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Fr, 12:59 Uhr
10.01.2003

Verhaltener Optimismus

Nordhausen (nnz). Die Kreissparkasse Nordhausen hat heute ihre Bilanz des zurückliegenden Jahres präsentiert. Es sei ein wirtschaftlich schwieriges Jahr gewesen, hieß es. Trotzdem sind die Vorständler des Hauses am Kornmarkt nicht unzufrieden. Mehr dazu in Ihrer nnz.


Viel Kraft nötig Das Jahr 2002 sei vor allem für die Kreditwirtschaft eine Herausforderung gewesen und es dürfte aus Sicht der Betriebswirtschaft zu den schwierigsten der Vergangenheit gehören, charakterisierte heute Sparkassendirektor Dieter Przybilla die zurückliegenden zwölf Monate. Und trotzdem können die Banker am Kornmarkt vielleicht doch sich selbst und den fast 300 Mitarbeitern auf die Schultern klopfen. Erneut konnte zum Beispiel die Zahl der Privatgirokonten (50.779) gesteigert werden und das bei einer rückläufigen Bevölkerungsentwicklung.

Im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns stand die Forcierung der strategischen Neuausrichtung. Das bedeutet die Konzentration auf die Kernkompetenzen, die bessere Zusammenarbeit mit den Kunden und die Verbesserung der internen Arbeitsabläufe.

Vor einem Jahr genau wagte der KSK-Vorstand einen Ausblick, und der war nicht gerade positiv. Die Experten sollten recht behalten, denn die Bilanzsumme 2002 ist leicht (0,8 Prozent) zurückgegangen. Zum 31. 12. 2002 weist sie 914,1 Million Euro aus. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen des wirtschaftlich schlechten Umfeldes will das Kreditinstitut der Wirtschaft ein verlässlicher Partner bleiben. Aber: Der Blick auf die Risikosituation wird in Anbetracht der häufig eklatanten Eigenkapitalschwächen in den Unternehmen genauer.

So gingen die wesentlichsten Wachstumsimpulse im Kreditgeschäft zwar von den Unternehmen aus, doch Kredite für Neuansiedlungen waren nur schwer auszumachen. Häufig mussten „Überlebenskredite“ ausgereicht werden. Das macht vor allem Kreditchef Claus W. Deig zu schaffen. So sieht er die wirtschaftliche Situation in Deutschland ab dem zweiten Halbjahr zwar vorsichtig positiv, doch bis dahin rechnen er und seine Vorstandskollegen mit weiteren Insolvenzen. Vielen Unternehmen, die dann in der Aufschwungphase investieren wollen, wird einfach die „finanzielle Puste“ ausgehen.

Gewachsen ist in der Kreissparkasse im vergangenen Jahr – trotz Börsenkrise – das Wertpapiergeschäft (nnz hatte bereits ausführlich berichtet). Auch auf die künftigen Investitionen wurde in der nnz bereits intensiv eingegangen. Bitte nutzen sie dazu auch die Archiv-Suche.

In diesem Jahr gehen die Banker von einem „lediglich geringen Anstieg“ in der Geschäftsentwicklung aus, vom privaten Konsum werde es keine wesentlichen Impulse geben. „Mit einem Anziehen der Wirtschaft rechnen wir frühestens im 2. Halbjahr. Inwieweit unsere regionalen Unternehmen davon profitieren können, bleibt abzuwarten. Für die Bauwirtschaft sehen wir eine weitere Verschärfung der Lage“, heißt es in einer Presseerklärung der Kreissparkasse.

nnz-Service: Wir werden heute den kompletten Wortlaut dieser Erklärung ins Netz stellen.
Autor: nnz

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