nnz-Forum: Wo waren Politiker
Gestern wurde die Bürgerinitiative Stoppt Biogas Nordhausen gegründet und ein Leser der nnz wundert sich, dass nicht einer der Politiker der Stadt anwesend war...
Dafür war Die Gründer der BI hatten eigentlich vor, dass ganze im Regenbogenhaus zu vollziehen, aber das wurde, ich nehme einmal an, von seitens der Stadt nicht genehmigt. Ist die Angst vor dem Zulauf zur BI schon so groß? Zum Glück konnte man ausweichen, BIC Nordthüringen stellte einen Raum zur Verfügung. Man kann nur hoffen, dass dort weitere Veranstaltungen, die Zwangsläufig kommen werden, statt finden dürfen? Es steht aber zu befürchten, dass der Oberbürgermeister und Teile der Stadträte ihren Einfluss geltend machen werden, um weitere Veranstaltungen zu verhindern, denn die Angst vor der BI ist sehr groß, oder sehe ich das falsch?
Ich selber habe bemerkt, dass das Wissen um die Biomethangasanlagen bei den BI-Mitgliedern um vieles höher ist, als bei Herrn Zeh und seinen Stadträten. Sie müssen sich das wissen von Lobbyisten einholen und das auch noch sehr Lückenhaft. Hätte man das Wissen, welches man vorgibt, wären doch ein oder zwei der Politiker erschienen, sollte man meinen?
Aber so hat es den Anschein, dass die Politik wieder einmal im Dunklen tappt. Das Fachwissen der Politiker ist gleich Null. Nun gut, man kann auch nicht verlangen, dass jeder Politiker über alles Bescheid weiß. Aber als Bürger kann man von den Politikern schon verlangen, dass sie sich über das, worüber sie abstimmen sollen, Gedanken machen. Noch dazu, wenn es um Millionenbeträge geht. Man hat nun die ansässige FH eingeschaltet, um ein Gefälligkeitsgutachten zu bekommen, soweit meine Meinung. Glaubt denn hier wirklich jemand daran, dass die FH nicht voreingenommen ist? Ich möchte hier nicht mit Namen hausieren gehen, wie es so manche Politiker doch so gern machen?
Kommen wir zur Gründungsveranstaltung, bei der um die 70 Personen anwesend waren. Die Gründungsmitglieder und Leitung der BI wurden vorgestellt, danach wurde das Statut verlesen. Nach diesem Gründungsakt wurde noch einmal die Petition verlesen. Sie enthielt die Fragen der BI an den Oberbürgermeister und die Stadträte. Das Antwortschreiben des Herrn Zeh wurde ebenfalls verlesen. Hier muss ich erwähnen, dass man an diesem Schreiben merkt, dass Herr Zeh ein Vollblutpolitiker war, oder noch ist. Man muss schon staunen wie einfach so ein Politiker vier Seiten schreibt, ohne etwas Auszusagen? Auf keine der Fragen wurde direkt geantwortet, das Schreiben enthält nur politische Phrasen, so sehe ich das. Wie sie wissen, hat Herr Zeh zu einer Besichtigungsfahrt, (Ich möchte hier das Wort Kaffeefahrt nicht benutzen) zu angeblich gleichwertigen Anlagen eingeladen. Hierzu ist zu sagen, dass sich die BI im Vorfeld schon einmal diese Anlagen angeschaut hat.
Die BI kam zu dem Ansicht, dass es sich nicht um gleichwertige Anlagen handelt. Nicht eine dieser Anlagen ist in einem Wohngebiet, wie es in Nordhausen vorgesehen ist, gebaut wurden. Auch haben sie wohl andere Ausmaße? Falls sie Interesse an der Besichtigung haben, können sie sich noch schnell bei der BI melden.
Wie sie sehen, sollten wir unseren Politikern nicht Blindlings vertrauen, sie haben nicht das Wohl der Bürger im Auge, sondern nur die Sanierung der Stadtkasse und somit Ihrer Arbeitsplätze. Lassen sie sich nicht verwirren von Sprüchen wie: Es geht doch schließlich um unser Bad, unser Theater oder unsere Straßenbahn. Hätten die Politiker in der Vergangenheit besser gearbeitet, gäbe es diese Probleme, die man uns heute vorgaukelt, nicht. Hier sei doch die Frage erlaubt, wer für die Schulden der Stadt verantwortlich ist? Der Bürger oder die gemeine Politik?
Das Zitat: Schweigen ist ein Argument, das kaum zu widerlegen ist (H. Böll). Passt doch hervorragend in die Politlandschaft von Nordhausen über Erfurt bis Berlin.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz
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Kommentare
Alex Gösel
19.09.2012, 17:45 Uhr
Es gehört doch heute...
zum "guten Ton", dass unsere Politiker mit Abwesenheit glänzen, anscheinend hatten sie wieder einmal besseres zu tun!
Ausserdem finde ich es bedenklich, dass man potentielle Nahrungsmittel für eine derartige Anlage "verbraten" möchte. Von den Monokulturen auf den Äckern einmal ganz zu schweigen.
Der BI wünsche ich auf diesem Wege natürlich viel Erfolg bei ihrer ausserordentlich wichtigen Arbeit!
-Insider-
19.09.2012, 18:30 Uhr
wer
denkt, dass man mit dieser anlage den kompletten haushalt sanieren will hat absolut keine ahnung von den städtischen finanzen...aber polemisch war ihr beitrag wie gewohnt oberste schublade. Gut! ;)
Franz Tabak
19.09.2012, 18:58 Uhr
Im Großen und Ganzen...
spiegelt der Artikel die Welt in der unsere Politiker wider. Sie glänzen wie immer, wenn es um die Interessen bzw. Gesundheit der Bürger geht durch Abwesenheit!
Ihnen, -Insider-, gebe ich Recht, der allgemeine Bürger hat keine Ahnung von der finanziellen Lage der Stadt, woher auch, wenn unsere Stadtväter nicht einmal genau wissen, was sie dem Bürgern der Stadt aufhalsen. (Kulturbibliothek, Flohburg, Biogasanlage)
Damit möchte ich nur sagen, dass ich der Meinung bin, dass unsere Stadtväter, mit einigen Ausnahmen, nichts konkretes über die Finanzen der Stadt wissen!
Wenn ich Ihren Kommentar lese, steht zu vermuten, dass Sie einer der Finanzexperten der Stadt sind? Klären Sie uns doch einmal auf!
Eckenblitz
19.09.2012, 19:09 Uhr
Mit Sclagkräftigen Argumenten.....
kan man nicht kontern, dann müssen eben abgedroschene Phrasen und Schläge unter die Gürtellinie herhalten.
das erinnert mich stark an gewisse Zeiten, wo es hieß, die Partei hat immer Recht.
Aber schauen wir uns doch einmal in unserem hiesigen politischen lager um vor allem in dessen Vergangenheit.
W. Roßmell
20.09.2012, 14:44 Uhr
An Herrn Buntfuß und alle anderen Personen, die....
gegen den Bau einer solchen Anlage sind, ganz speziell aber in der Nähe von Wohngebieten (!) ein paar Worte von der Bürgerinitiative:
Ich habe Ihren Beitrag gelesen und dabei den Eindruck erhalten, dass Sie ganz schön in "Rage" waren oder irre ich da? Bitte lassen Sie uns in Zukunft etwas sachlicher an die Sache rangehen, es hilft uns ALLEN!
Klar geben wir Ihnen recht bei der Frage nach den Politikern, wo sie gewesen sind, aber sie werden dazu keine Antwort erhalten. Bürgerinitiativen sind nicht gern von den Politikern gesehen und welchem Politiker hätte es "gut" zu Gesicht gestanden, wenn er bei einer solchen Gründungsveranstaltung anwesend gewesen wäre? Zur Bürgerversammlung am 05.07.2012 waren ja noch der Herr Bachmann (Linke) und Herr König (CDU)seitens der Stadtratsfraktion anwesend, genauso der Herr Külbel von der EVN, die allesamt gegen die aufgebrachten Bürger keine Chance hatten, überzeugende Argumente für den geplanten Bau einer inzwischen höchst umstrittenen Biomethananlage in der Nähe von Wohngebieten vorzubringen. Nein, ein eigentlich geplanter Ansprechpartner zur Bürgerinitiative seitens der Stadt (Herr Bachmann) hat sich nie wieder gemeldet, der Ortsbürgermeister umgeht allen möglichen Fragen und ist zur letzten Stadtratssitzung "krank" gewesen, um mit seiner eventuellen Zustimmung nicht noch mehr in die kritik seiner Bürger zu geraten. Keiner unserer Politiker will oder wird sich zu sehr aus dem Fenster lehnen, denn mit einer Teilnahme, würde man ihm vielleicht sogar unterstellen, sich auf eine Seite zu schlagen...! Bevor nichts von den Befürwortern entschieden ist, wird sich nichts tun und man wird nichts zu hören bekommen. Der OB und auch die Stadträte sollten sich ein Bild aus allen Augenwinkeln machen und diese auch mit Hilfe unserer Pressemappe, dann weiter nutzen, im direkten Gespräch mit der Bürgerinitiative die Fragen und Probleme, auf die Sorgen der Bürger antworten. Wir als Bürgerinitiative setzen Vertrauen in die Damen und Herren Stadträte und dem OB und hoffen auf ihren Sachverstand und ihrer Kompetenz, wenn es um die Entscheidung geht!
Ach ja, im gerade erschienen Schwarzbuch des Bundes für Steuerzahler e.V. wurde der Fall einer unwirtschaftlichen Biogasanlage in Mühlheim am Main bekannt und geschildert (Mühlheim am Main. Das hätten sich die Schildbürger auch nicht besser einfallen lassen können. Für 6,7 Mio. Euro baute sich die Stadt Mühlheim am Main eine Biogasanlage mit Trockenfermentationsverfahren, obwohl diese Anlage nicht wirtschaftlich zu betreiben ist. Kurz vor Fertigstellung musste der SPD-Bürgermeister im Herbst 2011 verkünden, dass die Anlage zwar aus vertraglichen Gründen fertiggestellt werde, aber nicht in Betrieb gehen wird. Geplant wurde das Vorhaben noch von der Koalition von CDU und den Bürgern für Mühlheim (BfM) unter dem ehemaligen CDU-Bürgermeister, die im Frühjahr 2011 abgewählt wurde. Hauptverantwortlich für die Planungen war der zweite Geschäftsführer der Stadtwerke, dem im Herbst 2011 fristlos gekündigt wurde. Warum man erst nach Fertigstellung der Anlage ein Wirtschaftlichkeitsgutachten in Auftrag gab, welches zu dem Ergebnis kam, dass die Anlage nur mit einem jährlichen Zuschuss von 215.000 Euro zu betreiben sei, ist ein überaus fraglicher Vorgang. Ernsthafte Zweifel gab es erst, als die Planungskosten von rund 5 Mio. Euro deutlich überschritten wurden. So kostete allein die Gasleitung vom Kraftwerk in die Stadt 900.000 statt 500.000 Euro. Ob die eingeleiteten Ermittlungen gegen den Ex-Geschäftsführer und den Generalplaner einer inzwischen insolventen Firma aus Kleve noch zur Schadensminimierung führen, wird eher bezweifelt. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens das angedachte Konzept, in der Anlage den Bioabfall der grünen und braunen Tonne zu verarbeiten, umgesetzt werden kann. Mit Gewinnen zum Abbau der angelaufenen Investitionskosten wird aber dabei nicht gerechnet.)
Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass der Name der Stadt Nordhausen im nächsten Schwarzbuch nicht darin stehen wird, denn soweit weg ist man bei diesem Beispiel wohl im Moment nicht...
Also liebe Bürger, kommt am 26.09.2012 um 15Uhr in den Bürgersaal (gegenüber vom Rathaus) zur öffentlichen Sitzung des Stadtrates und stellen Sie dort Ihre Fragen, denn auf Antworten werden Sie wohl etwas länger warten müssen...!
Alex Gösel
20.09.2012, 15:00 Uhr
Herr Roßmell,
sollte hier der Eindruck entstanden sein, dass beispielsweise mein Kommentar in Rage geschrieben wurde und dadurch die BI ins negative Licht gestellt wurde, möchte ich mich doch hier bei der BI entschuldigen!
Andererseits benötigen doch unsere Politker doch die ein oder andere "Spritze", oder?
Wann und wo ist denn überhaupt das nächste Treffen der BI?
W. Roßmell
20.09.2012, 15:12 Uhr
Herr Brothuhn...
nich Sie waren gemeint, sondern Herr Buntfuss und so hatte ich es auch geschrieben! Aber ich denke, dass wir in Zukunft (außer gegen die ständigen Unruhestifter...-die Namen kann man sehr schnell feststellen...) mit Sachverstand und trotzdem mit einer gewissen "Spritze" oder Ironie wie Sie es meinen, hier öffentlich auftreten sollten. Die schweigenden Politiker werden irgendwann ihr Schweigen aufgeben und hoffentlich dann auch mit der Bürgerinitiative und den Bürgern in einen sachlichen Dialog treten, denn nur dann können Entscheidungen getroffen werden! Übrigens treffen wir uns heute Abend wieder um 19Uhr am bekannten Ort!
Mister X
20.09.2012, 17:40 Uhr
Ein Tipp
Herr Zeh, geben Sie doch der BI die Zusage, dass im Himmelgarten keine Anlage gebaut wird. Sie werden sehen, wie schnell die BI der Vergangenheit angehört.
Ich habe zwei Veranstaltungen mit erlebt und kann mir von daher nicht vorstellen, dass es der BI um ein generelles Verbot der Anlage geht.
Ich habe eher das Gefühl ihr könnt das Ding bauen, aber nicht vor meiner Tür.
H.Buntfuß
20.09.2012, 18:23 Uhr
In Rage
Herr Roßmell,
Wenn ich einen Artikel schreibe, bin ich nie in Rage. Ich lasse immer einen Abstand zwischen Ereignis und dem Schreiben.
Aber Sie haben Recht, ich muss nicht zu jedem und allem ein Artikel schreiben.
Es gibt ja genug Kommentatoren die sich äußern.
Thomas Fichtner
20.09.2012, 23:55 Uhr
Arbeitsplätze - gutes Stichwort!
Also der riesige Anlagenkomplex bei Könnern hat 15 Mitarbeiter.
Da die hier geplante um Größenordnungen kleiner ist, sind die 2 oder auch 3 aus den Lohnkosten berechneten wohl leider schon korrekt.
Angeblich bleiben die Lohnkosten in der städtischen Berechnung auch über 20 Jahre konstant - was bei 2-3% Inflation, also 40-60% Kostensteigerung, schon recht gewagte Annahme ist.
Auch daher glaube ich nicht an die Menge Geld pro Jahr mit denen das Projekt der Stadt schmackhaft gemacht werden soll - und dann sind da noch die Investitionskredite die abgezahlt werden wollen.
Und wehe dem die Anlage hat einen Störfall und läuft Weile nicht...
NDHler
21.09.2012, 07:59 Uhr
Sehr lobenswert Herr Buntfuß
An Ihnen könnte sich so mancher Dauerkommentator ein Beispiel nehmen. Weniger ist manchmal mehr. Ich glaube auch, dass es besser rüber kommt, wenn man einmal richtig seine Meinung sagt, als das ganze immer wieder aufzuwärmen!
Ganz Nordhausen redet mal wieder nur über ein Thema. Vor ein paar Monaten war es der Autohof, heute ist es die Biomethananlage. Nur zur Erinnerung, das wird kein Atomkraftwerk! Bin ich froh, das die BI nur gegen solche Anlagen in Wohngebieten kämpft und nicht grundsätzlich nur dagegen ist. So kann das Teil dann doch irgendwo (wo keiner wohnt) gebaut werden.
Retupmoc
21.09.2012, 09:09 Uhr
Kurzsichtig
Wenn es wirklich nur darum geht, das Teil nicht vor der Haustür zu bauen ist das kurzsichtig. Es muß ja eigentlich auch heißen: Stoppt Biogas weltweit! Der Umwelt zuliebe. Und den Menschen in der 3. Welt.
Franz Tabak
21.09.2012, 13:12 Uhr
BI und ihre Ziele!!!
Ich habe die erste und die letzte Veranstaltung der nun gegründeten BI besucht und habe mir so meine Gedanken gemacht.
Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass es bei der BI, wenn man dass überhaupt so nennen darf, nur ein Ziel gibt: "Die Anlage darf nicht am Standort Himmelgarten gebaut werden!"
Die Aussage der BI lautet eindeutig:"Wir haben in erster Linie den Auftrag, den Standort zu verhindern und erst dann ist zu überlegen ob wir nicht generell gegen diese Art der Anlage sein sollten."
Wie ist das zu verstehen? Heißt dass, wenn die Anlage nicht in der nähe von Himmelgarten gebaut wird, sind wir zufrieden?
Dieses Verhalten zeigt doch eindeutig, dass es hier nur um einige private Interessen geht.
Der Ehrlichkeit halber muss ich sagen, es wäre mir auch nicht Recht, wenn ich in der Bielener Straße Straße oder am Schwarzen Weg wohnen würde, um mich von den vorbeifahrenden Fahrzeugen in meiner Mittagsruhe stören zu lassen. Aber dass man den Klimaschutz und Nahrungsmittelknappheit als Deckmantel benutzt, ist in meinen Augen schon sehr fragwürdig. Das heißt, wenn die Anlage einen anderen Standort bekommt hat die BI ihr Ziel erreicht, dann muss man den Klimaschutz nicht bemühen. Dieser kommt nur zum Einsatz wenn man die Politiker nicht überzeugen kann.
Nun verstehe ich auch, warum die BI so empfindlich reagiert, wenn jemand die Politiker ins Spiel bringt. Ich habe mir sagen lassen, dass die BI-Leitung fasst nur aus Geschäftsleuten besteht. Diese müssen im Umgang mit den Politikern andere Maßstäbe setzen, denn dass Geschäft hat immer Vorrang. Leider hat sich das in Deutschland so eingespielt!
An Herrn Dittmar noch ein Wort: Ich gehe zur Wahl, aber ich muss Ihnen sagen, dass es zunehmend schwerer wird, überhaupt einen Kandidaten eine Stimme zu geben. Es ist wirklich so:"Es bleibt sich egal, ob man wählen geht oder nicht."
Schauen Sie sich doch die Parteien genau an! Die Parteispitzen befehlen und der Rest folgt meist blind, so meinen Meinung. Warum sonst gibt es das Wort "PARTEIEN- oder KOALITIONSZWANG"?
Eckenblitz
21.09.2012, 15:36 Uhr
Auch ich.......
habe die Veranstaltungen im Regenbogenhaus und im BIC besucht. Nun leider bin ich auch zu der Überzeugung gekommen, das hier in erster Linie die "INTERESSEN" von einer Handvoll Personen im Vordergrund stehen.
Bei der Unterschriftensammlung ist zu bedenken, ob sie in dieser Form, überhaupt rechtlichen Bestand hat, oder dient sie nur als Alibifuntion, um PRIVATE Interessen zu verfolgen?
Susi58
21.09.2012, 16:27 Uhr
Kommentare
Wenn ich hier die Kommentare verfolge drängt sich mir auch der Eindruck auf, dass es hier einfach nur um private Zwecke geht.
Mir scheint, dass nur Herr Fichtner ein ehrliches Interesse hat. Bei den anderen glaube ich auch das Klima und Nahrungsmittel die letzte Reisleine ist.
Nun muss, meiner Meinung nach, sogar die populistische Linkspartei, zumindest ein paar Mitglieder herhalten, um private Ziele zu erreichen.
Allein schon der Artikel von Herrn Mitteldorf strotzt von Populismus in meinen Augen. Aber wie heißt es doch so schön, die Politik ist eine ...., sie lässt sich von jeden benutzen.
W. Roßmell
21.09.2012, 17:20 Uhr
An Hanni und nachfolgende.... : BI und Ihre Ziele
Liebe Hanni und nachfolgende Schreiber, es freut uns natürlich sehr und wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns bei unseren bisherigen Bürgerversammlungen zu besuchen. Allerdings kann ich Ihre hier geäußerte Behauptung nicht bestätigen, dass es der Bürgerinitiative "Stoppt Biogas Nordhausen" nur um die Verhinderung des Standortes in NDH-Ost/Himmelgarten geht! Dann frage ich mich und sicher auch fast 80 weitere Bürger die an der Gründungsversammlung letzten Dienstag anwesend waren, ob Sie die vorgebrachten Ziele der BI wirklich auch zur Kenntnis genommen haben. Es handelt sich hier niemals um die Durchsetzung von "privaten Interessen", sondern den Willen von inzwischen 2.300Bürgern zu vertreten. Sie dürfen sich aber gern in die Arbeit der Bürgerinitiative einbringen (an Hanni, abraham und Susi58), dann werden Sie das auch feststellen können!
Wir hatten einen sehr guten Versammlungsort gewählt und dachten dabei insbesondere an den 2. bekannten Standort der möglichen Biomethananlage, an Bielen, genau neben dem BIC und an den noch näher gelegenen Wohnhäusern! Wir haben uns eine sehr viel größere Bürgerbeteiligung aus Bielen versprochen! Letztendlich waren unserer Erkenntnis nur 5 Bürgerinnen und Bürger aus Bielen zugegen, obwohl wir als Bürgerinitiative auch dort sehr viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet haben.
Es ist von Ihnen leider ein verkehrte Behauptung, wenn Sie hier meinen, dass wir nur gegen den Standort NDH-Ost/Himmelgarten sind und den Standort Bielen überhaupt keine Berücksichtigung geschenkt haben! Ganz im Gegenteil wäre wohl die richtigere Antwort gewesen Hanni!
Ich habe Ihre bisherigen Beiträge immer mit Respekt gelesen und freue mich über Ihre persönliche Meinung zu diesem geplanten Bau der Anlage! Sie dürfen aber nicht verwechseln, wofür uns die Bürger mit ihren Unterschriften den Auftrag erteilt haben. Und das wurde bei der Gründungsversammlung auch genau dargelegt! Es geht in erster Linie "gegen die Errichtung einer Biomethananlage in der Nähe von Wohnbebauungen im Stadtgebiet Nordhausen" (so steht es auf der Unterschriftenliste!)und das ist nicht nur auf Himmelgarten beschränkt!
Ich verstehe Ihre weitere Haltung zum Thema Nahrungsmittelknappheit, Klimaschutz, Lebensqualität usw., die auch viele Bürger mit Ihnen teilen und ich sage Ihnen auch, dass wir das so sehen! Aber wir können an dieser Stelle nicht den zweiten Schritt vor den Ersten machen und wie es dazu weitergeht, entscheiden die Bürger und nicht nur wir als Bürgerinitiative! Ich hoffe liebe Hanni, Sie verstehen das jetzt besser!
Ich finde es jetzt sogar sehr schade, wenn Sie die Zusammensetzung der Bürgerinitiative (angeblich fast nur aus Geschäftsleuten, was nicht richtig ist!) als einen Grund ansehen, dass wir angeblich "empfindlich reagieren", wenn Politiker ins Spiel gebracht werden... Meinen Sie etwa, dass die von Ihnen "angesprochenen" Geschäftsleute mit den Politikern anders sprechen, als Sie es machen würden? Ich weiß nicht liebe Hanni wo Sie wohnen, aber Sie können ihre Behauptungen gern widerlegt bekommen indem Sie sehr gern in der Bürgerinitiative aktiv tätig werden und sich davon überzeugen, dass es sich hier um ganz normale Bürger handelt und die berufliche Tätigkeit überhaupt keine Rolle spielt!
Und wenn Sie hier in der NNZ alles schön verfolgen und auch die Presse lesen, dann sollten Sie festgestellt haben, dass die ersten Politiker sich bereits über den "Umgang" seitens der BI mit den Politikern beschweren (Herr Mitteldorf), dass man ihnen Untätig-und Unfähigkeit vorwirft und sie angeblich als "Hobbypolitiker" bezeichnet, was wir als Bürgerinitiative aber mit Nachdruck von uns weisen! Von diesem Vorwurf distanzieren wir uns, denn wir wollen mit unseren Aktivitäten und unserer Aufklärungsarbeit an den Sachverstand der Politiker zur Entscheidungsfindung appelieren! In diesem Sinne liebe Hanni hoffen wir, auf die Ziele der BI nochmals hingewiesen zu haben und Sie das jetzt besser verstehen. Bei weiteren Fragen nehmen Sie ansonsten mit uns Kontakt auf!
Franz Tabak
22.09.2012, 00:33 Uhr
Herr Roßmell,
Sie versprachen bei der Gründungsveranstaltung im BIC, dass man sich über Facebook bestens informieren kann!
So zum Beispiel über das Statut, die Petition und die Pressemappe.
Nun habe ich seit Tagen krampfhaft versucht, bei ihrer Facebook-Seite fündig zu werden. Leider musste ich feststellen, dass es keinen Weg gab, um die gesuchten Sachen zu finden oder gibt es auf Ihrer Seite bestimmte Vorschriften zwecks Bedienung?
Thomas Fichtner
22.09.2012, 10:11 Uhr
Dokumente Bürgerinitative
Das Problem ist das man zwar Bilder und Videos, aber keine Dokumenten-Dateien selbst bei FB hochladen kann - wohl um Filesharing im Allgemeinen zu unterbinden - sondern *.pdf und Co. nur verlinken kann.
Die Bürgerinitiative sucht gerade nach einer Lösung um diese entsprechend breitbandig und dauerhaft zu hosten, um sie zur Verfügung zu stellen - eine Lösung zeichnet sich bis heute Abend ab.
Thomas Fichtner
22.09.2012, 11:25 Uhr
Die gewünschten Dokumente liegen nun bereit.
Und damit keiner bei Facebook suchen muss, hier die (verkürzten) Links zu den gewünschten Dokumenten im *.pdf Format in zeitlicher geordneter Reihenfolge.
Petition:
http://tinyurl.com/9kbx42n
Pressemappe:
http://tinyurl.com/8ul36wy
Satzung:
http://tinyurl.com/8wft6vc
Franz Tabak
24.09.2012, 16:08 Uhr
Statuten
Liebe BI,
aus Ihren Statuten ist eindeutig zu entnehmen, dass Sie nur gegen den Bau solcher Anlagen in Wohngebieten sind! Anderen Standpunkten stehen sie zwar kritisch, aber nicht ablehnend gegenüber.
Man muss annehmen, dass ein Standort der nicht Himmelgarten oder Bielen heißt, Ihre Zustimmung findet!
wirflöha
25.09.2012, 13:03 Uhr
Öffentlich ja oder NEIN?
Warum immer rufen …
Aber hallo, da wird, dem Treffen oder der Gründung einer Bürgerinitiative, welche sich ja NUR um die öffentliche Meinungsbildung kümmert, bereits im Vorfeld, Knüppel vor die Füße geworfen. Und das in einem für die Öffentlichkeit, im Besonderen für die Bürger von NDH-Ost, einschließlich Himmelgarten und natürlich auch Bielen, erbauten Gebäude.
War das im Sinne der wohlgemeinten gedanklichen Väter / und Mütter einer solchen Institution, und der Nordhäuser Demokraten? Oder einen Treffpunkt für Alle zu schaffen.
Und, wo waren die denne, welche sich ja doch noch, bei der hier nicht erwähnten Stadtratssitzung im Juli bereits gegen die Anlage, mit Standort in Wohngebietsnähe, entschieden haben. Oder wurden diese, mit Ihren richtigen Gedanken in dem Abstimmungsergebnis zum Ausdruck gebracht hatten, nun auch bereits auf Linie gebracht.
Mit dieser Abstimmung waren doch bereits alle, für den Abschluß von Verträgen bzw. Schaffung von Baufreiheit abzuschließenden Verträge wichtigen Voraussetzung geschaffen worden.
Ganz im Sinne der / des Vertreters der Stadt in den Stadtwerken, besser gesagt der Energieversorgung NDH und seinen Anteileignern.
Sind denn bereits Lieferverträge für Methan einerseits oder für Mais andererseits abgeschlossen? Will man schon Häuser von Himmelgärtnern kaufen, wie bei der Goldenen Aue, oder besser enteignen? Ist der Flugverkehr am Segelflugplatz ab nächstes Jahr nicht mehr möglich, weil Gefahrenzone.
Die Gründer der BI hatten für Alle anwesenden Bürger eine plausible Antwort, was man der Antwort auf deren Petition NICHT entnehmen konnte. Warum wird denn hier herum geeiert, wären nicht bereits Fakten, wie in Sundhausen geschaffen wurden, und nun geht es nicht zurück… ?
Hat Antwort … Herr OB… ist nun öffentliche Diskussion gewollt, oder nicht?
Wirflöha
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