eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Di, 16:05 Uhr
07.01.2003

Zwangsarbeit in Thüringen

Nordhausen (nnz). Zu einem Vortrag über Zwangsarbeit in Thüringen in der Zeit des Nationalsozialismus lädt die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora ein. Dabei geht es um die Darstellung der Zwangsarbeit in Thüringen. Mehr zu diesem Thema mit einem Klick auf MEHR.


Insgesamt leisteten im Herbst 1944 auf dem Gebiet des „Großdeutschen Reiches“ fast 5,9 Millionen ausländische Zivilarbeiter, 1,9 Millionen Kriegsgefangene aus insgesamt 26 Ländern und rund 400.000 KZ-Häftlinge Zwangsarbeit. Zu diesem Zeitpunkt waren etwa 33 Prozent aller Arbeitskräfte in der deutschen Wirtschaft Zwangsarbeiter. Die Zwangsarbeiter wurden jedoch nicht nur in der Industrie eingesetzt, sondern sie arbeiteten in fast allen Bereichen des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens, wie Dienstleistungseinrichtungen, Sozialeinrichtungen, kommunalen Verwaltungen, kirchlichen Einrichtungen und auch im persönlichen Umfeld der Deutschen z. B. als Haushaltsgehilfen. Ein sehr großer Teil der ausländischen Zivilarbeiter arbeitete in der Landwirtschaft.

Dass Thüringen nicht zuletzt wegen großer Industrieverlagerungsprojekte wie dem „Unternehmen Mittelbau“ ein Kerngebiet der Zwangsarbeit in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges war, wird Dr. Bernhard Post anhand zeitgenössischer Quellen eindringlich schildern. Dr. Post ist Mitarbeiter des Thüringischen Hauptstaatsarchivs in Weimar und mit den einschlägigen Quellen daher bestens vertraut. Mit seinem Vortrag stellt Dr. Bernhard Post zugleich Band 19 der Quellen zur Geschichte Thüringens vor:

Zwangsarbeit in Thüringen 1040-1945, hrsg. von Norbert Moczarski, Bernhard Post und Katrin Weiß, Erfurt 2002 (Quellen zur Geschichte Thüringens; 19).

Der Vortrag beginnt am Donnerstag, dem 16. Januar 2003, um 18.00 Uhr in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Kohnsteinweg 20. Der Eintritt ist frei.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)