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nnz-Forum: Lug und Trug

Donnerstag, 05. Januar 2012, 19:07 Uhr
Mit der "Affäre Wulff" beschäftigt sich auch ein Leser der nnz und zieht Parallelen zu anderen Polit-Personen...


Was soll man dazu noch sagen. Von vielen Politikern wird das Volk nur belogen, ja man kann schon sagen, wir werden regelrecht betrogen. Auffallend sind immer wieder hochrangige Politiker der zwei christlichen Parteien CDU bzw. CSU.

Da haben wir den Herrn Guttenberg mit seinem Betrug bei der Doktorarbeit. Bis zum bitteren Ende hat er gelogen und zum Schluss verhöhnt er seine Widersacher auch in seinem Buch, welches er geschrieben haben will. Ich selber bezweifle allerdings, dass er das Buch selber geschrieben hat. Kaum ist etwas Zeit vergangen und schon rufen namhafte Politiker, er möchte doch in die Politik zurückkommen. Moral zählt bei Politikern nicht allzu viel.

Dann kommt der Bundespräsident von der Schwesterpartei CDU und verarscht seine Politkollegen und das gesamte Volk. Als die Presse mit dem moralischen Vergehen des Bundespräsidenten an die Öffentlichkeit geht, bekommen verschiedene Blätter laut Presseberichten Drohanrufe vom Präsidenten.

Zu einem Interview vor der Freien Presse war der Präsident nicht bereit. Dazu fehlt ihm der Mut. Nachdem der Druck zu groß wird, lässt er sich zu einem Interview mit ausgewählten Journalisten und Fernsehsendern herab. Dabei handelt es sich um die beiden Staatssender ARD und ZDF.

Ich habe mir Teile davon angesehen, musste dann aber abschalten, soviel dummes Gerede, habe ich selten gehört. Ich hatte den Eindruck, dass ganze Interviewe ist eine gut inszenierte Show. Den Mut den Freien Journalisten Rede und Antwort zu stehen hat der Präsident nicht. Genau das gibt dem Ganzen ein zwielichtiges Ansehen.

Allein das zeigt uns, wie die großen Politiker zu der Öffentlichkeit stehen. Der Mann will zum Volk sprechen, aber niemand will ihn hören. In Umfragen heißt es zwar, 75% der Bürger stehen hinter dem Präsidenten. Ich kenne allerdings Umfragen die lauten genau umgekehrt, man sollte deshalb immer hinsehen, wer solch Umfragen veröffentlicht.

Es sollte auch einmal erwähnt werden, dass der Bundespräsident nicht vom Volk gewählt werden kann. Das ist den Bundestagsabgeordneten vorenthalten. Im Klartext heißt das rund 600 Abgeordnete haben die Möglichkeit zu wählen. Wenn wir das einmal hochrechnen dürfen 0,00075% der Bevölkerung entscheiden wer Präsident wird. Zu bedenken wäre noch das der Präsident nicht von allen Abgeordneten gewählt wird, drückt das die Prozente noch einmal.

Wie man von der Regierungsbank hört sind sie mit dem Interview sehr zufrieden und möchten nun alles an Acta legen, ja wenn da nicht die Journalisten, Opposition und die Bürger wären. Die Kanzlerin ist voll zufrieden, das kann ja auch nicht anders sein. Sie ist doch in der DDR groß geworden und hatte dort den Posten der Agitpropchefin der FDJ, bei einer hochgestellten Uni inne. Da hat sie das Täuschen der Bürger aus dem Effeff gelernt.

Wie sagt doch der Präsident!“ Ich habe gegen kein Gesetz verstoßen und deshalb bleibe ich im Amt:“ Da mag er Recht haben, denn das Wort Moral kommt bei den Christdemokraten anscheinend nicht vor, oder? Von anderen kann und muss man sie allerdings verlangen, selber aber steht man über den Dingen, oder wie?

Es stellt sich die Frage, fals der Mann keine Fehler gemacht hat, wieso räumt er dann schwere Fehler ein? Warum stellt er sich nicht den ganzen öffentlichen Medien? Wurden die Sender und Kommentatoren speziell ausgewählt, um der Bevölkerung eine gut inszenierte Show zu liefern. Man muss sich nur ansehen, wer in den Aufsichtsräte der beiden Sender sitzt, dann erübrigt sich jede Frage, oder?

Als Letztes stelle ich die Fragen, benötigen wir einen Bundespräsidenten, der nur von einer Handvoll eingeschworener Politiker gewählt wurde? Die letzte Wahl zum Präsidenten zeigt ja wie so etwas abgeht.
Harald Buntfuß, Nordhausen
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Autor: nnz

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