eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Sa, 18:00 Uhr
28.02.2026
Meine Meinung

Es wird bunter

Den Journalisten der neueren und älteren Zeit wird des Öfteren nachgesagt, sie würden sehr gern im menschlichen und gesellschaftlichen Ungemach suhlen. Klingt ein wenig verschwurbelt, dann einfach: Bad News are good News und das sind Fake News, auch Journalisten können sich freuen…

Zeitungen (Foto: Pexels auf Pixabay) Zeitungen (Foto: Pexels auf Pixabay)
Selbstverständlich sind das keine Fake News, denn tatsächlich werden Meldungen über Katastrophen, Unfälle und sonstiges Leid mehr gelesen und damit angeklickt, als zum Beispiel der Bericht über das neue Büro der „Thüringer Initiative für Integration, Nachhaltigkeit, Kooperation & Aktivierung“ in Nordhausen Ost.

Doch zurück zur Überschrift über diese Kolumne. Und damit zurück zu der Zeit, da sich für die Journalisten der ehemaligen DDR eine neue Welt auftat. Nicht das Kollege X. oder Kollegin Y. ihr Handwerk nicht verstanden. Aber endlich konnte der ideologische Mantel von Sozialismus, Kommunismus, von einer Partei, die immer Recht hatte und von dem vielen anderen hemmenden Kleinkram abgeworfen werden.

Es war doch einfach herrlich, mittendrin statt nur dabei zu sein in einer Medienlandschaft, die so wunderbar bunt war. Oder war es wunderlich bunt? Da gab es Verlegerpersönlichkeiten, von Springer ganz rechts über von Nannen in der Mitte bis zu Augstein im linken Printmillieu. Der Leser wusste, was er allmorgendlich oder einmal in der Woche in seinem Briefkasten fand.

Mit diesem Gefühl der beruflichen Freiheit, die allerdings in den diversen Anstellungsverträgen ihre freiheitlichen Banden fanden, torkeln und taumelten die Medien in das nächste Jahrtausend und damit in eine erste gesamtdeutsche Krise. Die Finanzkrise und deren Management durch die entsprechenden Bundesregierungen - immer angeführt durch eine Ostdeutsche. Wer - nicht nur beruflich bedingt - etwas genauer unter die Decke der politischen Mauscheleien blickte, der traute mitunter seinen Augen nicht. Angela Merkel, eine Kindin der DDR - hatte es spielerisch geschafft, so eine kleine Einheitspresse zu formen. Klein, fein und mächtig. Die Frau des Ostens, inspiriert durch ihre Regierungserfolge und das Tätscheln der Medien im Reigen des ÖRR, machte einfach weiter.

Sie machte Grenzen auf, machte Selfis. Lud nicht nur Kalkutta, sondern die halbe Welt nach Deutschland ein. Und der überwiegende Teil der medialen Welt, die sich später Mainstreammedien, danach “systemrelevante Medien” nannten, überboten sich im Beifallzollen. Endlich war das Bild des Deutschen poliert, war der Staub und der Dunst von diesem Land, das mitunter nur aus diesen unsäglichen zwölf Jahren zu existieren schien, weggefegt. “Mutti” hatte es geschafft.

Doch da bereits, unter dieser polierten Oberfläche, da grummelte es. Es regte sich Unwohlsein, Kritik an all dem, abseits des erstarkenden medialen Opportunismus. Und wer da dachte, dass damit die Spitze des Schleim absondernden Tun und Handelns in den Redaktionsstuben erreicht war, der irrte. Es gab ja erst noch Pediga, dann die AfD. Hier konnte das investigative Feindbild so richtig ausgelebt werden. Die Herangehensweise kannte man bei BILD, SPIEGEL, STERN oder ZEIT und all die anderen ja aus den 1990er Jahren aus der Jagd nach dem letzten IM in den Reihen der PDS im letzten Kaff von MeckPomm.

Daneben, das Internet machte es möglich, entstanden Online-Zeitungen. Die erste, die mir begegnete, war die “Achse des Guten”. Die Faszination für mich waren schon zum Teil die Themen, mehr aber noch die Liste der Autoren und Redakteure und ihrer beruflichen Lebensläufe. Deren bisherige Wirkungsstätten lasen sich wie das Who is Who des deutschen Verlagswesens: Focus: Peter Hemmelrath, Robert von Lowenstein, TV-Korrespondent in den USA. STERN: Wolfgang Röhl. Alexander Wendt - STERN und Tagesspiegel, Manfred Haferburg und dann der von mir überaus geschätzte Henryk M. Broder.

Sie waren damals die Pioniere des etwas anderen Journalismus. Was die Jungs damals schon einte, das waren ihre Lebensjahre, die sie wirtschaftlich unabhängig machten. Sie konnten sich was eigenes leisten. Gleiches lässt sich über TE - Tichys Einblicke berichten: Roland Tichy (Handelsblatt, Capital), Wolfgang Herles (40 Jahre BR und ZDF). Zu erwähnen ist hier der jüngste Paukenschlag und damit Schlag in Kontor der “systemrelevanten Medien”: NIUS. Julian Reichelt. Wer sieben Jahre an der Spitze von BILD und BILD.de steht und so ziemlich aus jedem Schützengraben in dieser Welt berichtete, der war gekommen um zu bleiben. In der Hinterhand ein Milliardär und an seiner Seite ein Typ wie Ralf Schuler sowie viele junge Nachwuchsjournalisten - das war die perfekte Mischung, die der Weggang von Dr. Alexander Kissler von der NZZ zu NIUS noch perfekter machte. Und die Reaktion der deutschen Medienwelt war erwartbar: Phase 1: Nicht berichten, nicht zitieren totschweigen. Phase 2: Wer ist schon NIUS? Krawallportal und ähnliches. Phase 3: Man kommt mehr und mehr nicht an Nius vorbei, vor allem die WELT springt auf die Themen an, die NIUS anfasst, dann tuts der Rest. Muss man mögen oder nicht - ist eben Boulevard. Aber NIUS und die APOLLO NEWS als Ableger und Kaderschmiede, räumen die angestaubte Medienlandschaft auf. Letztes Beispiel die ZDF-Leaks.

Und als ob das den Medienhäuser von Maddsack, Funke oder der SPD nicht schon genug Ärger bereitet, kommt auch noch die Familie Friedrich (Berliner Zeitung) mit der “Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung” (OAZ) den bisherigen Matadoren in die Quere, die sich den Osten mit Hilfe der Treuhand aufteilen. Diesmal gibt es keine Phasen 1 und 2, diesmal geht es gleich mit 3 los..

Ob sich der heimliche Wunsch von den Kollegen Lilienthal und Co. erfüllt, wird die Praxis zeigen. Der Leser entscheidet, denn die OAZ startet wochentags als Online-Ausgabe und am Wochenende mit einer 56 Seiten starken Druckausgabe. Abopreis 12 Euro im Monat. Eine unternehmerische Strategie übrigens, die unausweichlich auf die regionalen Heimatzeitungen zukommen wird und ein einigermaßen auskömmliches Überleben ermöglichen könnte.

Summa summarum: Es tut sich was im Medienwald dieses Landes. Das ist gut so, denn das Einerlei, das den Vorgaben der Regierenden (nur psychologisch besser verpackt) auch noch zu 90 Prozent entspricht, das könnte langsam aber sicher nicht nur uns Ostdeutschen zum Halse heraushängen. Vom Osten lernen heißt nunmal siegen lernen, auch auf dem Weg zu “unser aller Demokratie”.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

Anzeige symplr (6)
Kommentare
DonaldT
28.02.2026, 18:31 Uhr
Es wird
Gut gebrüllt Löwe.
P.Burkhardt
28.02.2026, 20:10 Uhr
Sorry, PSG...
...aber kaum ein Blatt ist in meinen Augen so schwarz/weiß wie die OAZ 🤣.... und da meine ich nicht die Druckfarben der Fraktur-Schrift.

Für mich ist die OAZ ein weiterer Schritt zur Spaltung zwischen Ost und West... ich finde das eher bedauerlich.

Trotzdem unternehmerisch bewundernswert, das Blatt: Sag dem Ossi, was er hören will und verdiene Geld damit. Der Herausgeber (Holger Friedrich) kennt sich ja aus... Stichwort Berliner Zeitung. Die OAZ bedient das Klischee von uns Ossis aus der (sich selbst als abgehängt bezeichnenden) Ossi-Sicht. Ist das jetzt gut oder schlecht ? Wer die Gazette lesen möchte und es eben als das nimmt, was es ist, macht da nichts falsch. Gefährlich wird es nur, wenn OAZ/TE/NIUS usw. als die alleinig richtig Berichtenden hingestellt werden. Aber ja ! Auch hier gilt: Vielfalt ist schön - und das meinte der PSG ja ganz sicher mit seinem Artikel.

Aber ist es nicht schön in Deutschland ? Jeder darf -solange er auf dem Boden der Gesetze bleibt- eben auch Nachrichten verbreiten, die ja gerne auch mal mit Meinungen vermischt werden, die wir ja alle haben und ebenfalls sagen dürfen. Ob die Nachricht dann inhaltlich noch richtig ist, wenn sie durch Meinung (oder Propaganda ?) eingefärbt ist lasse ich mal offen.
rasska86
28.02.2026, 22:51 Uhr
Ein 👍
für die Kolumne, der ich nur zustimmen kann 👏
Frank1
01.03.2026, 07:55 Uhr
Warum die Angst ?
Wenn ich hier wieder den Kommentar von
P. Burkhardt lese, frage ich mich, woher kommt die Angst der Linken vor der Meinungsfreiheit.
Die Angst vor freier Rede und freier Gegenrede.
Und die Spaltung von Ost und West geschieht
nicht durch die genannten Journalisten, sondern durch die sogenannte Brandmauer.
Natürlich lässt sich mit einheitlichen Presse leichter regieren, aber ist dies noch im Sinne der Erfinder der Demokratie?
diskobolos
01.03.2026, 12:38 Uhr
Alles andere ist Mainstream
Schon allein die Printmedien: Da wird von Junge Welt bis Junge Freiheit, von taz bis FAZ doch ein weites Feld abgedeckt. Welche der genannten Zeitungen würde PSG denn dem von ihm so genannten „Mainstreammedien“ zuordnen? Anders als von ihm behauptet, kenne ich keine einzige Zeitung oder Sender, der sich selbst als Mainstreammedium oder systemrelevant bezeichnet hätte. Falls doch, hätte ich gern die Quelle gewusst.
Der Begriff stammt doch aus der rechten bzw. halbrechten Ecke, in die sich PSG wohl ungern einordnen lassen möchte. Aber genau dieses Narrativ bedient er immer wieder. Wer so denkt, glaubt zu den wenigen zu gehören, die den richtigen Durchblick haben.

Offenbar kann er sich aber nur schwer vorstellen, dass es in einer Welt mit vielen Kriegen, Hunger und Elend keiner Einladung bedarf, damit sich Menschen auf den Weg in ein anderes Land machen. Dass bei uns alles so schlimm ist, scheint in manchen teilen der Welt nich angekommen zu sein.

Die Bedeutung von NIUS scheint mir im Artikel doch überhöht. Die Mehrheit in D dürfte kaum jemals etwas davon gehört haben.

Die Zukunft der OAZ sehe ich eher skeptisch: Printmedien haben es allgemein immer schwerer. Die Werbeeinnahmen brechen wegen des Internets (Influencer!) weg und Abo-Kunden zu gewinnen, ist auch schwierig, da die Leute daran gewöhnt sind, im Netz alles (scheinbar) umsonst zu bekommen.
Eine zweite BILD-Zeitung nur für Jammer-Ossis hätte es eigentlich nicht gebraucht . . .
Echter Sundhäuser
01.03.2026, 13:24 Uhr
Ich vermisse die guten alten Zeiten...
In denen das ZDF noch mühevoll von Hand mit Photoshop den Wasserdampf von Reaktorkühltürmen schwarz einfärben musste!
Hahaha
Malu-Marie
01.03.2026, 13:35 Uhr
Kann Rechstpopulismus bunt sein?
Wenn der Autor die rechtspopulistischen und wenig faktenbasiert arbeitenden Blätter Tichys Einblick und NIUS als Beleg für „neue Vielfalt“ anführt, verschweigt er deren stark meinungsgetriebene Ausrichtung und die Tatsache, dass Julian Reichelt seine neue Plattform nicht durch journalistische Qualität erhielt, sondern durch die Finanzierung durch eines Milliardär. Julian Reichelt musste die Bild 2021 verlassen, weil interne und externe Recherchen schwerwiegende Vorwürfe gegen ihn belegten. Entscheidend waren Hinweise auf Machtmissbrauch durch seine Position, unangemessene Beziehungen zu jungen Mitarbeiterinnen und Falschaussagen gegenüber dem Verlag. Viele Redaktionen zitieren NIUS deshalb nicht, weil dort die Trennung von Nachricht und Meinung unscharf ist und redaktionelle Standards -gelinde gesagt- nicht verlässlich eingehalten werden.
Auch Tichys Einblick ist kein klassisches Nachrichtenmediun. Es verwendet unzuverlässige Quellen und stellt keinen Qualitätsjournalismus zur Verfügung. Die publizistische Linie ist personengebunden, weil Tichy das Organ selbst gegründet hat und er ist redaktionell weitgehend unkontrolliert. Diese beiden Beispielmedien werden also in der Qualitätspresse nicht zitiert, weil sie einfach den Anforderungen eines seriösen Journalismus nicht entsprechen.

Die OAZ versteht sich laut eigenen Angaben als „Leitmedium für Ostdeutschland“ und als Stimme einer ostdeutschen Perspektive. Externe Bewertungen zeigen jedoch, dass sie politisch klar positioniert ist: Die taz beschreibt die OAZ als Mischung aus Ostalgie, Sowjetromantik und AfD Nähe,. Sie ist tendentiös und berichtet mit wenig journalistischer Distanz. Auch die Die OAZ ist kein klassisches Qualitätsmedium, sondern ein politisch gefärbtes publizistisches Projekt.
Der Triumph des Autors, dass es bunter würde in der Pressewelt ist mit den angeführten Beispielen nicht nachzuvollziehen. Es finden sich aber offenkundig Menschen, sich von unseriösen Berichterstattungen steuern lassen und die Fakten nicht gegenkontrollieren, nicht wahr Herr Reiche? Ich empfehle hier den erneuten Besuch der Journalistenschule im Fach Fakten, Objektivität und sachlicher Berichterstattung.
Malu-Marie
01.03.2026, 14:04 Uhr
@TFrank - Meinungsfreiheit
Ich danke TBurkhard für seine guten, intelligenten und geduldigen Kommentare. Meiner Meinung! nach hat er keine Angst vor freier Rede und freier Gegenrede, sondern er bemüht sich um faktenbasierte ! Meinungsfreiheit. Die manchmal hier zu findende Schwarz-Weissmalerei scheint ihm zu wenig zu sein.
Es sind eben nicht ausschließlich die Politiker, die EU, die Klimaerwärmung, die Windräder, die Veganer, die Nichtraucher, die Grünen, die Frau Merkel, der Herr Merz, die anderen und die Migranten, die an allem Elend unseres Landes schuld sind. Er sucht nach den Fakten. Er hat keine Angst vor freier Rede und freier Gegenrede. - Aber das ist meine Meinung. Die Fakten kennt er nur selber.
Kobold2
01.03.2026, 15:05 Uhr
Auffallend ist
für die hier schon angemerkte Meinungsbasis, in der Fakten eher den Hintergrund bilden. Dabei schwingt für mich immer so ein "wir sind viel besser" mit. das auch von den Anhängern meist genau so wiedergegeben wird. Das, was man von anderen Medien gern fordert und kritisiert, die ausgewogene neutrale Berichterstattung, sucht man hier vergebens.
Investigativer Journalismus geht für mich anders. Da lob ich mir eher den kürzlich verstorbenen Blogger Jan Bergrath, der sich darum bemühte, gern verschwiegene
Themen aus der Transportbranche etwas tiefer zu beleuchten. Damit lassen sich aber nicht so viele Klickzahlen erreichen und an den Stammtischen wäre das Interesse gering, obwohl es um das Rückgrat und die Achillesferse unsere Wirtschaft geht. man bedienlieber ,wie schon angemerkt, was die Zielgruppe hören mag.
Niemand wird zum Lesen dieser Online-Zeitung gezwungen.
RWE
01.03.2026, 16:30 Uhr
Malu-Marie Dass sie die TAZ lesen war klar
Die sogenannt OAZ ist mir erstmal egal und ich habe sie auch noch nicht gelesen.
Die OAZ ist also tendentiös und berichtet mit wenig journalistischer Distanz.? Auch ist die Die OAZ ist kein klassisches Qualitätsmedium, sondern ein politisch gefärbtes Projekt? Trifft doch auch auf die TAZ zu. Darauf ist man doch dort sogar stolz. Aber links ist ja gut.
Die Welt schreibt über die OAV: Weil sie in einer Diktatur gelernt haben, Zwischentöne wahrzunehmen. Jene Zwischentöne, die heute die Meinungsfreiheit schleifen...
Aber die Welt ist ja Nazi.
Ich lasse mir die DDR nicht schönreden. Auch nicht von der OAV. Es war eine Diktatur. Aber wenn sich die tAZ aufregt, muss auch etwas richtig gemacht worden sein. Lebe so, dass es der TAZ nicht gefällt.(-:
Und bevor sie nach einem Verbot rufen-einfach die Zeitung nicht kaufen. Printzeitunger verschwinden sowieso alle mit der Zeit.
Kobold2
01.03.2026, 16:52 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
P.Burkhardt
01.03.2026, 17:49 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert.
Kobold2
01.03.2026, 19:56 Uhr
Ja
Das hat auch etwas von neuem Journalismus, den man hier häufig, anhand der von Sperren betroffenen Kommentatoren einordnen kann.
Vielleicht sollte man bei den Meinungsartikeln hier nicht erst nach ein paar Kommentaren , sondern gleich den Betreich schliessen? Dann fällt es weniger auf.
diskobolos
01.03.2026, 20:11 Uhr
"Aber die Welt ist ja Nazi."
Wasist denn das für eine inhaltsleere Aussage, RWE?
Weder hat das Malu-Marie, noch ein anderer Kommentator behauptet.

Es stimmt ja auch nicht. Die "Welt" kann man als großbbürgerlich-erzkonservatives Blatt bezeichnen. Sie ist ein Sprachrohr der finanziellen Oberschicht. Diese hat das größte Interesse daran, das die Verhältnisse so bleiben, wie es immer war.
Fönix
01.03.2026, 20:59 Uhr
Herrlich,
wie die Zähne klappern ...

Spätestens jetzt sollte jeder merken, dass eine bestimmte Klientel, die mit den immer gleichen Argumenten die Welt retten will, nur ihre eigenen Positionen als gut und richtig akzeptiert.
Jede abweichende Meinung ist falsch und böse. Jedes Medium, das wie die OAZ ein breiteres Spektrum bedient und eben auch solche, für die besagte Klientel unbequeme Sichtweisen aufgreift, verarbeitet und wiedergibt, muss nach deren Grundverständnis deswegen in Misskredit gebracht werden.

Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden!

Ich glaube allerdings nicht, dass Malu Burkhardt Diskoboldus und Co. das verstehen oder gar verinnerlichen können...
P.Burkhardt
01.03.2026, 23:18 Uhr
Ich frage mich,
Weswegen mein obiger Kommentar gesperrt wurde. Der hatte mehr Themenbezug als die letzten beiden, war nicht beleidigend und auch kein Chat... muss wohl irgendwie was mit dem Artikelautor zu tun haben, den ich diesbezüglich angemailt habe, der allerdings wie immer nicht reagiert hat.
Anmerkung techn. Support:
Ich weiß es nicht. Wurde vom Redakteur wohl so bewertet.
RWE
02.03.2026, 08:37 Uhr
Voltaire wird folgendes Zitat zugeschrieben
"Obwohl ich völlig anderer Meinung bin als Sie, würde ich mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen."
Meinungsfreiheit bedeutet nicht nur andere Meinungen auszuhalten (woran es zur Zeit schon mächtig hapert), sonders überhaupt das Recht andere Sichtweisen zu vertreten, auch wenn sie dem eigenen Weltbild entgegenstehen. Damit haben woke Progressive am meisten Probleme und danach kommen dann auch die Wutbürger, welche mit Rußlandfahnen durch die Gegend ziehen.
Und anstatt die sozialen Medien zum fairen Streit zu nutzen, sucht sich jedes Milieu seine eigene Plattform. Die Linken landen sich bei Mastodon, wohlwissend , dass es hier keine "Rechten" (oder wem sie dafür halten-also alle die nicht ihrer Meinung sind) sind, die anderen brüllen halt "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen in Großbuchstaben in Telegramm Chats. Was bei dieser Streitkultur herauskommt sehen wir in den USA.
P.Burkhardt
02.03.2026, 09:47 Uhr
das stimmt so nicht @Fönix @RWE...
Meinungsfreiheit bedeutet, dass jeder seine Meinung haben und sagen darf. Das geschieht ja hier in der ganzen Bandbreite.

Meinungsfreiheit bedeutet jedoch nicht, dass alle immer damit einverstanden sein müssen, was so vertreten wird. Auch das erleben wir hier jeden Tag.

Ergo: Die Meinungsfreiheit ist gewahrt.

Auch im Pressedschungel: Dass es solche Medien wie NIUS, TE und OAZ oder auch die TAZ und die Junge Welt gibt, ist doch der Beleg dafür. Aber ich darf doch der Meinung sein, dass die Inhalte solcher Medien nicht meiner Auffassung entsprechen und das auch sagen, oder ?

Ich halte die Kommentare und auch die Existenz dieser Gazetten aus... und Sie bitte meine Kommentare und die Existenz der "Qualitätsmedien" (wie sachliche Berichterstattung in bestimmten Kreisen ja gerne genannt wird).
RWE
02.03.2026, 12:11 Uhr
Was den Pressedschungel angeht bin ich ja bei ihnen, P.Burkhardt
Ich fand es nur amüsant, dass die TAZ die OAZ als ein politisch gefärbtes Projekt bezeicnet...
Also mir ist es lieber, es gibt die Junge Freiheit und Junge Welt und alles dazwischen, als dass die Medien fast das Gleiche schreiben. Die Tendenzen gab es schon .Ich habe die OAZ Beiträge ohne Paywall gelesen. Es gibt schlimmeres. Aber auch besseres. So sehe ich das. Davon abgesehen glaube ich nicht, dass es DEN Ostdeutschen und DIE Ostdeutsche Meinung gibt.
Man darf nur nicht gleich bestimmten Medien die Seriosität absprechen. Vielleicht steht ja auch in der Jungen Freiheit, der Jungen Welt oder eben der OAZ auch mal ein Fünkchen Wahrheit. Auch wenn es unbequem sein kann.
Zum Beispiel wird die Welt, ein anerkanntes Leitmedium, als Springerpresse diffamiert. Nur weil sie Mitte-Rechts sind.
Bedenklich ist eher wie versucht wird, Andersdenkende gesellschaftlich zu vernichten. Das funktioniert aus verschiedenen Richtungen. Stichwort Cancle Culture und Kampagnen.
Beispiele:
Ukrainekrieg: Da wird man je nach Sichtweise schnell zum Putinknecht oder zum Kriegstreiber.
Corona: Schwurbler versus Coronadiktatur
Gaza: Komplize beim Völkermord versus Antisemit
Einwanderung: Menschenfeind versus Gutmensch
Wir müssen uns viel mehr streiten. Ohne gleich Schnappatmung zu bekommen. Und auf andere Argumente eingehen statt sie zu ignorieren. Gemeinsamkeiten finden. Und sich nicht gegenseitig mit Torten bewerfen, Personen von Veranstaltungen ausladen oder sie selber zu boykottieren. Meine Meinung.
Tom der ungläubige
02.03.2026, 14:29 Uhr
Eine Antwort, BurkhardT!
Zuerst kopiere ich die letzte Meinungsäußerung ihrerseits: Ich halte die Kommentare und auch die Existenz dieser Gazetten aus... und Sie bitte meine Kommentare und die Existenz der "Qualitätsmedien" (wie sachliche Berichterstattung in bestimmten Kreisen ja gerne genannt wird).
Ich möchte das etwas auseinander pflücken: Sie halten die Kommentare dieser Gazetten (eine Wertung, hier hätte stehen müssen, alternativen Zeitschriften, Portale etc., . Und die anderen sollen richtigerweise ihre Kommentare und die Existenz ihrer Qualitäts Medien aushalten ! Das tun die Menschen in Deutschland, weil sie das sogar mit einer finanziellen Abgabe bezahlen müssen, ob es Ihnen passt oder nicht! In dem Moment, wo sie sagen, Qualitäts Medien sind eine sachliche Berichterstattung würde ich widersprechen, siehe aktuellen ZDF Skandal und es gibt ganz viel, was man da noch in der Vergangenheit gelesen oder gesehen hat.. Was sind bestimmte Kreise, in meinen Augen ist der Ausdruck eine Abwertung.! Das lieber Burkhard durchzieht leider ihre durchaus interessanten Meinungsäußerungen. Das haben sie nicht nötig! Sparen Sie sich einfach die Wertung! Erkennen Sie an, dass viele Leute eine andere Meinung haben, sich anders informieren und andere Schlüsse ziehen. Sie sind intelligent und sie haben es nicht nötig, herabzusetzen und zu beleidigen! Das denke ich mir natürlich so. Ich kann mir vorstellen, wenn man mit seiner Meinung in einer defensive kommt, ist man geneigt, den Gegner zu beleidigen. Und genau das ist falsch. Keine Beleidigung, sondern Anerkenntnis wäre der richtige Weg!
Lautaro
02.03.2026, 14:58 Uhr
@Tom der ungläubige....
Leute, welche hinter einem Schreibtisch der restlichen Bevölkerung die Welt erklären wollen.....glauben sie mir....das geht schief ! Die Arbeiter werden irgendwann ihr Potential erkennen und nicht mehr mitspielen.
P.Burkhardt
02.03.2026, 15:39 Uhr
Eine Antwort @Tom: Wenn es um Medien geht...
...ist die Bezeichnung "Gazette" noch geschmeichelt - ich finde das weit weniger abwertend als "Systempresse", "Lügenpresse", "aktuelle Kamera", "Staatsfernsehen" usw... und "bestimmte Kreise" ist eigentlich auch nett formuliert im Vergleich mit "linksgrün Versiffte", "Systemtreue", "Asylbetrüger", "Goldstücke"... und was es da sonst noch so gibt.

Im Übrigen: Nicht der ÖRR oder ich haben damit angefangen - ich erinnere mich noch gut an die Bezeichnungen, die den "Etablierten" (auch so ein Wort) oder den "Kartellparteien" (oops - noch eins) oder allgemein den "Regierigen" (oh...schon wieder 😮) so angedacht wurden, von der Alternative, Pegida, usw. ....und den jeweiligen Anhängern

So gesehen, gebe ich Ihnen selbstredend Recht. Sie haben die Sache mit der Defensive gut erklärt.

Was Sie (und auch RWE) beklagen, ist nicht die Debatte an sich, sondern der Ton, in dem sie geführt wird. Ich gebe Ihnen Recht, der ist nicht immer schön - aber nochmal: Wer hat damit angefangen ?

Aber lassen wir das - einigen wir uns doch darauf, dass es eben für drastische Dinge auch drastische Bezeichnungen gibt....und halten das ohne Mimmimmi aus, oder ?
Kobold2
02.03.2026, 15:40 Uhr
Wieso nur Vorstellung?
Die Beleidigungen der Kommentatoren mit anderer Meinung, bei fehlenden Argumenten ist hier seit langem real @ Tom der Ungläubige
Da ist diese Plattform auch keine Ausnahme. Ein Hauptrichtung ist hier ebenfalls auffallend.
diskobolos
02.03.2026, 18:28 Uhr
Das Niveau der Kommentare . . .
ist wirklich manchmal unterirdisch. Dabei geht es gar nicht um Meinungen. Die kann jeder äußern. Er muss allerdings auch damit rechnen, dass mit Fakten dagegen argumentiert wird. Das eben fällt einigen schwer. Liegt vielleicht daran, dass viele gar keine Fakten als Begründung liefern können, weil sie sie nicht kennen. Es bleibt dann auf der Ebene von Gefühlen und Beleidigungen. Das ist niveaulos.
Manchmal schreibe ich zu einem Thema z. B. 3 Sätze und 20 Leser disliken das. Aber nicht ein einziger schreibt, welcher der Sätze nicht stimmt. Das ist doch armselig.
Malu-Marie
02.03.2026, 19:52 Uhr
Ich hoffe die Qualität der Medien steigt
Ich denke, dass wir alle uns hier im Forum einigen können, dass der o.g. Artikel angegriffen und verteidigt wurde. Es fand freie Rede und freie Gegenrede statt.- Gut so.
Wir sollten uns auch eing sein, dass gerade Journalisten, die uns ein Thema aufbereiten sollen besonders faktenbasiert und objektiv ein Thema darstellen , damit sich jeder- wohlinformiert ! - sich eine eigene Meinung bilden kann.
Das Problem ist hier aber, dass der Autor mit unbelegten Behauptungen, Übertreibungen, Hetze, Unsachlichkeiten und Unterstellungen arbeitet, etwa wenn er suggeriert, Medien hätten politische Entscheidungen „bejubelt“ oder „Schleim abgesondert“. Tatsächlich wurde die Flüchtlingspolitik 2015 breit, kontrovers und kritisch diskutiert. Dass Pegida und AfD trotz ihrer ausgrenzenden Positionen frei agieren konnten, zeigt gerade, dass es keine mediale oder staatliche Gleichschaltung gab, sondern demokratische Toleranz gegenüber auch radikalen Meinungen. Pauschal zu diskreditieren ist eine eher rechtspopulistische Verfahrensweise um Vertrauen zu zerstören.

Seine Unterstellung, Angela Merkel habe eine „Einheitspresse“ geschaffen, entbehrt jeder Grundlage. Die deutsche Medienlandschaft ist vielfältig, unabhängig und plural organisiert.
Der abwertende Begriff „Mainstreammedien“ stammt auch nicht nicht aus den Redaktionen selbst, sondern wurde von rechtspopulistischen Milieus geprägt, um professionelle Pressearbeit pauschal zu diskreditieren. Es hättte zu guter journalistischer Arbeit gehört, darüber aufzuklären, warum die genannten Medien nicht zitierfähig sind: Sie entsprechen eben nicht den Standards, den man von guter journalistischer Arbeit erwartet.
Und ja, auch bei ZDF und beim Spiegel passieren Recherchepannen. Diese lösen aber deshalb einen Skandal aus, weil sie vereinzelt sind und es auch bleiben sollen. Die Redaktionen beider Organe haben sich beide mit großem Schuldbewusstsein entschuldigt und die Pannen richtig gestellt. All das darf man von den, vom Autor fast triumphal vorgestellten Medien nach bisherigen Erfahrungen eher nicht erwarten.
RWE
03.03.2026, 11:44 Uhr
Eine Studie der Studie der Otto-Brenner-Stiftung (Hamburg Media School)
analysierte die Berichterstattung ich glauve 30000 Presseartikel) über die Flüchtlingskrise 2015/2016 und kam zu dem Ergebnis, dass viele deutsche Leitmedien kein Ruhmesblatt hinterlassen haben. Die Studie kritisierte eine zeitweise einseitige, stark emotionalisierte und "willkommenskulturelle" Berichterstattung, die Probleme der Zuwanderung teilweise ausblendete oder regierungsnah berichtete.
Da die Bevölkerung schon damals differenzierter dachte, kommt eben schnell das vielleicht subjekive Gefühl des "Einheitsbreis" zustande. Das machte AfD groß.
Heute wird wieder offener über die verschiedenen Aspekte des Themenkomplexes "Einwanderung" offen diskutiert. Auch wenn von Linken und Grünen auf der einen Seite und AfD auf der Seite nicht immer sachlich gestritten wird
In einer anderen Studie wurde kritisiert, dass bei die Coronaberichterstattung aus New York der ÖR Medien Geräusche in Endlosschleifen verwendet oder lauter abgemischt wurde, um ein Szenario der "Geisterstadt" oder des "Kriegsgebiets" zu kreieren.
Oder lesen sie sich einmal das Framing Manual der ARD durch, eine Anleitung zum Manipulieren der Zuschauer. Es gab auch Anleitungen zum Manipulieren durch Agenda-Setting) und die selektive Auswahl von Experten. Ist alles durchgesickert. Ich darf nur keine Links veröffentlichen.
All das spüren die Leute und fühlen sich nicht mitgenommen. Klar Nius oder Apollo sind bestimmt nicht gerade als ernsthafte Medien bekannt. Aber sie haben auch schon in Wespennester gestochen: Apollo News griff die durch das Magazin Multipolar eingeklagten und veröffentlichten RKI-Protokolle auf und berichtete intensiv über die politischen Einflussnahmen während der Corona-Pandemie.
Apollo News veröffentlichte Berichte über Kontakte zwischen Bundesbehörden und der Letzten Generation, basierend auf parlamentarischen Anfragen.
So werden seriöse Medien gezwungen sich auch mit diesen Themen zu beschäftigen.
Soll doch jeder lesen, schauen öder hören was er mag.
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)