Mo, 15:21 Uhr
27.06.2011
Mehr Kooperation angemahnt
Tourismuswerbung der Fläche war gestern. Jetzt will die Thüringer Landesregierung Geld in die Vermarktung der Leuchttürme stecken, ob wohl der Freistaat weit und breit keine Küste hat...
Wir nutzen die überregionale Bekanntheit unserer touristischen Leuchttürme, um für das Reiseland Thüringen insgesamt zu werben. Das sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute auf dem Thüringer Tourismustag 2011 in Arnstadt. Unsere bekanntesten Sehenswürdigkeiten – zum Beispiel Wartburg, Weimar, Luther – werden oft gar nicht mit Thüringen verbunden, so Machnig. Der Versuch, die Vielfalt Thüringens auf eine einheitliche Dachmarke zu reduzieren, sei gescheitert.
Das Ergebnis: Thüringen ist zu unprofiliert und hat seine Potentiale noch längst nicht ausgereizt. Deshalb werde in der Tourismuswerbung nun ein Strategiewechsel vollzogen. Thüringen wird im Tourismusmarketing künftig stärker auf seine bekannten Einzelmarken setzen.
Die Entwicklung der neuen Tourismusmarke für Thüringen ist Bestandteil der neuen Tourismuskonzeption Thüringen 2015. Mehr als 200 Thüringer Touristiker diskutierten während des Tourismustages diesen Fahrplan für die künftige Tourismuspolitik im Freistaat. Wir werden nur erfolgreich sein, wenn wir bei der Umsetzung der Konzeption alle an einem Strang ziehen, warb der Wirtschaftsminister für eine aktive Zusammenarbeit aller Tourismusanbieter im Freistaat.
Notwendig seien eine Qualitätsoffensive, eine Neuordnung der Organisationsstrukturen sowie neue Schwerpunkte in der Förderpolitik. Der Tourismustag sei die zentrale Diskussionsplattform, um einmal jährlich mit allen wichtigen Akteuren über Fragen der touristischen Positionierung Thüringens ins Gespräch zu kommen.
Dass die Bekanntheit der Tourismusmarke Thüringen noch längst nicht ausreicht, zeigen die aktuellen Zahlen: Der Anteil Thüringens an allen gewerblichen Übernachtungen in Deutschland liegt bei 2,6 Prozent, der Marktanteil an Reisen über fünf Tagen bei 2,3 Prozent (= Rang 10 aller Bundesländer), bei Kurzreisen bei 4,8 Prozent (= Rang 10). Im ersten Quartal 2011 sanken die Übernachtungszahlen um 2,5 Prozent, die Gästezahlen stiegen mit 0,8 Prozent nur unterdurchschnittlich.
Gerade im wichtigen Natur- und Aktivreisemarkt werde Thüringen oft nur als Billigmarke wahrgenommen, so Machnig weiter. Das resultiere vor allem aus der derzeitigen Angebotsstruktur: Mehr als 58 Prozent der Thüringer Hotels – und damit deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt (41 Prozent) – liegen im Preissegment von weniger als 50 Euro pro Übernachtung, oberhalb von 75 Euro nur etwa 18 Prozent und damit deutlich weniger als im Bundesschnitt.
Vordringliche Aufgabe sei es jetzt, eine gemeinsame Kommunikationsform für die vorhandenen Thüringer Einzelmarken zu entwickeln, die deren überregionale Bekanntheit nutze und zugleich eine klare Positionierung Thüringens als Tourismusregion ermögliche, sagte der Wirtschaftsminister: Eine solche ‚Familienmarke’ ist der Kern der Tourismuswerbung in den kommenden Jahren.
Die Gemeinsamkeit der Markenfamilie kann visuell durch bestimmte gemeinsame Stilelemente aller Einzelmarken – Form, Farben, Logo, spezifische Schriftart – ausgedrückt werden. Ein solches partnerfähiges Markenkonzept wird derzeit gemeinsam mit den touristischen Partnern und Akteuren erarbeitet.
Autor: nnzWir nutzen die überregionale Bekanntheit unserer touristischen Leuchttürme, um für das Reiseland Thüringen insgesamt zu werben. Das sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute auf dem Thüringer Tourismustag 2011 in Arnstadt. Unsere bekanntesten Sehenswürdigkeiten – zum Beispiel Wartburg, Weimar, Luther – werden oft gar nicht mit Thüringen verbunden, so Machnig. Der Versuch, die Vielfalt Thüringens auf eine einheitliche Dachmarke zu reduzieren, sei gescheitert.
Das Ergebnis: Thüringen ist zu unprofiliert und hat seine Potentiale noch längst nicht ausgereizt. Deshalb werde in der Tourismuswerbung nun ein Strategiewechsel vollzogen. Thüringen wird im Tourismusmarketing künftig stärker auf seine bekannten Einzelmarken setzen.
Die Entwicklung der neuen Tourismusmarke für Thüringen ist Bestandteil der neuen Tourismuskonzeption Thüringen 2015. Mehr als 200 Thüringer Touristiker diskutierten während des Tourismustages diesen Fahrplan für die künftige Tourismuspolitik im Freistaat. Wir werden nur erfolgreich sein, wenn wir bei der Umsetzung der Konzeption alle an einem Strang ziehen, warb der Wirtschaftsminister für eine aktive Zusammenarbeit aller Tourismusanbieter im Freistaat.
Notwendig seien eine Qualitätsoffensive, eine Neuordnung der Organisationsstrukturen sowie neue Schwerpunkte in der Förderpolitik. Der Tourismustag sei die zentrale Diskussionsplattform, um einmal jährlich mit allen wichtigen Akteuren über Fragen der touristischen Positionierung Thüringens ins Gespräch zu kommen.
Dass die Bekanntheit der Tourismusmarke Thüringen noch längst nicht ausreicht, zeigen die aktuellen Zahlen: Der Anteil Thüringens an allen gewerblichen Übernachtungen in Deutschland liegt bei 2,6 Prozent, der Marktanteil an Reisen über fünf Tagen bei 2,3 Prozent (= Rang 10 aller Bundesländer), bei Kurzreisen bei 4,8 Prozent (= Rang 10). Im ersten Quartal 2011 sanken die Übernachtungszahlen um 2,5 Prozent, die Gästezahlen stiegen mit 0,8 Prozent nur unterdurchschnittlich.
Gerade im wichtigen Natur- und Aktivreisemarkt werde Thüringen oft nur als Billigmarke wahrgenommen, so Machnig weiter. Das resultiere vor allem aus der derzeitigen Angebotsstruktur: Mehr als 58 Prozent der Thüringer Hotels – und damit deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt (41 Prozent) – liegen im Preissegment von weniger als 50 Euro pro Übernachtung, oberhalb von 75 Euro nur etwa 18 Prozent und damit deutlich weniger als im Bundesschnitt.
Vordringliche Aufgabe sei es jetzt, eine gemeinsame Kommunikationsform für die vorhandenen Thüringer Einzelmarken zu entwickeln, die deren überregionale Bekanntheit nutze und zugleich eine klare Positionierung Thüringens als Tourismusregion ermögliche, sagte der Wirtschaftsminister: Eine solche ‚Familienmarke’ ist der Kern der Tourismuswerbung in den kommenden Jahren.
Die Gemeinsamkeit der Markenfamilie kann visuell durch bestimmte gemeinsame Stilelemente aller Einzelmarken – Form, Farben, Logo, spezifische Schriftart – ausgedrückt werden. Ein solches partnerfähiges Markenkonzept wird derzeit gemeinsam mit den touristischen Partnern und Akteuren erarbeitet.


