eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 14:00 Uhr
25.07.2011

Tafel-Zuschuss

Rund 18.000 Essenspenden hat der Verein „Nordhäuser Tafel“ im vergangenen Jahr an Bedürftige im gesamten Landkreis Nordhausen ausgegeben. Das kostet Geld, Geld, das zum Beispiel von der Stadtverwaltung Nordhausen kommt...

Scheck übergeben (Foto: P. Grabe) Scheck übergeben (Foto: P. Grabe)

Darunter waren 5.600 Spenden für Kinder. Darüber hinaus haben 6.800 Menschen die Suppenküche der Tafel besucht, das erklärte jetzt die Vorsitzende der „Nordhäuser Tafel“, Helga Rathnau. Anlass war der Besuch von Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD), der den Scheck mit derm städtischen Zuschuss von 23.000 Euro an Frau Rathnau übergab.

Im Gegensatz zu anderen Städten sei in Nordhausen die Bereitschaft sehr hoch, die „Tafel“ mit überschüssigen Lebensmitteln zu versorgen, so Helga Rathnau. „Das beginnt bei den vielen kleineren Bäckern und Fleischern, Gärtnereien bzw. Hobby-Gärtnern aus der Region und reicht bis zum Supermarkt sowie einigen Discountern. Für diese Bereitschaft zum Geben sind wir sehr dankbar.“

Dankbar sei sie auch den Stadträten, die den erhöhten 23.000-Euro-Zuschuss für das Jahr 2011 bewilligt hätten. „Denn trotz der hohen Spendenbereitschaft könnten wir ohne den Zuschuss nicht weitermachen, da schließlich auch Mitarbeiter bezahlt, Fahrzeuge und Technik unterhalten werden müssen“, so Frau Rathnau weiter. In den vergangenen Jahren hatte die Stadt Nordhausen bereits immer einen Zuschuss von 15.000 Euro gezahlt, in diesem Jahr wurde der Betrag aufgestockt, da der als Sozialträger zuständige Landkreis einen höheren Zuschuss abgelehnt hatte.

Bürgermeister Matthias Jendricke betonte, dass die Stadt Nordhausen als einzige Kommune im Landkreis die Tafel von Beginn an finanziell unterstützt habe und lobte zugleich das Engagement der Mitarbeiter der „Nordhäuser Tafel“ und der inzwischen 70-jährigen Helga Rathnau als Vorsitzende, die die Tafel mit ins Leben gerufen habe.

„Zwar beklagen zu Recht viele Menschen, dass es in einem so reichen Land wie Deutschland überhaupt Tafeln geben muss. Aber in der Kommunalpolitik hilft das Beklagen nicht weiter, denn am Ende zählt nur, dass man mit seinen Möglichkeiten den Menschen direkt hilft“, so Jendricke abschließend.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Wolfi65
25.07.2011, 14:44 Uhr
Es ist wieder Zeit...
sich mit Spenden und Suppenküchen für das arme Volk in das rechte Licht zu setzen.
Trotz niedriger Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Aufschwunges geht es in diesem "reichen" Land sehr vielen finanziell schlecht.

Da ist es ab und zu von Nöten, sich vor einer Sozialstation und einer Kamera ablichten zu lassen. Vielleicht kann der Eine oder Andere Politiker Sympatien beim Volke erzielen.

Arbeitsplätze von denen die Menschen ihren Lebensunterhalt betreiten können, wären viel viel besser Herr Jendricke. Allein die Agenda 2010 unter Rot - Grün hat viele Leute in die Suppenküchen getrieben. Aber man selber hat ja alles im Leben richtig gemacht und da ist so ein Check eine Selbstbestätigung.

Die Anderen hätten in der Schule auch ein bisschen besser aufpassen können.Dann wären diese nicht in die Unterschicht gefallen und müssten nicht von Almosen leben. So ist das eben in der sozialen Marktwirtschaft. Hammer oder Amboss sein.
Left of Life
25.07.2011, 21:02 Uhr
Die Ursache der Armut
In einem Punkt hat Wolfi65 Recht. Man kann so herrlich einfach Eigenwerbung mit den Tafeln und somit mit der rapide wachsenden Armut in Deutschland machen. Ein Lächeln vor der Kamera mit einem Scheck in der Hand ist immer etwas Feines.

Wie entsetzlich die Tatsache ist, dass die Tafel auch in Nordhausen wichtig ist, wird wieder einmal geflissentlich übersehen. Kein Lokalpolitiker hält es anscheinend für nötig, die tatsächlichen Ursachen der Armut zu bekämpfen.

Sie sehen es wohl genauso, wie Wolfi65. Und sie liegen damit völlig daneben, denn die Ursache der wachsenden Armut ist eben nicht der Mangel an Bildung. Zu den Hartz IV Opfern zählen immer mehr gut Ausgebildete und auch Akademiker. Aber das dumme Vorurteil vom blöden und ungebildeten Hartz IV Opfer hat sich ganz im Sinne dieser Zeitung mit den großen Buchstaben durchgesetzt.

Solange man auf diese minderwertige Propaganda hört, wird sich in diesem Land nichts ändern. Im Gegenteil. Die Armut wird ganz im Sinne des Neoliberalismus und seinen Ministern wachsen und die Tafeln werden sich weiterhin feiern können, anstatt die Armut real zu bekämpfen.
Traurig!
Madame-Cherie
25.07.2011, 23:37 Uhr
Ursache und Wirkung
Herr Jendricke,
ich weiß wie nötig die Tafeln sind. Leider! Ich weiß aber auch, warum die Tafeln nötig geworden sind!

Es liegt an der unsozialen Politik, die u.a
- ein menschenverachtendes Hartz IV Gesetz weiterhin für Verfassungskonform hält
- eine 5 Euro-Regelsatz-Erhöhung billigt
- Hungerlöhne rechtfertigt mit dem Argument, dass ein Mindestlohn zu noch mehr Arbeitslosigkeit führt
- Rentner immer mehr Nullrunden zumutet
- die politisch gewollte Ausweitung des Niedriglohnsektors vorantreibt
- Leiharbeit mittlerweile als Erfolg und Beschäftigungsboom deklariert
- eine 3 Klassenmedizin zu verantworten hat

Vor allem aber man es weiterhin für richtig hält, die oberen Einkommen zu entlasten und die unteren zu belasten. Ja, was erwartet man dann?

Noch eine Frage Herr Jendricke. Warum eigentlich gibt es in unserer Stadt immer noch keinen Mietspiegel für die von Hartz IV Gebeutelten, der auch an die tatsächlichen Situationen angepasst ist? Versprochen ist er doch schon lange, oder? Nur allein das diskutieren um einen Mietspiegel bringt uns leider nicht weiter.

Oder ist es etwa gewollt, dass noch mehr Menschen aus dem Regelsatz ihre übersteigende Miete abzwacken und man sie so in die Armut und zu den Tafeln treibt?

Nein, Herr Jendricke, das beklagen hilft nicht weiter. Solange aber die Politik nicht endlich aus ihren gravierenden Fehlern der vergangenen Jahre lernt, werden weitaus mehr Tafeln gebraucht werden und sie werden noch weitere Checks benötigen, um den Boom auf die Tafeln zu bewältigen.
Sissi
26.07.2011, 09:58 Uhr
Es ist schon schlimm genug
Das es Tafeln und Suppenküchen gibt, in so einem reichen Land wie Deutschand ist, dürfte es gar keine Armut, und Tafeln geben.
Momentmal
26.07.2011, 15:05 Uhr
reiches Land ?
Wer sagt,daß D ein reiches Land ist ?
Dafür ist unsere Bevölkerung zu groß und verschiedenst sozial strukturiert.
Reiche Länder in Europa haben weniger Einwohner : Luxemburg,Niederlande,Finland,Dänemark usw.
Und : Wer heute die Tafel aufgrund seiner Lage benötigt,hat vl irgendwann in seinem Leben,nicht heute,vl vor 5, 10 oder 15 Jahren irgendwas falsch gemacht. Zu viel Geld für Zigaretten,Alkohol usw.?
Das die Kinder derer darunter leiden und nix dafür können, ist leider logisch.
Retupmoc
27.07.2011, 07:45 Uhr
Joke 2011
Das ist der Joke des Jahres, verehrte Sissi. Deutschland ist ein reiches Land ! Wenn ich mir überlege, das ich als Bürger dieses Staates eine fünftsellige Schuldensumme aufweise, würde ich mich nicht als reich bezeichnen. Die Schuldenuhr tickt und tickt. Heute ist es Griechenland, morgen die BRD.

Und reich an vernünftigen Menschen scheint dieses Land auch nicht zu sein. Herr Jendricke müsste sonst einen Menschen wie Frau Rathenau adeln. Frau Rathnau ist so etwas wie die gute Fee der Stadt. Ohne Sie wären viele Menschen noch in größerer Armut. Eine Armut, vom Staat gefördert ! Der Dank gebührt allein Frau Rathnau und ihren Helfern, sowie den Spendern. Den Politikern kann man Inkompetenz bescheinigen.
Sissi
27.07.2011, 09:09 Uhr
rwe62
Tun die Politiker eigendlich was gegen die Armut hier bei uns?

Ja mit Tafeln, wo die Schlangen von Jahr zu Jahr immer länger werden.
H.Buntfuß
27.07.2011, 15:57 Uhr
Scheck für Tafel?
Wo soll man das einordnen? „GUTE GESTE oder als SCHANDE“? Ich möchte Herrn Jendricke auf keinem Fall zu nahe treten, denn ich glaube er nimmt wirklich Anteil an den katastrophalen sozialen Zuständen.

Ist es nicht eine GROSSE SCHANDE für Politiker und Wirtschaftsbosse, dass es in Deutschland Menschen gibt, die auf die sogenannten Mildtätigkeiten der Tafeln angewiesen sind? Das erinnert mich an die Vor- und Nachkriegszeit.

Ja, meine Damen und Herren aus Politik und Wirtschaft, sie sollten sich schämen für einen solchen Zustand, für den sie verantwortlich sind. Sie allein haben die Gesetze geschaffen und beschlossen, die solche Zustände erst erlauben.

Viele Von Ihnen würden doch sofort die Sklaverei im „ALTEN STIL“ einführen, denn die moderne Sklaverei reicht Ihnen noch nicht aus, oder?
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)