eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 14:56 Uhr
17.12.2009

Kurse kontra Kälte-Kündigungen

Kein Frust beim Frost – Winterarbeitslosigkeit vermeiden: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat an die Bau- und Garten-Landschaftsbaubetriebe im Kyffhäuserkreis und im Landkreis Nordhausen appelliert, in den kommenden Wochen auf wetterbedingte Entlassungen zu verzichten. Stattdessen sollten die Unternehmen...

Winter auf der Baustelle (Foto: nnz) Winter auf der Baustelle (Foto: nnz)

...das so genannte Saison-Kurzarbeitergeld nutzen. „Das garantiert die Weiterbeschäftigung im Winter. Wegen des Wetters muss heute kein Bauarbeiter und kein Landschaftsgärtner mehr auf die Straße gesetzt werden“, so der Vorsitzende vom IG BAU-Bezirksverband Nordthüringen, Wilfried Grams.

Allein im letzten Januar haben nach Angaben der IG BAU 78 Betriebe in beiden Landkreisen Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur angemeldet. In diesem Monat hätten so 656 Beschäftigte nicht durchgearbeitet. Ein Großteil davon seien Bauarbeiter, Dachdecker, Garten- und Landschaftsbauer gewesen. „Sie haben vom Saison-Kurzarbeitergeld profitiert. Denn selbst wenn die Winter-Aufträge ausbleiben oder das Wetter nicht mitspielt – die Bundesagentur für Arbeit zahlt die Löhne und Gehälter“, sagt Wilfried Grams.

Jeder Beschäftigte erhalte dann von Dezember bis März ein Ausfallgeld von 60 Prozent des Nettolohns. Bei Arbeitnehmern mit Kindern steige dieser Betrag sogar auf 67 Prozent, so der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende. Gezahlt werde das Saison-Kurzarbeitergeld nicht nur in der Baubranche und im Dachdeckerhandwerk, sondern auch im Garten- und Landschaftsbau. Den Betrieben entstünden – bis auf einen kleinen Beitrag zu den Sozialabgaben – keine zusätzlichen Kosten.

Die IG BAU spricht beim Saison-Kurzarbeitergeld von der idealen „Winterbrücke“. Und die gelte es, schlau zu nutzen: „Wer Kurzarbeit macht, kann etwas für sich tun: Ein Lehrgang als Vorarbeiter auf dem Bau, ein Führerschein für Baumaschinen, ein Kurs ‚Wärmedämmung an Fassaden’, ein Motorsägen-Führerschein ... – die Palette an Fortbildungsmöglichkeiten ist breit. Und die Arbeitsagentur fördert Weiterbildungen bis zu 100 Prozent. Das ist eine echte Chance“, sagt Wilfried Grams. Wer keine Berufsausbildung habe, könne mit einer besonders hohen Förderung rechnen. Ebenso, wer seit mehr als vier Jahren eine un- oder angelernte Tätigkeit ausübe.

„Wer damit rechnet, bald Saison-Kurzarbeit machen zu müssen, der sollte sich heute noch bei der Arbeitsagentur nach einer geeigneten Weiterbildung erkundigen“, rät der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende. Einen Überblick über Bildungsangebote gibt es auch im Internet unter: www.kursnet.arbeitsagentur.de, www.weiterbildung-bauwirtschaft.de oder www.bfw.de.
Autor: nnz/kn

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)