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Mi, 11:38 Uhr
01.06.2011

Keine Privatisierung

Der Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) ist gesund. Trotzdem hatte der Vorstand des Verbandes gestern in das Nordhäuser Südharz-Krankenhauses eingeladen. In einem Fragenkatalog stand die der Privatisierung ganz oben. Wie sie beantwortet wurde, das hat die nnz erfahren...

Von links: Prof. Markgraf, Dr. Brucke, Hage

Sowohl der medizinische Geschäftsführer Dr. Matthias Brucke als auch der kaufmännische Geschäftsführer Guido Hage beteuerten, dass eine Privatisierung des Hauses überhaupt nicht vorgesehen sei, das seien sich Geschäftsführung, Aufsichtsrat und die beiden kommunalen Gesellschafter einig. Guido Hage erläuterte den NUV-Mitgliedern schließlich die aktuellen Situation im Bereich der Investitionen. Einige angedachte Projekte seien noch einmal auf den Prüfstand gestellt und verschoben worden. Dafür werde in diesem Jahr in Medizin-Technik investiert. Wie Dr. Brucke sagte, sollen ein neues MRT sowie mehrere Zusatzgeräte in einem Wertumfang von rund zwei Millionen Euro angeschafft werden.

Geschäftsführer Hage erläuterte des Unternehmern dann die personelle Situation bei den Ärzten. Von den 190 Planstellen seien 182 besetzt, so Hage. Man sei auf einem guten Weg, auch diese Differenz abzuarbeiten. Dabei würden auch die neu ausgehandelten Tarifverträge mit dem Marburger Bund hilfreich sein.

Mit der Rheumatologie soll demnächst ein neuer Chefarztbereich eröffnet werden, berichtete Dr. Brucke. Der verwies vor allem auf die immer besser werdende Zusammenarbeit zwischen dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) und dem Krankenhaus.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Gesellschaft, Prof. Heinrich Markgraf, berichtete über die Notwendigkeiten personeller und struktureller Veränderung im Südharz-Krankenhaus und betonte, dass der größte Arbeitgeber der Region nun auf einem gute Weg sei. Auch solle das Klima zu den niedergelassenen Ärzten der Region weiter verbessert werden. Auf die Nachfrage, ob es richtig sei, dass das kommunale Krankenhaus im ersten Quartal dieses Jahres mehr als sechs Millionen Euro Miese gemacht habe, sagte Markgraf: "Das ist völliger Quatsch, im Gegenteil, ich erwartet in diesem Jahr ein ähnliches Ergebnis wie im vorigen Jahr, mit einem Gewinn von rund einer Million Euro."

NUV-Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Junker dankte der Krankenhaus-Leitung für die Präsentation der aktuellen Situation und meinte, dass neben der Beantwortung aller Fragen auch das Verständnis für Entscheidungen gegeben sei.
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