nnz-Polizeibericht vom Mittwoch
Steinewerfer, Alkohol und eine Hauswand, sowie ein unglücklicher Mopedfahrer beschäftigten gestern die Polizei. Was genau geschehen ist, erfahren sie im nnz-Polizeibericht.
Es ist nicht zum ersten Mal passiert, und wohl leider auch nicht zum letzten Mal. Unbekannte haben am Pfingstwochenende mit Steinwürfen die Außenfassade der Turnhalle der Petersbergschule beschädigt. Mindestens 25 mal warfen sie, und verursachten einen Schaden von rund 300 Euro.
Alkohol am Steuer ist gefährlich. Das dürfte gestern auch einem 45-jährigen klar geworden sein, der auf der Hauptstraße in Großwechsungen. Mit 2,37 Promille im Blut unterschätzte der Mann offensichtlich seine Geschwindigkeit, und kam in einer leichten Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Erst nach dem er ein Verkehrsschild und einen Leitpfosten mitgenommen hatte, wurde er von einer Hauswand gestoppt. Der Mann musste aufgrund seiner Verletzungen in das Südharzkrankenhaus eingeliefert werden. Am Auto sowie an der Hauswand entstand ein Schaden von etwa 5800 Euro. Seinen Führerschein dürfte der Alkoholsünders fürs erste auch nicht wiedersehen.
Im Krankenhaus landete auch einem Mopedfahrer der gestern gegen Mittag die Dorfstraße in Nohra befuhr. Schuld an der Misere war derweil ein 22-jähriger Busfahrer, der nicht Vorschriftsmäßig auf der rechten Fahrbahnseite blieb. Der Mopedfahrer konnte nicht mehr ausweichen, und es kam zur Kollision. Er brach sich zum Glück "nur" den Arm. Sogar die Freiwillige Feuerwehr Nohra musste noch ausrücken um austretende Flüssigkeiten zu entfernen. Es entstand ein Schaden von etwa 1200 Euro.
Autor: agl
Kommentare
The Commander
26.05.2010, 17:37 Uhr
Gegendarstellung
Mit Unverständnis habe ich den Unfallbericht von Nohra gelesen. Liebes nnz - Team, ich weiß ja nicht von wem Sie die Informationen erhalten. Im Großem und Ganzen entspricht Ihr Artikel nicht ganz der Wahrheit. Erstens: der Unfall fand auf einer schmalen Straße zwischen dem Abzweig Hühnstein und der Ortslage Wollersleben statt. Zweitens: die Unfallursache ist laut gestriger Polizeiaussage nicht zweifelsfrei geklärt. Also kann man dem Busfahrer im Vorfeld schonmal nicht die Schuld geben, bis dies geklärt ist. Drittens ist die Straße so schmal das ein großes Fahrzeug auch beim vorschriftsmäßigem rechtsfahren die gesamte Straßenbreite in Anspruch nimmt. Und die Stelle wo der Unfall passiert war ist auf der Wipperbrücke und dort ist überhaupt kein Platz mehr für den Gegenverkehr da diese noch ein wenig schmaler ist. Man kann es leider nicht ungeschehen machen und mir tut auch das verletzte Opfer leid. Keine Frage. Aber alles gleich immer auf Lasten von denjenigen legen die im Moment das größere und sichere Fahrzeug hatten sollte man doch bitte bis zur endgültigen Klärung lassen. Ich fahre diese Strecke ebenfalls wie mein Kollege mehrmals am Tag und weiß wie gefährlich dieser Abschnitt ist und muß auch fast täglich erleben das andere Verkehrsteilnehmer auf Biegen und Brechen eine Vorfahrt erzwingen wollen, was bei mir auf sehr großes Unverständnis trifft. Das soll jetzt nicht heißen das der Mopedfahrer eventuell vorsätzlich gehandelt hat. Da warte ich zumindest lieber die Entscheidung derjenigen ab, die diesen Sachverhalt nun wirklich klären müssen.
balea
27.05.2010, 08:50 Uhr
Unfallort
Ich geb dem Commander recht, was Schuld bzw. Unschuld des Busfahrers betrifft.
Der Unfallort war allerdings nicht auf der Wipperbrücke, sondern direkt in der Ortlage Wollersleben, in der letzten Kurve vor der Bushaltestelle, die durch eine kleine Brücke sehr eng ist. Das zeigen deutlich die Spuren auf der Straße.
An dieser Stelle ist es kaum möglich mit einem PKW rechts zu fahren, somit für einen Bus schier unmöglich ohne auszuholen durch die Kurve zu kommen.
Ohne jemandem, ob Busfahrer oder Mopedfahrer Schuld zusprechen zu wollen........in unserer Ortslage ist mit extremer Vorsicht und Rücksichtnahme zu fahren, weil alles eng und unübersichtlich ist.
An dieser Stelle ein Dankeschön einer Mutter an die Firma Keitel, die trotz des Unfalles die Grundschüler aus Nohra mit Privat-PKW pünktlich nach Hause brachte.
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