Di, 10:20 Uhr
10.12.2002
Wirtschaft fordert Politikwechsel
Nordhausen (nnz). Wirtschaftsverbände und Kammer aus Nord- und Mittelthüringen haben sich jetzt an Bundestagsabgeordnete gewandt. Sie werben dabei um Unterstützung für notwendige Reformen. Was genau gefordert wird, das lesen Sie in Ihrer nnz.
In einem Schreiben an die Thüringer Bundestagsabgeordneten haben die Arbeitsgemeinschaft der Thüringer Industrie- und Handelskammern, der Verband der Wirtschaft Thüringen sowie der Thüringer Handwerkstag e.V. zu einem Politikwechsel und umfassenden Reformen aufgerufen. Über vier Millionen Arbeitslose, drastische Kursverluste an den Aktienbörsen und Rekordzahlen bei Unternehmensinsolvenzen würden das gegenwärtige Stimmungsbild prägen. Angesichts der dramatischen Lage der deutschen Wirtschaft sei es längst überfällig, zu einer aktiven und ordnungspolitisch fundierten Politik zurückzukehren.
Mit äußerster Besorgnis verfolgen die Unternehmer die Umsetzung des von der rot-grünen Bundesregierung verabschiedeten Koalitionsvertrages. Anstelle von innovativen und kreativen Ansätzen würde ein Paket zusätzlicher Belastungen in ohnehin schwierigen Zeiten geschnürt, heißt es in dem Schreiben. Die Arbeitslosigkeit könne nicht nur durch die Umsetzung des verwässerten Hartz-Konzeptes bekämpft werden. Hartz sei zwar ein notwendiger Schritt zur Verbesserung der Arbeitsvermittlung, doch werde eine nachhaltige Belebung des Arbeitsmarktes nur gelingen, wenn auch Kündigungsschutz, Tarifrecht sowie Mitbestimmung keine Tabuthemen mehr sind und zügig flexibilisiert werden.
In einem Gespräch mit den Thüringer Bundestagsabgeordneten am 14. Januar 2003 in der Thüringer Landesvertretung in Berlin wollen Kammern und Verband mehr persönliche Verantwortung für den Reformprozess einfordern.
Autor: nnzIn einem Schreiben an die Thüringer Bundestagsabgeordneten haben die Arbeitsgemeinschaft der Thüringer Industrie- und Handelskammern, der Verband der Wirtschaft Thüringen sowie der Thüringer Handwerkstag e.V. zu einem Politikwechsel und umfassenden Reformen aufgerufen. Über vier Millionen Arbeitslose, drastische Kursverluste an den Aktienbörsen und Rekordzahlen bei Unternehmensinsolvenzen würden das gegenwärtige Stimmungsbild prägen. Angesichts der dramatischen Lage der deutschen Wirtschaft sei es längst überfällig, zu einer aktiven und ordnungspolitisch fundierten Politik zurückzukehren.
Mit äußerster Besorgnis verfolgen die Unternehmer die Umsetzung des von der rot-grünen Bundesregierung verabschiedeten Koalitionsvertrages. Anstelle von innovativen und kreativen Ansätzen würde ein Paket zusätzlicher Belastungen in ohnehin schwierigen Zeiten geschnürt, heißt es in dem Schreiben. Die Arbeitslosigkeit könne nicht nur durch die Umsetzung des verwässerten Hartz-Konzeptes bekämpft werden. Hartz sei zwar ein notwendiger Schritt zur Verbesserung der Arbeitsvermittlung, doch werde eine nachhaltige Belebung des Arbeitsmarktes nur gelingen, wenn auch Kündigungsschutz, Tarifrecht sowie Mitbestimmung keine Tabuthemen mehr sind und zügig flexibilisiert werden.
In einem Gespräch mit den Thüringer Bundestagsabgeordneten am 14. Januar 2003 in der Thüringer Landesvertretung in Berlin wollen Kammern und Verband mehr persönliche Verantwortung für den Reformprozess einfordern.

