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So, 12:30 Uhr
01.04.2012

nnz-Forum: „Bürger reden Klartext“

Um es gleich vorweg zu sagen, es hieß zwar die Bürger reden Klartext,bei der CDU Veranstaltung im Ratskeller vom 28. März, aber von den anwesenden Gästen kamen nur wenige zu Wort. Die anderen wurden wegen der sehr großen Schnitzels nicht ans Mikrophon gelassen. Dazu nachher mehr...

Karikatur (Foto: privat) Karikatur (Foto: privat)

Als Gäste wurden begrüßt Inge Klaan, den Nordhäusern bekannt als ehemalige Baudezernentin der Stadt, Dr. Klaus Zeh, wurde als Allround-Politiker vorgestellt, er hat schon endliche Ministerjobs gehabt. (dazu muss ich sagen, von den vielen Jobs hat er wohl keinen so richtig ausgefüllt, sonst hätte man ihn nicht immer wieder abgeschoben, oder liege ich da falsch?)

Kommen wir zu Egon Primas. Er wurde vom Moderator als ein richtiges Unikum bezeichnet. (hier sei mir die Frage gestattet, in welcher Angelegenheit, ist hier die so genannte Wein-Affäre gemeint?) Bleibt noch der Initiator dieser Sendung und Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Mike Mohring.

Die erste Frage ging auch an den Initiator: „Was sind die Erwartungen.“ Herr Mohring hofft auf spannende Antworten auf wichtige Fragen, die die Nordhäuser bewegen. Bevor wir zu den Fragen der Bürger kommen, lassen wir erst einmal die Politiker zu Wort kommen. Sie hatten alle viel zu erzählen, aber wenig zu sagen, wie man im Volksmund so schön sagt. Man leierte die alten bekannten Floskeln herunter.

Die erste Frage des Moderators an die Politiker drehte sich um den Solidarpakt. Wie Sie, liebe Leser, sicher wissen, haben sich einige westdeutsche Politiker sehr lautstark gegen diesen Pakt ausgesprochen. Da heißt es, die Ostdeutschen bekommen so viel Geld, dass sie nicht wissen wohin damit. Was Nordhausen vom Solidarpakt abbekommt kann man so genau nicht sagen, so Herr Zeh.

Im großen Ganzen waren die Politiker der Meinung, dass der Pakt fortbestehen muss. Die Steuereinnahmen sind noch nicht so hoch wie im Westen. Schon von daher ist der Solipakt wichtig. Herr Primas gab eine Story aus DDR-Zeiten zum Besten. Er berichtete darüber, dass man behinderte Menschen im Sperrgebiet versteckte. Wer einen Rollstuhl benötigte, musste sich an die „SED-Kreisleitung wenden. In den Altersheimen waren 17 bis 18 Personen in einem Zimmer untergebracht. Das Gebäude war sehr schwer beschädigt, man konnte jeden Moment damit rechnen, dass die Giebelwand runter bricht, so Primas.

Ich frage mich nur, was hat der Politiker Primas dagegen unternommen? Es ist ja bekannt, dass er zu dieser Zeit schon in einer gehobenen Position als Politiker tätig war. Aber so ist das nun mal bei den Ehemaligen. Niemand fühlte sich verantwortlich, aber heute kritisiert man sich im Grunde selber. Heute ist es allerdings nicht viel anders, Verantwortung übernimmt keiner aus der Politik, es sind immer die anderen Schuld.

Herr Mohring sprach von blühenden Landschaften. Ich war mir nicht so sicher, ob er nicht seinen Garten gemeint hat. Es hat sich zwar einiges getan, aber von blühenden Landschaften zu reden, halte ich für sehr weit her geholt.

An dieser Stelle wurde ein Film eingespielt, in dem man zeigte, welche Gedanken die Nordhäuser bewegen, wenn es um den Solidarpakt geht. Um es kurz zu machen war der große Teil der Meinung, der Pakt muss noch bestehen bleiben. Allerdings hatte ich dabei das Gefühl, dass die ganze Sache gestellt war. Nun ich kann mich täuschen.

Der Finanzausgleich war ein weiteres Thema. Dazu stellten zwei Personen über das Internet ihre Fragen. Herr Mohring versprach eine deutliche Verbesserung der jetzigen Situation. So zum Beispiel bei der Schlüsselzulage. Zwei weitere Personen fragten über das Netz an, wie es mit dem Straßenbau weiter geht. Dazu konnte Frau Klaan keine konkreten oder verbindlichen Zusagen machen. Im Prinzip redete sie um den heißen Brei. In der nächsten Zeit wird sich im Straßenbau nicht allzu viel tun.

Von Herrn Primas waren in diesem Punkt auch nur lapidare Antworten zu hören, auf die anderen möchte ich erst gar nicht eingehen. Man kam zur ersten Livefrage ein Bürger wollte wissen, ob die Anregungen und Fragen der Bürger auch ernst genommen werden, oder ob es nur bei dieser netten Abendveranstaltung bleibt?
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Kommentare
Hans Dittmar
01.04.2012, 16.03 Uhr
Verstehe Ihren Beitrag nicht Herr Buntfuß
Sie bemängeln die Aussage von Herrn Primas, aber kommen doch selbst zu keinen Ergebnis. Ich gebe zu, Herr Primas drückt sich manchmal sehr einfach aus und er hätte wohl bessere Beispiele bringen können anstatt die Pflegeheimgeschichte, ABER ich weiß von was er redete, ich hatte eine Großmutter in so einen Pflegeheim. Heute gibt es solche "Hütten" dank Investitionen nicht mehr. Und bedenken Sie, ich rede nicht von privaten Heimen, wo die ganze Rente und das Geld der Angehörigen weg ist, sondern wirklich von Heimen, wie Sie einst in Werna vorzufinden waren und nun immernoch finanzierbar sind. Heute sind es meist gut eingerichtete Doppelzimmer mit modernen Sanitäranlagen.
Herr Primas ist halt nicht der Redner, sondern eher ein Mensch der handelt.
Sie hätten doch auch Fragen vorab einreichen können mit Themen auf die Sie geziehlt eine Antwort erwartet hätten, dann wäre dieser Beitrag auch sinnvoller gewesen. Rumgeeiert hat übrigens keiner der Kandidaten.
Eckenblitz
01.04.2012, 18.54 Uhr
Freundlichkeit?
Fragen Sie doch Herrn Primas einmal, was er gegen das DDR Unrecht als CDU - Kreisgeschäftsführer unternommen hat?

Wenn ich da lese, das Herr Zeh immer so freundlich ist und Herr Primas so gut aussieht und deshalb schon gewählt werden sollte, da fehlen einem die Worte.

Ich nahm bisher an man soll die Kandidaten nach ihren Sachverstand wählen, dass trifft hier sicher nicht zu, oder?

Meine Großmutter sagte schon, Junge gibt acht auf Menschen, die dir zu freundlich entgegen kommen, sie führen etwas im Schilde.

Über Aussehen lässt sich ja bekanntlich streiten, aber ob das allein ein Grund ist so eine Person zu wählen?
-Insider-
01.04.2012, 20.52 Uhr
in
dieser diskussion fiel nicht eine klare antwort. auf die gestellten fragen kam mMn keine deutliche antwort, sondern viel heißer oder besser alter, kalter brei...ob das die fragesteller zufrieden stellt?
Eckenblitz
02.04.2012, 09.55 Uhr
Benzin und Politiker
Da behaupten doch tatsächlich Leute, die Politiker würden nicht rumeiern. Nehmen wir doch nur einmal die Benzinpreisbremse, wie es die Politiker nennen. Sie wollen den Ölmultis verbieten den Benzinpreis mehrmals am Tag zu erhöhen.

Das ist so etwas von LACHHAFT, dass man annehmen muss, die Politiker hätten kein Hirn. Wenn ich Ölmulti wäre, dann erhöhe ich den Preis morgens gleich so, dass er den Tag über stand hält.

Oder der Vorschlag die Ölmultis sollen den Spritpreis einen Tag vorher bekannt geben. Man könnte fast meinen solche Gedanken kommen aus einer Ir..............
Retupmoc
02.04.2012, 11.27 Uhr
Auf ins Altenheim
@ Herr Dittmar. Nein - Sie sollen natürlich noch nicht. Aber vielleicht wenn Sie 80 sind? Hoffentlich haben Sie dann auch das Geld für die modern eingerichteten Doppelzimmer mit den tollen Sanitäranlagen. Also meine Mutter kann sich das mit 600 Euro Rente nicht leisten. Viele andere auch nicht. Lassen Sie diesen Hohn einfach mal weg und bleiben wir mal bei EP. Wie gesagt - ich hätte nur eine einzige Frage: Was hat EP vor 1989 gegen die schlechten Bedingungen in der DDR gemacht? Als Mitglied der CDU - KL war man doch dazu bestimmt in der Lage?
Susi58
02.04.2012, 20.14 Uhr
Klartext
Ich habe mir die Aufzeichnung angesehen die man ins Netz gestellt hat (http://w.w.w.aufeinwort.info) und muss sagen die Antworten der Politiker waren alles andere als zufriedenstellend.

Ich möchte hier nur eine Frage der Piratenpartei aufgreifen.
Es ging um das flächendeckende Breitband in Nordhausen.
Geantwortet hat Herr Zeh: „ Ich habe ein schnelles Internet, Sie müssen der Telekom nur einmal richtig auf die Füße treten, dann geht das."

Es ist nur Schade, das ich kein Landtagsabgeordneter bin.
Hans Dittmar
02.04.2012, 21.57 Uhr
@Retupmoc Altenheim
Es ist kein Hohn, wenn ich schreibe, das meine Großmutter in einem anständigen Heim untergebracht war, und dieses auch finanzierbar blieb. Meine Großmutter hatte eine bestimmte Pflegestufe, welche die Kosten abdeckten. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie in Werna im alten Rittergut zu gut 6 Betten im Zimmer und einem Klo im Flur.
Frankledig
02.04.2012, 23.11 Uhr
schnelles internet..
@ susi...erst mal Daumen hoch, und dann frag wie das geht...???
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