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Mi, 12:11 Uhr
18.05.2011

Bürgermeister Jendricke: Empörend!

Die nnz hatte bereits am Morgen über die erneute Schändung des Ehrenfriedhofs in Nordhausen berichtet. Jetzt gibt es erste Reaktionen...

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, noch in der Nacht wurden die ersten Spuren gesichert. Noch stehen die Ermittlungen am Anfang, noch kann nicht gesagt werden, ob es sich um einen Dummen-Jungen-Streich oder um eine politisch motivierte Tat handelt, so die Polizei.

„Es ist empörend, eine Schande und eine ungeheure Provokation. Den Tätern – wahrscheinlich politisch-extrem motiviert oder getrieben von einfältigem Vandalismus – fehlt nicht nur jegliches Rechtsbewusstsein, sondern auch der moralische Anstand angesichts der Würde der unschuldig Getöteten, die auf dem Ehrenfriedhof ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Gemeinsam mit der Polizei werden wir alles daran setzen, jene zu finden, die damit das Gedenken geschändet haben insbesondere auch an die Opfer des KZ „Dora“ bzw. der Boelke-Kaserne, die hier bestattet sind. Diesem finsteren Treiben muss schnell ein Ende gesetzt werden. Es ist beschämend, was hier passiert ist.“

Das sagte Nordhauens Bürgermeister Matthias Jendricke angesichts der erneuten Beschädigung des Gedenkpavillons auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof am Stresemannring. Unbekannte hatten in der Nacht Blumenschalen gegen die Beton-Elemente des Pavillons geworfen. Am Pavillon wird regelmäßig zu verschiedenen Gelegenheiten der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.
Autor: nnz

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Kommentare
pumpnC
18.05.2011, 12:49 Uhr
Vielleicht
der Herr Jendricke mal seine übermotivierten Ordnungsamthüter dort Streife laufen lassen. Ich denke sowas ist dem Knöllchenschreiben doch wohl vorzuziehen.
TeeEff
18.05.2011, 14:19 Uhr
Vorboten vom 4. Juni...
NDH-City und Co lassen wohl grüßen.

Die Frage die man stellen muss: Existiert inzwischen denn ein konkretes Konzept der Bürgerschaft und Stadt gegen diesen Tag?
Man hört ja nur mal hier und da was...die Nationalen verändern dauernd ihren Veranstaltungsort...aber so richtig weiß halt keiner Bescheid...
Wolfi65
18.05.2011, 19:09 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
TeeEff
19.05.2011, 07:28 Uhr
Da die Polizei es wohl...
um 2 Uhr Nachts bemerkte - dürfte sie das Areal wohl zu verschiedenen Zeiten bestreifen.

Zaun von früher, der drumherum war, fehlt irgendwie in den Nachtstunden. Und auch schlimm finde ich das Leute auf dem Areal dort regelmäßig ihre Hunde ausführen. Aber das sieht man ja in Dora auch regelmäßig...
Wolfi65
20.05.2011, 06:47 Uhr
Gepflegte Anlage
Es gibt doch nichts dagegen einzuwenden, wenn sich in der Nähe des Denkmales, Hunde wohlfühlen. Was wollen Sie noch alles verbieten, Herr TeeEff? Einen Zaun drumherum hatten wir ja schon. Sogar einen ganz großen Zaun. Von der Ostsee bis nach Tschechien.
TeeEff
20.05.2011, 11:14 Uhr
Weil man auf Friedhofen keine Hunde laufen läßt!
Das gebietet der gesunde Menschenverstand!

Und ja, dort liegen etliche menschliche Gebeine!
Hanniball
24.05.2011, 17:25 Uhr
die Lösung!?
Ich hätte einen Vorschlag zu machen was die Sicherheit auf dem Ehrenfriedhof erhöhen würde:

Die Lösung wäre eine Web-Cam und eine stromsparende LED Beleuchtung mit Bewegungsmelder. Das ganze findet bestimmt Sponsoren wie z.Bsp. die Energieversorgung NDH für den Strom und vielleicht Herfag für die Web.Cam!?

Wäre doch mal eine Maßnahme, um dem Treiben der nachtaktiven Blödmänner Einhalt zu gebieten.
Wolfi65
24.05.2011, 20:59 Uhr
Mit Sicherheit...
könnten Stolperdrähte und zeitgesteuerte Anti-Personenminen da weiterhelfen, welche sich in den Besuchszeiten selbständig entschärfen und in den Nachtstunden ein finales Exempel statuieren würden.
Und für die Hunde gebe es doch bestimmt auch noch was wirkungsvolles.
Ist doch ein Friedhof und wo Friedhöfe sind, ist auch der Tod nicht weit.
Der Zweck heilig die Mittel und da muß man gegen Sachbeschädigungen energisch vorgehen.
Was nützen da schon Web-Cams?
Da wird vermummt aus dem Auto gesprungen und die paar Meter zum Denkmal gelaufen.
Dann mit den im Baumarkt gestohlenen Sprühflaschen ein Kunstwerk gezaubert und wieder rein ins Auto und weg.
Bevor da jemand kommt, sind die "Farbkünstler" über alle Berge.
Fertig ist der Lack!
FragedieFrage
25.05.2011, 12:29 Uhr
Etwas tun und etwas achten
Ah Herr Wolfi wie sie immer bei solchen Sachen übertreiben müssen, da kann man ja sonst noch was denken. Eine solche Schändung ist mir persönlich nicht nachvollziehbar, aber dafür habe ich zu viele Beispiele gesehen. Es ist gut, dass darauf reagiert wird.

@Hannibal: Ein solches kleines Sicherheitssystem wäre eine gute Lösung auf jeden Fall. Unterbinden kann man dies aber nur, wenn man nach dem Warum sucht.
Hanniball
25.05.2011, 20:32 Uhr
"Spritpreise" sollten erhöht werden...
Es handelt sich doch sicherlich bei diesen fragwürdigen, nächtlichen Aktivitäten um gewisse Mutproben vor pubertierender, und mit Sicherheit alkoholisierten Jugendlichen. Da man in diesem Staat ja weitgehend straffrei davon kommt wenn man, bei seinen unüberlegten Handlungen, nur genug "Schnabes" intus hat, drängt sich mir natürlich die Frage auf, warum man nicht erstmal die "Spritpreise" erhöht!? Damit meine ich natürlich nicht die an den Zapfsäulen sondern die bei Edeka & Co. Solange man sich für knappe 4,00 Euro 0,7 Liter "fragwürdige Glückseligkeit" einverleiben und sich das letzte bisschen Verstand wegsaufen kann, braucht man sich nicht zu wundern.
Früher hat so eine Flasche Weinbrand beispielsweise satte 21.00 Mark gekostet. Das tat schon weh, wenn man dem Suff verfallen war. Heute reicht Sozialhilfe und Flaschenpfand um der bösen Welt zu entrücken.
Vielleicht sind diese Denkmalschänder aber gar nicht besoffen, was die Sache an sich noch dramatischer macht. Wer nüchtern zu sowas geistlosen fähig ist, ist nicht mehr zu helfen...Leider

PS: Mal sehen was Wolfi meint...
Peppone
25.05.2011, 21:40 Uhr
Spritpreiserhöhung? : Empörend!
Bin zwar nicht Wolfi, aber ihre "Spritpreiserhöhung" können Sie sich, mit Verlaub lieber Hanniball, in die Haare schmieren. Bringt nämlich Nichts bis Gar Nichts!

Beispiel gefällig? Schweden fährt seit mindestens fünfundzwanzig Jahren einen strikten Antialkoholkurs. Stoff gibts nur im "Systembolag" zu hoffnungslos überteuerten Preisen. Resultat ist, es gibt in Nordschweden mehr Abhängige als vorher. Es brennt nämlich jeder mündige Nordschwede selbst. Das Equipment dazu gibts in jedem Supermarkt. Die Rechten sitzen dort mittlerweile im Parlament, bei uns noch nicht, zumindest im Bund!

Und nun mal zu den DDR Zeiten. Da hat eine Flasche Schnaps so viel wie einen netto Tagesverdienst eines Arbeiters gekostet. Und trotzdem wurde mehr getrunken als Heute! Das ist nun mal Fakt.

Schändungen von Grabmalen haben nichts, aber auch gar nichts mit "Stoff" zu tun, sondern immer was mit Weltanschauung oder Psyche.
Wolfi65
25.05.2011, 21:40 Uhr
Ich bin auch...
gegen Leute, welche durch Sachbeschädigungen und ggf. Störung der Totenruhe ihre politischen Ziele durchsetzen wollen oder müssen.
Aber ganz besonders stoßen mir Leute auf, welche die Lebenden in ihrer Gesund- und Sicherheit durch Anschläge gegen öffentliche Einrichtungen, insbesondere Transportunternehmen bedrohen und dadurch das Volk in Angst und Schrecken treiben wollen.
Einen Staat der Angst brauchen wir nicht.
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