Fr, 15:43 Uhr
25.02.2011
nnz-interview: Himmelsstürmer
Nach der Premiere von Himmelsstürmer ist Zappelini – Der Junge Zirkus am 3. März um 17 Uhr erneut im Theater Nordhausen zu erleben. Dies ist die einzige Vorstellung am Nachmittag – ein Erlebnis für die ganze Familie. Mitten in den Vorbereitungen haben wir Zirkuspädagogin Steffi Böttcher einige Fragen zum Jungen Zirkus und zur Show stellen können...
Steffi Böttcher (Foto: S. Spehr)
nnz: Seit 15 Jahren hat sich Zappelini - Der Junge Zirkus in Nordhausen als erfolgreiches Jugendprojekt etabliert. Welche Aufgaben haben Sie im Zirkus?
Steffi Böttcher: Ich trainiere mit den Kindern und Jugendlichen Jonglage, Balance, Clownerie, Akrobatik und Luftartistik. Hier lernen die zukünftigen jungen Darsteller die Zirkuskünste kennen. Bis wir auf der Bühne sind, braucht es aber noch viel mehr. Ich erarbeite gemeinsam mit den Jungen und Mädchen die Choreographien, suche nach Gags und Effekten die eine Show beleben. Und dann gibt es noch die vielen speziellen Bereiche wie Kostüme, Musik, Requisiten und Bühnenbild, die ich gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern im studio44 e.V. auswähle und gestalte. Letztendlich muss, wie in einem richtigen Zirkus, alles gepflegt und repariert werden und das braucht viel Zeit.
nnz: Die großen Bühnenshows von Zappelini im Theater Nordhausen sind seit Jahren ein Spektakel das zahlreiche Zuschauer auch aus der Region nach Nordhausen lockt. Wie erklären Sie sich den Erfolg dieser Shows?
Steffi Böttcher: Der Zirkus entführt sein Publikum aus dem Alltag in eine magische Welt. Manches wirkt wie Zauberei. Wir verwandeln uns in wilde Tiere oder komische Typen. Wir sind keine Konserve. Der Zuschauer fiebert bei jeder gekonnten Bewegung aber auch bei jedem Sturz mit.
Besonders begeistern mich die Reaktionen der Kinder, deren Augen und Mimik wie ein Spiegel der Bilder auf der Bühne sind. Sie sitzen mit aufgerissen Mündern im Saal und quietschen vor lachen oder schnappen nach Luft wenn es spannend wird. Das können wir sogar auf der Bühne hören.
nnz: Verraten Sie uns, wie eine so große Show, an der mindestens 30 Kinder und Jugendliche beteiligt sind, entsteht? Wer ist der Ideengeber?
Steffi Böttcher: Die Kinder und das Leben selbst sind der Ursprung der Zappelini-Zirkusgeschichten. Wir improvisieren Geschichten und erfinden Bewegungen. Daraus entstehen Szenen, Bilder, Figuren. Dann suchen wir einen Rahmen oder einen Ort, an dem sich diese ganzen Details zusammenfinden können. Das passiert schon Monate bevor wir anfangen zu inszenieren. Dann kommt eine lange Zeit in der wir ausprobieren, sammeln und verwerfen. Jede Bewegung ist individuell und gehört zu dem Spieler. Sie muss bis zum Auftritt 100 Mal wiederholt werden. Deshalb darf sie nicht zu schwer oder zu langweilig sein. Das braucht oft viel Geduld aber es lohnt sich.
nnz: Was müssen Kinder, die gern auch ein Zappelini wären, mitbringen? Kann jeder zu Ihnen in die Grimmelallee zum Training kommen?
Steffi Böttcher: Ab September nehmen wir wieder neue Spieler auf. Da Zirkus so viele Facetten hat, brauchen wir Kinder und Jugendliche die entweder besonders geschickt oder besonders mutig sind. Andere träumen gern und haben viel Phantasie. Wir brauchen vielfältige Spieler und können jede Fähigkeit gebrauchen. Ein bisschen Disziplin und Eltern, welche die Kinder motivieren, helfen immer darüber hinweg wenn etwas nicht gleich klappt. Alles andere kann jedes Kind ja bei Zappelini lernen.
nnz: Mit Himmelsstürmer stehen die Zappelinis am kommenden Donnerstag wieder auf der Bühne. Was darf das Publikum erwarten?
Steffi Böttcher: Wir tauchen in den Kosmos der Clowns ein, die mit absurden Ideen und Forscherdrang die Schwerkraft überwinden wollen. Dafür erkunden sie den Flug der Insekten, durchforsten das Chemielabor und reisen in den Dunkelwald. Ob sie am Ende von der Bühne fliegen wird noch nicht verraten.
nnz: Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen dem Jungen Zirkus Zappelini viel Spaß und "guten Flug" für die Himmelsstürmer-Show am Donnerstag!
Karten für die einzige Nachmittagsshow Himmelsstürmer am 3. März, 17 Uhr sind an der Theaterkasse Nordhausen (03631/ 983452) erhältlich
Autor: nnz
Steffi Böttcher (Foto: S. Spehr)
nnz: Seit 15 Jahren hat sich Zappelini - Der Junge Zirkus in Nordhausen als erfolgreiches Jugendprojekt etabliert. Welche Aufgaben haben Sie im Zirkus?Steffi Böttcher: Ich trainiere mit den Kindern und Jugendlichen Jonglage, Balance, Clownerie, Akrobatik und Luftartistik. Hier lernen die zukünftigen jungen Darsteller die Zirkuskünste kennen. Bis wir auf der Bühne sind, braucht es aber noch viel mehr. Ich erarbeite gemeinsam mit den Jungen und Mädchen die Choreographien, suche nach Gags und Effekten die eine Show beleben. Und dann gibt es noch die vielen speziellen Bereiche wie Kostüme, Musik, Requisiten und Bühnenbild, die ich gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern im studio44 e.V. auswähle und gestalte. Letztendlich muss, wie in einem richtigen Zirkus, alles gepflegt und repariert werden und das braucht viel Zeit.
nnz: Die großen Bühnenshows von Zappelini im Theater Nordhausen sind seit Jahren ein Spektakel das zahlreiche Zuschauer auch aus der Region nach Nordhausen lockt. Wie erklären Sie sich den Erfolg dieser Shows?
Steffi Böttcher: Der Zirkus entführt sein Publikum aus dem Alltag in eine magische Welt. Manches wirkt wie Zauberei. Wir verwandeln uns in wilde Tiere oder komische Typen. Wir sind keine Konserve. Der Zuschauer fiebert bei jeder gekonnten Bewegung aber auch bei jedem Sturz mit.
Besonders begeistern mich die Reaktionen der Kinder, deren Augen und Mimik wie ein Spiegel der Bilder auf der Bühne sind. Sie sitzen mit aufgerissen Mündern im Saal und quietschen vor lachen oder schnappen nach Luft wenn es spannend wird. Das können wir sogar auf der Bühne hören.
nnz: Verraten Sie uns, wie eine so große Show, an der mindestens 30 Kinder und Jugendliche beteiligt sind, entsteht? Wer ist der Ideengeber?
Steffi Böttcher: Die Kinder und das Leben selbst sind der Ursprung der Zappelini-Zirkusgeschichten. Wir improvisieren Geschichten und erfinden Bewegungen. Daraus entstehen Szenen, Bilder, Figuren. Dann suchen wir einen Rahmen oder einen Ort, an dem sich diese ganzen Details zusammenfinden können. Das passiert schon Monate bevor wir anfangen zu inszenieren. Dann kommt eine lange Zeit in der wir ausprobieren, sammeln und verwerfen. Jede Bewegung ist individuell und gehört zu dem Spieler. Sie muss bis zum Auftritt 100 Mal wiederholt werden. Deshalb darf sie nicht zu schwer oder zu langweilig sein. Das braucht oft viel Geduld aber es lohnt sich.
nnz: Was müssen Kinder, die gern auch ein Zappelini wären, mitbringen? Kann jeder zu Ihnen in die Grimmelallee zum Training kommen?
Steffi Böttcher: Ab September nehmen wir wieder neue Spieler auf. Da Zirkus so viele Facetten hat, brauchen wir Kinder und Jugendliche die entweder besonders geschickt oder besonders mutig sind. Andere träumen gern und haben viel Phantasie. Wir brauchen vielfältige Spieler und können jede Fähigkeit gebrauchen. Ein bisschen Disziplin und Eltern, welche die Kinder motivieren, helfen immer darüber hinweg wenn etwas nicht gleich klappt. Alles andere kann jedes Kind ja bei Zappelini lernen.
nnz: Mit Himmelsstürmer stehen die Zappelinis am kommenden Donnerstag wieder auf der Bühne. Was darf das Publikum erwarten?
Steffi Böttcher: Wir tauchen in den Kosmos der Clowns ein, die mit absurden Ideen und Forscherdrang die Schwerkraft überwinden wollen. Dafür erkunden sie den Flug der Insekten, durchforsten das Chemielabor und reisen in den Dunkelwald. Ob sie am Ende von der Bühne fliegen wird noch nicht verraten.
nnz: Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen dem Jungen Zirkus Zappelini viel Spaß und "guten Flug" für die Himmelsstürmer-Show am Donnerstag!
Karten für die einzige Nachmittagsshow Himmelsstürmer am 3. März, 17 Uhr sind an der Theaterkasse Nordhausen (03631/ 983452) erhältlich

