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Do, 12:00 Uhr
02.08.2012

SPD füllt für CDU das Sommerloch

Die Nordhäuser CDU hatte mitten im Sommerloch zu einer Pressekonferenz eingeladen. Dabei gab es einiges von „gestern“ und einiges von „morgen“ zu berichten. Im Mittelpunkt standen dabei eine Bestandsaufnahme der OB-Wahl, die Finanzen des Rathauses, aber auch die „stärkste“ Fraktion des Nordhäuser Stadtrates...


Norbert Klodt, der Fraktionsvorsitzende im Nordhäuser Stadtrat, resümierte das vergangene halbe Jahr aus der kommunalpolitischen Sicht der CDU in dieser Stadt. Er, Klodt, sei überrascht, wie gravierend der OB-Wechsel wahrgenommen wäre. Man verspüre in Verwaltung und Stadtrat eine wesentlich bessere, angenehmere Atmosphäre und das innerhalb dieser kurzen Zeit. Man spüre aber immer noch ein Entsetzen bei der SPD ob des Wahlausgangs Anfang Mai.

Dr. Klaus Zeh habe einen guten Start hingelegt, auch wegen seines besonnenen Handelns im Hinblick auf den Bau einer Biomethan-Anlage. Wäre es nach seiner Vorgängerin gegangen, dann wäre der Bau bereits eine beschlossene Sache. Zeh habe von den Stadträten den Druck genommen, der zuvor aufgebaut wurde, um schnell zu einer Entscheidung zu kommen. Im Rathaus habe sich der neue Oberbürgermeister Zeit für die Mitarbeitergespräche genommen, was in den Jahren zuvor bei Ankündigungen zu geblieben war.

Positiv führt Norbert Klodt das gemeinsame Agieren von Oberbürgermeister und Landrätin hinsichtlich der Kreisumlage-Klage. Damit sei das Problem nicht gelöst, jedoch werde der Schwarze Peter nicht hin- und hergeschoben. Stefan Nüßle, der Nordhäuser CDU-Chef, will den politischen Druck in Richtung Land erhöhen, mahnt aber auch die Erledigung der eigenen Hausaufgaben an. Da ist zum Beispiel die Frage nach den freiwilligen Leistungen, da sind auch Diskussionen einer interkommunalen Verwaltung notwendig. In Richtung der Thüringer Landesregierung könne es sich als hilfreich erweisen, dass Klaus Zeh und Birgit Keller in den Strukturen der Landesregierung und des Landtages sich bestens auskennen.

Für die beiden Christdemokraten ist klar, dass die Träger der Jugendarbeit in diesem Jahr die zugesagten Zahlungen erhalten, letztlich stehen diese Summen im beschlossenen Haushalt. Für das nächste Jahr muss gelten: Was wollen und was können wir uns leisten? Dazu sind auch Gespräche mit der Kreisverwaltung notwendig, da die meisten Träger vom Landkreis und von der Stadt Nordhausen unterstützt werden. Für beide ist klar, dass es auch unangenehme Entscheidungen geben wird. Seitens der CDU werden künftig vertragliche Regelungen favorisiert, die mittelfristig wirken, die aber auch einen gewissen Standard bei den Trägern voraussetzen.

Obwohl Sommerpause – Gespräche mit anderen Fraktionen des Stadtrates gibt es schon. Auch im Hinblick auf personelle Entscheidungen an der Rathaus-Führungsspitze, was einer Zerschlagung des gordischen Knotens gleichkommt: Gibt es einen zweiten Beigeordneten oder nicht? Dr. Klaus Zeh hatte bereits vor der Wahl gesagt, das er eine dreiköpfige Verwaltungsspitze favorisiert. Hatten übrigens auch die Kandidaten der SPD und der LINKEn angegeben.

Mit der SPD haben die Christdemokraten so ihre Sorgen, vor allem mit ihrem Fraktionsverhalten. Sie würden in einem Schockzustand verharren. Den Titel „stärkste Fraktion“ könnten sich die Sozis einrahmen, er werde ihnen auf Dauer nichts nutzen. „Sie haben die neue Situation nicht begriffen, vor allem im Hinblick auf den Vorschlag, Barbara Rinke als Ehrenoberbürgermeisterin vorzuschlagen“, sagt Klodt. Für die CDU, die Rinkes Wirken für die Stadt Nordhausen wertschätzt, ist es zu früh, auch unter dem Aspekt, dass die Ex-Oberbürgermeisterin bei den nächsten Kommunalwahlen antreten will, wie sie im Gespräch mit der nnz sagte.

Die Christdemokraten peilen für die kommenden Monate aus Zusammenarbeit mit allen Fraktionen im Stadtrat an. Denn: einfacher wird es nicht werden. Der akute Geldmangel muss zusammenschweißen, ob man will oder nicht.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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Kommentare
Eckenblitz
02.08.2012, 16:13 Uhr
Interesse
Das einzige woran unsere Politiker überhaupt Interesse haben, ist folgendes.

Wie festige ich meine Macht und wie bringe ich meine Angehörigen, Verwandte und Bekannte in sicheren Jobs unter.

So weit meine Meinung.
Roland82
02.08.2012, 16:50 Uhr
Unfug
abraham, was hat denn dein Kommentar mit dem Artikel zu tun?????
Hans Dittmar
02.08.2012, 18:55 Uhr
Sonderbare Aktionen in den KITAS durch die Feuerwehr
Bei diesen Gesprächen mit den Fraktionen, sollte man auch gleich klären, wieso, weshalb und wer ausgerechnet jetzt die Kameraden der Feuerwehr losschickt, die KITAS auf einen 2. Fluchtweg zu überprüfen. Damit mich keiner falsch versteht, Sicherheit ist wichtig. Aber die Kitas stehen nicht erst seit heute und werden schon seit 1990 nach bundesdeutschen Gesetzen betrieben.

Aber ausgerechnet jetzt, wo Haushaltssperre ist, der neue Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh mit dem stark verschuldeten Haushalt kämpfen muss, stellen die Kameraden der Feuerwehr fest: Alle Flure müssen von Bildern, Infowänden bzw. Wandtafeln ... halt allem was brennen könnte befreit werden.

Es müssen teilweise Umbauten vorgenommen werden um neue Brandschutztüren einzubauen und vieles mehr. Und das merkt man jetzt, obwohl die Feuerwehr jährlich in den Kindergärten Begehungen durchführt und kontrolliert.

Da hat ja der Bürgermeister in der Urlaubszeit noch mal richtig in die Vollen gegriffen und Oberbürgermeister Zeh hat auf seinen Schuldenberg weitere 500.000 Euro Minus. Ein Schelm wer böses dabei denkt.
dirfido
03.08.2012, 17:32 Uhr
sommerliche Temperaturen
Schööön, den Stadträten wurde - durch den neuen Oberbürgermeister - der Druck genommen. (Was für eine Formulierung??) Es wäre sehr lobenswehrt wenn der Oberbürgermeister auch den betroffenen Anwohnern den Druck nehmen würde. Leider ist in der Sache „Methangasanlage in Nordhausen-Ost und Bielen“ Ruhe eingekehrt. Auch der Oberbürgermeister hüllt sich in Schweigen. Gibt es einen alternativen Standort oder halten die Initiatoren an ihrem Vorhaben und dem alten Standort fest?

Ist es die Urlaubszeit oder die Ruhe vor dem Sturm, liebe Mitbürger?
Bei der erlebten Hast der vergangenen Wochen ist eine Besinnung wenig wahrscheinlich. Vielmehr ist zu befürchten, dass (im Stillen) vollendete Tatsachen geschaffen werden.
Sonst sind unsere Kommunalpolitiker doch so redegewandt, aber wenn es um die „Wurst“ (also um eine - diese - konkrete Sache) geht ….. Einsilbigkeit oder Schweigen.
Es können doch nicht ALLE im Urlaub sein! Oder wurde den Heimgebliebenen ein Maulkorb verpasst?
Fragen, Fragen, Fragen aber keine Antworten. Und so bleibt Raum für Spekulationen, schade!
Nicht ALLES kann man aussitzen. Manchmal baut man damit wieder neuen Druck auf, nun aber an einer anderen Stelle.
Ach ja ich vergas,
es geht hier um Gas und das muss erst unter Druck geraten bevor man es einspeisen kann. Gase werden aber zuweilen heiß beim verdichten und Abkühlung wäre sehr angenehm bei den derzeitigen sommerlichen Temperaturen :-).
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