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Do, 06:45 Uhr
13.09.2012

Tobis Tagebuch: Nie langweilig

Nun ist er richtig in den "Staaten" angekommen, der Tobias Köcher. In der nnz schreibt er in einem Tagebuch seine Erlebnisse und Eindrücke auf...


Nach mittlerweile fünf Wochen hier in den Staaten habe ich mich gut eingelebt. Ich lebe mit meinem Host (dt.: Gastgeber) und seinem Hund in einem Haus, fünf Minuten vom Campus. Wir verstehen uns super, konnten auch schon einige Gespräche über das Leben in Deutschland und den USA führen, politische und religiöse Meinungen austauschen und zusammen kochen.
Tobis Tagebuch (Foto: T. Köcher)
Tobis Tagebuch (Foto: T. Köcher)
Tobis Tagebuch (Foto: T. Köcher)
Tobis Tagebuch (Foto: T. Köcher)
Tobis Tagebuch (Foto: T. Köcher)
Tobis Tagebuch (Foto: T. Köcher)
Tobis Tagebuch (Foto: T. Köcher)
Tobis Tagebuch (Foto: T. Köcher)
Tobis Tagebuch (Foto: T. Köcher)
Das College hier ist super und die Leute sind eine Klasse für sich. So langsam pendelt sich der Alltag ein, langweilig wird es glücklicherweise nicht. Die ersten Tage hier waren Einführungstage mit den anderen neuen internationalen Studenten. Alle hier am College geben sich echt Mühe, möglichst viele Unternehmungen anzubieten und dafür zu sorgen, dass wir eine schöne Zeit haben.

Vor zwei Wochen war ich mit dem ALPINE Club des Colleges an einem nahe gelegenen Canyon wandern, letzte Woche waren wir in Colorado Springs und haben ein historisches Baseballspiel gesehen. Übernächste Woche sind auch schon wieder Ausflüge geplant.

Auch sonst macht das College echt Spaß. Ich belege Kurse in Staatslehre, Ökonomie, Öffentlichem Sprechen und Führung. Am 12. September hatte ich meinen ersten Test (welcher zu 90% aus „Multiple Choice“-Fragen bestand – das ist hier so üblich). Ich würde das College hier als Mischung zwischen Fachhochschule und Berufsschule in Deutschland vergleichen.

Bildung ist in den Staaten verdammt teuer, aber das wissen die Studenten hier dann auch zu schätzen. Ich habe noch nie eine Klasse erlebt, die so leise und aufmerksam ist. Hausaufgaben nicht zu machen kommt für die meisten der Studenten überhaupt nicht in Frage, es ist einfach selbstverständlich.

Die Menschen hier sind wirklich so "sportbegeistert" wie man ihnen nachsagt und das Schöne ist, dass man nicht nur auf einen Sport ist, sondern die College-Teams in jeder Kategorie kräftig unterstützt. Sport ist hier auch ein Schlüssel zu Bildung - wird man von einem Scout entdeckt, so erhält man ein Stipendium zum Studieren am College und die "Gegenleistung" ist eben für das College-Team zu spielen.

Ich habe schon einige Male bemerkt, wie der deutsche Einfluss hier zu spüren ist. Ob es nun Literatur und Musik ist, deutsche Autos oder auch einfach deutsches Essen.
In vielen Diskussionen und Unterhaltungen mit Amerikanern aber auch anderen internationalen Studenten (aus Japan, Korea, Mexiko, Pakistan, Russland, Uganda, …) konnte ich eine Menge über andere Kulturen und Lebensstandards erfahren. Dabei musste ich feststellen, dass es mir, als „Deutschen“, in den meisten Vergleichen am besten geht und ich in vielen Bereichen stolz auf „mein“ Land sein kann.

So langsam beginnt hier auch die „heiße Phase“ des Wahlkampfes… ich hoffe, bald wieder berichten zu können. ;)
Tobias Köcher
Autor: nnz

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