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Mo, 16:21 Uhr
16.01.2012

Wie weiter mit Ilfelder Schulstandort

Endlich mal ein neues Gesicht im Rund des kleinen Plenarsaals des Landratsamtes. Kein neuer Verwalter, sondern der Elternsprecher des Nordhäuser Herder-Gymnasiums...


Erst einmal beschäftigten sich die Mitglieder des Nordhäuser Kreisausschusses mit den Formalien wie dem Beschließen der Tagesordnung oder der Niederschrift der Dezember-Sitzung. Anschließend waren die Ausgaben zu bewilligen, die jenseits der 10.000-Euro-Marke angesiedelt sind. In Summe sollten rund 900.000 Euro an Ausgaben bewilligt werden: Eine erste Tranche für die Sanierung der Turnhalle auf dem Spendekirchhof (25.900 Euro), den Anbau einer Fluchtleiter an der Regelschule Niedersachswerfen (30.000 Euro), die Fertigstellung des Förderzentrums Pestalozzi (80.000 Euro), für Schulausstattungen des Förderzentrums (105.000 Euro), für den Umbaus der Grundschule in Großwechsungen (590.000 Euro) sowie für deren Ausstattung (72.200 Euro).

Zu diesen Ausgaben kam letztlich noch eine außerplanmäßige Ausgabe, die für den Zensus notwendig war. 66.800 Euro muss die Kreisverwaltung vorschießen, das Land wird das Geld dann erstatten? Hoffentlich. Wahrscheinlich. Vermutlich. So richtig weiß das die zuständige Dezernentin nicht zu berichten. Oder ist das Geld denn überhaupt schon in Nordhausen? Auch hierzu gibt es keine konkrete Antwort.

Eine konkrete Aussage gab des zur Ilfelder Schulstandort-Problematik. Es gibt einen Kreistagsbeschluss zu zwei Standorten des Herder-Gymnasiums, sagte die zweite Beigeordnete der Kreisverwaltung, Loni Grünwald (LINKE). Dort werden immerhin fast 200 Schülerinnen und Schüler unterrichtet und so wird an diesem Standort festgehalten. Zumindest seitens der Kreisverwaltung, die für die Standortfragen zuständig ist. Es habe auch keinerlei Gespräche mit dem Schulamt gegeben, auch seien keine Signale aus Worbis vernommen worden. Wie aber sei das mit dem Einsatz von Lehrern in Ilfeld, wollte Dagmar Becker (SPD) wissen?

Jetzt seien die Schule selbst und das Schulamt gefragt. Diese beiden Institutionen müssen ihre Hausaufgaben machen und Strukturen schaffen, die einen optimalen Unterricht in Nordhausen und eben auch in Ilfeld garantieren.

Kai Liebig, der Schulelternsprecher und benötigte keine Rederecht, war erst einmal zufrieden mit dem manifestierten Status Quo. Er verweist jedoch nach der öffentlichen Sitzung auf den Umstand, dass es einen Mangel an Lehrern nicht nur dort gibt, wo in Nordhausen und Ilfeld unterrichtet wird, sondern prinzipiell am Herder-Gymnasium. Der Mann kennt sich aus, er ist der Sprecher aller Eltern von Herder-Gymnasiasten.

Und so wird der Schwarze-Schul-Peter weiter herumgeschoben. Wie sagte doch der für die Lehrer verantwortliche Minister Christoph Matschie (SPD) bei seinem Besuch in der vergangenen Woche in Nordhausen: Ob eine Schule geschlossen wird oder nicht, das entscheidet der kommunale Schulträger vor Ort und nicht das zuständige Schulamt.
Autor: nnz

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Kommentare
bseplus
16.01.2012, 17:00 Uhr
Status Quo
Somit ist erst einmal ein Status Quo festgeschrieben. Alle politisch Verantwortlichen klopfen sich auf die Schultern und lächeln (vielleicht) in die Kameras. Und wenn es dann doch anders komt: nun, wir haben uns ja bemüht.

Natürlich wird eine Entscheidung über die Aufrechterhaltung von Schulstandorten vor Ort entschieden, das Geld dafür kommt von anderer Stelle. Wie lang solche Hebel im Entscheidungsfall sein können, haben wir an anderer Stelle schon erlebt. Man darf gespannt sein.

Was den "logistischen" Aufwand angeht, so gab es bei "Herders" ja auch mal Zeiten mit noch mehr Standorten als aktuell. Auch damals gab es Schwierigkeiten, aber sie wurden gemeistert. Das bedingte aber die Bereitschaft auf ALLEN Seiten. Nachdem ich auf der Sitzung des Gemeinderates in "Harztor" so ein paar Aussagen gehört habe, zweifle ich an dieser Bereitschaft bei einigen Beteiligten.

Eine andere interessante Sache ist die "Bewilligung" von 30.000 Euro für eine Feuertreppe für die GS Niedersachswerfen. Die Schule existiert nunmehr 18 Jahre, hat ein offenes Holzdach und nur eine Innentreppe. Dass es hier bislang keine feuerpolizeilichen Anweisungen gab, wundert mich schon sehr. Und: wer genehmigt solch einen Betrieb mit mehr als 100 Kindern und Lehrern / Erziehern OHNE eine Feuertreppe?

Da kratzt man sich schon fragend am Kopf ...
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