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Di, 06:55 Uhr
28.06.2011

BUND: Verfehlte Förderpolitik

Die Pressemitteilungen zu dem in Frage stehenden Radwegebau in der Goldenen Aue auf Grund der knappen Finanzmittel im Kreishaushalt lassen nicht nur die Mitglieder des BUND-Kreisverbandes aufhorchen. Christian Darr, Sprecher des Umweltverbandes, kritisiert die Vergabepraxis von Fördermitteln des Landes.

Keine Chance für Radler (Foto: privat) Keine Chance für Radler (Foto: privat)
Das Foto zeigt den ruinösen und insbesondere für Zweiradfahrer gefährlichen Zustand der Landesstraße von Niedersachswerfen nach Woffleben, die Unfallbilanz auf dieser Strecke spricht Bände

„Die Radwege in der Goldenen Aue erfreuen sich eines regen Zuspruches, nicht nur von einheimischen Radlern, die so gefahrlos und umweltfreundlich ihr Ziel erreichen. Auch der sanfte Tourismus profitiert länderübergreifend von einem anspruchsvoll ausgebauten Radwegenetz, das insbesondere in der Goldenen Aue außerordentlich gut auch von Familien mit Kindern angenommen wird. Hier sollten die zuständigen Stellen im Land Thüringen überlegen, ob die Vergabepraxis für Fördermittel im Rahmen von Verkehrsprojekten wirklich sinnvoll ist und die Schwerpunkte richtig gesetzt werden.“

Dass der Bürgermeister der Stadt Ellrich zugleich auf 800.000 Euro Fördermittel für den Ausbau einer Steinbruchstraße hoffen darf, wirke da nach Meinung des Umweltverbandes doch sehr befremdlich. Der BUND Kreisverband hat massive Defizite in den Planunterlagen zum Ausbau der Straße unterm Himmelberg, die im Übrigen als Wanderweg ausgeschildert ist und auch von zahlreichen Radfahrern genutzt wird, im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens entdeckt.

„Wenn der Bürgermeister der Stadt Ellrich, Herr Ehrhold nunmehr feststellt, dass es lediglich Probleme mit zwei Eigentümern gäbe, so müssen wir das richtig stellen“, so Darr. Die Planung weist keine realistischen Alternativen zum zweispurigen Ausbau auf, führt er fort. Des Weiteren soll die Straße sogar in der Höhe des Friedhofes von Appenrode über ein Feld vollkommen
neu trassiert werden. Der BUND hat darauf hingewiesen, dass z.B. die Schaffung von weiteren Ausweichbuchten auf der für die Abfuhr von Gipsgestein der Steinbrüche am Rüsselsee genutzten Trasse eine wirklich sinnvolle Variante darstellen würde, um mögliche Gefährdungen zu minimieren.

Zugleich wäre auf der vorhandenen Trasse Platz für einen Radweg. Angesichts der vom Bürgermeister der Stadt Ellrich selbst aufgeführten massiven Probleme wie Brücken- und Straßendeckensanierungen sowie erforderlichen Straßenbaumaßnahmen mit grundhaftem Ausbaucharakter innerhalb seiner Gemeinde sollte der Stadtrat von Ellrich den Einsatz von Eigenmitteln für Verkehrsprojekte neu überdenken.

Der BUND Kreisverband wird seine Kritikpunkte am geplanten Ausbau der Anliegerstraße unterm Himmelsberg zwischen Woffleben und Appenrode auch in der Öffentlichkeit publizieren und mit Aktionen auf die aus seiner Sicht verfehlte Förderpolitik des Landes und auf falsche, auch regionale Schwerpunktsetzung bei Verkehrsprojekten in der Stadt Ellrich und den dazugehörigen Ortsteilen hinweisen.
Autor: nnz

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Kommentare
I.H.
28.06.2011, 08:58 Uhr
Geographie 6, setzen BUND.
Darf man mal fragen, was fehlende Radwege zwischen NSW - Woffleben und Straßen der Stadt Ellrich mit der Goldenen Aue zu tun haben Herr Darr, BUND? Kennt ihr euch überhaupt aus in der Region?

You made my day - Jupp
AndreasG
28.06.2011, 09:25 Uhr
Straße Nsw-Woffleben
Die straße müsste mal komplett erneuert werden. seit der letzten ausbesserung wird man ja seekrank. muss aus beruflichen gründen jeden tag da lang. der zustand ist katastrophal.
98maschr
28.06.2011, 18:48 Uhr
Was spricht Sie denn die Unfallstatistik?
Wenn man schon unter ein Bild, dessen Representativität fragwürdig ist, reißerisch schreibt, daß die Unfallstatistik Bände spricht, so kann man Sie doch auch hinzufügen. Soll sich doch jeder ein klares Bild machen, ob dem wirklich so ist, oder?

Aber man weiß ja mittlerweile, daß es das beste Mittel zur Stimmungsmache ist wenn man den Leuten Angst macht ;) Fakten? Wozu?
Peppone
28.06.2011, 20:26 Uhr
Populistisches Gequatsche,
und noch dazu Schlechtes, mehr kann man zu solchen Beiträgen der hiesigen BUND Verantwortlichen leider nicht sagen. Mal abgesehen von den geographischen Defiziten des BUND Autors kommen noch kommunalpolitische Anfängerfehler zum tragen.

Kein verantwortungsbewußter Kommunalpolitiker läßt einen Radweg neben einer "ruinösen Straße" bauen, die angeblich deshalb "für Zweiradfahrer gefählich" ist. Der Kommunalpolitiker wird durch solchen, nicht zielführenden Populismus förmlich dazu gezwungen, die STRASSE neu zu machen! Geld für den RADWEG ist damit dann nicht mehr da!

Aber bei BUND überrascht mich nichts mehr. Die wollten vor Jahren auch mal 20.000 km "Wildkatzenkorridore" in ganz Deutschland schaffen. Geschafft haben sie bisher mit Millionen von Spendengeldern 20.000 Bäumchen. Das entspricht der Bestockung von ca. 20 ha. Das ist ungefähr so groß wie ein durchschnittliches Kartoffelfeld und würde grad man so von Nordhausen bis Steinbrücken reichen, wenn der BUND dort was gemacht hätte.

Erstaunlich für Interessierte und Informierte ist, dass der BUND Wildkatzenkorridore auch zwischen Harz, Kyffhäuser und Hainich ziehen wollte, damit die Wildkatze aus dem Harz nun endlich mal auswandern kann.

Informierte stellen sich allerdings die berechtigte Frage, ob der BUND auch Sandkästen in der Sahara bauen will? Denn die Wildkatzen in Harz, Kyffhäuser und Hainich sind bestimmt froh darüber, dass der Druck auf das eigene Revier nicht überhand nimmt (Gen-austausch fand schon immer statt, das wurde zu DDR Zeiten durch die verlässlichen Erhebungen der Wildforschungsinstitute festgestellt)!

Ich würde mal vorschlagen, BUND kümmert sich um den Park Hohenrode. Dort kann man sich nicht verlaufen und wenn doch, wird einem relativ schnell geholfen. Um Straßen und Radwege kümmern sich die Bürger und die betroffenen Kommunalpolitiker. Um Wildkatze und Co., sowie die damit verbundenen Wildkorridore kümmern sich Leute, die sich mit so was auskennen, wie DJV oder ThLJV. Das wär doch mal was lieber BUND! ;-)

(Sorry, für den langen Text. Aber BUND gibt viel her.)
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