Mi, 17:08 Uhr
09.03.2011
Von Löwenzahn und Brennnessel
Wie sieht eigentlich Giersch aus und wie schmeckt das? Kann man Vogelmiere, gemeinhin als Unkraut verschrien, essen? Und ist die Milch vom Löwenzahn giftig? Antworten auf diese Fragen gab es heute in der Nordhäuser Kreisvolkshochschule...
Nein, ist sie nicht, vom Löwenzahn könne Sie alles essen und das ist eine richtige Powerpflanze für den Körper, gerade jetzt nach dem Winter, erzählte Dr. rer. nat. Markus Strauß heute den Teilnehmern des Schnupperkurses Essbare Wildpflanzen, Blüten und Früchte - gesunder Genuss zum Nulltarif in der Kreisvolkshochschule – und verriet auch gleich noch ein paar Rezepte und Tricks wie dass ein Löffel Erdnussbutter an das Gemüse von Löwenzahnblüten den Geschmack abrundet.
Die VHS hat diesen Schnupperkurs im Rahmen der 19. Thüringer Gesundheitswoche in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt veranstaltet. Früher war das Wissen um Wildpflanzen die Lebensversicherung der Menschen, sagte Markus Strauß. Zu Zeiten der Jäger und Sammler waren wild gewachsene Pflanzen eine zentrale Nahrungsquelle. Doch als vor rund 6.000 Jahren Ackerbau und Viehzucht begannen, wurde dieses Wissen vernachlässigt. Die Industrialisierung verschärfte dies noch.
Durch die Weltkriege kamen wieder bittere Notzeiten, doch Gerichte wie Brennnesselsuppe bekamen da einen Stempel als Arme-Leute-Essen und im Aufschwung nach dem Krieg wollte davon keiner mehr was wissen. Allmählich setzte aber auch einen Gegenbewegung ein, so Markus Strauß, beispielsweise auch hier in Nordhausen, wo Eduard Baltzer 1867 den Deutschen Verein für natürliche Lebensweise, den ersten Vegetarierverein deutschlands, gründete.
Ich kann Ihnen versprechen, es ist ein absolut lohnenswertes Thema, denn das alte Wissen um Wildpflanzen ist heute oft nicht mehr geläufig, so Markus Strauß. Dabei kann man von diesen Ur-Bio-Lebensmitteln aus der Natur enorm profitieren. Nicht nur, weil diese gesund seien, sondern weil man sich beim Sammeln gleich noch an der frischen Luft bewege.
Nach einem kurzen Ausflug in die Theorie, ging es nach draußen in den Park Hohenrode. Schließlich fängt die Natur jetzt langsam an zu sprießen und Markus Strauß verriet den Kursteilnehmern, wo sie in einen Tagen oder Wochen noch einmal nach einem wilden Pflanzengenuss suchen können.
Autor: nnzNein, ist sie nicht, vom Löwenzahn könne Sie alles essen und das ist eine richtige Powerpflanze für den Körper, gerade jetzt nach dem Winter, erzählte Dr. rer. nat. Markus Strauß heute den Teilnehmern des Schnupperkurses Essbare Wildpflanzen, Blüten und Früchte - gesunder Genuss zum Nulltarif in der Kreisvolkshochschule – und verriet auch gleich noch ein paar Rezepte und Tricks wie dass ein Löffel Erdnussbutter an das Gemüse von Löwenzahnblüten den Geschmack abrundet.
Die VHS hat diesen Schnupperkurs im Rahmen der 19. Thüringer Gesundheitswoche in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt veranstaltet. Früher war das Wissen um Wildpflanzen die Lebensversicherung der Menschen, sagte Markus Strauß. Zu Zeiten der Jäger und Sammler waren wild gewachsene Pflanzen eine zentrale Nahrungsquelle. Doch als vor rund 6.000 Jahren Ackerbau und Viehzucht begannen, wurde dieses Wissen vernachlässigt. Die Industrialisierung verschärfte dies noch.
Durch die Weltkriege kamen wieder bittere Notzeiten, doch Gerichte wie Brennnesselsuppe bekamen da einen Stempel als Arme-Leute-Essen und im Aufschwung nach dem Krieg wollte davon keiner mehr was wissen. Allmählich setzte aber auch einen Gegenbewegung ein, so Markus Strauß, beispielsweise auch hier in Nordhausen, wo Eduard Baltzer 1867 den Deutschen Verein für natürliche Lebensweise, den ersten Vegetarierverein deutschlands, gründete.
Ich kann Ihnen versprechen, es ist ein absolut lohnenswertes Thema, denn das alte Wissen um Wildpflanzen ist heute oft nicht mehr geläufig, so Markus Strauß. Dabei kann man von diesen Ur-Bio-Lebensmitteln aus der Natur enorm profitieren. Nicht nur, weil diese gesund seien, sondern weil man sich beim Sammeln gleich noch an der frischen Luft bewege.
Nach einem kurzen Ausflug in die Theorie, ging es nach draußen in den Park Hohenrode. Schließlich fängt die Natur jetzt langsam an zu sprießen und Markus Strauß verriet den Kursteilnehmern, wo sie in einen Tagen oder Wochen noch einmal nach einem wilden Pflanzengenuss suchen können.


