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Di, 13:01 Uhr
15.12.2009

Konstruktive Kritik erwünscht

Der Entwurf für den Naturpark Südharz lag bis gestern im Nordhäuser Landratsamt aus. Von Naturschutzverbänden, Parteien und auch vom Unternehmerverband wurden zu unterschiedlichen Schwerpunkten Stellungnahmen abgegeben. Kritik kommt jetzt von den Bündnisgrünen im Nordhäuser Kreistag...


Die Fraktion kritisiert unter anderem die - entgegen ursprünglicher Planung - vorgesehene organisatorische Abkoppelung vom Regionalverband Harz mit einer gemeinsamen Geschäftsführung (Trägerschaft) für einen länderübergreifenden Naturpark Harz in Zusammenarbeit mit Niedersachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen. „Wer heute separiert ist morgen amputiert“ – vielleicht kann man eine kurzsichtige Planung auf diesen kurzen Nenner bringen." Hier fordern die Bündnisgrünen vom Land die Einbindung des Thüringer Teils des Naturparks Südharz in den Naturpark Harz als Ganzes und nicht die Vergabe der Trägerschaft an einen Tourismusverein.

Die Sorge des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV), dass Windkraftinvestitionen durch den Naturpark eingeschränkt werden, teilen die Bündnisgrünen nicht. Im Windatlas, wie auch im regionalen Raumordnungsplan (RROP) sind die Vorgaben für einen Windrad- oder Windparkstandort für Investoren vorgegeben. Die Genehmigungsplanung von Windkraftanlagen wird durch den Naturpark in keiner Weise beeinträchtigt. Der Status Naturpark basiere auf den bereits vorhandenen Landschafts- und Naturschutzgebieten.

Bündnis90/die Grünen würden eine konstruktive und innovative Auseinandersetzung des Nordhäuser Unternehmerverbandes zum Naturpark auch im Interesse der Tourismusbranche, der kleinen und mittleren Unternehmer und der Landwirtschaft (Direktvermarktung) der Region begrüßen.
Autor: nnz

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Kommentare
Peppone
15.12.2009, 14:30 Uhr
Na dann mal los mit der Kritik.
Vom Prinzip her haben die Grünen zwar recht, eine Abkoppelung der Südharzregion von bestehenden Naturparks ist suboptimal. Schließlich sammeln wir hier nicht Rekorde für das Guinessbuch, als Region mit den meisten Naturparks auf möglichst kleiner Fläche. Das muss ganz einfach schiefgehen und die Südharzregion würde dabei immer der „Schwanz“ des Harzes (Hochharzes) bleiben. Falsch liegen die Grünen deshalb bei ihrer Empfehlung eines Anschlusses an den Naturpark Harz.

Der Südharz als Karstregion passt viel besser zum bestehenden Naturpark Kyffhäuser, eingeschlossen die Windleite und die Hainleite. Das würde die Karstregion nicht zerreißen. Zentrum sollten der Auestausee bei Kelbra und das dort befindliche Vogelschutzgebiet sein. Welche Region in Deutschland kann schon von sich behaupten, dass sie Durchzugs- und mittlerweile auch Überwinterungsgebiet für tausende Zugvögel ist. Wer die Massen von Kranichen, Schwänen, Reihern und immer mehr Störchen etc. gesehen hat, weis wovon ich schreibe. Den Luchs und die Wildkatze haben wir hier in Südharz, Kyffhäuser, Wind- und Hainleite auch. Mal abgesehen davon, dass der Tourist diese Tierarten weder im Naturpark Harz, noch in einem „größeren“ Naturpark Kyffhäuser zu Gesicht bekommt.

Was hat der Harz, was wir hier nicht haben? Da fallen mir auf Anhieb nur Monokulturen an Fichten ein. Wegen so etwas fährt kein Tourist auch nur einen Meter weit. Der Harz hat dazu aber noch eine gewisse SCHNEESICHERHEIT und deshalb fahren die Touristen auch dort hin! Den Schnee können wir aber in den Südharz nicht hinein zaubern, deshalb muss mit den Pfunden gewuchert werden, die man hat.

Wenn die Nordthüringer Region schon Steuergelder ausgibt, sollte darauf geschaut werden, dass die Region davon etwas hat. Es sollte auch darauf geschaut werden, dass die betroffene Region eine natürliche landschaftliche Einheit bildet. Und das ist in der Karstregion Nordthüringens rund um die Auelandschaften der Fall!

Auch wenn der Südharz geopolitisch zum Harz gehört, landschaftlich gehört er zur hiesigen Karstregion und diese ist schön und einmalig genug, um ein zusammenhängender Naturpark zu sein.
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