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Di, 07:01 Uhr
11.10.2011

nnz-Forum: Leiden unter Merkel

Was ist Demokratie, was demokratisch? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Leser der nnz in Forum. Und er hat auch eine passende Antwort - in Form einer Karikatur...


Ja, so muss man es leider schon sagen, viele leiden unter der Regierung Merkel und ihrer Vasallen. Ja das eigenständige Denken und Handeln wird ja dem Politiker der ihr dient nicht unbedingt gestattet, wie der Vorfall „Pofalla, Bosbach“ wieder einmal sehr deutlich macht, oder? Das sei aber nur am Rande erwähnt.

Karikatur (Foto: H. Buntfuß) Karikatur (Foto: H. Buntfuß)

Mein eigentlicher Anlass, diesen Artikel im Forum der nnz zu schreiben, ist der Artikel, „Situation in Nordhausen noch prekärer“. Der Artikel zeigt einmal mehr auf, wie sich das Verhältnis zwischen dem „Arbeitgeber“ wie sie sich gerne nennen und den „Arbeitnehmern (Sklaven), wie sie genannt werden, zusehend verschlechtert, oder habe ich den Artikel falsch gelesen? Auf den Artikel möchte ich nicht weiter eingehen, den kann jeder im Archiv der nnz nachlesen.

Mir geht es um die Ansichten einiger Kommentarschreiber. Wir leben ja angeblich in einer „Demokratie“ und da kann jeder sagen und schreiben, was er will, aber er hat sich an bestimmte Regeln zu halten. Nun könnte ich sagen, er hat sich an demokratische Regeln zu halten, dass ist aber leider nicht immer der Fall. In Deutschland bestimmen die jeweiligen Machthaber auf den verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Ebenen, was der Eine oder Andere sagen oder schreiben darf, ala „DDR“oder?

So wie es aussieht, halten sich die Machthaber, genauso wie einige Schreiberlinge, nicht immer genau daran, die ganze Wahrheit zu verkünden. Da werden Nachrichten schon mal etwas abgeändert, oder werden überhaupt nicht gesendet oder erst dann, wenn der Druck zu groß ist. (siehe Proteste Amerika). Zahlen werden im Sinne der Regierenden geschönt, (Arbeitslosenzahlen).

In Talkshows kommen nur bestimmte Personen zu Wort und Jeder der eine andere Meinung vertritt, wird mit gemeinsamen „Attacken“ nieder gemacht, man gaukelt dem Volk eine heile Welt vor. Hinter den Kulissen bereitet man den Ernstfall vor, ich erinnere nur an die Terrorgesetze von Schäuble. (Überwachung bis ins Schlafzimmer).

Da gibt es Personen die verlangen, dass man das Geschehen rund um die Arbeitsplätze, der Wirtschaft überlassen solle, der Markt würde das schon regeln. Wie der Markt das regelt sehen wir ja, mit Entlassungen und anderen Mitteln, zu denen ich lieber schweige, es könnte mir falsch ausgelegt werden.

Ex-Kanzler Schröder, dem wir genau genommen diesen Zustand erst zu verdanken haben, meldet sich auch wieder zu Wort. War es nicht Schröder, der das gesamte Fachpersonal aus der politischen Ebene verbannt hat und an ihrer Stelle die Wirtschaft eingebunden hat und von ihnen die Gesetze ausarbeiten ließ? (Hartz-IV) War es nicht Schröder und seine Handlanger, die es den Heuschrecken ermöglichten, in Deutschland eine Art Ausverkauf zu veranstalten? War es nicht die Ära Schröder, die für den sozialen und wirtschaftlichen Bergrutsch gesorgt hat?

Und genau jetzt, wo nicht nur Deutschland sondern ganz Europa den Bach runter geht, meldet sich dieser abgetakelte Kanzler in der „Financial Times“ zu Wort. Schröder fordert einen „intelligenten“ Schuldenschnitt für Griechenland. Er legt eine neue Agenda vor, als Agenda 2012 will er seine enormen Ideen verkaufen. Was aus seiner letzten Agenda geworden ist, können wir heute LIVE erleben. Den Reichen und Superreichen wurden diverse Steuer- und andere Geschenke gemacht, die von den Kürzungen bei dem gemeinen Volk bezahlt werden, nicht wahr? Genau das wird dann in Griechenland geschehen, wenn man den Gedanken Schröders aufnehmen sollte.

Schröder verlangt weiter, „die EU-Führer sollen sich nicht von den Märkten treiben lassen.“ Ist das nicht kurios, so etwas von Schröder zu hören? Wie sagte man doch, der Kanzler der Bosse, oder? Noch so eine Kuriosität: Frau Merkel wird nicht müde dem Volk zu predigen, dass man sparen müsse und im gleichem Atemzug erhöht sie den Beamten Richtern und Soldaten das Weihnachtsgeld, dass entspricht einer Lohnerhöhung über zwei Prozent. Schauen sie einmal genau hin, wem sie das Geld zuschiebt, genau jenen Leuten, die sie im Ernstfall am dringendsten benötigt, um das Volk unter Kontrolle zu halten, oder?

Heute gibt es mal kein Zitat, sondern einen Ausspruch von Schäuble zu der Gewissensfrage. „So sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Angesprochen auf Röslers Gedankenspiele formulierte er: "Denkverbote sind zutiefst freiheitswidrig. Aber das Gegenteil von Denkverboten sind nicht unbedingt Redegebote." Dazu gibt es nichts mehr zu sagen.
Harald Buntfuß
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Kommentare
Herr Taft
11.10.2011, 08.51 Uhr
Danke, Herr Buntfuss
damit gießen Sie Öl ins Feuer. Was ist das Hauptproblem in Deutschland ?
Die Arbeitslosigkeit ? Nein !
Die Zuwanderung ? Nein !
Die Demografie ? JA !

Kanzler Schröder hatte erkannt, dass es in absehbarer Zeit unmöglich sein wird, sich das zu seiner Zeit immer weiter ausufernde Sozialsystem zu leisten, da es immer weniger Menschen gibt, die tatsächlich etwas erwirtschaften. Geld muss erstmal verdient werden, bevor man es ausgeben kann.

In der Vergangenheit ist vieles falsch gelaufen. Die Vereinfachung des Steuersystems, der Bürokratieabbau, die Rentenreform, die Arbeitsmarktreform und die Krankenkassenreform - es wurde vieles verschlampt oder verlor seine Wirkung zwischen zu vielen Kompromissen. Im Übrigen gingen die Anstöße zu diesen notwendigen Anpassungen alle von der Ära Schröder aus. Allein es fehlte die Macht und die Durchsetzungsstärke zur Umsetzung.

Ziel der gesamten Reformerei war eine Verschlankung der Strukturen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und eine Umverteilung der Verantwortung vom Staat zum Bürger. Nicht wundern, Herr Buntfuß - in der freiheitlichen Demokratie trägt jeder selbst Verantwortung für sich...darin liegt ja gerade die Freiheit.

Sie zweifeln in Ihrem Artikel die Objektivität der Berichterstattung in den Medien an. Da bin ich bei Ihnen. Dummerweise machen Sie es auch nicht anders.

Es ist leicht, dem bekannten Publikum genau das zu erzählen, was sie hören wollen, Klischees zu bedienen und Empörung zu fördern, in dem man nicht alles sagt.

Die Beamten und Richter bekommen mehr Geld ? Schön für sie, warum auch nicht ?Wenn Ihnen jemand das Weihnachtsgeld erhöhen würde, hätten Sie bestimmt auch nichts dagegen - selbst wenn Ihre Firma nächste Woche pleite geht. Haben Sie sich mal die Gehaltsentwicklung der letzten 10 Jahre im öffentlichen Dienst angesehen - und mit der der Privatwirtschaft verglichen ? Offensichtlich nicht ! Deutschland ist von der Günstlings-wirtschaft weit entfernt, die zwischen Ihren Zeilen anklingt.

Das was hier immer wieder gewollt wird hat mit Demokratie nichts zutun. Wenn jeder über alles mitentscheiden will dann haben wir Anarchie - das absolute Nichtanerkennen von Hierarchien.

Es ist richtig, dass in diesem Land nicht alles perfekt ist - das ist es aber nirgendwo und schon gar nicht für jeden. In einer Gesellschaft die aus mehr als einem Individuum besteht ist ein gemeinsames Leben nur erträglich möglich, wenn Kompromisse eingegangen und auch akzeptiert werden. Dabei ist ein "Guck mal, der hat einen Keks mehr als ich" mehr als kontraproduktiv.

Wie groß kann denn das Leiden unter Merkel sein ? Deutschland ist als die einzige nennenswerte Industrienation gestärkt und halbwegs unbeschadet aus der Krise 2008/09 hervorgegangen. Das war kein Wunder, sondern genau den Gesetzen geschuldet, die den Arbeitsmarkt flexibler gemacht haben. Ich möchte nicht wissen, wieviele Millionen Menschen ohne die Zeitarbeitsregelungen, ohne Überbrückungsgelder oder Kurzarbeit tatsächlich hätten unter die Brücke ziehen müssen.
Wolfi65
11.10.2011, 11.40 Uhr
Ja wenn...
das Problem nicht die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist, sondern die alternde Gesellschaft(mehr Rentner wie Arbeiter)müßte man doch den Focus auf das Gesundheitswesen richten. Da wird mit aller Macht versucht Leben zu Retten und zu erhalten.

Dadurch wird ein alter Mensch bis zum Schluß in den Sozialkassen gehalten. Man sollte mich nicht falsch verstehen und ich hoffe dass der Herr Altbundeskanzler Schröder ein noch langes Leben hat.
Man sollte aber nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt.

Sollen die Normalbürger in Deutschland jetzt vorzeitig abdanken, damit die Kassen wieder im Lot sind?
Ich behaupte nein!

Der Grund liegt in der Massenarbeitslosigkeit und in Mini- und Dumpinglöhnen, welche dazu führen, dass keinen"Anständigen" Beiträge in die Kassen kommen. Alles andere ist kalter Kaffee.

Ich würde auch liebend gerne wieder Geld verdienen und in die Kassen einzahlen, wie es sich für einen Mann mit 45 Jahren gehört, aber man lässt mich nicht. Keine Arbeit oder nur angedachte Frechheiten, wo man noch Geld mitbringen kann.

Auch Montagearbeiten werden immer schwieriger, da die Bundesregierung es den Pendlern nicht gerade einfach macht. Jetzt wird zu den X-ten Stufen der Ökoreform, welche den Kraftstoff ohnehin schon teuer gemacht haben, auch noch über eine PKW Maut nachgedacht.

Wo soll das denn noch hinführen und wer soll das noch bezahlen? Sogenannte Löhne, welche im Wettbewerb stehen, geben das auf keinen Fall mehr her! Im Gegenteil wird immer mehr ausgelotet, in wieweit man den kleinen Mann noch belasten kann.

Ich bin der Meinung, dass die Schmerzgrenze nicht nur erreicht ist, sondern bereits überschritten wurde.
Mit wirtschaftlichen Gruß
Herr Taft
11.10.2011, 12.39 Uhr
nicht Ursache und Wirkung verwechseln
kein Chat, sondern eine Ergänzung zu meinem vorherigen Kommentar. Danke Wolfi, ich hatte es eben nicht ausgeführt: Die Überalterung der Gesellschaft und die Folgen daraus (wichtigeres Gesundheitswesen, Rente mit 67, steigende Kosten) sind das Ergebnis, nicht die Ursache.

Die Ursachen liegen, wie eben ausgeführt, in der wegen des Sozialsystems teuren Arbeit (weswegen es weniger reguläre und mehr atypische Arbeitsplätze gibt) und darüber hinaus in einer verfehlten Familienpolitik - das merkt jeder, der in Lohn und Brot ist und Kinder hat. Das Atomausstieg (ein deutscher Alleingang übrigens) und Ökoreform das wirtschaftliche Dilemma zusätzlich verschärfen liegt auf der Hand.

Wobei Beides auch sein Gutes hat: Er zwingt die Wirtschaft zur Innovation und schafft somit Arbeitsplätze - wenn die Chinesen nicht einmal mehr schneller sind.

Zum Glück gibt es noch Länder und Regionen (auch in Deutschland) wo die Arbeitskraft dringend benötigt und dem entsprechend geschätzt wird. Freunde von mir sind nach Norwegen, die Schweiz und nach Süddeutschland ausgewandert und haben es nicht bereut...

Jedem Regionalstolz zum Trotz - wenn man hier nicht leben kann, muss man eben gehen...
Wolfi65
11.10.2011, 16.00 Uhr
Bedauerlicherweise...
wird das Thema eines Wohnortwechsels meistens von Leuten angeführt, welche nicht im geringsten sich dieser Problematik bewusst sind. Allein die Tatsache, einen Arbeitsplatz hinterher zu fahren, kann ein lebenslanges Zigeunerleben nach sich ziehen.

Wer Frau und Kinder hat, kann ein Lied davon singen. Nationalstolz und dergleichen hat nichts damit zutun. Heute München und Morgen Hamburg kann nicht die Lösung sein. Mobilitätsbereitschaft sollte nicht mit Dummheit verwechselt werden.

Da ich diese Umstände alle schon selbst am eigenen Leib über Jahre hin erleben mußte, bleibe ich jetzt in Thueringen.
Mal abwarten, was sich in der Demokratie noch alles tut?

PS:Jeder Montagearbeiter und Pendler hat mein volles Mitgefühl.
Trixie Kuntze
11.10.2011, 18.27 Uhr
Ein sehr Gut
Der Artikel sagt aus, was viele im Stillen denken, aber nicht den Mut haben sich zu äußern. Das sich ein Herr Schröder überhaupt traut sich politisch zu äußern, halte ich für falsch. Schauen wir uns nur an was er in seiner siebenjährigen Amtszeit geleistet hat. Er hat das Volk an den Abgrund geführt. Viele sagen ja er hat es nur mit der Wirtschaft gehalten, daher auch der Ausspruch -Kanzler der Bosse-

Nunja er kommt eben aus der „SPD“ die es mit ihren Wahlversprechen nie so genau nehmen. Beispiele muss ich wohl nicht erst aufführen. Schröder und seine Agenda haben uns doch zur genüge gezeigt, wie diese Partei tickt. Nicht umsonst musste ein Schröder vorzeitig abdanken.
Es zeigt einmal, dass man keinen Politiker trauen kann. Bei Schröder hatte man immer das Gefühl, er nutzt sein Amt nur dazu um später gut abgesichert zu sei, welches er ja geschafft hat.

Ein Wort sei mir noch gestattet. Nussbaum schreibt: „zweifeln in Ihrem Artikel die Objektivität der Berichterstattung in den Medien an. Da bin ich bei Ihnen. Dummerweise machen Sie es auch nicht anders.“ Dazu möchte ich sagen Herr Buntfuß betreibt keine Nachrichtenstation, die noch dazu im Staatsdienst steht, wie zum Beispiel Phoenix. Die Nachrichtendienste sollten eigentlich nur die Wahrheit vermitteln, welches sie nicht immer korrekt machen.

Genau das ist der Unterschied: Herr Buntfuß teilt nur seine Meinung mit, auch wenn sie einigen nicht passt, aber es ist eben nur seine Meinung. Ein Nachrichtendienst sollte die Bevölkerung aufklären und darüber berichten, was in der Welt oder im eigenen Land so geschieht. Dabei sollte er unbedingt bei der absoluten Wahrheit bleiben und man sollte auch nicht vergessen über etwas zu berichten, auch wenn es verschiedenen Leuten nicht genehm ist. Weiter so Herr Buntfuß!
Herr Taft
11.10.2011, 19.29 Uhr
@wolfi - in eigener Sache
eine Anmerkung zu Wolfis Einlassung bezüglich meiner Einstellung zum Wohnortwechsel sei mir gestattet: Ich beschäftige mich gerade sehr intensiv mit eben dieser Thematik. Auch ich habe Familie und werde aller Voraussicht nach Thüringen und vielleicht sogar Deutschland verlassen, weil ich mit der hiesigen Arbeitgebermentalität nicht mehr zurechtkommen will - schweren Herzens allerdings.

Mit Zigeunerleben hat das nichts zutun. Man ändert eben seinen Standort und verschafft sich so eine bessere Ausgangsposition - ähnlich wie beim Fußball ;-) oder Schach - im Übrigen kann man die Familie durchaus mitnehmen...

Nicht jeder Job ist eine Montagearbeit. Im Bekanntenkreis habe ich Wochenpendler über Zeitarbeit, Montagearbeiter in Festanstellung, Kleinunternehmer, Freiberufler, ganz normale Angestellte und auch Langzeitarbeitslose. Jeder hat seine eigene Geschichte und seine eigenen Probleme in der jeweiligen Situation und keiner von ihnen ist wirklich zufrieden. Aber keiner von ihnen tut irgendwas dafür, dass es besser wird. Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, wenigstens den Versuch zu starten und nicht aus der Angst vor Veränderung in Trübsal zu versinken.

Man kann jahrelang über die Dinge, die einen stören im Forum schreiben oder mit dem Finger auf alle die zeigen, die sich nicht "politisch korrekt" verhalten. Irgendwann muss man die Konsequenz daraus ziehen. Tut man es nicht, darf man sich aber auch nicht über sein - dann selbst gewähltes - Los beschweren.
Trixie Kuntze
11.10.2011, 21.52 Uhr
Es stimmt,
unserem Politikern ist das Volk, wenn es nicht gerade um Wahlen geht sch...egal. Hauptsache ihr Posten und Kontostand stimmen. Dass Sie Herr / Frau nussbaum das Land verlassen wollen kann ich verstehen.

Es hat aber auch nicht jeder die Möglichkeit, dieses umzusetzen. Mancheiner hat hier Eltern, die er pflegen muss, bei anderen sind es die Kinder, wieder andere sind mit 63 Jahren zu alt um das Land zu verlassen. Auswandern ist leicht gesagt, aber da muss auch alles stimmen und das ist in den meisten Fällen auch nicht der Fall!

Ich kenne Personen, die ausgewandert sind und nach einiger Zeit sehr reumütig zurückgekehrt sind.
Frankledig
11.10.2011, 22.41 Uhr
Wohnortwechsel
Habe selbst einen Sohn, der 500 Kilometer seiner Arbeit hinterher fahren mußte...eine Strecke.

Montags hin, Freitags, manchmal erst Samstags zurück. Sind dann irgendwann dahin gezogen. Verdienen ihr Geld. Aber Geld allein macht nicht glücklich. Sie überlegen ob sie nicht wieder her ziehen. Die Familie und die ganze Bindung fehlen eben.
Mister X
12.10.2011, 21.20 Uhr
Ins Ausland
Ich vertrete auch die Meinung, dass unseren Politikern völlig egal ist, was aus Deutschland einmal wird. Sie haben ja ihren Lebensunterhalt abgesichert, soweit sie nicht größenwahnsinnig geworden sind.

Dass ihnen das "Gemeine Volk" völlig schnuppe ist sieht man schon daran, was sie für die Bildung über haben. Ich kenne die Nordhäuser Fachhochschule und muss sagen, es ist nicht alles so rosarot, wie es die Politiker und Schulleitung gern in der Öffentlichkeit darstellen.

Das Nordhäuser Herder-Gymnasium lässt grüßen. Um die Fachhochschule ist es mit den Lehrkräften auch nicht so gut bestellt. Zu den Nachrichten muss ich sagen, dass ich auch kein Vertrauen zu den deutschen Nachrichtenagenturen habe. Meine Nachrichten beziehe ich aus dem Netz und da kann ich wählen zwischen den Agenturen. Da suche ich mir die aus, die ich für glaubwürdig halte und die deutschen zählen nun mal nicht dazu.

Wenn in unserem Land ein Anschlag verübt wird, frage ich mich immer, wie viel Anteile die so genannten V-Leute daran haben. Mir ist noch gut die Sprengung der Gefängnismauer von Celle in Erinnerung. „Wurde damals nicht die Meldung laut, daß der Bombenanschlag auf die Mauer des Gefängnisses in Celle von bundesdeutschen Sicherheitsbehörden verübt worden war?

Auswandern ins Ausland ist auch so ein Thema. Auf der eine Seite heißt es, uns fehlen Fachkräfte und auf der anderen verlangt man das Arbeitsplätze auch im Ausland zumutbar sind. Kann mir das jemand erklären. Ich kenne Personen die ins Ausland gegangen sind, um dort zu arbeiten. Es geschah, dass der „ARBEITGEBER“ nicht pünktlich zahlte und auch keine Abgaben für Kranken-, Rentenkasse usw. getätigt wurden. Als er sich dann an die deutschen Ämter wandte, bekam er Null Unterstützung. Die Ausreden die man in so einem Fall zuhören bekommt, kann man hier nicht aufzählen, es wäre ein Roman für sich.

Aber warum sollen wir uns Sorgen machen, Frau Merkel und ihr überragendes Wissen über Finanz- und Wirtschaftsangelegenheiten werden uns schon retten. Was stört es da, dass immer mehr Experten vor dem Kurs der Politiker warnen. Es ist nicht mehr ausgeschlossen, dass man Griechenland und andere in die Pleite trudeln lässt.

Zum Schluss noch eine Meldung.
Berlin: (hib/CHE) Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat im Jahr 2010 insgesamt 2.219 und vom 1. Januar bis 30. Juni 2011 bisher 2.306 Betriebsprüfungen bei Leiharbeitsfirmen durchgeführt. Im Jahr 2010 stellte die BA in 1.568 Fällen Verstöße gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz fest und verhängte Geldbußen über insgesamt 86.625 Euro. Im ersten Halbjahr 2011 waren es 784 Verstöße und Geldbußen von bisher 33.790 Euro.
Retupmoc
17.10.2011, 08.04 Uhr
Leiden unter uns selbst
Der Frau Dr. Merkel das alles in die Schuhe zu schieben ist einfach zu billig. Sicherlich hat Sie viele Jahre lang den Atem des Sozialismus eingehaucht bekommen und Sie war als glühende Verfechterin der Freien Deutschen Jugend vielerlei Fehlinformationen ausgesetzt, die nun auf Ihre Regierungsarbeit zu Buche schlagen.

Aber Schuld am Leiden haben doch die Menschen selbst ! Wer hat denn Frau Merkel ein zweites Mal gewählt, obwohl man wusste das diese Frau von Wirtshaft und Regierung Null Ahnung hat. Und wer hat die Lobbypartei gewählt, die Möwenpick die Kohle in den Rachen rammelt? Und dem einfachen Arbeiter dafür das Geld aus der Tasche zieht?

Sie haben zwar in allem Recht Herr Buntfuß, aber der Schuldige an dieser Misere ist einzig und allein der Wähler.
TeeEff
17.10.2011, 10.53 Uhr
Viel zu abschreckende Strafe!
"Im Jahr 2010 stellte die BA in 1.568 Fällen Verstöße gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz fest und verhängte Geldbußen über insgesamt 86.625 Euro."

Also im Schnitt volle 55,25 EUR Geldbuße. Ich bin entsetzt über die unmenschliche Höhe der Strafe, die moderne Sklavenhaltern zugemutet wird! Die machen doch schließlich nur ihren Job und wollen ihr Anrecht auf maximalen Profit durch optimale Ausbeutung wahrnehmen...
Harzer_Wolf
17.10.2011, 12.32 Uhr
Vorbildlich
Sehr geerther @ TeeEff... wollte grad selbst dazu schreiben, das die Strafen lachhaft sind. Danke das Sie das ausgerechnet haben und den Leuten mitteilen was Fakt ist. Zu diesem Thema empfehle ich übrigens heute allen:

Entweder Broder - Die Deutschland-Safari! (5) in der ARD (leider erst 23:30 Uhr versteckt, damit es möglichst wenige Leute sehen). In der Sendung werden übrigens auch das Arbeitsamt Nordhausen und der LIFT auftreten (naja sie trauen sich dann doch nicht selbst aufzutreten). Aber schauen Sie einfach selbst.
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