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Fr, 07:13 Uhr
17.06.2011

nnz-Forum: Antwort aus dem Landratsamt

nnz-Leser Harald Buntfuß hatte sich mit einem offenen Brief an die 2. Beigeordnete des Landkreises Nordhausen gewandt und darin das Fehlen eines Mietspiegels kritisiert. Jetzt hat Herr Buntfuß eine Antwort erhalten...


"Am 11. Juni 2011 erhielt ich eine Antwort auf meinen offenen Brief vom 24. Mai 2011von der 2. Beigeordneten des Landkreises, Frau Loni Grünwald. Darin wurde mir mitgeteilt, dass kein Mietspiegel erarbeitet wurde, sondern eine neue Verwaltungsvorschrift des Landkreises Nordhausen zur Gewährung von Leistungen für Unterkunft und Heizung. nach dem II. und XII. SGB. Diese Unterkunftsrichtlinie soll am Dienstag, dem 5. Juli 2011 in den Kreistag eingebracht werden. Über den Inhalt derselben gab es keine Information. Warum werden die Zahlen nicht vorher mitgeteilt? Fürchtet man die Öffentlichkeit und soll die KdU- Richtlinie möglichst unbemerkt im Kreistag verabschiedet werden?

Nach meinem Kenntnisstand soll es eine, seit vielen Jahren überfällige Erhöhung der Mietkosten geben. Die genauen Beträge für die angemessenen Kaltmieten sind allerdings noch streng geheim. Aus Insiderkreisen wurde die Zahl 4,60€/ m² genannt, die aber nicht für den gesamten Landkreis gelten soll. So sollen verschiedene Gebiete ausgewiesen werden, in denen die Mieten geringer sind.

Hat man sich hier am Landkreis Eichsfeld orientiert, in dem seit dem Vorjahr die Mietkosten in einigen Orten abgesenkt wurden und die Betroffenen plötzlich 30- 40 Euro weniger Mietkosten erhielten. Müssen dann die Menschen ihre „nicht mehr angemessenen“ Wohnungen verlassen und in Gebiete mit billigeren Mieten umziehen? Dann kann der soziale Status bereits am Wohngebiet erkannt werden.

Wer kontrolliert das tatsächliche Ergebnis der Berechnungen zur Ermittlung der Angemessenheit? Bekannt geworden ist, das eine Durchschnittsmiete bei 5,00€/m² errechnet wurde. Der Höchstsatz von 4,60€/m² würde dann wieder einmal willkürlich nach Kassenlage festgelegt und entspricht nicht der realen Miethöhe im Landkreis Nordhausen. Mit einem Blick in die Wohnungsanzeigen kann die aktuelle Miethöhe schnell festgestellt werden, denn seit Jahren sind Mietpreise von 4,20€/m² kaum noch anzutreffen.

Ich hoffe das die Beschlussvorlage zur Verwaltungsrichtlinie vorher von den Mitgliedern der Ausschüsse des Kreistags diskutiert und hinterfragt wird."
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz

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Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Alex Gösel
21.06.2011, 22:19 Uhr
Aussage der Frau Grünwald
Es ist schon sehr interessant, wie Frau Grünwald auf Ihren Brief geantwortet hat. Ich halte das ganze für eine Farce, da wird Jahrelang von einem neuen Mietspiegel gesprochen, dass heißt der neue Mietspiegel wurde versprochen.

Was nun nach 4 Jahren "harter" Arbeit heraus gekommen ist, ist wieder nur eine Verwaltungsvorschrift, die dem Jobcenter erlaubt, die Miete nach Gutdünken festzulegen.wenn ich da schon höre, dass man die Miete in Ost, Nord, Unterstadt, Oberstadt und im gesamten Kreisgebiet unterschiedlich bewerten muss.

Was hat denn dann das Ganze mit einem Mietspiegel zu tun? Ich war immer der Meinung ein Mietspiegel gibt die Durchschnittswerte des gesamten Kreises wieder. Ich glaube diese neue Verwaltungsvorschrift ist das Ende der bisherigen KdU. Mich überkommt immer mehr das Gefühl, hier wird eine Mietpauschale vorbereitet.

Ja über die Mietpauschale wird schon in so manchen Kreisen debattiert, in Eichsfeldkreis müssen ALG-II-Empfänger schon einen Teil der Miete von Ihrem Regelsatz bezahlen. Wen wundert es dann, wenn der Kreis Nordhausen, der so gut wie Pleite ist, sich auf Kosten der Sozial schwachen sanieren will.
Georg
26.06.2011, 20:29 Uhr
Mietspiegel fehlt
Soll die neue Verwaltungsrichtlinie für die Kosten der Unterkunft und Heizung in der Kreistagsitzung am 05.07.2011 im „Schnelldurchlauf“ durchgewunken werden? Es stellt sich doch die Frage warum die Zahlen nicht vorher bekannt gemacht werden. Warum wird hier so ein Geheimnis daraus gemacht? Es scheint so, dass die Sache doch nicht ganz „astrein“ ist, sonst könnte man ja die errechneten Zahlen VORHER veröffentlichen. Oder fürchten die zuständigen Verantwortlichen im Landratsamt eine öffentliche Diskussion? Ich bin ja mal gespannt was da beschlossen wird und ob die bisher geäuaßerten Befürchtungen eintreffen.
Wolfi65
27.06.2011, 08:00 Uhr
Sozial konzentrieren
Man könnte doch eine große Anzahl von ALG II Empfängern in einem billigen Stadtteil konzentrieren. Dort wäre für die Leute optimal gesorgt und man hätte auch eine gewisse Kontrolle.

Mitarbeiter des Jobcenters könnten zu den verschiedensten Tageszeiten Kontrollbesuche machen und Beobachten, ob der Eine oder Andere Empfänger von Transfairleistungen diese zu Unrecht erhält.

Diese Mitarbeiter hätten dann Sonderrechte, wie zum Beispiel der Besitz von einem Generalschlüssel zu den Wohnungen, um auch unangemeldet in die Wohnungen zu gelangen.

Telefone werden dann auch ohne richterlichen Beschluß abgehört.
Einkaufstueten sind beim zuständigen Wohngebietsleiter unaufgefordert abzugeben, um diese nach "verbotenen" Sachen zu durchsuchen.

Lebensmittel im dortigen Supermarkt sind billiger, da diese kurz vor dem Ablaufdatum stehen.

Strom aus der Steckdose gibt es nur an bestimmten Tageszeiten, da dieser für Harz 4 Empfänger Luxus darstellt und sowieso nicht im Regelsatz enthalten ist.
Zum Schutze der arbeitenden Bevoelkerung könnte man eine Pufferzone einrichten, welche einen UN Status ähnlichen Charakter hat.

Leute die wieder in Arbeit gekommen sind, dürften dann selbstverständlich aus dem konzentrierten Gebiet wieder wegziehen, da mancher Arbeitgeber es nicht wünscht, wenn seine Untergebenen in einem solche Gebiet eine Wohnadresse haben.

Man könnte das noch weiter Fortführen, aber das soll jetzt erst einmal reichen, denn der Fantasie einiger Leute am politischen Ruder sind keine Grenzen gesetzt. PS: Über eine nächtliche Ausgangssperre, könnte man ja noch reden!
Retupmoc
27.06.2011, 08:08 Uhr
Schämen ist angebracht
Man kürzt bei den Kindern ( Essengeld ), man kürzt bei den Jugendlichen ( kein neuer Jugendclub ), man kürzt bei den Almosengeldempfängern ( siehe Mietspiegel ), man kürzt bei den Rentnern.

Wann endlich kürzt man bei der " Elite "? Ach so, die kürzen nicht bei sich selber...

Das es in dieser Stadt keinen Mietspiegel gibt ist eine Farce. Das es in dieser Stadt keine klaren Äusserungen dazu gibt, ist eine Frechheit.

Tut endlich was für die Bürger ! Und zwar bevor diese auf die Idee kommen Euch alle abzuwählen.
TeeEff
27.06.2011, 11:54 Uhr
Keine Gefahr...
solange folgende Gedankengänge noch greifen: "Tut endlich was für die Bürger ! Und zwar bevor diese auf die Idee kommen Euch alle ABZUWÄHLEN."

Erst wenn die Leute ihren Arsch hochkriegen, DANN würden die Damen und Herren sich gedanken machen, aber wegen irgendwelchen fernen Wahlen mit immer geringer werdenden Beteiligungen doch nicht.

Aber wie man in der Vergangenheit bereits mehrfach sehen konnte, haben die Leute kein Interesse an Dingen die selbst bei ihre ureigensten Interessen berühren. Und dann stehen eine handvoll Hanseln die sich wirklich engagieren alleine bei Veranstaltungen rum...
Georg
27.06.2011, 13:52 Uhr
@ wolfi 65, na....
ganz so schlimm wird es schon nicht werden. Aber ähnliche Gedankengänge spielen bei den Akteuren im Landratsamt und Jobcenter schon eine Rolle. Wie sonst ist es zu verstehen, das es verschiedene Gebiete in Stadt und im Landkreis geben soll in denen unterschiedliche Miethöhen gelten. Ich kenne viele Mietwohnungen in den umliegenden Gemeinden mit über 5,00€ Kaltmiete/m².

Eine Umzugswelle und Konzentration in "Hartz IV Getthos" ist wohl doch ins Auge gefasst. Auch wenn Frau Grünwald und der GF des Jobcenters, Herr Müller immer wieder betonen:" Niemand hat die Absicht... die Leute umziehen zu zwingen". Man lässt sie dann einfach auf den höheren Kosten sitzen.

So kann der soziale Status bereits am Wohngebiet erkannt werden. Soziale Brennpunkte sind aber auf Dauer teuer und schaffen nur neue Probleme. Vielleicht bedenken das die Mitglieder des Kreistag und stimmen dem Entwurf NICHT zu!
Retupmoc
27.06.2011, 15:25 Uhr
Natürlich werden Sie zustimmen...
denn seit wann kratzt eine Krähe der anderen die Augen aus?
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