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Di, 11:12 Uhr
07.12.2010

nnz-Forum: Falsch ausgeschildert

Wer zu Fuß in unserer Region unterwegs ist, der kann nicht nur viel Natur "schnuppern", sondern auch einiges entdecken. Wie zum Beispiel nnz-Leser Bodo Schwarzberg...


Nach rund 95 Kilometern auf dem Weg von Halle nach Nordhausen zum 10. Südharz-Hunderter stellte ich an den Glockensteinen am Schwarzen Weg zwischen Nordhausen und Steigerthal fest, dass der dort angebrachte Wanderwegweiser inkorrekte Angaben enthält bzw, dass er an einer falschen Stelle angebracht wurde. Er weist in Richtung Nordhausen, obwohl sich der Haselhai von den Glockensteinen aus gesehen südöstlich, und Steigerthal nordöstlich befinden. Meiner Meinung nach müsste er im Alten Stolberg knapp nordwestlich der Kalkhütte angebracht werden.

Im Gebiet gehört der Karstwanderweg zu den wenigen, einigermaßen gut ausgeschilderten Wanderwegen. Die Situation hat sich hier in den letzten Jahren weiter verbessert. Dennoch stellen Teilnehmer meiner Hunderter, also allesamt "Wanderprofis", immer wieder fest, dass sich die Nordhäuser Markierer in ihrer Arbeit offenbar nur selten von der Sichtweise der Wanderer leiten lassen. Da fehlen Markierungen an Abzweigungen oder sie werden an nur schwer zu erkennenden Stellen angebracht. Das trifft mitunter auch noch auf den Karstwanderweg zu.

Die Situation an vielen anderen Wanderwegen im Kreis Nordhausen kann dagegen oft nur als desolat bezeichnet werden. Ohne GPS, Karte und Orientierungsvermögen ist das Verlaufen meist vorprogrammiert, weil Markierungen und Wegweiser fehlen, oder kaum noch zu entziffern sind. Wenngleich sich auch hier die Situation in den letzten Jahren ein wenig gebessert hat, so empfehle ich seit Jahren einen Blick in andere Mittelgebirge bzw. Waldgebiete.

Egal ob Dübener Heide, Erzgebirge, Riesengebirge oder Sächsische Schweiz: Fast überall sind die Wanderwege, übrigens auch weniger begangene, hervorragend und auch noch wandererfreundlich markiert. Da bleibt im Kreis Nordhausen und in gesamten Harz, zumindest außerhalb der Touristenzentren, noch sehr viel zu tun. Man merkt, dass das Wandern im Harz, im Vergleich zu anderen Gebieten, vielfach ein Schattendasein führt. Der Wunsch, den Wandertourismus zu fördern und die Realität auf den Wanderwegen stehen im Gebiet oft in einem dramatischen Widerspruch zueinander.

Übrigens ist auch der niedersächsische Harz deutlich besser markiert, als jener in Thüringen oder gar Sachsen-Anhalt (Kreis MSH). Es reichte also schon ein Blick einige Kilometer nach Westen.
Bodo Schwarzberg, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
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