Do, 13:25 Uhr
24.02.2011
Achtung Nebenwirkungen
Eltern mit Kindern müssen häufig zum Arzt und in die Apotheke. Vor allem bei Säuglingen und kleinen Kindern ist das Immunsystem noch nicht vollständig ausgeprägt; die Kleinsten sind daher besonders anfällig für Erkrankungen. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker geben Tipps zur Einnahme und Dosierung von Kinderarzneimitteln...
"Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, das gilt insbesondere bei der Einnahme von Arzneimitteln", betont Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen. "Je jünger die Kinder, desto größer ist der körperliche Unterschied. Das bedeutet beispielsweise, dass Medikamente anders abgebaut werden." Das gilt auch für Präparate der Selbstmedikation. So kann der Wirkstoff Acetylsalizylsäure in gängigen Schmerzmitteln bei Kindern schwere Nebenwirkungen an Gehirn und Leber auslösen.
"Kinder brauchen Arzneimittel, die auf sie abgestimmt sind", sagt Garke. "Weil Tabletten oder Kapseln nicht so gut geschluckt werden können, gibt es spezielle Arzneiformen wie Zäpfchen oder flüssige Arzneimittel." Während bei Erwachsenen ein Durchschnittsgewicht herangezogen wird, um die Dosierung von Arzneimitteln zu berechnen, ist die einzunehmende Menge bei Kindern abhängig von Alter oder Gewicht. "Eltern sollten bei jedem Medikament die besonderen Dosierungsempfehlungen für Kinder beachten", rät Garke. Entsprechende Hinweise stehen auf der Verpackung und der Packungsbeilage.
Fieber- und Schmerzmittel, aber auch Antibiotika und Hustenpräparate gibt es meist als Säfte. Studien haben gezeigt, dass Eltern solche Arzneimittel häufig falsch dosieren, auch wenn sie Messbecher oder -löffel aus der Packung verwenden: "Das kann für die Kinder fatale Folgen haben. Wird zu viel von dem Arzneimittel eingenommen, steigt das Risiko für Nebenwirkungen. Bei Unterdosierungen kann das Präparat dagegen seine Wirkung nicht komplett entfalten, und die Erkrankung wird womöglich nicht ausreichend therapiert", erklärt Garke.
Der Apotheker warnt davor, die Medikamente mit gewöhnlichen Tee- oder Esslöffeln abzumessen. "Die Gefahr von Über- oder Unterdosierungen ist besonders groß, weil Haushaltslöffel nicht standardisiert sind", so Garke. Apotheker unterstützen Eltern bei Fragen zu Arzneimitteln und helfen bei Anwendung und Dosierung.
Einige Medikamente müssen sogar extra zubereitet werden: "Antibiotikasäfte gibt es in der Regel als Trockenpulver, das vor der ersten Anwendung mit Wasser aufgefüllt wird", erklärt Garke. Wichtig ist, solche Arzneimittel nach der Anleitung herzustellen, damit sie die richtige Konzentration haben. "Die Säfte werden im Kühlschrank aufbewahrt und müssen vor der Einnahme kräftig geschüttelt werden."
Autor: nnz"Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, das gilt insbesondere bei der Einnahme von Arzneimitteln", betont Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen. "Je jünger die Kinder, desto größer ist der körperliche Unterschied. Das bedeutet beispielsweise, dass Medikamente anders abgebaut werden." Das gilt auch für Präparate der Selbstmedikation. So kann der Wirkstoff Acetylsalizylsäure in gängigen Schmerzmitteln bei Kindern schwere Nebenwirkungen an Gehirn und Leber auslösen.
"Kinder brauchen Arzneimittel, die auf sie abgestimmt sind", sagt Garke. "Weil Tabletten oder Kapseln nicht so gut geschluckt werden können, gibt es spezielle Arzneiformen wie Zäpfchen oder flüssige Arzneimittel." Während bei Erwachsenen ein Durchschnittsgewicht herangezogen wird, um die Dosierung von Arzneimitteln zu berechnen, ist die einzunehmende Menge bei Kindern abhängig von Alter oder Gewicht. "Eltern sollten bei jedem Medikament die besonderen Dosierungsempfehlungen für Kinder beachten", rät Garke. Entsprechende Hinweise stehen auf der Verpackung und der Packungsbeilage.
Fieber- und Schmerzmittel, aber auch Antibiotika und Hustenpräparate gibt es meist als Säfte. Studien haben gezeigt, dass Eltern solche Arzneimittel häufig falsch dosieren, auch wenn sie Messbecher oder -löffel aus der Packung verwenden: "Das kann für die Kinder fatale Folgen haben. Wird zu viel von dem Arzneimittel eingenommen, steigt das Risiko für Nebenwirkungen. Bei Unterdosierungen kann das Präparat dagegen seine Wirkung nicht komplett entfalten, und die Erkrankung wird womöglich nicht ausreichend therapiert", erklärt Garke.
Der Apotheker warnt davor, die Medikamente mit gewöhnlichen Tee- oder Esslöffeln abzumessen. "Die Gefahr von Über- oder Unterdosierungen ist besonders groß, weil Haushaltslöffel nicht standardisiert sind", so Garke. Apotheker unterstützen Eltern bei Fragen zu Arzneimitteln und helfen bei Anwendung und Dosierung.
Einige Medikamente müssen sogar extra zubereitet werden: "Antibiotikasäfte gibt es in der Regel als Trockenpulver, das vor der ersten Anwendung mit Wasser aufgefüllt wird", erklärt Garke. Wichtig ist, solche Arzneimittel nach der Anleitung herzustellen, damit sie die richtige Konzentration haben. "Die Säfte werden im Kühlschrank aufbewahrt und müssen vor der Einnahme kräftig geschüttelt werden."

