Kommentare
Frankledig
05.01.2012, 22:42 Uhr
Sorry!
Ich muß jetzt hier einfach mal was loswerden!
Nix gegen den Herrn Buntfuß der sich hier doch ganz schön für die Leute einsetzt. Doch langsam hab ich das Gefühl das er das Stroh der anderen nur andersrum drischt...!
In letzter Zeit hab ich das Gefühl das er auch gern mal schreibt um zu schreiben..
Vieleicht wäre es ja ein Kompromiss das die beiden gegensätzlichen Seiten sich mal an einen Tisch setzen und sachlich miteinander reden..
Nur ein Vorschlag...
Frank
-Insider-
06.01.2012, 00:06 Uhr
man
sollte bei der gesamten debatte mal hinterfragen, welchen zweck springer ag und co damit erreichen wollen. das wullf nicht der moralische saubermann ist, war doch seit ewigkeiten bekannt. auch die tatsache, dass er zur hannoverschen connection gehört und gute kontakte/freundshcfaten in die wirtschaft pflegt, ist nicht erst seit gestern bekannt.
viel mehr gleicht es wieder mal einer großen medialen hetzjagd. da tauchen plötzlich "brandneue" fakten auf und schwupps haben wir einen skandal, der den rücktritt erzwingen soll.
der grund bei wulff liegt auf der hand - seine letzten reden, u.a. beim europäischen bankentreff, wo er ordentlich tacheles geredet hat (u.a. sprach er an, dass banken alles an die wand fahren, der staat hilft..nur die retter - der einfache bürger, der bleibt auf der strecke). außerdem wird gemunkelt, dass er das gesetz für den ESM (die fiskalunion oder die entmachtung des deutschen parlaments mit abgabe aller befugnisse an die eu-schwachmaten aus brüssel, worauf es in absehbarer zeit eh hinaus laufen wird...) nicht unterzeichnen wollte.
statt die moralische seite des C. Wullf zu beleuchten, sollte man ihn feiern, dafür das er die wirklich brisanten sachen anprangert und den finger in die wunde legt. dumm nur, dass der 0815 deutsche als brisant nur den ausfall von britt am mittag empfindet.
Quietschferkel
06.01.2012, 00:20 Uhr
Kredit
Also das unser Bunter-Präsi irgendwo Kredite abschöpft, okay, sei ihm von meiner Seite verziehen. Ist nicht strafbar (Moral ist nicht einklagbar), also was solls.
Das er vorher Kohle von nem "befreundeten" Ehepaar bekam sei auch geschenkt. Wie seid jeher im Kleinen die Devise "Eine Hand wäscht die andere" vorherrscht, so ist es im Großen noch schlimmer. Aber wie gesagt, solange es nicht gegen irgendein Gesetz verstößt sei ihm das gegönnt.
WAS Wulffi aber untragbar macht das versuchte Ausnutzen seiner Machtstellung um Journalisten mundtot zu machen. Und selbst wenn er sich bei der Blöd-Zeitung entschuldigt, so hat er es bei der Welt am Sontag nicht gemacht. Und ZWEIMAL diesen Machtmissbrauch durchziehen, DAS schießt ihn in meinen Augen gnadenlos ins aus, und ich hoffe da geht er auch bald hin.
Retupmoc
06.01.2012, 08:09 Uhr
Untragbar
Dieser Mann steht beispielhaft für die meisten Politiker dieses Landes. Die Unwahrheit erzählen, auf Bürgerkosten in Saus und Braus leben und dann noch die Demokratie (Pressefreiheit) mit Füßen treten. Er hat doch gesagt: Der Islam gehört zu uns? Dann: Ab über den Jordan Herr Wulff.
WR-NDH
06.01.2012, 08:10 Uhr
Den Bundespräsidenten
habe ich bis zum Bekanntwerden seiner Kreditgeschäfte und in der Folge weiterer Dinge die ein Geschmäckle haben, geschätzt. Nun aber bin ich der Ansicht, er sollte seinen Hut nehmen.
Zum einen ist er für Otto-Normalverbraucher wohl nur noch Vorbild dafür, dass man auf Teufel komm ´raus jede Möglichkeit nutzen kann um sich persönliche Vorteile zu verschaffen (wenn der das kann, kann ich auch meinen Maler bitten mir die Mehrwertsteuer zu erlassen, wenn ich keine Rechnung verlange usw. usf.), zum anderen hat er in anderen Fällen, z.B. bei der Flugaffäre seines Vor-Vorgängers Rau, den Rücktritt gefordert, weil ein Bundespräsident nicht einmal in die Nähe des Verdachtes einer Unregelmäßigkeit kommen dürfe.
Wenn er dazu befragt, nun sinngemäß sagt, er sei nun lebenserfahrener geworden und sähe das heute anders, stellt sich mir die Frage: ist Herr Wulf inzwischen alt genug um Sachverhalte einschätzen zu können (er ist ja mit Abstand der jüngste aller bisherigen Bundespräsidenten) oder befindet er sich noch in der Lernphase?
Wir wissen ja, dass ein Bundespräsident nur die Macht des Wortes, das sich auf sein moralisch vorbildliches Verhalten gründet, hat. Und wenn ich dann sehe, dass er im Interview erklärt Transparenz sei ihm sehr wichtig, er aber untersagt die Aufzeichnung seines Anrufes bei der Bildzeitung zu veröffentlichen, kann ich nur folgern: er hat etwas zu verbergen.
In einem Punkt muss ich Herrn Buntfuß korrigieren. Der Bundespräsident wird nicht vom Bundestag sondern von der Bundesversammlung gewählt. Diese setzt sich zu aus 50% aus Bundestagsabgeordneten und zu 50% aus Landtagsabgeordneten und Bürgerschaft zusammen. Bürgerschaft heißt in diesem Falle würdige Sportler, Künstler, ehemalige Politiker usw..
Eckenblitz
06.01.2012, 12:47 Uhr
Ehrlichkeit nur für den einfachen Bürger?
Wenn ich den Text lese ist völlig klar worum es geht, nämlich um die Ehrlichkeit der Politiker. Es hat niemand etwas dagegen das Herr Wulff einen günstigen Kredit aufnimmt.
Es geht darum das er versucht Tatsachen zu verschleiern.Unterbindung der Pressefreiheit (Drohanruf bei der Presse).
Wenn alles was ans Licht gekommen ist nicht stimmt, warum verklagt der Bundespräsident dann nicht die Presse? Ich sage es ihnen, weil er dann erst RECHT seinen Hut nehmen muss. Hier geht es nicht darum was Wulff gemacht hat, es darum, wie er versucht es zu VERSCHLEIERN. Wenn er so unschuldig ist wie er beteuert, warum lässt er dann alles was der Aufklärung dienen könnte verbieten?
Herr Taft
06.01.2012, 15:25 Uhr
ein ungleicher Kampf
...unabhängig davon, ob die Debatte nun berechtigt ist oder nicht: Wer sich mit den Medien anlegt, hat bereits verloren, bevor er den Mund aufgemacht hat. Es wird hier immer wieder von "der Presse" geschrieben. Die BILD-Zeitung ist die übelste Journaille, die es in diesem Land gibt - das muss auch Herrn Wulff bekannt sein.
Jeder Pubs, den ein Promi (und das ist Herr Wulff ja nun mal) wird gnadenlos hochgespielt und mit dem Mäntelchen der Rechtschaffenheit verurteilt oder total überzogen gefeiert. Das Problem ist aber nicht die "Berichterstattung" (sofern man Meinungsmache überhaupt so nennen kann) ! Das Problem sind die Leser, die den ganzen Schund so hinnehmen wie er da in riesigen Buchstaben steht. Wer ist die BILD, dass sie sich anmaßt zwischen blanken Brüsten und abgetrennten Beinen über unseren Bundespräsidenten zu urteilen ? Wer sind wir, dass wir es ebenfalls tun ?
Mister X
06.01.2012, 18:02 Uhr
Bundesversammlung
Der Artikel drückt aus, wie unsere Politprominenz so denkt und handelt. Ich glaube der Bundespräsident hat nun mal die Pflicht EHRLICH zu sein? So wie Herr Wulff die Sachlage versucht darzustellen, gehe ich davon aus, dass da noch mehr im Argen liegt?
Herr Reinhardt hat Recht, der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt, dass ändert aber nichts an den Prozenten.
H.Buntfuß
08.01.2012, 16:49 Uhr
AUF DEN NEUSTEN STAND
Wulff hofft auf vergessliche Bürger. Laut Bericht der Bild am Sonntag soll Wulff gesagt haben. In einem Jahr ist alles vergessen. Er will einen guten Job machen und ist zuversichtlich, dass dieses Stahlgewitter bald vorbei ist:
Er will dem Amt den zweiten Rücktritt ersparen. Ich glaube eher der Mann klebt an seinem seinem Stuhl. Wie sagten Demonstranten in Berlin vor seinem Amtssitz. er ist schlimmer als Pattex.
Von Guttenberg ist auch schon wieder zu hören, dass er 2013 wieder für den Bundestag zur Verfügung steht. Wie heißt es beiden Christen: Du sollst kein falsches Zeugnis geben.
Das gilt sicher nur für die DUMMEN, UNGEBILDETEN Schafe? Für HOHE Politiker gibt es da sicher eine Ausnahmereglung, wie bei so vielen Dingen? Sie können sich fast alles erlauben, ohne befürchten zu müssen, dass sie Ernsthaft dafür büßen müssen.
Ein bis zwei Jahre Rückzug und dann wieder mit geballter Faust in den Politalltag stürzen.
Herr Taft
09.01.2012, 10:38 Uhr
gestern abend bei Jauch...
...zu dem Thema: "Ich möchte auch in keinem Land leben, wo die 'Bild'-Zeitung mir vorsagt, was Recht und Moral ist." - sagte eine langjährige persönliche Freundin von christian Wulff an die Adresse des Chefs des Berliner Bild-Büros - und bekam Beifall !
Ich werde den Eindruck nicht los, dass die Springer-Gruppe den Mann demontieren will - unter dem Mantel der Rechtschaffenheit. Aber liegt der Grund nur in den Verkaufszahlen der verschiedenen Wurstblätter ?
Herr Taft
09.01.2012, 10:45 Uhr
und noch eines:
Worum geht es bei der Debatte ?
1. Das Wulff sich von einem Freund hat helfen lassen ? 2. Dass er bei Freunden übernachtet hat ? Oder geht es darum, dass er das 3. nicht öffentlich gemacht hat ? Gegen 1. und 2. ist doch nichts zu sagen und zu 3. : würden Sie das tun, wenn Sie es nicht müssten ?
Was ein "Geschmäckle" hat, ist die Tatsache, dass Herr Wulff offenbar versucht die Dinge im Dunkeln zu lassen - jedenfalls entsteht der Eindruck. Der Anruf bei der BILD war falsch und wurde von BILD dann in der für Wulff übelsten Art interpretiert und ausgeschlachtet.
Irgendwie wird hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen ...
Retupmoc
09.01.2012, 10:59 Uhr
Es geht um Werte,
die eine Gesellschaft haben sollte, die sich so demokratisch und zivilisiert schimpft @ Nussbaum.
1. Über die Geldgeschäft kann man sicherlich strafrechtlich nichts sagen. Wenn ich jedoch Ministerpräsident oder Bundespräsident bin, dann kann ich nicht allerdings keine Geschäfte mit Personen tätigen, die a) Zinsmäßig auf einem sehr niedrigen Level liegen und b) die dann vll. später von mir auch einen ( politischen ) Gefallen möchten.
2. Gilt das auch für die kostenlosen Urlaube. Hatte Herr Wulff kein Geld um wie ein Normalbürger zu verreisen? Auch hier liegt die Vermutung nahe, das sich die Gastgeber irgendwelche Vorteile versprachen. Und wenn nicht - mal in den Raum gestellt, das jeder kleine Beamte keine Geschenke annehmen darf und wenn dann doch als geldwerten Vorteil versteuern muß.
3. Und selbst wenn man darüber hinwegsieht - eine " Kriegserklärung " an die Presse geht garnicht. Verhindern wollen, das eine Zeitung ( über deren Niveau wir hier nicht streiten müssen ) die Postitionen 1 und 2 veröffentlicht? Und das gleich noch bei einer anderen Zeitung? Wenn ich nichts zu verbergen habe, dann kann doch die BILD gern etwas veröffentlichen. Dann sage ich die Wahrheit, entschuldige mich dafür, das ich etwas Unbedachtes getan habe und gut ist. Nein, der Herr Präsident droht mehrfach den Zeitungsschreibern.
4. Und selbst wenn er in diesem Punkt Recht hätte, wie naiv ist dieser Mann? Wieso entlässt er seinen Sprecher? Wieso gibt es jetzt mehrere Klagen gegen ihn? Wieso gehört der Islam zu Deutschland?
Fragen über Fragen !
Meine persönliche Meinung ist: dieses Land braucht keinen Bundespräsidenten. Weder Herrn Wulff noch einen anderen. Das Geld für diese Stelle kann man in die Bildung geben und das Schloss Bellvue zum Museum umfunktionieren.
NDHler
09.01.2012, 11:16 Uhr
@Nussbaum
Nun ganz so einfach ist es ja nicht. Wulff hat sich in der Vergangenheit die Bildzeitung für seine Berichterstattungen zu Eigen gemacht. Er hat dort seine Scheidung sowie seine neue Beziehung vermarkten lassen (in meinen Augen krank, aber wer`s braucht)! Nun sind einige Dinge ans Tageslicht gekommen, welche, in Verbindung mit dem Amt des Bundespräsidenten, doch schon einige Fragen aufwerfen.
Wulf hat sich nicht von einem Freund helfen lassen, sondern er hat sich mit dessen Hilfe einen Kredit verschafft den er so günstig sonst (wie übrigens auch jeder andere von uns) nicht bekommen hätte. Das nennt man Vorteilsnahme im Amt! Ein Beamter hätte spätestens an dieser Stelle ein gewaltiges Problem am Hals und das mit Recht! Nun hat man bei der Bild davon Wind bekommen und beginnt zu recherchieren. Das ist deren Aufgabe, davon lebt dieses Blatt.
Und schon kommt die ursprünglich so positive Zusammenarbeit mit der Bild zum Bumerang. Und umso mehr Wulf interminiert umso interessanter wird das Thema für die Bild und Wulf tappt von einem Fettnäpfchen ins Nächste, alle schön bereitgestellt vom Springerverlag. Für mich ist und war Wulf der falsche Präsident, erst Recht nach den Vorkommnissen der letzten Wochen. Über Gauck kann man sicher geteilter Meinung sein, so schlecht fände ich den ehemaligen Stasijäger nicht.
Noch besser und sicher mit einem breiten Rückhalt in der Bevölkerung wäre Klaus Töpfer. Der hätte dieses Amt verdient, der hat viel geleistet in seinem Leben und tut das bis heute!
Aber die ganze Diskussion um Nachfolger ist müßig, denn Wulf hat sich so um dieses Amt bemüht so schnell gibt der nicht auf. Ist doch einfach zu Bequem im Schloss. Das wäre ihm zu peinlich vor seinen Freunden Maschmeyer und & Co.
Hagen von Tronje
09.01.2012, 12:13 Uhr
Kreuzige ihn, kreuzige ihn!
Es ist einfach, mit Hilfe einer "Menschenmasse" einem Menschen seiner Kleider zu berauben und ihn bloß zu stellen, ihn vorzuführen, zu demütigen.
Weil das einigen Blindwütigen immer noch nicht ausreicht, brüllen sie jetzt: kreuzige ihn! Würdelos und schäbig. Letzteres können wir dem Bundespräsidenten aber nicht zum Vorwurf machen.
Herr Taft
09.01.2012, 13:03 Uhr
@Hagen...
...so ist es. Das Einzige, was man in meinen Augen Herrn Wulff vorwerfen kann ist ein blauäugiger Umgang mit der Presse im allgemeinen und der Springer-Presse im Besonderen...
Eckenblitz
09.01.2012, 13:23 Uhr
Nicht zu glauben
Wie sich manche Bürger für den BP einsetzen. Man tut so als wäre alles auf MORALISCH sauberer Ebene ab gelaufen. Zeigen sie mir bitte einen Bürger der eine Kredit zu diesen Konditionen bekommt. Das bekommt man doch nur wenn man etwas zu vergeben hat?
Das dann auch noch abzustreiten, dass ist die DUMMHEIT die der BP begannen hat. Es hat gewiss niemand etwas dagegen, wenn der Mann einen günstigen Kredit bekommt, aber war DIESER Kredit nicht zu günstig?
Sein weiterer Fehler, war der Anruf bei den gewissen Blättern, damit hat er versucht seine Vorteilsnahme im Amt zu verschleiern und das war der größte Fehler. Solche Personen sind nun einmal nicht tragbar im Amt eines Bundespräsidenten.
Er nutzte diese Medien um sich zu vermarkten und nun spricht er vom Krieg gegenüber den selben Medien. Was glaubt dieser Mann wer er ist, ein Gott?
Hagen von Tronje
09.01.2012, 15:05 Uhr
Verheerender Kollateralschaden
Die Hysterie und der veröffentlichte Druck werden immer unerträglicher und haben jedes Augenmaß verloren. Alle Augen fokussieren sich auf den einen Vorgang, als wenn die Welt am Abgrund stünde. Das weckt in mir die Erinnerung an die dramatischen Ereignisse im Herbst des Jahres 1962, der Kuba-Krise.
Haben wir sonst keine Probleme, als öffentlichen Spekulationen unsere ganze Aufmerksamkeit zu widmen mit verheerenden Ergebnisse: Wieder ein Bundespräsident erledigt, die Bundeskanzlerin hineingezogen, ihre innen- wie außenpolitisch Position herabgewürdigt. Gerade jetzt in einer Zeit, wo Regierung und Opposition bezüglich der Euro-Rettungsschirme alle Kräfte mobilisieren sollte, leisten wir uns so eine Groteske? Überflüssig, überdrüssig, erbärmlich- aber konsequent. In typisch deutscher Larmoyanz und mit Beflissenheit. Wer einmal in eine Zwickmühle geraten ist, verliert.
Einerseits wird der Bundeskanzlerin vorgeworfen, sie hätte sich mit ihrer Rückendeckung für den
Bundespräsidenten zu Beginn der Affäre im hohen Maße grenzwertig verhalten, weil ein Verfassungsorgan (Bundeskanzler) dem anderen Verfassungsorgan (Bundespräsident) keine "Ratschläge" und Empfehlungen erteilen sollte, die verfassungsrechtlich höchstbedenklich wären?
Andererseits wir der Bundeskanzlerin aktuell der Vorwurf gemacht, dass sie jetzt schweigt, abgetaucht sei und die Sache auszusitzen beabsichtige. Ist das nicht heuchlerisch? Hat nicht mehrheitlich eine Bundesversammlung den Bundespräsidenten gewählt?
Ist es nicht heuchlerisch, wenn ausgerechnet die BILD Zeitung Transparenz einfordert? Auf Bitten des Bundespräsidenten zugesteht, den Wortlaut der Mailbox-Nachricht nicht zu veröffentlichen, aber dennoch Teile des Inhaltes, scheibchenweise über Dritte, in den medialen Umlauf bringt, um dadurch
die Spekulationen weiter anzuheizen und den Druck zu erhöhen? Ist das im Sinne von Ehrlichkeit und Offenheit?
Nein, ich bleibe dabei: Die Wucht und die Intention des Angriffs sind unverhältnismäßig und stehen keineswegs in Relation zu den Anwürfen auf den Bundespräsidenten. Hier sollen vielmehr offene Rechnungen beglichen werden. Der gesellschaftspolitische Kollateralschaden wird dabei billigend in Kauf genommen.
Hagen von Tronje
09.01.2012, 15:26 Uhr
Bild Dir Meine Meinung
"Bild ist zweifellos eine schmuddelige Prostituierte auf dem Laufsteg des Medien-Boulevards. Wer mit ihr im Aufzug nach oben fährt weiß spätestens jetzt, was ihm widerfahren kann."
Die "politischen Totschläger" unserer Zeit zeichnen sich dadurch aus, einem bereits am Boden liegenden Gegner solange zu traktieren, bis dieser sich endgültig nicht mehr regt. Ist das Teil der Hohen Schule in einem, dem Volksmund nachempfundenen, dreckigem Geschäft? Es zeigt mir jedenfalls angesichts des Völkermordes zur gegenwärtigen Stunde, wie weit sich unsere Politiker von ihrem Staatsvolk (Souverän) wegkatapultiert haben. Eine Demission des Bundespräsidenten ist zurzeit irrelevant und abwegig.
Schafft lieber die Verbrecher gegen die Menschlichkeit nach Den Haag! Bedauerlicherweise fehlt es den meisten Politikern dieser Welt an Einfluss, Kraft und Mut. Einige von ihnen haben sich zurzeit mit Schützenhilfe der Springer-Presse auf etwas ganz anderes eingeschossen. Eine fragwürdige Geisteshaltung?
Harzer_Wolf
09.01.2012, 16:17 Uhr
Meinungsmache
Sagen wir es einmal so:
Ein Bundespräsident, der versucht auf einem Anrufbeantworter einer (oder mehrerer) Zeitungen des Springer - Verlages dem Chefredakteur zu drohen, der ist
a) entweder aufgrund seiner "Verfehlungen" schon arg mit dem Rücken zur Wand
oder
b) er ist nicht in der Lage sein Amt auszuüben, weil er gelinde gesagt, nicht weiss was er tut.
Das die genannte Zeitung noch nicht einmal einen wahren Wetterbericht bringen kann, steht auf einem anderen Blatt. Die Anrufe jedenfalls hat Wulff jedoch lt. eigener Aussage ja getätigt.
altmeister
09.01.2012, 16:45 Uhr
Moral
Wenn Ideenlosigkeit herrscht wird nur noch auf persönlichem Gebiet angegriffen und wenn es rechtlich nicht machbar ist kommt der Begriff Moral ins Spiel.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang Moral nur dann, wenn diese als Keule gegen den Gegner genutzt werden kann. Wenn es um die eigene Moral geht, dann sieht es schon anders aus, ist ja auch nicht so relevant. Dann können Grüne mit Autos zur Demo fahren, Rote können Millionäre sein und sogar gegen den kleinen Arbeiter entscheiden und so weiter.
Wer sich ein wenig Mühe gibt, kann immer etwas unmoralisches finden, es ist oft eine Frage der eigenen Vorstellung der Inhalte des Begriffes. Wir würden uns einen Gefallen tun, endlich wieder sachlich an die wirklichen Probleme heranzugehen!
Hagen von Tronje
09.01.2012, 16:59 Uhr
Rohrkrepierer oder Pyrrhussieg?
Bei der Aufarbeitung der zur Privatkredit-Affäre hochstilisierten Medienkampagne, die sich gegen unseren Bundespräsidenten richtet, ist vielleicht weniger entscheidend, was uns einige Politiker, Journalisten oder Staatsrechtler ihrer Auffassung nach vermitteln wollen, sondern vielmehr der gesunde Menschenverstand der "kleinen Leute" - und der
besagt, dass ihnen das medial abgekochte Thema längst zum Hals heraus hängt.
Es reicht! Die Politik schafft sich selbst ab. Es wird geheuchelt, das sich die Balken biegen und Glashäuser zuhauf zertrümmert. Das Vertrauen in die demokratischen Institutionen schwer beschädigt, die Reputation staatlicher Gesellschaftsordnung leichtfertig auf`s Spiel gesetzt- und das ausschließlich nur, um einen politischen Gegner etwas ans Zeug zu flicken, ihn fertig zu machen.
Es stellt sich die berechtigte Frage, ob wir nicht alle als Verlierer dastehen, wenn die Zahl der Nichtwähler potentiell weiter wächst? Wenn Vertrauen und Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleiben und aus der Politiker- und Politikverdrossenheit, eine Staatsverdrossenheit entsteht? Wenn die integrative Grundhaltung, das Bewusstsein eines gemeinsamen Wertekanons verlorengeht?
Soll aus Mangel an Respekt
vor dem höchsten Staatsamt, das Verfassungsorgan respektive sein Repräsentant in einer zunehmend unverantwortlichen Weise diskreditiert werden?
Demokratie ist ein Geschenk - wir sollten es zu schätzen wissen.
Janko
09.01.2012, 18:21 Uhr
für mich ist die sache ganz einfach:
ich will nicht von politikern geführt werden, die selbst gesetze verbiegen, missachten oder ganz klar brechen.
ich will von keinem minister vertreten werden, der seine doktorarbeit abgeschrieben hat, und ich will von keinem bundespräsidenten regiert werden, der moralisch/finanziell fragwürdige entscheidungen trifft.
da brauche ich keine meinungsmache der medien, das ist bereits meine persönliche meinung.
dass mich diese einstellung zum nicht-wähler machen müsste, ist mir inzwischen auch klar.
Herr Taft
10.01.2012, 07:45 Uhr
@janko: da haben Sie leider Recht
- wir alle wollen uns von vorbildlichen Menschen vertreten wissen. Es ist jedoch ein Unterschied, ob eine Doktorarbeit WISSENTLICH gefälscht wird, oder ob man sich Geld bei einem Freund leiht - ohne etwas böses dabei zu denken.
Noch einmal: Herr Wulff hat im Umgang mit den Medien viel falsch gemacht. Hätte er sich gleich zu Anfang hingestellt und offen gesagt: Ja, ich habe mir Geld geliehen und Ja, ich bin bei Freunden zu Gast gewesen - was ist schlimm daran ? - dann wäre die ganze Diskussion ziemlich schnell zu Ende gewesen.
Es sind doch auch nicht die Handlungen Einzelner, die Nichtwähler produzieren - es ist diese unglaubliche Konzeptlosigkeit, dieses operative Agieren - ohne jeden Plan. Solange keine wählbare Vereinigung eine klare Linie aufzeigt - solange hält die Politikverdrossenheit an.
Klar, wenn ich mich zwischen Teufel und Belzebub entscheiden soll - dann lass ich es eben bleiben. Es fehlt eine Alternative!
Retupmoc
10.01.2012, 07:51 Uhr
Es ist eben nicht so einfach
Richtig ist @ Nussbaum, er hat sich bei einem Freund Geld geliehen. (zu Konditionen, für die Sie selbst keinen Kredit bekommen würden). Stellen Sie sich vor, ich würde Ihnen eine halbe Million leihen. Würden Sie dann auch etwas für mich tun? Und genau darum geht es... ein Beamter darf kein Geschenk annehmen. Wie ich gestern im TV sehen mußte, darf noch nicht einmal ein Polizist ein Päckchen Kaffee annehmen. Und der oberste Hüter der Schäflein darf das? Was ist das bitte für eine Rechtssprechung. Da sind wir wieder - was bei den " Großen " Recht ist gilt für die " Kleinen " nicht. Und wenn man sich dann noch am Telefon benimmt wie ein Kind, das man seine Murmel weggenommen hat... Bye Bye !
Herr Taft
10.01.2012, 08:17 Uhr
welche Gegenleistung könnte...
...ein defakto machtloser Bundespräsident seinem Freund denn erweisen, lieber RWE ?
Im Übrigen, wenn Sie könnten, würden Sie Ihren Freunden nicht auch Geld leihen - ohne horrende Zinsen zu berechnen ?
Wenn wir alle etwas Mensch bleiben, dann sollten wir das auch anderen (einschl. dem Präsidenten) zugestehen...
Nörgler
10.01.2012, 08:22 Uhr
Die Vorwürfe
der Vorteilsnahme beziehen sich allesamt auf die Zeit als MP in Niedersachsen und da hat man schon Möglichkeiten.
Retupmoc
10.01.2012, 08:54 Uhr
Verdrehen
Sehen Sie @ Nussbaum - ob nun von Ihnen gewollt oder nicht - sie verdrehen Tatsachen zu Ihren Gunsten. Der Kredit wurde in seiner Zeit als Ministerpräsident aufgenommen und da war man nicht ganz machtlos, betreffs der Gegenleistungen.
Und ja, ich würde einem Freund Geld leihen, nur wenn ich dann auch etwas brauche, würde ich dann auch zu diesem Freund gehen und erwarten, das er mir dann auch hilft.
Und ja, ich gestehe jedem etwas zu, solange die Rechtssprechung dann auch Polizisten gewährt einen Kaffee als Dank anzunehmen und nicht Supermarktkassiererinnen ihren Job verlieren weil Sie einen Pfandbon in Höhe von 1,30 Euro einlösen oder eine Bäckersfrau, die ein Stück Kuchen kostet.
Gleiches Recht dann bitte für alle. Und dan die Kassiererin und die Bäckersfrau gehen mussten...
Herr Taft
10.01.2012, 09:29 Uhr
@RWE
...warum fällt es mir jetzt erst auf ? Ihre Argumentation fusst immer auf Randerscheinungen (Pfandbon, Kuchenstück, Kaffee...). Alle von Ihnen angeführten Beispiele sind (meines Wissens nach) Einzelfälle, die die unrühmlichen Auswüchse unternehmerischen bzw. Verwaltungsangestellten Verhaltens zeigen.
Alle Beispiele haben keinen Anspruch darauf für allgemeingültig erklärt zu werden.
Solange Herrn Wulff nicht nachgewiesen wird, dass er seinen Freunden kraft seines Amtes Vergünstigungen eingeräumt hat, bleibt es für mich ein moralisch einwandfreier Freundschaftsdienst. Alles andere sind Spekulationen der BILD-Zeitung, auf die Leser mit schlichtem Gemüt eben gerne hereinfallen...
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Anmerkung der Redaktion: Die Diskussion zu diesem Thema wird beendet, bis es neue Erkenntnisse oder Entwicklungen gibt.
Flitzpiepe
10.01.2012, 10:41 Uhr
Neue Erkenntnisse
Wie ich gerade lese, wird Wulff die Antworten zu 400 Fragen nun doch nicht veröffentlichen. Die Veröffentlichung hatte er jedenfalls in seinem TV-Interview groß angekündigt. So sieht also seine angekündigte Transparenz aus!?
Ich schäme mich für so einen BP. Er ist dieser Position einfach nicht gewachsen...
Hagen von Tronje
10.01.2012, 10:57 Uhr
Pharisäer
"Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein." Mein Respekt vor den Menschen Karl-Theodore zu Guttenberg, Thilo Sarrazin, Adolf Sauerland - und jüngst, Christian Wullf und anderen Verfolgten, wächst von Tag zu Tag. Mein Mitleid gilt den Pharisäern.
Ich ziehe meinen Hut vor dem tapferen Kämpfer Hermann Gröhe, aber insbesondere vor der Bundeskanzlerin, ein wahrer Fels in der Brandung.
Herr Taft
10.01.2012, 11:02 Uhr
Neue Erkenntnisse:
@Flitzpiepe: habe ich auch gelesen in der "Berliner Morgenpost" und oh Wunder, das Blatt gehört ebenfalls zu Springer...
Flitzpiepe
10.01.2012, 11:34 Uhr
Völlig egal, wo das steht
Im Spiegel steht, dass es im Tagesspiegel steht. Das ist doch aber völlig egal. Er hat die Veröffentlichung zugesagt und lässt nun über den Anwalt verlauten, dass dies doch nicht passiert. Der Mann ist untragbar und darf uns nicht mehr repräsentieren.
Das sind Fakten und keine Spekulation. Ich bin natürlich auch nicht ohne Sünde, aber ich bin ja auch nicht BP.
Wulff hat halt mit seinem Buch 'Besser die Wahrheit' die Latte sehr sehr hoch für sich gelegt und wird dieser Höhe nun nicht im geringsten gerecht.
Retupmoc
10.01.2012, 11:36 Uhr
Springer hin und Springer her
Die Fakten entsprechen lt. eigener Aussage Wulffs ja der Wahrheit. Auch hat er zugegeben, das er die Telefonate geführt hat. Es ist doch seine eigene Intuition gewesen bei Bild und Spiegel anzurufen.
Ein persönliches PS: @ Nussbaum .. ich bin kein treuer BILD - Leser und auch nicht von schlichtem Gemüt. Was ich an Ihnen nicht verstehe ist folgendes: Wenn es um ihren BP geht, stimmt alles nicht was in diesen Blättern steht. Geht es um frisierte Arbeitslosenzahlen oder ähnliches, dann stimmt komischerweise was die Bild veröffentlicht.
Genau diese Doppelmoral ist das, was unser Land zugrunde richtet. Und genau diese Doppelmoral ist es, die Herrn Wulff über kurz oder lang stürzt. (Nämlich dann wenn die Umfragewerte der CDU in den Keller gehn und die Kanzlerin ihn nicht mehr stützt.)
Von mir aus hätte Wulff im Amt bleiben können, wegen der Kredite wäre ein Rücktritt nicht notwendig. Er hätte nur die Wahrheit sagen müssen und sich vernünftig benehmen. Das hat er nicht getan. Und das ist sein Pech.
Herr Taft
10.01.2012, 13:20 Uhr
schlichtes gemüt hin oder her
vielleicht drücke ich mich ja unverständlich aus, deshalb noch mal GANZ EINFACH für RWE meine Meinung: Die Anrufe waren FALSCH. Der Umgang mit den Medien war FALSCH. Der Kredit war RICHTIG. Die Urlaube waren RICHTIG.
Alles siehe unten ! Es ist aber unstrittig FALSCH, dass die Springer-Dreckschleuder Nr 1 dieses zum Anlass nimmt einen Mann und ein Amt derart zu beschädigen. Es ist eine Hexenjagd (für RWE: Hexen gab es ja gar nicht !)
zum letzten Mal an die Adresse unseres RWE: Lesen Sie besser ! Die Arbeitslosenzahlen sind so wie sie veröffentlicht werden RICHTIG - Die Definition von Arbeitslosigkeit ist für Sie sicher eine andere. In der Folge vergleichen Sie Äpfel mit Birnen und schließen daraus, dass die Äpfel ja getürkt sein müssten...
Ich denke, Herr Wulff hat einfach nur Angst etwas falsch zu machen und tut aus dieser Angst heraus genau - das Falsche. Er hat, wie er zugibt, keine PR-Berater und keine Medienspezialisten und daher auch keine Chance gegen Schreiberlinge, wie die, die in der Springer-Akademie gezüchtet werden.
Für mich ist an dieser Stelle das Ende der Debatte erreicht...
Paulinchen
10.01.2012, 15:19 Uhr
Der Ur-Frankfurter (am Main) würde sagen:
`s is nix los uff de Gass”. Diese Vermutung werde ich nicht los. Zugegeben, die Zeitung Spiegel hat ja schon vor einigen Jahren gegen die staatl. Behörden geklagt, um an den exakten Kaufvorgang des Wulffschen Häuschens zu gelangen, was ihr ja nun auch gelungen ist. (Hat es wen interessiert?)
Die Bild Zeitung sehe ich da eigentlich nur als den Trittbrettfahrer. In der Sendung Günther Jauch stellte der ehem. Ministerpräsident B. Vogel den beiden Chefradakteuren (Bild u. Spiegel) die Frage. Weshalb betreiben Sie diese Hetzjagd überhaupt, denn rechtliche Verfehlungen können Sie dem Bundespräsidenten bis heute nicht vorwerfen? Die Herren eierten dann doch nur noch rum. B. Vogel legte noch eins drauf: Das dient doch nur der Erhöhung der Verkaufs- und Auflagezahlen Ihrer Zeitungen!
Die Herren hatten dem nichts entgegen zu setzen!! Also – deshalb drängt sich mir der Verdacht auf, hätten wir den Wulff nicht, hätten wir sicher ein journalistisches Winterloch.
Über den Werdgang unserer Einheitswährung ist derzeitig in der Presse sehr wenig nachzulesen. Das, was uns eigentlich Sorgen machen sollte, darüber schweigt der Blätterwald. Zur Person Wulff möchte ich hier nichts mehr anfügen. Da lehne ich mich als Parteilose an den Nussbaum. (bitte nicht falsch verstehen!)
In einem Beitrag zum Thema Wulff avisierte ich ja schon den kommenden Donnerstag ARD Panorama. Hier geht es um die Finanzierung der SPD, durch Herrn Maschmeier, im Wahlkampf um die Kanzlerschaft Schröder.
Gestern war im TV zu sehen, der Vorgang Axel Hilpert. Ihm wird Subventionsbetrug, Steuerhinterziehung, Untreue u.a.m. vorgeworfen. Dieser Herr H. hat schon für Herrn Schalk-Golodkowskie gearbeitet. Nach der Wende hat er von seinem redlich verdienten Geld die Hotelanlage Resort Schwielowsee gebaut. Eine 4 Sterne Hotelanlage in der sich u.a. Manfred Stolpe, Mathias Platzeck, Helmut Kohl und Siegmar Gabriel erholten. Ach – fast hätte ich es ja noch vergessen, Herr Hilpert war in der DDR IM Monika, ein Schelm, der Böses dabei denkt meint Paulinchen.
PS: wer sagte da doch was von Vorbildhaltung usw.?
Hagen von Tronje
10.01.2012, 21:02 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht zum Thema des Beitrags
Hagen von Tronje
12.01.2012, 22:13 Uhr
Bleib dir selber treu!
"Der Mann ist töricht, der die Menge der Freunde zählt. Ein Bündel Röhricht hilft dir nicht, wo ein Stab dir fehlt." (Friedrich Rückert, 1788-1866))
Sollten meine Parteifreunde aus Mangel an Stehvermögen Gefallen daran finden, den König zu köpfen oder die Fahne zu wechseln, weil es gerade Opportun erscheint, dann werfe ich den Fehdehandschuh. An diese Stelle wäre das politisches Fundament meiner wertkonservativen Grundhaltung am Boden zerstört. "Sagt Mutter, `s ist Uwe! (Nis Randers - von Otto Ernst, 1862- 1926)
Eckenblitz
13.01.2012, 13:29 Uhr
Skandal wird immer größer
Was sagen sie nun, die Verteidiger der Wulfffamilie? Schon wieder steht die Familie am Pranger, ich frage mich, wie lange dieser BP das Affentheater noch aufrecht erhalten will?
Diese Show schadet nicht nur die Wulff´s, nein es schadet dem DEUTSCHEN Volk. Das Ausland macht sich lustig, Ein wunder das die Kanzlerin immer noch an diesen Mann festhält, hat man vielleicht noch mehr zu verbergen?
Bei solchen Vorgängen muss man sich nicht wundern, dass das Volk die Politiker für Arrogant und Abgehoben hält?
Marie 2010
13.01.2012, 23:41 Uhr
Es ist gut so
Bild hin und her, aber die wühlen im Dreck! Wer nix am Stecken hat, denen können sie nix! Ich finde es gut, daß die Sache mit Wulff publik gemacht wurde! Jeder kann sich ja eine eigene Meinung bilden, wir werden nie wirklich dahinter schauen! Aber das wollen ja die Politiker sowieso nicht!
Wolfi65
14.01.2012, 09:22 Uhr
Die Opposition...
ist doch nicht besser! Die heute nach Rücktritt von Wulf und Co. schreien, würden doch im Moment der Macht nichts anderes machen, als sich selbst am sogenannten deutschen Volke bereichern.
Man muß doch schließlich für die saure Gurken Zeiten vorsorgen, denn man weiß ja nie, wie schnell Mann oder Frau wieder weg vom politischen Fenster ist.
Übrigens würde ich es in der heutigen Zeit nicht anders machen. Wenn mir Jemand etwas schenken will, dann soll er es doch machen. Wenn mir Jemand einen gut bezahlten Posten geben will, dann aber schnell her damit! Es hängt doch alles vom Geld ab.
Diese Gesellschaft heißt Geld und wieso sollte man sich mit diesem nicht eindecken? Ich kann den Wulf verstehen und bin sehr traurig, nicht auch so einen schönen Posten zu haben.
Retupmoc
16.01.2012, 09:45 Uhr
Geld und Macht
Gib einem Menschen viel Geld und er will noch mehr. Muss ich in ein Hotel einchecken, in dem die Nacht 400 Euro + kostet? Reicht es im Flieger nicht wie ein normaler Mensch zu fliegen. Muss es die Business Class mit Sekt und Kavier sein? Immer mehr, immmer mehr , immer mehr... und jetzt ist der Herr mit der feinen Dame auf die Nase gefallen. Und das ist gut so. (Er ist nicht der Einzige, das stimmt allerdings)
Herr Taft
16.01.2012, 11:31 Uhr
@RWE: wer hat - der kann
wer hat - hat allermeistens auch was dafür getan (Ausnahmen bestätigen die Regel). Wenn Sie könnten, dann würden Sie Ihren Lebensstandard auch erhöhen. Kein Grund auf solche, die eben können neidisch zu sein. Bevor Sie jetzt wieder gegen das System wettern: Leistung wird belohnt - jedenfalls war das mal so. Heute wird oft genug Nichtleistung besser bezahlt als Schichtdienst bei Schlecker...
Unser BP ist immerhin Jurist, hat dafür trotz schwieriger Familienverhältnisse lange Jahre studiert und pflegt nebenbei noch seine MS-kranke Mutter.
Retupmoc
16.01.2012, 12:23 Uhr
Widersprüche
Naja, niemand bestreitet, das Herr Wulff ein fähiger Rechtsanwalt bzw. Jurist ist. Sogesehen ist er nicht einmal die Ausnahme. Immerhin ist er mit 16 (im Jahre 1975) bereits in die CDU eingetreten. Und hat dann eine Politkarriere gemacht. Unter anderem so:
Als Oppositionsführer im niedersächsischen Landtag warf Wulff im Jahr 1999 dem damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Glogowski in einer Sponsoringaffäre vor, seine Unabhängigkeit und damit seine politische Handlungsfähigkeit verloren zu haben, so dass deshalb die Niederlegung des politischen Amts unvermeidlich wurde. Wulff ging nach dem Rücktritt von Glogowski noch weiter, indem er forderte, die Pension zu kürzen, mindestens aber das Übergangsgeld.
Was Ihre Meinung betrifft, ob ich meinen Lebenstandard erhöhen würde, wenn ich könnte - darauf ein klares Ja. Ob ich den mit sagen wir mal Krediten und Privaturlauben erhöhen würde, steht auf einem anderen Blatt. Nehmen Sie aber mal zum Beispiel unsere Kanzlerin. Die hat auch genügend Geld. Haben Sie von Frau Merkel schon mal etwas gehörtvon dubiosen Krediten? Außerdem urlaubt Frau Merkel, wie ein normaler Mensch auch in normalen Hotels. Also nicht mit 400 Euro pro Nacht. Nur mal so am Rande !
Und ja ich wettere gegen das System. Sie haben nämlich völlig Recht. Der Schichtdienstleistende (nicht nur bei Schlecker)ächzt unter Abgaben und Druck. Dieser Mann bzw. diese Frau leisten mehr als der BP. Vielleicht pflegt er bei 800 Euro Gehalt auch seine kranke Mutter? Können Sie nicht verstehen, wieso solch ein Mensch vom Glauben abfällt, wenn er feststellt das er für 2 Nächte in einem Hotel das der Herr Wulff besucht einen Monat arbeiten muß?
Wenn der BP jetzt abtritt hat er 200000 Euro im Jahr Anspruch. Vom Privatwagen mit Chauffeur rede ich nicht einmal. Natürlich gibt es Menschen, die dann neidisch sind. Ein normaler Jurist bekommt das nämlich auch nicht. Und weil der feine Herr W. den Hals nicht vollkriegen konnte (sicher war der Treiber dazu zwar seine Frau) ist er nun in dieser Situation.
In einer Situation in der - wie eingangs erwähnt - auch mal Herr Glogowski war. Damals hat Wulff seinen Rücktritt gefordert. Wenn dieser Mann Ehre hätte, wäre er schon lange zurückgetreten.
Herr Taft
16.01.2012, 13:09 Uhr
ein mal mehr...
...erklärend an RWE: Zitat aus meinem Posting:"Heute wird oft genug Nichtleistung besser bezahlt als Schichtdienst bei Schlecker..."
Bitte komplett lesen und nicht nur Auszüge benutzen und so den Inhalt aus dem Zusammenhang zu reißen.
Was Sie beschreiben vergleicht (einmal mehr) Äpfel mit Birnen: Klar bekommt ein Jurist - und ein Bundespräsident auch - mehr als eine Verkäuferin bei Schlecker. Worauf es mir ankam: Es gibt Menschen die mehr bekommen als die besagte Verkäuferin - und NICHTS dafür tun.
Im Übrigen kenne ich ganz normale, erfolgreiche Juristen, die sich über die 200 TEUR pro Jahr schlapp lachen...
Ich suche immernoch den Fehler, den Herr Wulff gemacht haben soll - außer jenem, keine Medienberater zu beschäftigen...
Retupmoc
16.01.2012, 14:19 Uhr
Beispiel
Hier einer der Fehler :
Alles spricht dafür dass Wulff durch die Entgegennahme dieses Kredits während seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident gegen das Verbot verstoßen hat, Geschenke in Bezug auf sein Amt anzunehmen.Das Geschenk bestand in der Hinnahme des zinsgünstigen Kredits der Familie Geerkens. Dieser Bezug auf das Amt wurde durch die dann erfolgte wiederholte Mitnahme des Herrn Geerkens zu Auslandsreisen des Ministerpräsidenten hergestellt. Dabei sind diese Fahrten in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der Zusage des Kredits und seiner Gewährung zu sehen.
Fazit: Es gab ein Verbot Geschenke anzunehmen. Und in diesem Zusammenhang weise ich nochmals auf die Sache mit Herrn Glogowski im Jahre 1999 hin. Damals forderte Wulff als Oppositionsführer ( natürlich ) dessen Rücktritt. Ich bin nur für gleiches Recht für Alle. Weil sich das in einer Demokratie gehört.
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Anmerkung: Die Diskussion ist hiermit zu Herrn Wulff beendet.
Hagen von Tronje
16.01.2012, 22:37 Uhr
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