Verfahren eingestellt
Das Verfahren der Mühlhäuser Staatsanwaltschaft gegen Niels Neu, den Geschäftsführer der TiRo Neu GmbH, ist eingestellt worden. Die Vorwürfe gegen ihn wurden fallen gelassen.
Im Zuge dieses Ermittlungsverfahrens habe die Staatsanwaltschaft lediglich geprüft, ob Niels Neu den Titel unredlich erlangt hatte. "Dieser Vorwurf gegenüber Herrn Neu ist noch vor Abschluss des Verfahrens und zwar nach Vorlage sämtlicher Unterlagen vom Abiturzeugnis, über Studienabschlüsse, Dissertationsunterlagen und -urkunde fallengelassen worden und war abschließend auch nicht mehr Gegenstand der Entscheidung, das Verfahren einzustellen", so der Anwalt von Neu, Karl-Albrecht Jena, in einer Pressemiteilung.
Ob Niels Neu berechtigt ist, einen Doktor-Titel zu führen, hatte die Staatsanwaltschaft nicht zu entscheiden. Die Einstellung des Verfahrens gegen Auflage basierte darauf, dass die Staatsanwaltschaft dazu tendiert haben soll, das Verhalten von Niels Neu, also die erfolgte Vorlage der Promotinsunterlagen zur Eintragung des Titels bei der Verwaltungsbehörde, nach dem damaligen Stand der Ermittlungen als mittelbare Falschbeurkundung zu werten.
Rechtsanwalt Jena: "Die Staatsanwaltschaft meinte in diesem Zusammenhang, Herr Neu habe sich zu leichtgläubig auf die Prüfung der Unterlagen durch die Verwaltungsbehörde verlassen. Die Einstellung des Verfahrens wegen dieses Restverdachts und die damit erteilte Auflage akzeptierte Herr Neu letztlich, um dadurch den sofortigen Abschluss des gegen ihn gerichteten Verfahrens zu erreichen".
Autor: nnz/kn
Kommentare
Steuerzahler
21.01.2010, 17:32 Uhr
wie ihn nun ansprechen??
...na was ist er nun: Herr Doktor oder Hochstapler???
:-)))
Moody
21.01.2010, 17:35 Uhr
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Schlenni
21.01.2010, 20:13 Uhr
@Steuerzahler
weder das ein noch das andere. Einfach laaaaaangsam lesen und dann nochmal und schon erkennt man, dass der Name Niels Neu ist. Warum man da was schreiben muss bleibt mir unbekannt.
Rechtssprechung obliegt nicht Ihnen, dafür ist die judikative in Deutschland da. Wenn ich das von Ihnen wieder lese, bin ich da auch sehr froh drum.
Steuerzahler
22.01.2010, 06:58 Uhr
....also nur abhanden gekommen der Titel....
wer hoch fliegen möchte, sollte schauen, daß er der Sonne nicht zu nahe kommt (in Anlehnung an IKARUS)
Übrigends über die hiesige Rechtssprechung kann man hin und wieder wohl sehr geteilter Meinung sein, vorausgesetzt man hat eine.
Tipp: Mal Panorama, Fakt oder Report usw. ansehen, dort wird viel erklärt!
Georg
22.01.2010, 16:36 Uhr
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Kritiker
22.01.2010, 17:42 Uhr
peinlich, peinlich, peinlich
Das ist Nordhausen: Wirtschaftsdezernentin wird man, wenn man ein paar Jahre lang das das Märchen vom Einkaufszentrum in der Innenstadt erzählt und angesehener Politiker wird man mit selbst gemalten Doktortiteln. Toll diese Parteien-Vertreter ... oder eher untragbar und echt peinlich.
Das Ganze ist wohl nur mit einer Menge Nordhäuser Doppelkorn auszuhalten. Und bei wem soll ich nun bei der nächsten Wahl mein Kreuzchen machen?
gustav
22.01.2010, 20:49 Uhr
Titelschwindel- Holzauge sei wachsam !
Da drängt sich doch der Verdacht auf eine 2 Klassen Justiz auf. Jeder Andere wäre da zumindest auf Bewährung mit einer Vorstrafe ausgestattet worden. Warum er nicht?
Wie siehts denn mit den Posten aus? Ist er noch Verwaltungsrat der Kreissparkasse , im CDU Kreisvorstand und im NUV ? Da sollte man doch aufpassen, ob er nicht mal wieder zu einen Höhenflug aufbricht und alle Register zieht.
Holzauge sei wachsam!!!
O-1984
23.01.2010, 11:22 Uhr
Willkommen im filzigen Herzen Deutschlands!
Man muss keinen Tatort sehen, um sich in der Realität überzeugen zu lassen, dass deutsche Staatsanwaltschaften erst gar nicht den Anschein erwecken, von der Politik unabhängig zu sein. Die Thüringer Staatsanwaltschaft aus dem fast Eichsfelder Norden steht da in einem besonderen Ruf. Ob diesen Filz der neue SPD Justizminister ändern will und kann, weiß ich nicht.
Stellen Sie sich mal folgende Situation – natürlich eine völlig fiktive - vor. Sie haben persönlich einen Konflikt mit einer nicht einflusslosen lokalen Persönlichkeit aus den Reihen der CDU. Diese Persönlichkeit konstruiert gegen Sie einen völlig aus der Luft gegriffenen Strafvorwurf und zeigt Sie bei einer der Thüringer Staatsanwaltschaften an. Die Sache ist gefakt, jeder weiß das. Es geht nur darum, Sie zu beschädigen. Was machen Sie als unbescholtener Bürger?
Sie wehren sich natürlich im Vertrauen darauf, dass man im Rechtsstaat nicht so einfach denunzieren darf. Dafür gibt es einen Paragraphen im Strafgesetzbuch: Vortäuschen einer Straftat. Sie stellen folgerichtig bei eben dieser Staatsanwaltschaft Ihrerseits zu Ihrem Schutz Anzeige wegen Vortäuschen einer Straftat durch diese Persönlichkeit aus den Reihen der CDU.
Nachdem die besagte Thüringer Staatsanwaltschaft etliche Zeit gebraucht hat, die unbegründete Strafanzeige gegen Sie einzustellen, bekommen Sie von dort Post. Da teilt Ihnen dann der Staatsanwalt mit, dass das Vorgehen Ihres Kontrahenten möglicherweise nicht ganz koscher ist, aber strafrechtlich ist ihm nichts vorzuwerfen. Nun, sagen Sie sich, auch Juristen sind nur Menschen. Aber dann lesen Sie die Begründung des Staatsanwalts: Der Strafvorwurf gegen Sie hat sich zwar nicht bestätigt und die Anzeige gegen Sie ist damit gegenstandslos.
Aber man muss dem Anzeigenden schon zugute halten, dass ja eventuell auch etwas hätte dran gewesen sein können. Zumindest durfte das die besagte CDU-Persönlichkeit so in ihrem laienhaften Rechtsverständnis annehmen. Also ist die Anzeige gegen Sie schon ok., egal ob Sie was verbrochen haben oder nicht.
Wo so eine Scheiße möglich ist, fragen Sie? Na, in Thüringen! Da kann also jeder jeden vor der Staatsanwaltschaft frei von der Leber denunzieren. Der Staatsanwalt wird das schon in ein rechtes Licht zu setzen und die richtigen auszuwählen wissen. Manche sind eben gleicher.
Ostdeutscher
23.01.2010, 15:44 Uhr
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