Di, 06:30 Uhr
10.12.2002
nnz-Rückspiegel: 10. Dezember 2001
Nordhausen (nnz). Sie wollen wissen, was sich im Landkreis Nordhausen vor exakt einem Jahr ereignet hat? Kein Problem! Die nnz hat für Sie im Archiv geblättert. Heute:
Kuntz-Stein, Fußnote und WICO
Modellbahnen im "Scheunenhof"
Auch in der Weihnachtszeit sind sie wieder unterwegs, die Mitglieder des Modellbahnclubs Bleicherode (MBC). Anläßlich des Weihnachtsmarktes im Scheunenhof in Sundhausen bauen die Bleicheröder Modelleisenbahner vom 13. bis 15. Dezember ihre Großbahn in der Spurweite IIm auf. In Nordhausen kennt man sie schon, die Liebhaber der großen Spurweite aus der Stadt der Bergarbeiter. Zuletzt waren sie mit Ihren herrlichen Anlagen anläßlich des Nordhäuser "Autofrühlings" in mehreren Autohäusern präsent. Da die Großbahnanlagen immer wieder neu gestaltet werden, können sich die Bleicheröder mit ihren Gleisplänen und landschaftlichen Diorahmen den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Und so haben sie sich für den Scheunenhof etwas Besonderes ausgedacht...ausführlich im nnz-Archiv
Kreistagssitzung mit Fußnote
Mit einer umfangreichen Tagesordnung müssen sich morgen die Mitglieder des Kreistages beschäftigen. Für eine Fußnote wird auch der Urteilsspruch des Oberverwaltungsgerichtes Weimar sorgen, mehr nicht. Egal, wie die Weimarer Richter morgen entscheiden werden, einen Einfluß auf den Entwurf des kommenden Haushaltes der Kreisverwaltung wird das nicht haben, ist sich der 1. Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD) sicher. Rechtswirksam werde das Urteil schließlich erst mit der Veröffentlichung de Begründung. Die werde im kommenden Jahr erwartet. Sollte das Gericht in seinem Urteil Formfehler in den Kreishaushaltsbeschlüssen feststellen, dann sei man im Landratsamt darauf vorbereitet.
Juristen hätten in den zurückliegenden Tagen angemerkt, dass sich die Kreisverwaltung dann einer Nachveröffentlichung bedienen könne. Werden wir auch tun, so Jendricke. Die Haushaltssatzungen der strittigen Jahre ab 1994 werden dann noch einmal veröffentlicht. So haben die ursprünglichen Bescheide dann wieder ihre Rechtskraft und die Stadt Nordhausen müsste erneut den Klageweg beschreiten, dann ginge es um das Materielle...ausführlich im nnz-Archiv
Insolvenzverfahren für WICO beantragt
Niedersachswerfen/München (nnz). In den Wildgruber-Baustoffwerken schrillen die Alarmglocken. Das Unternehmen befindet sich in Gefahr. Eine Bank im fernen Frankfurt hat ein Insolvenzverfahren eröffnen lassen. Die Bauindustrie krankt, der Boom der 90er Jahre ist vorbei. Das hat auch der Baustoffproduzent in Niedersachswerfen zu spüren begonnen. Die Geschäftsleitung musste in diesem Jahr nach nnz-Informationen einen Produktionsrückgang von 30 Prozent verkraften. Auch aus diesem Grund sollte ein Programm wirken, dass auf neue Strukturen ausgerichtet war. Mehr als 30 Mitarbeiter, vorwiegend aus dem Außendienstbereich, haben das Unternehmen verlassen müssen. Jetzt steht vermutlich die Existenz des gesamten Betriebes auf dem Spiel.
Eigentlich war das Konzept zur Weiterführung des Unternehmens bereits von den Krankenkassen und Banken abgesegnet worden. Doch plötzlich schert einer der großen Geldgeber, die DZ-Bank AG, aus der Schar der Retter aus. Die Manager in Frankfurt am Main fordern fällige Zinsen in Millionenhöhe ein, sie nehmen keine Rücksicht auf Konzepte und Pläne. Mittlerweile stellte das Kreditinstitut einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das sei inzwischen bereits am Amtsgericht München eröffnet worden, eine Insolvenzverwalterin sei eingesetzt, erfuhr die nnz...ausführlich im nnz-Archiv
Von der Situation im Unternehmen, das gegenwärtig noch 168 Mitarbeiter beschäftigt und 15 Lehrlinge ausbildet, weiß auch Betriebsratschef Klaus Jäger. Der wird morgen die Belegschaft umfassend informieren. Zuvor treffen sich Vertreter der Münchener Unternehmenszentrale in Niedersachswerfen. Dort wollen sie die Situation analysieren und weitere Schritte festlegen. Jäger geht immer noch davon aus, dass das Unternehmen im kommenden Jahr weitergeführt werden könne. Das Konzept stimmt, die Arbeitnehmer, aber auch die Krankenkassen ziehen mit einem Strang, so Klaus Jäger. Fehlt nur eine Bank in Frankfurt.
Wo bleibt Albert-Kuntz-Gedenkstein?
Im September hatte die Nordhäuser Stadtverwaltung angekündigt, den Albert-Kuntz-Gedenkstein bis zum 1. Dezember wieder aufzustellen. Noch ist aber von dem Stein am Bahnhof nichts zu sehen. 55 Jahre, nach dem der Stein einst aufgestellt wurde, sollte er quasi eine Wiedergeburt erfahren. Der Stein sei zugleich Dokument für den Umgang mit der NS-Vergangenheit in der sowjetischen Besatzungszone und der frühe DDR, hieß es am 26. September in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Immer noch werde der Stein restauriert. Hier gebe es technische Probleme, vor allem mit der Behandlung der Rückseite des Steins, war heute zu erfahren. Nun soll in der Stadtverwaltung erneut entschieden werden, wann und vor allem, ob der Stein am Bahnhofsvorplatz wieder aufgestellt werden kann.
Autor: nnzKuntz-Stein, Fußnote und WICO
Modellbahnen im "Scheunenhof"
Auch in der Weihnachtszeit sind sie wieder unterwegs, die Mitglieder des Modellbahnclubs Bleicherode (MBC). Anläßlich des Weihnachtsmarktes im Scheunenhof in Sundhausen bauen die Bleicheröder Modelleisenbahner vom 13. bis 15. Dezember ihre Großbahn in der Spurweite IIm auf. In Nordhausen kennt man sie schon, die Liebhaber der großen Spurweite aus der Stadt der Bergarbeiter. Zuletzt waren sie mit Ihren herrlichen Anlagen anläßlich des Nordhäuser "Autofrühlings" in mehreren Autohäusern präsent. Da die Großbahnanlagen immer wieder neu gestaltet werden, können sich die Bleicheröder mit ihren Gleisplänen und landschaftlichen Diorahmen den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Und so haben sie sich für den Scheunenhof etwas Besonderes ausgedacht...ausführlich im nnz-Archiv
Kreistagssitzung mit Fußnote
Mit einer umfangreichen Tagesordnung müssen sich morgen die Mitglieder des Kreistages beschäftigen. Für eine Fußnote wird auch der Urteilsspruch des Oberverwaltungsgerichtes Weimar sorgen, mehr nicht. Egal, wie die Weimarer Richter morgen entscheiden werden, einen Einfluß auf den Entwurf des kommenden Haushaltes der Kreisverwaltung wird das nicht haben, ist sich der 1. Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD) sicher. Rechtswirksam werde das Urteil schließlich erst mit der Veröffentlichung de Begründung. Die werde im kommenden Jahr erwartet. Sollte das Gericht in seinem Urteil Formfehler in den Kreishaushaltsbeschlüssen feststellen, dann sei man im Landratsamt darauf vorbereitet.
Juristen hätten in den zurückliegenden Tagen angemerkt, dass sich die Kreisverwaltung dann einer Nachveröffentlichung bedienen könne. Werden wir auch tun, so Jendricke. Die Haushaltssatzungen der strittigen Jahre ab 1994 werden dann noch einmal veröffentlicht. So haben die ursprünglichen Bescheide dann wieder ihre Rechtskraft und die Stadt Nordhausen müsste erneut den Klageweg beschreiten, dann ginge es um das Materielle...ausführlich im nnz-Archiv
Insolvenzverfahren für WICO beantragt
Niedersachswerfen/München (nnz). In den Wildgruber-Baustoffwerken schrillen die Alarmglocken. Das Unternehmen befindet sich in Gefahr. Eine Bank im fernen Frankfurt hat ein Insolvenzverfahren eröffnen lassen. Die Bauindustrie krankt, der Boom der 90er Jahre ist vorbei. Das hat auch der Baustoffproduzent in Niedersachswerfen zu spüren begonnen. Die Geschäftsleitung musste in diesem Jahr nach nnz-Informationen einen Produktionsrückgang von 30 Prozent verkraften. Auch aus diesem Grund sollte ein Programm wirken, dass auf neue Strukturen ausgerichtet war. Mehr als 30 Mitarbeiter, vorwiegend aus dem Außendienstbereich, haben das Unternehmen verlassen müssen. Jetzt steht vermutlich die Existenz des gesamten Betriebes auf dem Spiel.
Eigentlich war das Konzept zur Weiterführung des Unternehmens bereits von den Krankenkassen und Banken abgesegnet worden. Doch plötzlich schert einer der großen Geldgeber, die DZ-Bank AG, aus der Schar der Retter aus. Die Manager in Frankfurt am Main fordern fällige Zinsen in Millionenhöhe ein, sie nehmen keine Rücksicht auf Konzepte und Pläne. Mittlerweile stellte das Kreditinstitut einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das sei inzwischen bereits am Amtsgericht München eröffnet worden, eine Insolvenzverwalterin sei eingesetzt, erfuhr die nnz...ausführlich im nnz-Archiv
Von der Situation im Unternehmen, das gegenwärtig noch 168 Mitarbeiter beschäftigt und 15 Lehrlinge ausbildet, weiß auch Betriebsratschef Klaus Jäger. Der wird morgen die Belegschaft umfassend informieren. Zuvor treffen sich Vertreter der Münchener Unternehmenszentrale in Niedersachswerfen. Dort wollen sie die Situation analysieren und weitere Schritte festlegen. Jäger geht immer noch davon aus, dass das Unternehmen im kommenden Jahr weitergeführt werden könne. Das Konzept stimmt, die Arbeitnehmer, aber auch die Krankenkassen ziehen mit einem Strang, so Klaus Jäger. Fehlt nur eine Bank in Frankfurt.
Wo bleibt Albert-Kuntz-Gedenkstein?
Im September hatte die Nordhäuser Stadtverwaltung angekündigt, den Albert-Kuntz-Gedenkstein bis zum 1. Dezember wieder aufzustellen. Noch ist aber von dem Stein am Bahnhof nichts zu sehen. 55 Jahre, nach dem der Stein einst aufgestellt wurde, sollte er quasi eine Wiedergeburt erfahren. Der Stein sei zugleich Dokument für den Umgang mit der NS-Vergangenheit in der sowjetischen Besatzungszone und der frühe DDR, hieß es am 26. September in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Immer noch werde der Stein restauriert. Hier gebe es technische Probleme, vor allem mit der Behandlung der Rückseite des Steins, war heute zu erfahren. Nun soll in der Stadtverwaltung erneut entschieden werden, wann und vor allem, ob der Stein am Bahnhofsvorplatz wieder aufgestellt werden kann.

