergangenheit. Und sagen konnte sie viel, wenn es die anderen erst nach dem Ende ihrer Regentschaft richten oder ausbaden müssen. Dennoch sollte die Äußerung der früheren Oberbürgermeisterin als Argument gegen die dubiosen Pläne für eine Biogasanlage genutzt werden.
In einem Kommentar wurde ich gefragt, ob ich nicht einen Autoren des Leopoldina-Gutachtens einladen könnte. Ich habe große Lust, das zu tun. Aber ich bin ja kein Mitglied der BI und kann daher für sie niemanden einladen.
Allerdings greife ich die Idee gern auf. Da steht nur die Frage, wer den gewiss nicht kostenlos referierenden Mann (oder Frau) bezahlen soll. Der FH-Professor, der für Herrm Dr. Zeh eventuell eine rosarote Gefälligkeitsrede hält, ist ja schon in Nordhausen. Der wird sicher kein Extra-Honorar für einen Auftritt zu der perspektivisch für die FH eventuell lukrativen Veranstaltung verlangen.
Aber vielleicht haben die Autoren der Leopoldina-Studie ausreichend Idealismus und kommen trotzdem, um die unausgereifte, kurzsichtige Idee einer Biomethananlage in Nordhausen mit wissenschaftlich fundierten Argumenten für immer auf Eis zu legen. OB Dr. Zeh wird einem Autor DIESER Studie für einen Vortrag ganz gewiss kein Honorar zahlen!
Ich denke, die BI, die ich sehr begrüße, sollte den oder die Experten einladen. Das kann sie nur stärken. Ich unterstütze sie aber gern dabei, falls gewünscht. Die 20 renommierten Autoren stehen unter dem Gutachten, das in der nnz veröffentlicht wurde, aber auch im Netz auf der Seite der altehrwürdigen Leopoldina abrufbar ist.
Ich persönlich finde es genial, dass sich diese alte Akademie der Naturforscher einmischt. Zwar im Auftrag des Bundes, aber als unabhängige Organisation wahrhaft und beispielhaft für die Verhältnisse in Nordhausen unparteilich. Ihr Gutachten ist für die Bundesregierung unbequem.
Es wäre eine tolle Sache, wenn einer der Autoren nach Nordhausen käme.
Janko
12.10.2012, 22:14 Uhr
da haben wir aber auch ein pech...
...herr schwarzberg...
"In einem Kommentar wurde ich gefragt, ob ich nicht einen Autoren des Leopoldina-Gutachtens einladen könnte. Ich habe große Lust, das zu tun. Aber ich bin ja kein Mitglied der BI und kann daher für sie niemanden einladen."
puh, so ein mist aber auch... also, ich würde ja auch die welt retten, wenn mich nur mal jemand in den superhero-club einladen würde. ich hab da jede menge ideen zur abschaffung des welthungers, zur abwendung der energiekrise und zur endgültigen völker- und religionsverständigung. mich lädt aber leider auch keiner ein. schade. zu schade...
suedharzer
12.10.2012, 22:39 Uhr
intellektuell schmerzfrei Herr Schwarzberg
Da versuchen Ihnen nahezu alle Co-Kommentatoren teils ironisch, teils ernst vor Augen zu führen, dass sie mal wieder einen fatalen Bock geschossen haben und Sie?
Sie erschiessen noch das restliche Rudel!
Die hier berechtigt vorgetragene Kritik prallt offenbar intellektuell schmerzfrei an Ihnen ab.
Eingangs warnen Sie die Vertreter der BI vor den bösen WISSENSCHAFTLERN, die böse sind, weil sie es gewohnt sind andere Menschen überzeugen zu können, und nun wollen Sie selber WISSENSCHAFTLER einladen.
Glauben Sie denn im Ernst, auch nur einem FH-Prof schert die Zugeneigtheit von Herrn Zeh soviel, dass er gegen sein wissenschaftliches Fachwissen reden würde? Die Profs sind landesbedienstete Lebenszeitbeamte (im Gegensatz zu Herrn Zeh). Der OB kann, darf und will (sicherlich) denen gar nichts. Der Rest von Ihrem Geschreibsel ist reine Verschwörungstheorie.
Apropos Verschwörungstheorie, bitte beantworten Sie, Herr Schwarzberg, folgende Fragen:
1. Wer hat Kennedy wirklich umgebracht?
2. Waren die Amis wirklich auf dem Mond?
3. Hat die CIA wirklich 9/11 selber inszeniert?
Vorsicht, bei falscher (hoffentlich richtiger) Beantwortung droht allgemeines Gelächter und die Sperrung Ihres Accounts durch die bislang bewundernswert geduldige NNZ-Redaktion.
Hans Dittmar
12.10.2012, 22:50 Uhr
Herr Schwarzberg, ihre Komentare sind einfach nur beschämend
Sie unterstellen im Vorfeld, das alle Redner nur wie Schauspieler auftreten, um spielerisch die Menschen zu täuschen. Es sind aber Personen, die Fachwissen besitzen, entgegen zu Ihnen, der nur denkt alles zu wissen. Hier sieht man mal wie die Unwissenden angst haben, in Räumlichkeiten unterrichtet zu werden, wo schon tausende junger Menschen ihre Diplom, Bachelor oder Master erlangten.
Haben Sie nur Angst, die heiligen Räume, welche mit echten Professoren bestückt sind, mit echten Wissen zu verlassen?
Wissenschaft kommt von Wissen schaffen!
dirfido
12.10.2012, 23:33 Uhr
Peinlicher Versuch!
Es sind mehr als 2.300 Bürgerinnen und Bürger die dagegen sind! Diese breite Masse ist nicht immer gegen ALLES oder JEDEN! Sie sind gegen die Biogasanalage in Nordhausen-Ost und Bielen.
Was sollen die ständigen Versuche diese Menschen mit allem Unsinn zu diffamieren?
Reicht 2.300mal NEIN nicht aus?
Müssen sich die Befürworter der Biogasanlage Mut zusprechen, in dem sie tausende Stimmen der Vernunft wegdiskutieren wollen?
Peinlicher Versuch!
Die Mitglieder der Bürgerinitiative sind keine Menschenfresser oder ungebildete Hinterwäldler. Selbst hochrangige Politiker können, nach einem Gespräch mit den Vertretern der Bürgerinitiative, keine körperlichen oder seelischen Schäden beklagen! Beklagenswert ist aber der ständige Versuch die Tatsachen zu verdrehen oder aufrichtige und besorgte Bürger ins Unrecht zu setzen.
Hier bei NNZ wurde schon ausgiebig darüber diskutiert.
Konnte man anfangs das eine oder das andere als tollpatschig oder gar ungeschickt abtun, so festigt sich doch (z.Z. für einen braven Bürger) ein beunruhigendes Bild unserer Verantwortlichen.
Benötigen wir externe Spezialisten die uns bestätigen: mehr als 2.300 Stimmen dürfen nicht ignoriert werden?
Die Wissenschaftler der Leopoldina sind, so bin ich mir ganz sicher, bei der Bürgerinitiative zu jeder Tages- und Nachtzeit herzlich willkommen, so wie jeder interessierte Mitbürger auch.
Hier finden alle Interessenten Kontakt und Ansprechpartner:
http://www.facebook.com/StopptBiogasNordhausen/info
Auch die FH in Nordhausen könnte ihr Image durch eine kontroverse Diskussion mit einem Nobelpreisträger deutlich aufpolieren. Aber wer lässt sich schon gern, im eigenen Haus für andere Leute, abwatschen? Und was könnte ein so hochrangiger Wissenschaftler schon vorbringen – was nicht schon ausführlich geschrieben steht und in zahlreichen Studien belegt wurde?
Die Studie der Leopoldina ist frei zugänglich und liegt den Verantwortlichen in Nordhausen schriftlich vor.
Was soll da eine kluge Frau oder ein kluger Mann noch referieren?
Die Entscheidungsträger scheinen, den Eindruck habe ich, in ihrem Entschluss schon gefestigt und blenden die Zweifel aus.
Der Bürgerinitiative könnte eine solche Autorität, z.B. der Leopoldina, nur nutzen und unserer Heimatstadt auch!
Ich würde gern dazu aufrufen diese Veranstaltung zu besuchen.
Aber wenn alle 2.300 namentlich bekannten Biogasanlagengegner kommen …. wird es sehr, sehr eng am Weinberghof!
Wolfi65
13.10.2012, 07:22 Uhr
Zu schwer zu verstehen?
Die Menschen in Ost wollen die Anlage nicht vor ihrer Tür und haben das auch durch Unterschriften, Protestaktionen usw. auch bekundet. Und das muss doch langsam mal reichen. Wie lange will denn die Gegenseite noch an diesem Thema zerren?
Übrigens habe ich auch auf dem Parkplatz vor einen bekannten Supermarkt in Ost meine Unterschrift gegen die Anlage gegeben, obwohl ich dort nicht wohne und auch nicht unmittelbar betroffen wäre. Wer mich höflich fragt und vernünftig und sachlich Argumente gegen den Bau vorbringen kann, bekommt auch meine Stimme.
Nochmal einen freundlichen Gruß an die BI, welche sich auch in ihrer Freizeit dort hinstellt um Unterschriften zu sammeln.
Die Gegenseite bekommt ja bekannterweise ihr Engagement durch die Energiekunden bezahlt und das rund um die Uhr und nicht zu knapp.
Das ist übrigens noch ein Grund mehr, sich auf dem liberalisierten Strommarkt einen neuen und vielleicht auch Fremden Anbieter zu suchen. Nur Mut! Die Anderen beißen nicht und es tut auch gar nicht weh...
Bodo Schwarzberg
13.10.2012, 10:11 Uhr
FH-Professoren: Ich bleibe skeptisch! - Schwarzberg
Liebe Vorkommentatoren, ich kann mich von Ihnen (aus Ihrer Sicht gewiss leider) nicht von meiner Meinung abbringen lassen. Grundlage hierfür ist die Äußerung eines FH-Professors, der laut nnz von Dr. Zeh als eine Art Gutachter für die Biogasanlage benannt wurde.
In der nnz (siehe Archiv)gab es, übrigens indemselben Beitrag, einige einschätzende Worte zur geplanten Anlage aus dem Mund des Professors zu lesen, deren Inhalt sich mehr als deutlich von dem unterscheidet, was aus zahlreichen anderen Einsaätzungen zu diesen Anlagen im Netz, und zwar auf renommierten Seiten (schauen Sie selbst nach!), zu finden ist. Ich verglich also die Äußerungen des Professors mit jenen und stellte das Ergebnis hier in der nnz in Form diverser Beiträge zur Diskussion.
In den Äußerungen des FH-PProf. kamen zumindest in der nnz keine ethischen Bedenken gegen eine Verarbeitung von Nahrungsmittelpflanzen in nie gekannter Dimension vor. Wenn man dann daran denkt, wie bzw. durch wen die(begrüßenswerte!) FH nach Nordhausen gekommen ist, wenn man weiß, wovon eine solche Einrichtung profitieren und wenn man in die Geschichte anderer wissenschaftlicher Einschätzungen schaut: dann muss man mit Recht in Erwägung ziehen, dass hier Gefälligkeitsäußeruungen getätigt wurden.
Der Unterschied zwischen den FH-Prof-Äußerungen laut nnz und jenen die überall sonst so zu lesen sind, sind einfach zu krass, aber nicht ungewöhnlich:
Ich verweise z.B. auch auf Wortmeldungen früherer Fachleute aus dem Energiesektor zum Klimawandel, die diesen als erfunden deklarieren. Zwar werden diese Autoren von den 95% anderen sozusagen als Falschaussager schnell entlarvt, aber sie gibt es. Dasselbe begegnet uns in der Pharmaindustrie. Es ist unglaublich, wie es dort zur Bewerbung von Medikamenten oder gar Impfungen kommt.
Zwar sind dem hier auch durch die unabhängigen Arzneiprüfer Grenzen gesetzt, aber der Mensch lässt sich schnell vor allem durch solche Gutachten beeinflussen, die eine Sache besonders positiv darstellen. Das ist psychologisch leider normal.
Weitere Beispiele? Angebliche erfolgreiche Renaturierungen der Gipsindustrie: So gut wie nichts davon ist wahr: Ich kenne keinen Halbtrockenrasen, der sich in einem großen Steinbruch durch Renaturierung neu gebildet hat, geschweige denn dass sich vorhervorhandene wirklich naturschutzrelevante Arten wieder angesiedelt haben.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich traue den Äußerungen der FH nicht und ich hoffe, dass die BI so schlau ist, sich Leopoldina-Autoren einzuladen. Da ja die FH seriös argumentieren wird, werden sie einen Leopoldina-Prof. nur als Bereicherung verstehen und Ihre ängstlichen Kommentare erübrigen sich.
Wenn er also nicht zu dieser EIGENTÜMLICHERWEISE sehr kurzfristig anberaumten Veranstaltung, dann könnten die Leopoldina-Leute vielleicht zu einer Extra-Veranstaltung kommen. Im übrigen stimmt mich auch der Ton des Beitrages skeptisch: "Natürlich hat auch ein Vertreter der BI Gelegenheit sich zu äußern..." oder so ähnlich. Das stinkt doch förmlich nach einer "Nur-Duldung" und sieht nicht nach gleichberechtigter Partnerschaftt aus, die einer Demokratie eigen sein sollte.
Die BI wird mit solchen Worten als Randerscheinung gebrandmarkt. Diese ist ehrenamtlich: Aber hinter einer solchen Anlage steht verdammt viel Geld, Renommiergehabe und Ansehenswünsche mancher Beteiligten. Das aber ist doch nun wirklich nichts Neues, liebe Vorkommentatoren! "David gegen Goliath" also und "Das Lied ich sing, dessen Brot ich ess." Das war immer so.
98maschr
13.10.2012, 12:14 Uhr
Wie selbstverliebt kann man sein?
Haben Sie sich eben wirklich selbst zitiert?
Bei allem nötigen Respekt, im Gegensatz zu Ihnen Herr Schwarzberg, haben die Professoren an der FH nun einmal Ahnung von dem was sie sagen. Und der Einzige der hier jemanden diffamiert sind nunmal Sie. Aber wenn das hier jemand sagt kommt natürlich gleich ein Kommentar eines BI-Acounts der einem dann selbiges vorwirft - einfach nur amüsant^^
Aber was reg ich mich auf, genügend Vorkommentatoren sehen es zum Glück genauso wie ich.
Janko
13.10.2012, 13:21 Uhr
ich kann es einfach nicht verstehen -
wieso sind die einen experten bessere experten als die anderen?
wieso darf man den einen experten auf keinen fall zuhören, oder ihnen gar glauben schenken, aber die anderen experten verkündigen die alleinige wahrheit? wieso sind meine eigenen experten natürlich wesentlich glaubwürdiger als die anderen?
ich verstehe völlig die BI, welche die (berechtigte? ich weiß es, um ehrlich zu sein, nicht) sorge hat, einen stinkenden biogaskübel vor die haustür gesetzt zu bekommen. ich habe nur die befürchtung, dass fürsprecher wie herr schwarzberg der BI eher schaden als nützen. derart seine eigene scheuklappen vorzuführen kann einfach nicht gut sein. das meine ich völlig unabhängig von der eigentlichen diskussion, wo nun wie mais vergast wird, und ob das nun gut oder schlecht ist. ich finde, fanatismus und extremismus schadet jeder sache, egal wofür oder wogegen man kämpft.
dirfido
13.10.2012, 14:54 Uhr
Die Kosten für das Debakel tragen wir Bürger schon heute!
Die z.Z. so hochgeschätzten Fachleute werden solange hofiert bis der Wind sich wieder dreht – und dieses kommt zuweilen schneller als so mancher glaubt (siehe E10-Kraftstoff). Es sind schon andere Koryphäen über Nacht in Ungnade gefallen – die Geschichte der Wissenschaft kennt unzählige Beispiele! Wenn Menschen auf einer Welle der Anerkennung und des Zuspruchs schwimmen vergessen sie häufig den Ursprung und das Wesen dieser Welle. In sehr vielen Fällen sehen sich geniale Köpfe im Rückblick als missverstanden oder missbraucht, dann wenden sie sich verbittert von der Politik und er Gesellschaft ab – welch ein Verlust.
Durch viele Aktionen und Äußerungen könnte der Eindruck entstehen: die anerkannten Fachleute sollen vors Loch geschoben werden. Diese Damen und Herren stehen nicht zur Wiederwahl und können deshalb nicht die politische Verantwortung übernehmen.
Schauen wir uns die Historie des Projektes Biogasanlage in Nordhausen-Ost an. Es ist eine Aneinanderreihung von Pech und Pannen. Soll nun auch noch ein Sündenbock für die ausstehende Pleite gefunden werden?
Unser hochverehrter Oberbürgermeister hat eine schwere Bürde auf sich geladen, die Stadträte ebenfalls. Es bleibt abzuwarten ob sie sich dieser Hypothek entledigen können oder schlechtem Geld gutes Geld hinterherwerfen und damit den Spielraum für bessere Lösungen verlieren.
Die Kosten für das Debakel tragen wir Bürger schon heute!
Ich glaube nicht an eine Diskussion an diesem Tag und in dieser Veranstaltung. Ich befürchte: wir werden nur Monologe und Belehrungen von oben herab geboten bekommen.
Und wenn sich die Skeptiker nicht überreden lassen, dann muss man eben ohne sie weitermachen – sie sind dann halt dickköpfig oder fortschrittsfeindlich - unbelehrbar eben.
Verlieren werden die lokalen Politiker weiter an Glaubwürdigkeit und die hiesigen Wissenschaftler an Reputation. Die Vertreter der Bürgerinitiative gewinnen auf jeden Fall eine Menge Erfahrungen und erhalten eine gute Möglichkeit sich weiter bekannt zu machen.
Und was ich bisher von der Bürgerinitiative gesehen habe: so wird David in unserer Zeit auch ohne Steinschleuder auskommen!
Thomas Fichtner
13.10.2012, 16:31 Uhr
Ruhe bewahren! Durchatmen! Schock bekämpfen!
Natürlich sollte man aus Sicht der Bürgerinitiative den Zweck dieser Veranstaltung hinterfragen und davon ausgehen, daß die Damen und Herren dort zur Untermauerung ihrer Authorität vor allem ihre akademischen Titel und Würden in die Waagschale werfen werden.
Natürlich begibt man sich als Bürgerinitiative dorthin wo die Akademiker einen klaren Hausvorteil haben, das Parkett perfekt kennen und natürlich die Professoren auch darin im Vorteil sind, daß sie durch ihre Lehrtätigkeit das Sprechen vor Menschenmengen gewöhnt sind und im Darstellen von Sachverhalten und jonglieren mit Zahlen tägliche Übung haben.
Natürlich ist die Bürgerinitiative auch wo anders im Nachteil, denn ja, Referenten kosten Geld - zumindest Reiseunkosten und die sind auch schnell mal im oberen 3stelligen Bereich, insbesondere wenn Veranstaltungen in den Abendstunden stattfinden und daher zusätzlich Übernachtungen sinnvoll sind - Geld das man anders als Behörden und große Firmen eher nicht hat.
Diese Konstellation ist fast immer genau so und heißt in letzter gesellschaftlicher Konsequenz offenbar, dass derjenige leicht die Oberhand gewinnen kann, der genug Geld hat und es auch einsetzt - unabhängig davon ob seine Aussagen und Versprechen wahr sind, oder er nur nach schnellem Profit strebt, denn wie auch vor Gericht sind hierbei eben doch nicht alle gleich, noch haben sie auch nur annähernd vergleichbare Mittel und Voraussetzungen.
Die Strategie ist also insgesamt geschickt gewählt, denn nimmt man als Bürgerinitiative an so einer Veranstaltung teil, hat man schweren Stand und nimmt man aus den genannten Gründen eben nicht teil, weil man sich eben nicht vorführen lassen will, heißt es: Man scheue die Diskussion.
So oder so - gewinnen kann man dabei eigentlich nicht.
Daher kann ich das ungute Bauch-Gefühl des Herrn Schwarzberg und seine Befürchtungen und Warnungen durchaus gut verstehen, wenn ich auch nicht alle die von ihm genannten Punkte teile, denn letztlich geht es eben auch um meine Alma Mater und die Erfahrungen zum Umgang mit unterschiedlichen Meinungen und Menschen an "meiner" FH sind durchweg positiv.
Die dortigen Professoren sind auch nur Menschen und man pflegt ein gutes, distanzarmes und konstruktives Miteinander.
Und so werde ich natürlich am Dienstag dort sein!
W. Roßmell
16.10.2012, 08:16 Uhr
Wir sind dabei...
und eigentlich sind wir sogar sehr neugierig darauf, ob man uns nun auf unsere gestellten Fragen antworten wird... Die gestrige Besichtigung der Biogasanlage in Einbeck brachte für die teilnehmenden betroffenen Bürger auf ihre gestellten Fragen an die Betreiber der Anlage von EON (sie ist nicht mit der in Nordhausen geplanten Anlage vergleichbar!) deutliche Antworten, was die wohnnahe Bebauung und den Verkehr betrifft. Somit wurde es keine "Kaffeefahrt", sondern sie endete mit sehr sehr wichtigen Erkenntnissen für alle Teilnehmer und man kann nur hoffen, dass diese Ergebnisse und Feststellungen umgesetzt werden..., aber dazu später mehr!
dirfido
16.10.2012, 09:36 Uhr
Nicht vergleichbar mit Nordhausen?
Wie jetzt, kein Kaffee? Eine Alibifahrt und keine Kaffeefahrt? War unser Oberbürgermeister auch dabei? War Herr Junker auch anwesend? Hat die Projektgruppe die Anlage auch besichtigt?
Was sagen unsere Stadträte? Wurden die Fragen aus der Petition hinreichend beantwortet?
Nicht vergleichbar mit Nordhausen? Konnten das unsere Verantwortlichen nicht schon vorher wissen? Wieder Arbeitszeit und Geld verbrannt? Was lernen wir daraus?
Vermutlich NICHTS!
Am heutigen Abend wird in der FH ein neues Kapitel in Sachen Biogasanlage in Nordhausen-Ost und Bielen geschrieben.
Wird es ein Roman, ein Drama oder bleibt es bei einer Lach- und Sachgeschichte?
Zitat aus dem Beitrag:
Die Pläne zur Errichtung einer solchen Anlage durch die Energieversorgung Nordhausen GmbH liegen vor...
Wo sind die Pläne? Wer hat die Pläne vorliegen? Was bearbeitet, bei vorliegenden Plänen, die etablierte Projektgruppe? Wo kann der interessierte/betroffene Bürger die Pläne einsehen?
Flitzpiepe
16.10.2012, 10:00 Uhr
Pläne? Konzept!
Damit ist sicher die Konzeption von der EVN vom 26.4.2012 gemeint.
Ich zitiere mal 2 Sätze daraus:
'Sollte wider Erwarten der Standort Himmelgarten durch begründete Einsprüche von Bürgerinitiativen oder genehmigungsrechtlichen Gründen nicht realisierbar sein, steht ein Ausweichstandort in Bielen neben dem BIC bereit. Diese Flächen gehören der Stadt Nordhausen und sind für die Energieversorgung Nordhausen reserviert.'
Ich gehe mal davon aus, dass der ganze Vorgang nach dem heutigen 'Energieforum' seitens der EVN enorm forciert werden wird, denn man muss unbedingt einer sicher anstehenden Änderung des EEGs zuvorkommen.
Rainer Zufall
16.10.2012, 11:09 Uhr
Gespannt
Ich bin auch gespannt, wie das heute Abend im Audimax abläuft. Eines ist klar, das die BI sich gegen Professoren beweisen müssen, ist schon ein bisschen unfair. Aber trotzdem muss ihr Standort klar definiert werden.
Wichtig ist, das viele Gegner der Biogasanlage in Wohngebieten anwensend sind und ein klares Zeichen setzen!
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