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Mi, 19:44 Uhr
26.05.2010

Signale aus dem Speicher

Pünktlichkeit ist nicht der Sozis Sache. Und so begann denn auch der Jahresempfang der Sozialdemokratie dieses Landkreises auch mit einiger Verspätung. Zeit ist Geld – konnte die Devise des Abends wohl kaum lauten, denn immerhin war die SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks der Stargast des Abends.

Becker (Foto: nnz) Becker (Foto: nnz) Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste aller politischer Farben sowie Vertreter aus der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens von Dagmar Becker, der Kreisvorsitzenden der SPD. Becker plädierte im Tabakspeicher in ihren Worten vor allem in Richtung der Kommunalwahlen und einer möglichst hohen Wahlbeteiligung. Ansonsten wurde über zehn Minuten lang begrüßt und herzlich willkommen geheißen. Darüber hinaus gab es jedoch jede Menge Sprech- und Spruchblasen.

Dann war die Genossin Hendricks an der Reihe, die noch einmal die gleichen Gäste begrüßte. Die oberste Kassenwartin der Bundes-SPD erinnerte an 1990 und an Gotha, an Egon Bahr und Willy Brandt, als die Sozialdemokratie im Osten Deutschlands zu zweiten Mal geboren wurde. Darüber hinaus repetierte die Bundestagsabgeordnete die Politszene in Berlin und begründete die sozialdemokratischen Entscheidungen in punkto Griechenland- und Eurohilfe.

Hendricks (Foto: nnz) Hendricks (Foto: nnz) Die Minuten vergingen und vergingen und Frau Hendricks war immer noch bei der Erläuterung der Finanztransaktionssteuer. Im umgekehrten Verhältnis zum Enthusiasmus der Rednerin bewegte sich das Interesse eines großen Teils des Auditoriums - gen Null. Zumindest derer, die „in Deckung“ weit hinten standen. Dann ging es noch ein wenig um D-Mark-Romantik, um die Löhne in Griechenland.

Einmal Beifall gab es schon, als Frau Hendricks den derzeitigen Außenminister als Totalausfall benannte. Viele lächelten, nur Claus-Peter Rossberg von der FDP nicht.

Jahresempfang (Foto: nnz) Jahresempfang (Foto: nnz)

Anschließend trafen sich die Gäste des Abends beim Buffet und bei Bier, Brause und Sekt. Für kurze Zeit waren all die Traumata der Sozialdemokratie in diesem Land, in diesem Landkreis und in dieser Stadt vergessen, das sie nie wieder zu einer Volkspartei machen wird.
Empfangen (Foto: nnz)
Empfangen (Foto: nnz)
Empfangen (Foto: nnz)
Autor: nnz

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