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Di, 14:41 Uhr
22.02.2011

Niedriglöhne boomen im Südharz

Die LINKE im Landkreis Nordhausen fordert einen gesetzlichen Mindestlohn und unterstützt den gewerkschaftlichen Aktionstag am 24. Februar. Die Partei wartet auch mit aktuellen Zahlen auf...


„Es ist ein Skandal, wie viele Beschäftigte im Landkreis Nordhausen mit Niedriglöhnen abgespeist werden. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn ist längst überfällig“, erklärt der Kreisvorsitzende der LINKEN, Rainer Bachmann. Laut einer Anfrage der LINKEN bei der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 17/4590) liegt im Landkreis Nordhausen der Anteil der Vollzeitbeschäftigten, die lediglich einen Niedriglohn erhalten, bei 21,4 Prozent. Das sind 4.143 aller Vollzeitbeschäftigten. Ein Lohn gilt nach Berechnungen der Bundesregierung als niedrig, wenn er unterhalb der Niedriglohnschwelle von derzeit 1.870 Euro in Westdeutschland und 1.367 Euro in Ostdeutschland liegt.

In Anbetracht dieser Zahlen sagt Rainer Bachmann: „Die Ausbreitung von Niedriglöhnen muss endlich gestoppt werden. Es ist Zeit zu handeln und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einzuführen. Ein Mindestlohn zum Beispiel von 10 Euro pro Stunde, wie ihn die LINKE fordert, würde die Löhne von rund sieben Millionen Menschen anheben. Hinzu kommt: Spätestens ab dem 1. Mai 2011 ist ein gesetzlicher Mindestlohn unumgänglich. Ab diesem Zeitpunkt fallen die Schutzregelungen im Rahmen der europäischen Arbeitnehmer- und Dienstleistungsfreizügigkeit fast vollständig weg."

Es müsse verhindert werden, dass Unternehmen dies zu Lohndumping zulasten der Beschäftigten ausnutzen können. Die Bundesregierung bleibe bisher aber untätig. Der Druck müsse erhöht werden, damit sie ihren Lobbyismus für die Arbeitgeber beendet. Die Beschäftigten dürfen nicht weiter im Regen stehen gelassen werden. Die LINKE unterstützt deshalb den Aktionstag der Gewerkschaften für sichere und faire Arbeit am 24. Februar.

Ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn nütze nicht nur den Beschäftigten. Auch die Steuerzahler würden entlastet. Im Landkreis Nordhausen bekommen 1.126 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zusätzlich zu ihrem Lohn Hartz IV-Leistungen, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Hierfür wurden allein im Juni 2010 insgesamt 4.321.049 Euro im Landkreis Nordhausen ausgegeben.
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
22.02.2011, 18:06 Uhr
Populistisches Geschwätz ??
Die Gewerkschaft macht einen Aktionstag,. Es geht um Billiglohn und was machen Die Nordhäuser LINKEN, sie tun so, als würden sie die treibende Kraft sein, die gegen die soziale Schieflage in Deutschland kämpft.

Wenn dem so ist, dann frage ich Herr Bachmann, was konkret unternimmt seine Partei gegen diese Schieflage? Denn außer populistischen Sprüchen ist da nichts zu hören. Wie wollen sie denn vorgehen, um das Ganze zu finanzieren?

Wie wollen sie der Wirtschaft Beine machen, das sie Mindestlöhne zahlt? Mit Sprüchen kommen sie hier nicht weiter, hier müssen sie schon mit überzeugenden Fakten kommen und die haben sie nicht. Ich selber habe mit Persönlichkeiten der Partei gesprochen und die mussten zugeben, das man kein echtes Programm hat.

Man ist der Meinung, es reicht aus wenn zum Beispiel die „SPD“ 50 000 für eine soziale Angelegenheit verlangt, dass man diese Summe einfach verdoppelt. Man ist in dieser Partei zu sehr damit beschäftigt, den eigenen Posten und denen seiner Bekannten zu sichern.

Jemand sagte mir einmal die Partei wird wie ein Partirachat geführt, ich kann nur hoffen, dass es nicht so ist, oder etwa doch? Ich habe mir einmal den Entwurf für das Programm besorgt und werde ihn lesen, aber bei einen ersten überlesen, erwarte ich nicht sehr viel von diesen Entwurf.
pumpnC
22.02.2011, 21:46 Uhr
Lösung
Ein erster Schritt wäre es, die ganzen Zeit ähm Sklavenarbeitsfirmen einzudämmen. In Nordhausen machen die sich schon seit Jahren wie die Pest breit, und schaut man mal in die Jobangebote des Arbeitsamtes, findet man entweder nur noch dubiose Arbeitsvermittler oder eben diese Zeitarbeitsfirmen.

Anstatt einfach den Finger zu heben und sagen "Ja das ist aber nicht richtig" sollte man endlich mal effektiv diesen "Arbeitsmarkt" reformieren. Bei HArtz4 vor 5 Jahren waren ja unsere Politker auch Feuer und Flamme für (un)soziale Reformen. Und wenn man sich die Lage heute anschaut, dann muss mal traugigerweise sagen, dass unser Jobcenter (schon alleine der Name ist ein Witz) alles daran setzt um in Not geratene Menschen so lange wie möglich an Hartz4 zu binden. Von den interessiert sich nicht wirklich jemand dafür ob einer ihrer Kunden bald wieder auf den ersten Arbeitsmarkt losgelassen wird. Stattdessen werden die Leute fleißig in MAßnahmen gesteckt, die am Ende dem Steuerzahler noch mehr Geld kosten und noch weniger bringen.

Aber wir haben ja einen wirtschaftlichen Aufschwung, der auch spürbar ist. Hut ab!
WR-NDH
23.02.2011, 07:16 Uhr
Herr Bachmann
Ich stimme gar nicht mit der Meinung des Herrn Werner überein. Nutzen Sie doch die Chance hier in der nnz kostenlos Werbung für die LINKE zu machen, indem Sie Herrn Werner Fakten liefern. Wenn Sie das überzeugend tun, können Sie gewiss bei der nächsten Kreistags-, Landrats- oder Landtagswahl Wahlwerbungskosten sparen.

Wenn Sie das nicht tun kann man zweierlei folgern:
1. die Linkspartei hat kein Konzept zur Lösung des Problems (sie hat es aber)
2. Sie kennen das Konzept nicht
Beides wäre fatal für die Linken.
Retupmoc
23.02.2011, 07:45 Uhr
Papiertiger !
Wie meine Vorredner schon richtig ausgeführt haben, ist es im Südharz so, das es Jobangebote fast nur im Billiglohnsektor gibt. Das liegt meiner Meinung auch daran, das die handelnden Personen u.a. bei der Arge wirklich kein Interesse haben oder es aus Mangel an Wissen nicht können. Was die Partei des Herrn Bachmann betrifft frage ich ihn an dieser Stelle einmal öffentlich (eine Antwort wird es wohl nicht geben?):

Herr Bachmann,
die Linke ist in der Lage ganze Busladungen mit Demonstanten nach Dresden zu karren, um die Gewaltorgie in der sächsischen Metropole zu verstärken. Könnten Sie auch einige Busse mit Ziel Berlin besorgen, um vor dem Reichstag gegen den Lohnbetrug und Hartz 4 demonstrieren zu können. Ich besorge Ihnen die Fahrgäste und verspreche Ihnen, das es bei Sitzblockaden und Anti-Regierungs- Sprechchören bleibt.

Oder ist der Linken Dresden wichtiger als Nordhäuser Bürger?
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