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Mi, 14:07 Uhr
29.02.2012

Arbeitsmarkt-Reaktionen (1)

Zu viele junge Menschen bleiben auf der Strecke. Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert deshalb eine Regelung der Übernahme nach der Ausbildung junger Menschen...


„Die verhältnismäßig hohe Zahl der arbeitslosen jungen Menschen in Thüringen sind das aktuell 4.279 ist Beleg dafür, dass die Forderung nach Übernahme nach der Ausbildung in den diesjährigen Tarifrunden richtig ist“. Mit diesen Worten hat der Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Stefan Körzell, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen kommentiert. In Bezug auf die Jugendarbeitslosigkeit seien wegen der großen Bemühungen, junge Menschen auszubilden und zu beschäftigen, andere Resultate zu erwarten. Was nutzen alle gut gemeinten Initiativen und Programme, wenn selbst bei abgeschlossener Ausbildung der Einstieg in den Arbeitsmarkt verwehrt bleibt.

Längst ist deutlich geworden, dass die hohe Arbeitslosigkeit der jungen Generation nicht nur unqualifizierte Arbeitskräfte betreffen. In Wirklichkeit ist auch eine abgeschlossene Ausbildung oder selbst eine höhere Berufsqualifikation keine Garantie mehr dafür, danach auch in ein sicheres Beschäftigungsverhältnis übernommen zu werden.

Neben der IG Metall haben auch die anderen DGB-Gewerkschaften die Übernahme in den Betrieb zu einem Kernthema gemacht. Nur wenn die Übernahme Bestandteil der Tarifauseinandersetzungen ist, haben Jugendliche eine realistische Chance deshalb sehen wir darin ein gerechtfertigtes Mittel, damit Arbeitgeber ihre Übernahmeverpflichtungen erfüllen.

Jugendarbeitslosigkeit ist kein Jugend- oder Berufsbildungsproblem. Auch Unternehmen verpassen gute Chancen, wenn sie nicht bereit sind, ihrem Fachkräftenachwuchs durch Ausbildung und anschließende Übernahme eine mehrjährige Berufspraxis zu sichern und so einen wichtigen Baustein gegen einen zukünftigen Fachkräftemangel legen.
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