Was müssen wir noch ertragen?
Samstag, 06. März 2010, 11:46 Uhr
Was ist mit Deutschland los? Was mit der Politik, was deren Elite los? Alles käuflich, alles abgestimmt? Alles inszeniert? Die Antwort auf diese Fragen scheint klar zu sein...
An der Spitze der Peinlichkeiten, des kaum noch Ertragbaren, steht der aktuelle Außenminister dieses Deutschlands. Der Mann repräsentiert uns 80 Millionen Deutsche in dieser aller Welt. Herr Westerwelle kümmert sich jedoch mehr um sich oder um jene, die seiner Partei wohlwollend immer mal mehrere Hunderttausende Euro überweisen. Noch intensiver ist das Bemühen der Liberalen gegenüber denen, die Millionen überweisen. Für dieses Klientel wird sogar an der heiligen Mehrwertsteuerschraube gedreht.
Wie lange will sich dieses Volk das alles noch gefallen lassen? Warum, zum Teufel, geht da niemand auf die Straße? Warum wird nicht rebelliert? Die Antwort ist ganz einfach: Ein Teil der Deutschen hat aufgegeben, hat sich eingerichtet, ist zufrieden. Dazu gehören Menschen aller Schichten. Vom leitenden Angestellten, Abgesicherten des öffentlichen Dienstes bis zum Langzeitarbeitslosen. Sie befinden sich - unbemerkt - im Netz. Ein Netz aus Talkshows, BILD-Zeitung, Dieter Bohlen und diversen anderen medialen Peinlichkeiten.
In einem Netz aus finanzieller Raffiniertheit. Da wird zum Beispiel bei den Schwächsten der Gesellschaft, denen, die ganz unten angekommen sind, die Schraube der mildtätigen Almosen ganz fein justiert. Ist der Druck im Kessel zu stark, wird der Meute ein Brocken hingeworfen, wird in ein Dschungelcamp entführt, werden Schicksale medial aufbereitet und die Botschaft versendet: Seht, es gibt Menschen, denen geht es noch viel schlechter als Euch. Und das alles klappt bislang ganz prima. Das sind nur einige Beispiele des immer perfekter funktionierenden Systems, das Politik und Wirtschaft seit Jahren weben.
Doch zurück zu unserer großen Politik. Die - so hat es den Eindruck - macht was sie will. Soll sie ja auch, dafür hat sie per Wahl den Auftrag erhalten. Aber: Sie soll sich nicht verselbständigen und vielleicht ab und zu ins Volk hineinhören. Die Mehrheit der Deutschen lehnt den Krieg in Afghanistan oder im Irak ab. Die deutsche Politik stockt das bewaffnete Kontingent auf! Die Mehrheit der hier lebenden Menschen sind für einen Mindestlohn. Die deutsche regierende Politik lehnt das ab.
All das ist gut - vor allem für das Klientel des Herrn Westerwelle, aber auch für das der CDU. Dumpinglöhne sind eben gut für die Wirtschaft, mehr Soldaten in Afghanistan bedeuten mehr Technik, mehr Waffen - summa summarum mehr Profit für deren Hersteller. Und so werden die Bedürfnisse des Kapitals befriedigt, mal offen und direkt, mal verdeckt und inoffiziell. So wie das Herr Westerwelle, unser Außenminister, vor einigen Tagen bei der Eröffnung eines Luxushotels in Bonn tat.
Die Begründung für seine Teilnahme an dieser Party klingt wie folgt: Er habe die Veranstaltung als Bonner Wahlkreisabgeordneter besucht. Wer will, der kann die komplette Geschichte im Spiegel nachlesen. Wie lange wollen sich die Menschen in diesem Lande das alles noch gefallen lassen?
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz/knAn der Spitze der Peinlichkeiten, des kaum noch Ertragbaren, steht der aktuelle Außenminister dieses Deutschlands. Der Mann repräsentiert uns 80 Millionen Deutsche in dieser aller Welt. Herr Westerwelle kümmert sich jedoch mehr um sich oder um jene, die seiner Partei wohlwollend immer mal mehrere Hunderttausende Euro überweisen. Noch intensiver ist das Bemühen der Liberalen gegenüber denen, die Millionen überweisen. Für dieses Klientel wird sogar an der heiligen Mehrwertsteuerschraube gedreht.
Wie lange will sich dieses Volk das alles noch gefallen lassen? Warum, zum Teufel, geht da niemand auf die Straße? Warum wird nicht rebelliert? Die Antwort ist ganz einfach: Ein Teil der Deutschen hat aufgegeben, hat sich eingerichtet, ist zufrieden. Dazu gehören Menschen aller Schichten. Vom leitenden Angestellten, Abgesicherten des öffentlichen Dienstes bis zum Langzeitarbeitslosen. Sie befinden sich - unbemerkt - im Netz. Ein Netz aus Talkshows, BILD-Zeitung, Dieter Bohlen und diversen anderen medialen Peinlichkeiten.
In einem Netz aus finanzieller Raffiniertheit. Da wird zum Beispiel bei den Schwächsten der Gesellschaft, denen, die ganz unten angekommen sind, die Schraube der mildtätigen Almosen ganz fein justiert. Ist der Druck im Kessel zu stark, wird der Meute ein Brocken hingeworfen, wird in ein Dschungelcamp entführt, werden Schicksale medial aufbereitet und die Botschaft versendet: Seht, es gibt Menschen, denen geht es noch viel schlechter als Euch. Und das alles klappt bislang ganz prima. Das sind nur einige Beispiele des immer perfekter funktionierenden Systems, das Politik und Wirtschaft seit Jahren weben.
Doch zurück zu unserer großen Politik. Die - so hat es den Eindruck - macht was sie will. Soll sie ja auch, dafür hat sie per Wahl den Auftrag erhalten. Aber: Sie soll sich nicht verselbständigen und vielleicht ab und zu ins Volk hineinhören. Die Mehrheit der Deutschen lehnt den Krieg in Afghanistan oder im Irak ab. Die deutsche Politik stockt das bewaffnete Kontingent auf! Die Mehrheit der hier lebenden Menschen sind für einen Mindestlohn. Die deutsche regierende Politik lehnt das ab.
All das ist gut - vor allem für das Klientel des Herrn Westerwelle, aber auch für das der CDU. Dumpinglöhne sind eben gut für die Wirtschaft, mehr Soldaten in Afghanistan bedeuten mehr Technik, mehr Waffen - summa summarum mehr Profit für deren Hersteller. Und so werden die Bedürfnisse des Kapitals befriedigt, mal offen und direkt, mal verdeckt und inoffiziell. So wie das Herr Westerwelle, unser Außenminister, vor einigen Tagen bei der Eröffnung eines Luxushotels in Bonn tat.
Die Begründung für seine Teilnahme an dieser Party klingt wie folgt: Er habe die Veranstaltung als Bonner Wahlkreisabgeordneter besucht. Wer will, der kann die komplette Geschichte im Spiegel nachlesen. Wie lange wollen sich die Menschen in diesem Lande das alles noch gefallen lassen?
Peter-Stefan Greiner
