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Mo, 08:09 Uhr
28.03.2011

Grafen in Nordhausen

In der Kreismusikschule in Nordhausen wird in dieser Woche eine Ausstellung eröffnet, die nicht unbedingt mit Musik zu tun hat. Die Exposition begibt sich eher auf eine Spurensuche...

Ruine Hohnstein (Foto: Manfred Thiel) Ruine Hohnstein (Foto: Manfred Thiel)

Hoch oben über dem Luftkurort Neustadt liegt sie, die Burgruine Hohnstein. Bereits von Weitem sind die Reste der imposanten Burganlage zu sehen. Neben vielen weiteren Burgen, Schlössern und Klosteranlagen in der Harzregion, kann man bei der Burg Hohnstein schon vom Stammsitz des Grafengeschlechtes derer von Hohnstein sprechen.

Die Grafen von Hohnstein waren ein thüringisches Adelsgeschlecht in der Harzregion, welches ab der Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich nachweisbar ist. In der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts gelang es ihnen, ihren Herrschaftsbereich erheblich zu erweitern und zu einem der bedeutendsten Grafengeschlechter in Thüringen aufzusteigen.

In Nordthüringen, vor allem im Landkreis Nordhausen, zeugen eine Reihe eindrucksvoller Burgen bis heute vom Wirken der Hohnsteiner. Genannt seien unter anderem die Burgen Lohra, Neustadt im Harz, Heringen, Klettenberg, Scharzfeld und Großbodungen. Die Klöster Ilfeld und Walkenried waren die Grablege der Hohnsteiner.

Dr. Gerlinde Gräfin Westphalen, Großbodungen, hat dieses komplexe Thema um die Grafen von Hohnstein aufgegriffen und für eine Ausstellung aufgearbeitet. Sie möchte anhand vieler Materialien die Geschichte von Land und Herrschaft der Grafen von Hohnstein sowie ihre Burgen und Klöster vorstellen. Neben bauhistorischen Aspekten steht die Geschichte der Bauwerke durch die Jahrhunderte hinweg bis zum gegenwärtigen Bauzustand und ihrer Nutzung im Mittelpunkt der Ausstellung.

Darüber hinaus versucht Gräfin Westphalen eine Verortung der Hohnsteiner in der Thüringer Landesgeschichte darzustellen. Regionalhistorisch konzipiert, möchte die Ausstellung „Die Burgen und Klöster der Grafen von Hohnstein“ nicht zuletzt zum Besuch der nicht weit entfernten Hohnsteiner Denkmäler einladen.
Manfred Thiel

Die Ausstellung selbst wird am 30. 03. 2011, 16:00 Uhr, in der Galerie der Kreismusikschule Nordhausen, Freiherr-vom-Stein-Str. 1, durch Landrat Joachim Claus und Dr. Gerlinde Gräfin Westphalen eröffnet. Dazu sind alle an der Geschichte derer zu Hohnstein interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist bis zum 28. 05. 2011, jeweils montags bis freitags in der Zeit von 09:00 bis 18:00, Uhr geöffnet.
Autor: nnz

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Kommentare
Wolfi65
28.03.2011, 10:14 Uhr
Der Adel
Bei allem Verständnis für die Historie sollte man nicht vergessen, wie es denen damals erging, welche nicht zum erlauchten Kreis des Grafen- und Fürstengeschlechtes gehörten.

Während oben auf den Burgen und Schlössern gefeiert wurde, konnte das Gemeine Volk unten auf den Feldern und in den Manufakturen schuften. Wer sich auflehnte wurde gezüchtigt und in die auf jeder Burg befindlichen Keller und Verließe gebracht.

Dort wurden die Meisten zu Tode gefoltert.
Da sollte doch so mancher froh sein, daß wir jetzt in einer Republik leben, in der es auch Kunst und Kultur ohne Fürsten und Grafen gibt.
Janko
28.03.2011, 23:39 Uhr
man sollte...
...aber auch nicht vergessen, dass die heutigen "fürsten und grafen" kultur und theater als derart völlig überflüssig erachten, dass sie einen theaterstandort nach dem anderen abschaffen.
Wolfi65
29.03.2011, 09:14 Uhr
Richtig!
Aber die heutige Kunst und Kultur spielt nicht im Theater statt, sondern Daheim vor dem Rundfunk-Fernsehgerät. Wer da was anderes Behauptet will nur mit Steuergeldern eine Kulturlandschaft erhalten, welche nicht mehr "IN" ist.

Man könnte doch auch mal wiederum die Bürger fragen, wann diese das letzte Mal sich im "Kulturtempel" aufgehalten haben. Theater erhalten ja, aber hingehen nein. So wird das nichts.
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