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Mi, 17:27 Uhr
20.04.2011

Entscheidung gefallen

Von vielen Menschen in Sundhausen ist die heutige Sitzung des Nordhäuser Stadtrates mit Spannung erwartet worden. Letztlich war es ein Antrag der Bündnisgrünen, der über die Zukunft des Autohofstandortes befinden sollte...


Kurz nach 17 Uhr war es soweit und Minuten später machte sich vor dem Bürgersaal des Nordhäuser Rathauses Jubel breit. Die Mitglieder der Bürgerinitiative hatten gewonnen. ihr neun Monate langes Engagement gegen einen Autohof vor ihren Haustüren hatte sich gelohnt. Der Stadtrat votierte mehrheitlich für die Einstellung des Planungsverfahrens.

Die Einzelheiten: Zunächst war nicht klar, wie die Mitglieder des Stadtrates abstimmen sollten: Offen, geheim oder namentlich. Letztlich wurde mehrheitlich für eine geheime Abstimmung entschieden. In der sprachen sich 14 Mitglieder des Stadtrates für den Abbruch der Planungen aus, elf votierten dagegen und fünf enthielten sich ihrer Stimme.

In einer emotional geführten Aussprache vor der Abstimmung wurde das Für und Wider des Autohofes besprochen. Es sei letztlich keine fachliche Entscheidung, sondern eine politische zu fällen. Auch solle emotionslos abgestimmt werden.

Was aber bringt diese Abstimmung? Sie bringt erst einmal Jubel in Sundhausen. Sie bringt aber auch ein Zeichen mit sich: Bürger, mischt euch ein. Und zwar genau dann, wenn es noch möglich ist. Bringt euch fachlich ein, sachlich und bleibt konsequent und beharrlich. Und so wurden aus den Sundhäuser Wutbürgern im Juli vergangenen Jahres Sundhäuser Mutbürger des April 2011.

Deren plötzliches Interesse für kommunalpolitische Zusammenhänge sollte jetzt nicht erloschen sein. In Sundhausen wird heute vermutlich noch gefeiert, im Nordhäuser Rathaus und im Stadtrat wird man sich überlegen müssen, wie künftig mit dem Bürger umzugehen sein wird.

Der heutige Beschluss birgt jedoch auch eine gewisse Gefahr: Werden sich demokratisch gewählte Frauen und Männer jetzt jeder Bürgerinitiative beugen, werden sie jedesmal die Fahne entsprechend des Bürgerwindes drehen? Die Bürgerinitiative Sundhausen und ihre beharrliche Arbeit wird Vorbilder schaffen. Zum Beispiel für die Bürgerinitiative in Hesserode.
Autor: nnz


Kommentare

20.04.2011, 18.03 Uhr
NDHler | Peinlich...
...ist das! Wozu dann noch einen Stadtrat wählen, wenn der nicht zu seinen Entscheidungen steht! Die kommende Stadtratswahl findet mit Sicherheit ohne meine Wahlbeteiligung statt, dieses Gremium ist überflüssig!

Hoffentlich wird an dem Standort jetzt ein neues Kohlekraftwerk gebaut, schließlich muss ja der Atomausstieg vorangetrieben werden....

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20.04.2011, 18.45 Uhr
-Insider- | ich
hoffe, dass sich die bürger mehr einmischen, sich aber kein vorbild an dieser BI nehmen. unsachlichkeiten und gewisse nebengeräusche entziehen dieser grguppe jegliche vorbildfunktion.

ps. glückwunsch an alle sundhäuser, die mit ganzen herzen und ganzen reinem verstand diese entscheidung mit herbeigeführt haben.

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20.04.2011, 19.38 Uhr
Peppone | Schön für die Betroffenen!
Hier musste sich doch niemand verbiegen. Hier mussste sich auch kein Stadtrat einer Minderheit beugen, im Gegenteil. Hier wurde doch mal ganz klar im Interesse der betroffenen Menschen entschieden! Das freut mich persönlich.

Warum es nun die zwei Grünen gewesen sein sollen weiß ich nicht! Es gab heute eine ganze Menge überparteiliche Stadträte, die hier im Sinne ihrer Bürger mit Mehrheit entschieden haben.

Lasst uns den Autohof da bauen, wo er hingehört und wo er uns allen nützt! Hier in der Region! Südlich der Autobahn, in Werther, in Bleicherode..., da wo er hinpasst.

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20.04.2011, 20.29 Uhr
Nordhäuser | Zeit wird es und nun?
Ja endlich ist es geschafft. Nun könnte ja NNZ-Komentare lesen wieder Spaß machen. Jetzt ist das Thema ja hoffentlich durch.

Aber ich ahne böses wenn ich mir vorstelle das vieleicht jetzt in Hesserode ein Autohof kommen soll. Dann macht das Kommentare lesen wieder keinen Spaß mehr da hier wieder Kindergarten Unterhaltungen geführt werden.
Mal eine kleine Anregung an die NNZ.

Macht doch, sofern es möglich ist, einen NNZ-Chat. Dann können sich alle die nicht kommentieren und argumentieren können sich dort fertig machen.

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20.04.2011, 20.45 Uhr
teamplayer | Oh Gott!
Wie peinlich sind den diese Stadträte??? Ist ihr Verhalten wirklich im Sinne der Stadt??? Ich werde auf jeden Fall beim nächsten Mal überlegen, ob ich überhaupt noch wählen gehe, wenn ich mich aufraffe wird es mit Sicherheit eine Protestwahl werden.
Danke für Nichts!

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20.04.2011, 21.44 Uhr
Wolfi65 | Sieg
Der Wind des Sieges weht heute durch Sundhausen.
Manche Sundhäuser werden heute eine ruhigen Schlaf haben.
Man hat es geschafft, sich gegen diktierte Pläne durchzusetzen.
Das Problem mit dem Autohof besteht aber weiterhin.
Wohin, das ist wieder die Frage? Und den Hesserödern kann man es nicht verdenken, auf gleiche Art und Weise wie die Sundhäuser, das Projekt vor der Haustür zu verhindern.
Es ist wie mit der Energie.
Jeder will sie, aber ein Kraftwerk vor der Haustür will keiner...

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20.04.2011, 22.10 Uhr
jule julitschka | Juhuuuuuuuuu...
...Sundhausen hat es endlich geschafft, nun können die Bewohner endlich eine Mauer bauen und endlich auch Selbstversorger werden. Aber nicht vergessen, die Luftfilter einzubauen gegen den Geruch der Schweinemast. Oder doch nicht, denn der Geruch ist ja seit Jahzehnten die dorfeigene Duftnote...
Satire bei Seite, ich finde es schlimm für unsere Stadt, dass der Autohof endgültig gekippt wurde! Jeder der Bewohner ist auf die LKW angewiesen, man müsste dieses Dorf wirklich boykottieren und nicht mehr anliefern. Ich weiss von was ich rede, mein Mann war 30 Jahre als Fernfahrer unterwegs und froh, wenn er die Nächte auf einem Autohof verbringen konnte.
Übrigens vielleicht sollte man sich mal den Autohof in Gelsenkirchen ansehen, der ist mitten in der Stadt. Die Kinder entwickeln sich dort trotzdem ganz normal und ungefährdet, auch die Frauen werden nicht belästigt und es arbeiten dort sogar Menschen, die froh sind einen Job zu haben. Aber Jobs haben wir ja hier genug, sonst hätte man ja nicht so intensiv gegen diese gekämpft.
Ich hoffe und wünsche einfach nur, dass man in Hesserode doch etwas weitsichtiger denkt und der Autohof der Stadt Nordhausen erhalten bleibt.

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20.04.2011, 22.31 Uhr
Luftikus | Liebe Kommentatoren
die Ihr hier über die Stadträte herzieht, was wollt ihr eigentlich? Eine Diktatur, wo der General sagt so machen wir´s und symbolisch alle Deppen mit ja stimmen, nur für die Quote? Hier sitzen 37 Stadträte aus allen Schichten der Bevölkerung. Somit ist auch eine Beteiligung aus der Bevölkerung schon gegeben. Die Sundhäuser, und zwar der überwiegende Teil hat sich aktiv gegen diesen Standort ausgesprochen, Nicht 5 oder 10 sonder 70 Prozent der Einwohner. Die gewählten Volksvertreter (Stadträte) konnten frei für sich entscheiden, so wie es in der Demokratie üblich ist. Sechs Stadträte waren im Urlaub, vielleicht war das auch für Sundhausen vorteilhaft, wer weis, nun ist es Geschichte.
Ich denke, wenn sich die Stadtverwaltung Nordhausen eindeutig zu diesem Vorhaben positioniert hätte, wäre das Ergebnis auch anders gewesen. Aber Frau Oberbürgermeisterin Rinke erkannte schon für sich, hier kein Ansehen zu verlieren und gab auch keine eindeutige Empfehlung ab. Man ließ das sinkende Schiff bei den Stadträten. Die geheime Abstimmung wird auch zum Vorteil der Sundhäuser geführt haben, da hier die Stadträte ohne Fraktions- oder Parteizwang abstimmen konnten. Ich persönlich wäre für eine kleinere Ausführung des Autohofes gewesen, akzeptiere aber die Entscheidung des Stadtrates.

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21.04.2011, 08.12 Uhr
Wolfi65 | Autohof Gelsenkirchen
Also so richtig in der Stadt scheint der Autohof Gelsenkirchen auch nicht zu liegen. Direkt an der Autobahn mit Randlage.

Aber irgendwie ist im Ruhrkessel alles miteinander durch BAB`s verbunden.
Das Ortsausgangsschild von Gelsenkirchen ist auch gleichzeitig das Eingangsschild von Bochum. Aber wir sind ja hier am Harz und der Rasthof hätte auch eine Randlage ausgefüllt. Die Entscheidung ist gefallen und NDH bekommt wahrscheinlich auch keinen AH mehr.

Der wird dann eben in Sachsen Anhalt gebaut. Nordhäuser können sich aber trotzdem auf die dort entstehenden Arbeitsplätze bewerben. Man braucht ja kein Visum für das andere Bundesland.:-)

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21.04.2011, 08.13 Uhr
s1969 | Unmöglich!
Ich hoffe, man baut dem Herrn NDHler sein gewünschtes Kohlekraftwerk vor die Haustür. Mal sehen, was er dann sagt! Wie hätte er sich verhalten, wenn er direkt neben einem geplanten Autohof wohnt? Das scheint er nicht verstanden zu haben! Es gibt genügend Standorte, die nicht direkt an eine Ortschaft grenzen! Und der Standort Sundhausen war DIREKT neben dem letzten privaten Grundstück. Vielleicht hätte er sich das mal ansehen sollen!

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21.04.2011, 11.12 Uhr
Börni1 | Begreifen
Wann begreifen eigentlich einige Kommentatoren (auch anderer Beiträge), dass mit der Entscheidung des Stadtrates KEIN Autohof, KEINE Arbeitsplätze und KEINE Steuereinahmen verhindert wurden.

Desweiteren wird sicher KEIN armer, übermüdeter LKW Fahrer auf der A 38 nur deshalb verunglücken (laut Polo89), weil in Sundhausen kein Autohof entsteht. Der Autohof wird kommen- nur einfach an einem geeigneteren Standort des Landkreises Nordhausen!

Ich beglückwünsche die Sundhäuser, die engagiert für ihre Sache gekämpft haben, anstatt wie viele andere nur auf der Couch vorm Fernseher zu sitzen und zu meckern!

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21.04.2011, 11.25 Uhr
NDHler | Standort Hesserode
Für den Standort Hesserode wird es jetzt sicher Ernst, denn im Gegensatz zu Sundhausen ist hier kein weiterer Ratsbeschluss mehr notwendig. Ich denke mal, dass das bei den Stadträten gestern auch eine Rolle gespielt hat!

@s1969 Das Kohlekraftwerk wird kommen..., oder Windräder!

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21.04.2011, 13.15 Uhr
darkmoon
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
21.04.2011, 15.03 Uhr
H.Buntfuß | Sehr erfreut,...
bin ich über den Ausgang dieser fast schon peinlichen Abstimmung. Es ist schon erstaunlich, dass die Mehrheit der so genannter Politiker nicht den Mut hatten, namentlich abzustimmen zu lassen. Das lässt sehr tief blicken und fördert nicht gerade das Vertrauen in die hiesige Politik. Aber für solche FÄLLE, hat man ja das Kommunalgesetz, hinter den man sich verstecken kann.

Was mir mächtig aufstößt, sind die Kommentare, in denen man versucht den Sundhäusern ein Schuldgefühl einzureden. Man tut so, als würde jetzt kein Autohof in der Region gebaut und daran seien die Sundhäuser schuld. Da kommt man mit abgedroschenen Parolen, wie wir sie von der Kanzlerin und ihren Ministern zu oft zu hören bekommen.

Zu einem das Gerede vom Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region. Müssen diese Arbeitsplätze denn unbedingt in Sudhausen enstehen? Liegen den Hesserode; Werther und wenn es sein muss, auch Bleicherode, nicht in unserer Region?

Dann dieser UNSINN mit den übermüdeten LKW-Fahrer, glauben sie nicht, dass es den Brummifahrer völlig egal ist, ob er in Sundhausen, Hesserode, Werther oder Bleicherode seine Ruhepause einlegt? Vor allem liegen diese Plätze alle in unserer Region, oder stimmt das nicht?

Ich glaube ja eher hier geht jemanden ein gutes Geschäft durch die Lappen, wie der Volksmund so sagt und vor lauter Wut äfft man die Floskel von Merkel & Co. nach. Ja wenn es um Geld geht, ist so manchen jedes Mittel RECHT und sei es noch so abgedroschen oder?

Übrigens Helmut Schmidt Ex-Kanzler sagte, es ist eine Schande, dass viele Politiker nie einen Beruf ausgeübt haben. Wörtlich sagte er: „Jemand der in die Politik geht, ohne einen Beruf zu haben, kann mir gestohlen bleiben. Ich kenne leider mehr als genug von denen!“

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22.04.2011, 08.19 Uhr
Totofino | Fuhrhof am Rande der Stadt
Die Ratsherren hatten die Bauentwürfe gründlich geprüft, da sie aber eine Menge an Arbeit hatten waren sie dankbar, dass die Bürger von Sudo sie auf viele Dinge aufmerksam machten, die sie vorher nicht wussten und die sie auch nicht so gesehen hatten, so erkannten sie auch, dass der Kaufmann doch nicht so ehrbar war, wie es vorher schien.

Sie waren weise Ratsherren, die erkannten dass der Platz für einen Fuhrhof an anderer Stelle in einem der Nachbardörfer besser geeignet war und ihre gut ausgebildeten Bürger auch dort in Lohn und Brot kommen konnten, so dass sie sich für einen anderen Standort entschieden.

So endete eine Geschichte, die hier an gleicher Stelle veröffentlicht wurde. Für uns Sundhäuser war die Entscheidung am Mittwoch nicht vorhersehbar, wir waren bis zum Ende skeptisch, ob unsere sachliche Überzeugungsarbeit Früchte getragen hat.

Umso größer unsere Freude über sehr umsichtige Stadträte, die auf die übergroße Mehrheit in einen Ortsteil Rücksicht nehmen, dafür kann man ihnen nur Hochachtung zollen. Das ist Demokratie und ihr Verhalten demonstriert ihre Bürgernähe, das sollte eigentlich zu einer höheren Wahlbeteiligung stimulieren.

Die Stadträte haben einer teilweise bornierten und arroganten Stadtverwaltung, die davon sprach einen der größten Autohöfe in Deutschland, vergleichbar mit anderen AH in der Nähe von Nürnberg oder München zu bauen, Einhalt geboten. Genau diese Kontrolle der Verwaltung ist die Aufgabe der Stadträte.

Der „Autohof“ Gelsenkirchen ist eine Tankstelle mit Gewerbeanschluss, sie ist im Autohofguide auch gar nicht verzeichnet und ist mit einer Fläche von 3 ha auch gar nicht mit den Projekten in Sundhausen oder Hesserode zu vergleichen. Jeder Betreiber einer Reparaturwerkstatt kann sein Objekt natürlich Autohof nennen, aber es hat nichts mit dem definierten „Autohof an Bundesautobahnen“ zu tun.

Da ich auch familiäre Wurzeln in Hesserode habe, möchte ich den Hesserödern noch viel Glück wünschen, ihr Kampf ist nicht aussichtslos, auch wenn von der Gegenseite versucht wird, das so darzustellen. Sie müssen aber noch aktiver und öffentlicher werden, wir in Sundhausen wissen, dass das viel Kraft und Zeit erfordert, aber es ist notwendig um seine Interessen durchzusetzen.

Die Ruheplätze für LKW-Fahrer (das ist der eigentliche Grund für einen Autohof) können auch in Werther oder Bleicherode oder vielleicht auch in Großwechsungen entstehen, dafür ist aber ein Miteinander von Stadt und Landkreis erforderlich, das bisherige Sandkastenverhalten hat uns alle bestimmt mehr Arbeitsplätze gekostet als die vielleicht 20 bei einem Autohof entstehenden.

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22.04.2011, 13.09 Uhr
I.H. | Lustich,
dass son paar Wutbürger jetz nich mehr Wählen gehen wollen! (grins, grins, grins) Da tun die sich bestimmt nen Gefallen mit.(nochmal grins)

Ich finds Klasse, dass son Stadtrat den Herrschern mal gezeigt hat, wo Hasi langläuft und wer hier anschafft. (obergrins)

so muss das sein - (grinse)Jupp ;-)))

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23.04.2011, 00.18 Uhr
Alberdt | Eigentlich ...
ist das Thema erledigt - auf eine elegante und faire, weil demokratische Art und Weise. Gratulation den Sundhäuser Bürgern mit (!) ihrer Bürgerinitiative, vor allem aber den Stadträten. Mit ihrem im Gegensatz zu den Fachleuten in der Verwaltung geringerem Wissen in den zahlreichen tangierten Spezialgebieten haben sie ein sehr gutes Gespür bewiesen und mit ihrer Entscheidung Größe und Rückgrat bewiesen: So, liebe Planer geht es 20 Jahre nach der Wende nicht (mehr) !

Es war in dieser Situation einen kluge Entscheidung, daß der Ältestenrat eine geheime Abstimmung beantragte und diese zuvor im Stadtrat auch beschlossen wurde. Nun hängt kein einziger Makel mehr an der Absage zu diesem Vorhaben. Evident ist auch, daß wohl aus allen Fraktionen Stadträte für die Beendigung des Dramas „Autohof Sundhausen“ zwar hinter dem herabgelassenen Vorhang, dafür aber ehrlich und frei von jedem Zwang ihre Stimme und um so deutlicher erheben konnten.

Dafür sprechen auch die engagierten und charismatischen Reden einiger der Stadträte vor der Abstimmung. Die Abstimmung erfolgte also tatsächlich professionell.

Wie gut und heilend der offen ausgetragene Dissens zwischen den Menschen im Ortsteil und der Stadt für die demokratische Beteiligung von Bürgern an politischen Entscheidungen ist, wird sich künftig klar ausweisen und vor allem für die Stadt Nordhausen bezahlt machen, aber natürlich auch für andere betroffene Bürger in ähnlichen Situationen. Die Gewählten können nicht mehr zu sagen haben als ihre Wähler, denn nur von diesen leiten sie ihre „Macht“ Entscheidungen zu treffen ab, diese Macht ist geliehen und mit einem klaren Auftrag versehen und sie hat den „Spielregeln“ der Demokratie zu genügen.

Daß der direkte Faden zwischen Wählern und ihren gewählten Vertretern (!) nicht abgerissen ist, das hat der Fall „Autohof Sundhausen“ sehr eindrucksvoll bewiesen.

Erfreulich ist in diesem Zusammenhang der Umstand, daß am Standort Werther, glaubt man den Ausführungen des dortigen Bürgermeisters Weidt vom Tage nach dem Stadtratsbeschluß in der nnz, offenbar gleich einige Investoren Interesse bekunden, einen Autohof zu errichten und man hier vorher (!) mit den betroffen Bürgern spricht und dieses auch offen über die Presse in die breite Öffentlichkeit transportiert.

So ist das Thema Autohof im Landkreis offener denn je und wird mit Sicherheit bewusster und fairer als ohne das Drama Sundhausen gelöst werden ! Die Sundhäuser aber sollten sich bewußt sein, daß Desinteresse und Gleichgültigkeit gegenüber der Kommunalpolitik eine wichtige Grundvoraussetzung für das Debakel ihren Ort betreffend waren!

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23.04.2011, 15.27 Uhr
Ra.Fr. | Herr Alberdt
Sehr geehrter Herr Alberdt,

nur einmal zu Ihrer Information.

Der "Ältestenrat" im Stadtrat, sowie im Kreistag ist keine Institution, die Anträge im Stadtrat oder im Kreistag stellen kann!

Im "Ältetenrat" trifft man sich regelmäßig um fraktionsübergreifend Absprachen zu treffen, die den Wählerinnen und Wählern dann als demokratische Abstimmungen zu den entsprechenden Sitzungen verkauft werden.

Über die Art und Weise der Abstimmung in Sachen Autohof Sundhausen wird das Landesverwaltungsamt in Weimar noch entscheiden müssen.

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23.04.2011, 16.44 Uhr
Bodo Schwarzberg | Herr Albert
Sie haben nicht verstanden, dass die von Ihnen so hoch gelobte Entscheidung des Stadrates nur dann eine gute Entscheidung war, wenn es im Kreis überhaupt keinen Autohof gibt.

Wir müssen in Zeiten globaler ökologischer Katastrophen endlich lernen, bevor es zu spät ist, dass Ökologie und die Auswirkung menschlichen Wirtschaftens nicht teilbar und nicht an menschgemachte Grenzen gebunden ist. Ich verweise auf meine zahreichen anderen Beiträge zum Thema hier bei der NNZ.

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