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Mo, 13:37 Uhr
07.03.2011

Gleichberechtigung? Weit gefehlt

Morgen wird auch im Landkreis Nordhausen an 100 Jahre Frauentag erinnert. Auch nach 100 Jahren sind die damaligen Ziele nicht erreicht. Meint die IG Metall in Nordhausen...


Die Gewerkschaft kritisiert die Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt. „ Nie zuvor waren Frauen besser qualifiziert als in diesem Jahr, trotzdem erhalten sie geringere Entgelte als Männer bei gleicher Qualifizierung. Beim beruflichen Aufstieg sind Frauen noch immer benachteiligt“, sagt Astrid Schwarz-Zaplinski, 1. Bevollmächtigte der IG Metall in Nordthüringen anlässlich des 100. Internationalen Frauentages.

Der Rückstand von Frauen bei der Entlohnung betrage im Schnitt 23 Prozent gegenüber Männern. Bereits Berufsanfängerinnen verdienen weniger als ihre männlichen Kollegen. Frauen mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung erhalten durchschnittlich 18,7 Prozent weniger, stellte Schwarz-Zaplinski fest.

Das Angebot an Kinderbetreuungsplätzen ist in unserer Region besser als in den alten Bundesländern. Diese Strukturen gilt es nicht nur zu erhalten und auszubauen, sondern auch für alle jungen Familien und Alleinerzeihende bezahlbar zu gestalten.

Steuerliche Fehlanreize wie das Ehegattensplitting gilt es abzuschaffen. „Aus Sicht der IG Metall gilt es nicht alte Rollenbilder zu verfestigen, indem Einkommensunterschiede steuerlich begünstigt werden.“ So die Geschäftsführerin der hiesigen IG Metall.

Für viele Beschäftigte sei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein schwieriger Spagat. Einkommensunterschiede durch Leiharbeit und prekäre Beschäftigung, sowie mangelnde Arbeitszeitmodelle in den Betrieben, stünden der Vereinbarkeit oft im Weg. Arbeitsplätze müssen für gute Fachkräfte und junge Frauen gestaltet werden, denn es geht um die Bedürfnisse junger Familien. Die Stellungnahme der IG Metall wirbt für konkrete Möglichkeiten, Karriere und Familie zu vereinen. Und zwar für junge Frauen und junge Männer.

Für mehr Gleichberechtigung in den Chefetagen fordert die IG Metall eine gesetzliche Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte. 2010 waren gerade mal drei Prozent der Vorstandsmitglieder in den 200 führenden deutschen Unternehmen weiblich. In den 30 DAX-Unternehmen waren es 2,1 Prozent. Mehr als 70 Prozent aller Frauen in den Aufsichtsräten sind Vertreterinnen der Arbeitnehmer. Der IG Metall hatte jüngst eine Frauenquote von 30 Prozent für die Vertreter der IG Metall in den Aufsichtsräten beschlossen.

„Am 24. Februar, unserem Aktionstag gegen Leiharbeit und prekäre Beschäftigung, forderten wir „Arbeit sicher und fair!“. Diese Losung gilt im Grunde ebenso für den internationalen Frauentag. Prekäre Beschäftigung ist zum großen Teil weiblich. Dass Minijobs, Leiharbeit, Teilzeitjobs und befristete Beschäftigungsverhältnisse den Arbeitsalltag vieler Frauen prägen ist völlig inakzeptabel.“ Sagt Astrid Schwarz-.Zaplinski gegenüber der nnz.

Das Motto des Internationalen Frauentages lautet in diesem Jahr „Heute für morgen Zeichen setzen.“ Dieses Zeichen setzt die IG Metall allein in Nordthüringen in 40 Betrieben, wenn die Betriebsräte Rosen an die weiblichen Kolleginnen verteilen.
Autor: nnz

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Kommentare
Paulinchen
07.03.2011, 19:03 Uhr
Gleichberechtigung - was ist das?
In der ehemaligen DDR, die ich mir nicht so wirklich zurück wünsche, da hatten wir die Gleichberechtigung. Da hat der Staat den Damen sogar einen Hausarbeitstag zugestanden. Eine Frau bekam den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit wie ihr männlicher Kollege.

Zugegeben, wenn ich an den morgigen Tag denke (8.März internat. Frauentag - herzl. Glückwunsch den Damen!) den haben sie ja "leider" bis zum 31.12. des gleiche Jahres gefeiert. Das war für die Männer nicht so angenehm, da in den Gaststätten nur wenig Platz war. (ein Spaß muss sein!) In diesem Staat rangieren die Frauen leider sehr weit unten.

Aber der Fisch stinkt ja bekanntlich zuerst am Kopf. Also - da haben wir ihn wieder am Haken - Vater Staat. Die Gewerkschaften sind in meinen Augen eigentlich beinahe wie Parasitien am Arbeiter. Nehme ich mal Herrn Bsirske von verdi, da bekomme ich mehr als nur Bauchschmerzen. Der Mann lebt von den Beiträgen der Gewerksch.-Mitglieder und vom Gehalt als Vorstandsmitglied der Lufthansa AG. Dort soll er im vergangenem Jahr jeden Monat 17.000 € pro Monat kassiert haben.

Nun stellen Sie liebe Leser sich mal vor, der Mann steht unten auf dem Flugplatz und hetzt die Arbeiter auf zu streiken. Dann geht er in die Chefetagen und sagt: "Hoffentlich geben die ihren Streik bald auf und gehen wieder an die Arbeit, dass kostet uns sonst zu viel Geld." Es wäre an der Zeit, dass in unserem Lande mal eine richtige Reform eingeleitet wird, die es den Menschen ermöglicht an Grundsatzentscheidungen mitwirken zu können. Die Eidgenossen in der Schweiz machen es uns doch vor.

Nur unsere Politiker haben eben eine andere Meinung in Sachen Demokratie. Somit liegt es doch an uns, dem Volk, den Politikern mal die Meinung zu wählen oder? Meint vorerst das Paulinchen. PS: In einer Kindertagesstätte für 0 bis 2 Jahre alte Kinder beaufsichtigt eine Erzieherin in der ehem. DDR heute bis zu 8 Kinder. Im Bundesland Bremen dagegen max. 4 Kinder. Nur mal zum feinen Vergleich. Das aber auch bei einem erheblichen Gehaltsunterschied!
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