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Sa, 01:30 Uhr
25.06.2011

Premiere mit Widrigkeiten

Es hätte so glanzvoll sein können. Die Inszenierung stimmte, die Musik und die gebotenen musikalischen Leistungen. Nur einer legte sich etwas quer. Wer es war, erfahren Sie hier...


Unter der Musikalischen Leitung von Markus L. Frank wurde Gioacchino Rossini "Der Barbier von Sevilla" eine Komische Oper in zwei Akten Dichtung von Cesare Sterbini (in deutscher Übertragung von Günther Rennert) wieder zu einem Erlebnis mit sehr hohem künstlerischen Niveau. Auch dieses Jahr war das Konzept, ausschließlich mit Nachwuchskünstlern zu arbeiten voll aufgegangen. Die Marke Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen hat ihrem Namen wieder alle Ehre gemacht.


Das Ensemble, von links nach rechts, Thomas Kohl (Bartolo, Doktor der Medizin), Don Lee (Basilio, Rosinas Musiklehrer) , Malwina Makkala (Marcellina (Berta), Bartolos alte Dienerin), Cordelia Katharina Weil (Rosina, dessen reiches Mündel), Daniel Jenz (Graf Almaviva) und Michael Chacewicz (Figaro, Barbier), muss sich nicht verstecken. Wenn man überhaupt jemanden hervorheben sollte, dann Malwina Makkala. Die "Ärmste" musste von der darzustellenden Rolle her mindestens zwei Handvoll Bodenkontakt suchen.

Das was Rossini ausmacht, seine vitale Musik und die packenden Melodien und Rhythmen, wurde von den Sängerinnen, Sängern und besonders auch vom Chor sehr gut umgesetzt. Dass das Lohorchester Sondershausen, unterstützt von Herren des Opernchores der Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen GmbH und dem Extra-Chor der Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen, die instrumentalen Effekten und Bravourarien dieser Komischen Oper hervorragend umsetzte, muss man natürlich ebenfalls hervor heben.


Als das angeschrieben wurde, gab es spontan Szenenapplaus. Der Bezug zu jüngsten politischen Ereignissen wurde sehr gut erkannt und vom großen Teil des Publikums auch gern angenommen. Und wo waren die Widrigkeiten?

Bei 20:00 Uhr begann alles noch ganz harmlos, strahlend blauer Himmel und die Vorfreude auf den Hörgenuss war groß. Und man wurde nicht enttäuscht. Aber bald kam Bewegung in die Massen. Wer hatte, zu etwas verschämt, um nicht zu sehr zu stören, etwas Warmes zu anziehen aus seiner Tasche. Nichts von lauer Sommernacht, es wurde empfindlich kühl, um nicht zu sagen ... kalt.

Zur Pause wollte sich kaum jemand an die angebotenen Tische setzen. Man war froh sich etwas zu bewegen. Mancher flitzte sogar noch schnell zum Auto, um sich etwas mehr zum Anziehen oder eine Decke zu holen.


Und es sollte noch etwas schlimmer kommen. Es fing kurzzeitig sogar an zu regnen. Allgemeines Kramen und Rascheln, um sich vor den Tropfen zu schützen. Hinter manchem Regenschirm wurde die Sicht knapp. Zum Glück dauerte es nicht lange. Bewundern musste man die Sängerinnen und Sänger, die sich nicht aus der Ruhe bringen ließen, eben wohl doch schon richtige Profis.


Der Beifall zum Schluss viel ob der sehr guten Leistungen dem entsprechend stark aus, was mit zusätzlichem Trampeln mit den Füßen unterstützt wurde. Nicht vergessen sollte man die Jenigen, die nicht auf der Bühne standen, aber zum Schlussapplaus zum Teil auf die Bühne kamen: Regie Holger Pototzki, Ausstattung Bernhard Niechotz, Dramaturgie Juliane Hirschmann, Regieassistenz Christina Hennigs, Juliane Stephan, Organisationsleitung Anne-Kristin Schmidt. Ein Lob auch wieder der Technik, denn Beleuchtung und Ton waren, wie in den letzten Jahren sehr gut.

Und das abschließende Fazit. Lassen Sie sich von Wetterprognosen nicht beeinflussen auch wenn Mutter Natur heute leicht unpässlich war und ein wenig störte. Es hätte auch schlimmer kommen können, denkt man an letzten Mittwoch, was da alles vom Himmel viel. Es lohnt sich unbedingt, eine der nächsten Aufführungen zu besuchen. Karten gibt es Teils noch an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

Stopp, warum hat kn nicht erwähnt, welche Prominente anwesend waren? Keine Chance alle Namen zu nennen. Bevor jemand vergessen wird, verzichtet kn auf Nennungen, denn es war sehr viel Prominenz aus Wirtschaft, Politik Kunst, Kultur und auch Sport anwesend.

Inhalt
Ein reicher Graf hat sich in ein junges hübsches Mädchen verliebt und wünscht nichts mehr, als sie zu heiraten. Doch sie soll die Frau eines Mannes werden, der alles daran setzt, seinen Nebenbuhler loszuwerden. Keine günstigen Vorzeichen für eine große Liebe. Die Geschichte, die Rossini in seiner glänzenden Komödie erzählt, nimmt jedoch ein gutes Ende. Raffinierte Verkleidungsspiele und vor allem die helfende Hand des Barbiers Figaro ermöglichen es seinem Herrn, dem Grafen Almaviva, die schöne Rosina zu heiraten und den alten Junggesellen Dr. Bartolo auszuspielen.

Szenenfotos in der Bildergalerie finden Sie von Roland Obst.

Einen Videobeitrag zur Premiere sehen Sie auch bei nnz-tv
Premiere mit Widrigkeiten (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Szenenfotos (Foto: Roland Obst)
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