Fr, 14:35 Uhr
02.03.2012
Personalarbeit bei WAGO gewürdigt
Thüringer Wirtschaft würdigte heute die Personalarbeit bei WAGO mit Auszeichnung als Demografie-orientiertes Unternehmen. Dazu erreichte so eben kn folgende Meldung...
Dabei setzt die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co KG in Sondershausen auf Schwerpunkte in folgender Hinsicht:
• Sondershäuser Betrieb setzt auf eine langfristige Personalplanung
• Suche nach jungen Fachkräfte ist eine große Herausforderung
• Buchstäblich keine Hindernisse für ältere Beschäftigte
Die Bevölkerungsentwicklung in Thüringen lässt das Fachkräftepotenzial für ansässige Unternehmen weiterhin schwinden. Die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co KG in Sondershausen trifft schon jetzt vielfältige Maßnahmen, um ihre Attraktivität als Arbeitgeber weiter auszubauen und setzt auf langfristige Personalplanung. Dafür hat das Institut der Wirtschaft Thüringens (IWT) dem Unternehmen am 2. März in Erfurt das Siegel Demografie-orientiertes Unternehmen überreicht.
Einer Fachkräftestudie des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie zufolge müssen bis 2020 landesweit mindestens 200.000 Arbeitskräfte neu in ein Beschäftigungsverhältnis eintreten, um branchenübergreifend das Beschäftigungsniveau zu sichern. Im Zeitraum von 2010 bis 2020 wird sich die Anzahl der jährlich altersbedingt aus der Erwerbstätigkeit ausscheidenden Beschäftigten verdoppeln - während sich die Zahl der Nachwuchskräfte im gleichen Zeitraum halbieren wird. Die Einwohnerzahl im Kyffhäuserkreis wird bis zum Jahr 2030 um mehr als 30 Prozent zurückgehen; das Durchschnittsalter steigt aber zugleich um mindestens neun Jahre an. Markus Starke, als Mitglied der Geschäftsleitung bei WAGO Sondershausen für den Bereich Personal verantwortlich: Es sind insbesondere junge Fachkräfte, die den Unternehmen zukünftig fehlen werden. Diese Herausforderung gehen wir aktiv an.
Der Sondershäuser WAGO-Personalleiter Markus Starke (Mitte) nahm in Erfurt das Gütesiegel Demografie-orientiertes Unternehmen entgegen. Mit ihm freuten sich (von links) Meike Bauermeister (Bundesagentur für Arbeit, Nordhausen), Stephan Faust (Verband der Wirtschaft Thüringens) sowie Manuela Gorges (Bundesagentur für Arbeit, Nordhausen) und Antje Schmerbauch (Institut der Wirtschaft Thüringens). Bild: WAGO
Dauerbrenner Metallberufe
Metallberufe stellen die größte Gruppe beruflicher Tätigkeiten innerhalb des verarbeitenden Gewerbes. In Nordthüringen ist die Zahl der Beschäftigten in dieser Gruppe von 2005 bis 2009 um 5,6 Prozent gewachsen. Metallberufe stehen weiterhin an der Spitze der Bedarfsmeldungen: Ständig werden Mechatroniker, Werkzeugmacher und andere Fachkräfte gesucht, auch bei WAGO.
Reaktion auf demografischen Wandel
Bei der Einstellung seiner Beschäftigten hat WAGO in der Vergangenheit vorwiegend auf Nachwuchskräfte gesetzt: Über 20 Prozent der Mitarbeiter waren zum Zeitpunkt ihrer Einstellung jünger als 21 Jahre. Dieser eindrucksvolle Wert bestätigt die Anstrengungen des Unternehmens, durch Ausbildung und Azubi-Übernahme schon frühzeitig auf demographische Entwicklungen zu reagieren - und die Mitarbeiter schon in jungen Jahren an das Unternehmen zu binden. Starke: Gerade in strukturschwächeren Regionen ist eine solche Unternehmensphilosophie unabdingbar, um auch langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Mehr als 3 Prozent der Neueingestellten waren zum Zeitpunkt ihrer Einstellung 50 Jahre oder älter. Das zeigt, dass WAGO natürlich auch auf ältere, berufserfahrene Menschen setzt, so Starke.
Arbeitsplätze auch für Ältere attraktiv machen
Die Altersstruktur bei WAGO Sondershausen liegt im Schnitt auf dem regionalen Branchen-Niveau: Rund ein Viertel der Belegschaft ist Ü 50. Die Arbeits- und Arbeitsplatzgestaltung ist ein wesentlicher Faktor, der bei steigenden Anteilen von älteren Mitarbeitern genauer betrachtet wird - und in dem gegebenenfalls Anpassungen nötig werden, betont Jörg Hampl,
Sprecher der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Produktionsstandort. Hampl: In unserem Betrieb gibt es keine Hindernisse für ältere Menschen. Und das nehmen wir auch wörtlich, denn der Produktionsbereich ist bei uns komplett ebenerdig angelegt.
Neben der Arbeitsplatzgestaltung ist auch die Nachfolgeplanung ein wichtiges Thema, dem sich die Personalplaner widmen: Insgesamt werden bis zum Jahr 2025 etwa 200 WAGOMitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand wechseln, davon die meisten in der Produktion.
Autor: khhDabei setzt die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co KG in Sondershausen auf Schwerpunkte in folgender Hinsicht:
• Sondershäuser Betrieb setzt auf eine langfristige Personalplanung
• Suche nach jungen Fachkräfte ist eine große Herausforderung
• Buchstäblich keine Hindernisse für ältere Beschäftigte
Die Bevölkerungsentwicklung in Thüringen lässt das Fachkräftepotenzial für ansässige Unternehmen weiterhin schwinden. Die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co KG in Sondershausen trifft schon jetzt vielfältige Maßnahmen, um ihre Attraktivität als Arbeitgeber weiter auszubauen und setzt auf langfristige Personalplanung. Dafür hat das Institut der Wirtschaft Thüringens (IWT) dem Unternehmen am 2. März in Erfurt das Siegel Demografie-orientiertes Unternehmen überreicht.
Einer Fachkräftestudie des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie zufolge müssen bis 2020 landesweit mindestens 200.000 Arbeitskräfte neu in ein Beschäftigungsverhältnis eintreten, um branchenübergreifend das Beschäftigungsniveau zu sichern. Im Zeitraum von 2010 bis 2020 wird sich die Anzahl der jährlich altersbedingt aus der Erwerbstätigkeit ausscheidenden Beschäftigten verdoppeln - während sich die Zahl der Nachwuchskräfte im gleichen Zeitraum halbieren wird. Die Einwohnerzahl im Kyffhäuserkreis wird bis zum Jahr 2030 um mehr als 30 Prozent zurückgehen; das Durchschnittsalter steigt aber zugleich um mindestens neun Jahre an. Markus Starke, als Mitglied der Geschäftsleitung bei WAGO Sondershausen für den Bereich Personal verantwortlich: Es sind insbesondere junge Fachkräfte, die den Unternehmen zukünftig fehlen werden. Diese Herausforderung gehen wir aktiv an.
Der Sondershäuser WAGO-Personalleiter Markus Starke (Mitte) nahm in Erfurt das Gütesiegel Demografie-orientiertes Unternehmen entgegen. Mit ihm freuten sich (von links) Meike Bauermeister (Bundesagentur für Arbeit, Nordhausen), Stephan Faust (Verband der Wirtschaft Thüringens) sowie Manuela Gorges (Bundesagentur für Arbeit, Nordhausen) und Antje Schmerbauch (Institut der Wirtschaft Thüringens). Bild: WAGO
Dauerbrenner Metallberufe
Metallberufe stellen die größte Gruppe beruflicher Tätigkeiten innerhalb des verarbeitenden Gewerbes. In Nordthüringen ist die Zahl der Beschäftigten in dieser Gruppe von 2005 bis 2009 um 5,6 Prozent gewachsen. Metallberufe stehen weiterhin an der Spitze der Bedarfsmeldungen: Ständig werden Mechatroniker, Werkzeugmacher und andere Fachkräfte gesucht, auch bei WAGO.
Reaktion auf demografischen Wandel
Bei der Einstellung seiner Beschäftigten hat WAGO in der Vergangenheit vorwiegend auf Nachwuchskräfte gesetzt: Über 20 Prozent der Mitarbeiter waren zum Zeitpunkt ihrer Einstellung jünger als 21 Jahre. Dieser eindrucksvolle Wert bestätigt die Anstrengungen des Unternehmens, durch Ausbildung und Azubi-Übernahme schon frühzeitig auf demographische Entwicklungen zu reagieren - und die Mitarbeiter schon in jungen Jahren an das Unternehmen zu binden. Starke: Gerade in strukturschwächeren Regionen ist eine solche Unternehmensphilosophie unabdingbar, um auch langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Mehr als 3 Prozent der Neueingestellten waren zum Zeitpunkt ihrer Einstellung 50 Jahre oder älter. Das zeigt, dass WAGO natürlich auch auf ältere, berufserfahrene Menschen setzt, so Starke.
Arbeitsplätze auch für Ältere attraktiv machen
Die Altersstruktur bei WAGO Sondershausen liegt im Schnitt auf dem regionalen Branchen-Niveau: Rund ein Viertel der Belegschaft ist Ü 50. Die Arbeits- und Arbeitsplatzgestaltung ist ein wesentlicher Faktor, der bei steigenden Anteilen von älteren Mitarbeitern genauer betrachtet wird - und in dem gegebenenfalls Anpassungen nötig werden, betont Jörg Hampl,
Sprecher der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Produktionsstandort. Hampl: In unserem Betrieb gibt es keine Hindernisse für ältere Menschen. Und das nehmen wir auch wörtlich, denn der Produktionsbereich ist bei uns komplett ebenerdig angelegt.
Neben der Arbeitsplatzgestaltung ist auch die Nachfolgeplanung ein wichtiges Thema, dem sich die Personalplaner widmen: Insgesamt werden bis zum Jahr 2025 etwa 200 WAGOMitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand wechseln, davon die meisten in der Produktion.


