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Sa, 11:46 Uhr
06.03.2010

Was müssen wir noch ertragen?

Was ist mit Deutschland los? Was mit der Politik, was deren Elite los? Alles käuflich, alles abgestimmt? Alles inszeniert? Die Antwort auf diese Fragen scheint klar zu sein...


An der Spitze der Peinlichkeiten, des kaum noch Ertragbaren, steht der aktuelle Außenminister dieses Deutschlands. Der Mann repräsentiert uns 80 Millionen Deutsche in dieser aller Welt. Herr Westerwelle kümmert sich jedoch mehr um sich oder um jene, die seiner Partei wohlwollend immer mal mehrere Hunderttausende Euro überweisen. Noch intensiver ist das Bemühen der Liberalen gegenüber denen, die Millionen überweisen. Für dieses Klientel wird sogar an der heiligen Mehrwertsteuerschraube gedreht.

Wie lange will sich dieses Volk das alles noch gefallen lassen? Warum, zum Teufel, geht da niemand auf die Straße? Warum wird nicht rebelliert? Die Antwort ist ganz einfach: Ein Teil der Deutschen hat aufgegeben, hat sich eingerichtet, ist zufrieden. Dazu gehören Menschen aller Schichten. Vom leitenden Angestellten, Abgesicherten des öffentlichen Dienstes bis zum Langzeitarbeitslosen. Sie befinden sich - unbemerkt - im Netz. Ein Netz aus Talkshows, BILD-Zeitung, Dieter Bohlen und diversen anderen medialen Peinlichkeiten.

In einem Netz aus finanzieller Raffiniertheit. Da wird zum Beispiel bei den Schwächsten der Gesellschaft, denen, die ganz unten angekommen sind, die Schraube der mildtätigen Almosen ganz fein justiert. Ist der Druck im Kessel zu stark, wird der Meute ein Brocken hingeworfen, wird in ein Dschungelcamp entführt, werden Schicksale medial aufbereitet und die Botschaft versendet: Seht, es gibt Menschen, denen geht es noch viel schlechter als Euch. Und das alles klappt bislang ganz prima. Das sind nur einige Beispiele des immer perfekter funktionierenden Systems, das Politik und Wirtschaft seit Jahren weben.

Doch zurück zu unserer großen Politik. Die - so hat es den Eindruck - macht was sie will. Soll sie ja auch, dafür hat sie per Wahl den Auftrag erhalten. Aber: Sie soll sich nicht verselbständigen und vielleicht ab und zu ins Volk hineinhören. Die Mehrheit der Deutschen lehnt den Krieg in Afghanistan oder im Irak ab. Die deutsche Politik stockt das bewaffnete Kontingent auf! Die Mehrheit der hier lebenden Menschen sind für einen Mindestlohn. Die deutsche regierende Politik lehnt das ab.

All das ist gut - vor allem für das Klientel des Herrn Westerwelle, aber auch für das der CDU. Dumpinglöhne sind eben gut für die Wirtschaft, mehr Soldaten in Afghanistan bedeuten mehr Technik, mehr Waffen - summa summarum mehr Profit für deren Hersteller. Und so werden die Bedürfnisse des Kapitals befriedigt, mal offen und direkt, mal verdeckt und inoffiziell. So wie das Herr Westerwelle, unser Außenminister, vor einigen Tagen bei der Eröffnung eines Luxushotels in Bonn tat.

Die Begründung für seine Teilnahme an dieser Party klingt wie folgt: Er habe die Veranstaltung als Bonner Wahlkreisabgeordneter besucht. Wer will, der kann die komplette Geschichte im Spiegel nachlesen. Wie lange wollen sich die Menschen in diesem Lande das alles noch gefallen lassen?
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz/kn

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Kommentare
Leser X
07.03.2010, 16:15 Uhr
Perfides Kalkül
Ich hätte ja nie geglaubt, dass ich Herrn Westerwelle mal zustimmen würde. Aber diesmal - glaube ich - hat er Recht. Jemand, der arbeitet, soll mehr verdienen, als jemand, der nicht arbeitet. Die Einkommen müssen also steigen, ein Mindestlohn muss her. Oder hat er das vielleicht anders gemeint...?

Spaß beiseite: die Botschaft Westerwelles ist ein perfides Kalkül, lässt sich an jedem Stammtisch gut verkaufen. Er hetzt die Menschen in diesem Land gegeneinander auf, die mit niedrigem gegen die mit Hartz-"Einkommen". Nun ist diese Masche verantwortlicher Politiker ja auch nicht neu.

Ich ärgere mich trotzdem immer wieder aufs Neue, dass viele unserer Zeitgenossen diesen Sulf nachplappern und dabei gar nicht merken, wie sie geistig und moralisch manipuliert werden.
Retupmoc
08.03.2010, 09:04 Uhr
Westerwelle? Es reicht !
Dem Artikel von Herrn Greiner ist eigentlich fast nichts zuzufügen, ausser einigen Fakten.

Natürlich muss jemand der arbeitet, mehr haben als jemand der nicht arbeitet - das steht ausser Frage. Nur hat unser lieber Guido einige elementare Dinge bei seinen Rundumschlägen vergessen.

Eines davon ist, das seine Partei u.a. erst ermöglicht, das man einen Arbeiter mit 3 Euro Stundenlohn abspeisen kann. Das vergisst er dann schon zu sagen. Weiterhin glaube ich mich zu erinnern, das man mir als Berufsttätigen eine Arbeitslosenversicherung abzieht. Machen wir mal eine einfache Rechnung auf. Jemand der ca. 30 Jahre in diese Versicherung eingezahlt hat, bekommt nur ein Jahr ALG 1, fällt dann in H 4. Ob er damit seinen Versicherungsbeitrag erschöpft hat?

Nein, Herr Westerwelle, dieser Mensch ist kein Bittsetller, er ist das Opfer Ihrer Klientelpolitik, die nur darauf zielt, den Unternehmern und Bankern noch mehr Kohle in die Tasche zu schieben.

Wie wäre es denn zum Beispiel damit, wenn man diese unsäglichen 1-Euro-Jobs abschafft, das Geld dafür + die Gelder an die Träger + die Kosten für die dazugehörige Bürokratie (Papier, Druckerpatronen, Ordner, Arge-Mitarbeiter) umlegt und sozialversicherungspflichtige Jobs schafft? Dann bräuchten Sie und Ihre Mitstreiter bei CDU und SPD nicht jeden Monat gemeinsam mit den Argen die Arbeitslosenzahlen frisieren.

Über die angegebenen Zahlen kann nämlich ein normal denkender Mensch nur noch lachen. Leider erreicht es natürlich nicht jeden Bürger und Ihrer Bild-Klientel als Wählerschaft können Sie sich ja sicher sein. Solche Leute wie Sie hatten wir noch nicht mal vor 20 Jahren hier.

Herr Greiner, bitte machen Sie weiter so und sagen Sie hier den Leuten die Wahrheit.
Willi
11.03.2010, 08:41 Uhr
Westerwelle
Da kommt doch tatsächlich ein Politiker daher, der sagt was er denkt. Und nun? So etwas kennen wir ja gar nicht, was sind wir denn von den meisten Politikern gewohnt?

Leere Worthülsen, ja ganze nichts sagende Sätze sprudeln des öfteren aus deren Mündern und jetzt kommt dieser Westerwelle und sagt einfach das was er denkt. Ach du lieber Gott und was nun??? Was sagt denn Westerwelle (sinngemäß)? „Wer arbeitet soll mehr in der Tasche haben als diejenigen die nicht arbeiten, der Staat muss die die den Sozialstaat mit ihrer Arbeit finanzieren mit Steuererleichterungen fördern und unterstützen“.

Da kann ich erst mal nicht widersprechen! Weiter sagt Westerwelle(natürlich wieder sinngemäß): „Wir müssen diejenigen welche auf Kosten des Sozialstaates ein schönes Leben machen mehr fordern als fördern“. Soll heißen es muss doch möglich sein, dass der Staat für das gezahlte Geld eine Gegenleistung in Form von gemeinnütziger Arbeit einzufordern, ODER???!!! Auch richtig!!!

Viele ALG II Empfänger empfinden Westerwelles Aussagen als „Schlag ins Gesicht“. Verstehe ich nicht, wenn Westerwelle von den ALG II Empfänger Arbeit für das Geld verlangt ist doch das genau DAS was die meisten angeblich wollen, nämlich arbeiten!

Ich hoffe nur, dass Westerwelle weiterhin das sagt was er denkt und nicht wie die meisten Politiker um den heißen Brei herumredet. Mit allen bin aber auch ich nicht einverstanden, so wünsche ich mir einen Mindestlohn und die Steuersenkung auf Hotelübernachtungen hätte man sich auch sparen können. Das ist absoluter Blödsinn!
Retupmoc
11.03.2010, 12:07 Uhr
Nichts verstanden
Ich zitiere Sie mal kurz Willi...Viele ALG II Empfänger empfinden Westerwelles Aussagen als „Schlag ins Gesicht“. Verstehe ich nicht, wenn Westerwelle von den ALG II Empfänger Arbeit für das Geld verlangt ist doch das genau DAS was die meisten angeblich wollen, nämlich arbeiten!

Da es Herr Westerwelle nicht tut oder nicht kann oder auch nicht will, erkläre ich es Ihnen einmal, wie das so läuft:

Vorab noch zur Info: Ich bin nicht Empfänger von einem Geld, das nach einem verurteiltem Verbrecher dieses Landes benannt ist. Aber ich kenne mich aufgrund früherer Erfahrungen und Kontakten zu vielen Stellen ganz gut aus.

1. Wenn jemand z. B. 30 Jahre AL - Versicherung bezahlt hat werden Sie mir nicht wiedersprechen, wenn ich behaupte , das dieser Mensch, der nach einem Jahr ALG 1 in dieses H4 fällt, seine eingezahlte Versicherung noch nicht verbraucht hat? Also Almosen des Staates? Nein ! Dafür zahle ich ja als Arbeiter eine Versicherung. Sie würden ja auch nicht auf die Idee kommen, das nach einem halben Jahr Autofahren Ihre Versicherung nur noch zahlt, wenn Sie für deren Dienstwagen die Autopflege übernehmen?

2. Die meisten (und ja - es gibt solche Leute, die bei RTL auftreten ) Bezieher von H4 möchten gern arbeiten. Nur vielleicht nicht ein halbes Jahr für einen Euro um danach wieder zu Hause zu sitzen. Kaum ein 1-Euro-Jobber findet auf dem 1. Arbeitsmarkt im Anschluß an so eine Maßnahme einen Job. Im Gegenteil, wenn ein sagen wir mal Lehrer in seinem Lebenslauf stehen hat, das er ein halbes Jahr Papier aufgelesen hat, ist das sogar hemmend für die Arbeitssuche.

3. Herr Westerwelle sollte sich daher darum kümmern, Arbeitsplätze zu schaffen, die sozailversicherungspflichtig sind und die jemanden ermöglichen, seine Familie zu ernähren. Damit sich Arbeit lohnt. Wie das geht? Ganz einfach eigentlich:

Man schaffte diese sinnfreien 1-Euro- Jobs ab, nimmt aber dieses Geld um Arbeitsplätze zu fördern. Dazu kann man das Geld tun das der Träger des 1-Euro-Jobs durch die BA bekommt ( im Monat ca. 150 Euronen ). Man spart Papier für Bescheide, kostbare Arbeitszeiten der BA - Mitarbeiter, Briefmarken und Nerven. Und man schafft sozialversicherungspflichtige Jobs. Schade ist nur, das man dafür ja eigentlich keine Zeit hat. Man ist bei BA und Regierung damit beschäftigt Arbeitslosenzahlen zu frisieren. Glauben Sie nicht?

Würden Sie denn zum Beispiel sagen das ein Arbeitsloser, der bei einem privaten Vermittler untergebracht ist nicht arbeitslos ist? Für die BA zählt er nicht als arbeitslos. Jemand, der arbeitslos und krank ist, zählt ebenso nicht in die Statistik. Auch die Leute, die in sinnlosen Bewerbungstrainings hängen zählen nicht dazu. Wir haben also knapp 5 Millionen Arbeitslose.

Und die will Guido in Jobs unterbringen, die gemeinnützig sind? Vom logistischen Aufwand einmal abgesehen - soviele Stellen gibt es nicht, Parteisekretär oder sowas ist leider nicht mehr im Angebot.

Wieso hacken eigentlich alle auf den Arbeitslosen rum. Keiner von denen versteuert sein Geld in der Schweiz (ach ja, die versteuern es ja nicht), keiner von denen nimmt Möwenpick-Millionen, keiner von denen fliegt mit Unternehmern um die Welt. Und glauben Sie mir, das mir als Steuerzahler gefällt das unser Guido mit seinem Lover auf Staatsreise auf meine Kosten ist? Dieser Staat und Leute wie Westerwelle profilieren sich auf Kosten der Ärmsten der Armen.

Das hat noch nicht mal Honecker geschafft. Und ja ... es wird Zeit diesen Zustand zu beenden. Ich hoffe das das Wahlvolk nicht nur in den derzeitigen Umfragen zur Vernunft kommt, sondern auch bei den anstehenden Wahlen.

Herr Westerwelle gehört mit seinen populistischen Sprüchen und seiner Unkenntnis nicht auf die Regierungsbank eines angeblich doch so demokratischen Landes.
Willi
11.03.2010, 17:17 Uhr
@rwe62
Sie behaupten ich hätte nichts verstanden, na da will ich mal etwas klarstellen:

zu 1. Die Arbeitslosenversicherung in Deutschland ist keine Versicherung, die der Wertschöpfung dient. Die eingezahlten Beträge des arbeitenden Volkes werden dazu verwendet denen, die ALG Empfänger sind eine Grundsicherung zu gewährleisten. Ich zum Beispiel war bisher nicht arbeitslos und habe auch nicht vor es zu werden. Wenn also alles so klappt wie ich mir das vorstelle sehe ich von den eingezahlten Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung keinen Cent. Das ist so, weil wir in Deutschland in einer Solidargemeinschaft leben.

zu 2. Ich glaube kaum, dass ein Arbeitgeber es als nachteilig ansieht, wenn ein Bewerber während einer Arbeitslosenzeit sich mit Arbeit (was auch immer) Geld hinzuverdient. Ich behaupte sogar, dass ein Arbeitgeber einen solchen Bewerber gegenüber einem der zu Hause darauf wartet bis die ARGE an der Tür klingelt und den Arbeitsplatz vorbei bringt, bevorzugt.

zu 3. Herr Westerwelle ist Außenminister und hat sich lediglich als FDP Vorsitzender zu dem Thema ALG II geäußert. Wenn Sie hier jemanden auffordern etwas zu tun, dann müssen sie das schon in Richtung Arbeitsministerium tun.

Zum Schluss noch eins, Sie regen sich darüber auf das Westerwelle mit seinem Lebenspartner auf Auslandreise ist. Das haben Sie exklusiv. Damit haben weder Linke noch SPD oder Grüne ein Problem. Das ist nämlich seit Jahren, egal wer Außenminister war, völlig normal. Aber das konnten Sie sicher nicht wissen, schließlich passt das nicht in Ihre Schublade.
Retupmoc
12.03.2010, 07:58 Uhr
Was verpasst?
Da muss ich heute im ZDF die getürkten Nachrichten gesehen haben. Da haben sich schon Leute darüber aufgeregt, warum WW`s Lebenspartner dort auf Steuerkosten mitfliegt. Desweiteren wurde etwas von Vorteilsnahme erzählt, weil der Bruder von WW auch dabei ist und der ein Wirtschaftsboss ist. Komisch, vll. sollten Sie mal Nachrichten hören.

Desweitern können Sie ja glauben was Sie wollen, aber ich kenne einige Unternehmer in dieser Stadt, die mir ( und ich sage es nochmal ich bin kein H4- Empfänger ) sagen, das sie Leute die solche Jobs wie Paier und Müllauflesen gemacht haben, definitiv nicht im Büro oder Bank einstellen werden. Das können Sie ruhig glauben und ist ja eigentlich auch logisch.

Deshalb hoffe ich für Sie, das Sie bis zum 70. Lebensjahr nicht arbeitslos werden, um nicht doch noch die Almosen unseres Staates einschl. der Bürokratie der BA in Genuß kriegen. Dann würden Sie nämlich nicht mehr so reden.
Willi
12.03.2010, 09:11 Uhr
Bitte besser informieren rwe62!
Da haben Sie wohl eine Menge verpasst. Westerwelles Lebenspartner hat seine Reise selbst bezahlt. Noch einmal zu den von Ihnen in die Welt gesetzten „Einstellungspraktiken“ hiesiger Unternehmen: Zunächst erst einmal wird ein Arbeitgeber den Bewerber nach seiner fachlichen Qualifikation beurteilen.

Und wenn ein Arbeitsloser während seiner Arbeitslosigkeit eine Arbeit annimmt wird ein Arbeitgeber dies honorieren. Da bin ich mir aber ein hundertprozentig sicher. Es zeigt dem Arbeitgeber nämlich, dass der Bewerber sich engagiert und sein Leben selbst in die Hand nimmt und gestaltet. So etwas kommt bei Bewerbungsgesprächen immer gut an, glauben Sie mir ich weiß wovon ich spreche.

Was Ihre Nachrichten von gestern angeht, ich habe es mir zu Eigen gemacht in Wahlkampfzeiten die Äußerungen mancher Politiker nicht allzu Ernst zu nehmen, besonders die Grünen sind dabei immer sehr Dankbar für ein Mikrofon. Ein Politiker der Linken, welcher zu Westerwelles Delegation gehört, hatte mit dem ganzen Thema überhaupt keine Probleme. Ich behaupte hier mal, wenn Westerwelle mit einer Frau verheiratet währe und diese währe mit in Südamerika, keine Sau hätte sich darüber aufgeregt.

Zum Schluss möchte ich Sie noch beruhigen, bis 70 werde ich nicht arbeiten.
Retupmoc
12.03.2010, 10:04 Uhr
Gut recherchiert
Sorry, sie haben irgendwelche komischen Vorstellungen aus der BILD...

Ich mache selbst Einstellungsgespräche in unserer Firma und daher weiss ich wovon ich spreche. So leid wie es mir auch tut, aber Menschen die durch dieses unsägliche H4 in Papierauflese oder Blumengießen-Jobs gekommen sind, werden bei uns nicht mehr im Büro eingestellt, da wir annehmen müssen, das diese dafür nicht mehr ausreichend qualifiziert sind. Das ist die traurige Wahrheit. Das ich es nicht gut heiße, liegt ja auf der Hand. Nur unsere Regierung unterstützt dies ja durch diese Gesetze, die von einem breiten Teil der Bevölkerung schlichtweg abgelehnt werden.

Und als persönliche Anmerkung Willi, mich würde schon mal interessieren, was sie sagen würden, wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen mit 55 kündigt und Sie trotz aller Bemühungen keinen vernünftig bezahlten Job finden? Ob Sie dann immer noch Hurra und Hosianna singen? Ich bezweifle dies !
Willi
12.03.2010, 11:21 Uhr
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Jochen
12.03.2010, 11:23 Uhr
...
Also wenn ich manches hier lese platzt mir der Kragen. Nur weil Hartz-4 Empfänger Maßnahmen bekommen, wo sie vielleicht Müll aufsammeln oder Blumen gießen müssen, heißt das noch lange nicht das sie Ihre Qualifizieung verlieren, nicht mehr genug qualifiziert sind.

Aber wenn man 5 Jahre zu Hause sitzt und nie seinen Hintern bewegt hat dann ist man besser qualifiziert, sehe ich das richtig? ha ha ha. Und jemanden nur nicht zu nehmen weil er 1-Euro Jobs hatte, dass ist ja erstmal richtige Diskriminierung. Also beim besten Willen, sowas kann es nicht geben.

Was sollen die Hartz-4 Bezieher denn machen, den 1-Euro Job nicht annehmen, um besser qualifiziert zu sein, und dafür auch noch eine Sperre beim Geld zu bekommen. Also das ist ja wohl die Höhe, ich glaube manchmal echt das Sie ein bisschen an der Realität vorbei leben. Ihr Handeln bzw. Denken sollten sie vielleicht auch mal gründlich überdenken. Ein großer Tip von mir.
Retupmoc
12.03.2010, 12:09 Uhr
Denken
mach ich doch...nur meine Vorgesetzten wollen das so. Soll ich dann kündigen und auch H4 beziehen?

Das ist doch aber nicht das Kernproblem. Das Problem ist das solche Leute wie WW die Bevölkerung gegeneinander aufhetzt und wie solchen sinnfreien Gesetzen erst die Grundlagen dafür schafft. Glauben Sie das es in Schweden, Österreich oder der Schweiz, Dänemark, Portugal oder sonstwo noch solch sinnfreien H4 Gesetze gibt? Recherchieren sie doch mal.
Jochen
12.03.2010, 12:43 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB - kein Chat
gosalianer
15.03.2010, 12:07 Uhr
Die Kleider des Kaisers sind immernoch rein.
Guten Tag Herr Greiner,

vielen Dank für das Jammern auf hohem Niveau. Derartiges hatten wir lange nicht. Es ist immer wieder interessant anzuschauen, wie gut man kleinere und größere Missstände in unserem Land theatralisch aufzeigen kann, ohne dabei auch nur einen einzigen Lösungsvorschlag zu bringen. Tut mir leid, aber Sie sind nicht besser als die Bild-Zeitung - Sie umschreiben die Dinge nur eine Klasse besser.

Wir gehen also zur Wahl, geben unsere Stimme ab, und erwarten, dass die Politik eine Patentlösung für alle großen Probleme bereithält. Tut Sie das nicht, gehen wir auf „die Straße“ und teilen allen Politikern mit, dass einige Dinge in diesem System schlichtweg Mist sind.

Herr Greiner, Menschen sollten immer dann auf die Straße gehen, wenn Sie ein klares Ziel oder mindestens einen Lösungsansatz für die Probleme in ihrem Land parat haben. Die Menschen müssen wissen WAS sie wollen und WIE dieses System besser gestaltet werden kann, sodass niemand mehr auf der Strecke bleiben muss. Solang das keiner weiß, macht es auch keinen Sinn, Ihr warmes Büro zu verlassen, um auf der Straße zu rebellieren.

Lassen Sie’s! Denn das Wetter spielt gerade nicht mit, und wir wollen doch nicht, dass wir uns während der Revolution noch einen gefährlichen Grippevirus einfangen.

Die Missstände, die Sie hier aufzählen, sind völlig berechtigt. Klar, wir verblöden vorm Fernseher, lesen lieber Zeitungen mit vielen bunten Bildern und gehen zur Wahl obwohl wir überhaupt nicht wissen was wir wählen. Wir wählen lieber irgendeine „Farbe“, ein sympathisches Gesicht oder einfach nur eine Notlösung, weil uns die Gesellschaft sagt: du musst wählen gehen, auch wenn es dir nicht gefallen wird, was am Ende dabei rauskommt.

Schließlich unterstützen wir sonst Minderheiten, die zu Mehrheiten werden könnten; wobei genau an dieser Stelle, Ihr hinkendes System – welches Sie hier teilweise anprangern – zusätzlich an Form gewinnt. Wir brauchen nämlich keine Wahlpflicht, denn in Deutschland reicht es aus, wenn uns Springer, Burda & Co. kurz vor der Wahl ein schlechtes Gewissen einredet, sollten wir nicht wählen gehen.

Lassen wir das also mit dem „auf die Straße gehen“, denn Katja Saalfrank wird es nicht gut finden wenn wir unsere Kinder daheim allein lassen und Peter Zwegat rät sowieso dazu, erst einmal die eigenen finanziellen Sorgen in den Griff zu bekommen, bevor man sich Dingen widmet, die über den eigenen Tellerrand hinaus ragen.

Meinen Sie nicht auch, Herr Greiner, dass es den Menschen noch nicht schlecht genug geht, um sich nicht nur Verbal in einem Forum, sondern auch aktiv auf der Straße zu engagieren? Meine 2 Vorredner haben sich hier um Kopf und Kragen geredet, doch in max. 1 – 2 Tagen wird diese Auseinandersetzung bei beiden wieder vergessen sein, weil weder Recht noch Unrecht, auf jeweils 1 der 2 Kandidaten, klar verteilt werden kann. Es ist nur Schall und Rauch, so wie Herr Westerwelle und seine Äußerungen.

Wenn Sie also etwas anprangern, das so schlecht ist, dass man dafür auf die Straße gehen sollte, dann nennen Sie uns bitte Ihr revolutionäres Programm, welches Alternativen aufzeigt. Oder verlässt das jetzt den Zuständigkeitsbereich des Mannes, der, ähnlich wie ein Politiker, nur mit erhobenem Zeigefinger amtiert?

Solange wir es uns leisten können, dumm-schwatzende Marionetten auf die Säle unserer Parlamente loszulassen, solange geht es uns noch zu gut.

Gewöhnen Sie sich daran, es ist seit einer Ewigkeit so, dass wir das Holz für den Tempel herbei schaffen müssen und die Kleider des Kaisers rein bleiben.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Arbeitswoche. Das Wetter soll ja jetzt besser werden ;-)
Retupmoc
16.03.2010, 07:53 Uhr
@ Ziviler Ungehorsam
Natürlich war das Wetter grad nicht auf Revolution eingestellt. Das liegt allerdings auch daran, das Frau Merkels Klimawandel trotz Eisbären-Polarbesuch noch nicht so durchschlägt. Ein Gedanke meines Vorredners ist natürlich gut...der mit der Revolution. Leider geht es vielen noch viel zu gut, oder sie trauen sich aus Angst vor Repressalien nicht auf die Straße. Aber genau das wäre das richtige Mittel unsere sogenannten Politiker auf die richtige Bahn zu lenken.

Warum blockieren H4- Empfänger nicht die Arbeitsämter? Warum legen Zeit - und Leiharbeiter nicht die Arbeit nieder? Warum weigert sich eine Friseuse nicht mal die Haare für 2,50 Euro / Stunde zu schneiden? Es wird Zeit das sich da etwas tut. Aber leider ist ja niemand in der Lage da etwas zu tun. Der deutsche Fernsehschaubürger konsumiert lieber so ein Machwerk wie gestern bei Sat1 und freut sich über seine Sklavenrolle.

Ach ja...und für welche Forderung soll die Revolution sein?

Für das RECHT auf Arbeit im Grundgesetz. Wenn wir ein Recht auf Arbeit haben, muss nämlich mein lieber Guido nicht eine Arbeitspflicht für H4-ler fordern. Dann ist dieser Mist endlich abgeschafft. Die Prunkbauten der Arbeitsämter und Argen stehen leer und können als Altersheime und Wohnraum genutzt werden. Oder als Jugendklubs. Wäre das nicht ein schönes Deutschland?
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