Mi, 13:16 Uhr
21.10.2009
nnz-jukebox: Wildgewordene Wikinger
Le pop
Katzenjammer
(Nettwerk Records)
Die Wikinger sind wieder ausgezogen, um Sklaven aus aller Welt einzusammeln. Nur fangen sie dieses Mal Lieder und Melodien und nicht bedauernswerte Engländer und Iren ein, die nicht schnell genug laufen können. Und es sind auch keine furchterregenden wilden Krieger, sondern vier junge, hübsche Damen, die mit ihrem Album Le pop für Aufsehen sorgen.
Und auch mit ihrem Namen. Keiner weiß, warum die sich Katzenjammer nennen und Vermutungen, der Name rühre von durchzechten norwegischen Mittsommernachtsnächten her, sind reine Spekulation. Nichts, aber auch gar nichts ist vor den Mädels sicher. Mit lustvoller Brillanz wildern sie in allen Genres der bekannten populären Musik. Tragisch anmutende Titel, die an Trauermärsche gemahnen heißen da schon mal Der Kapitän und ähneln Filmmusiken (allerdings zu sehr schrägen Filmen!). Dabei wird Chatschaturjans Säbelmarsch verhackstückt oder alte Seemannsstücke werden in Reiterhymnen verwandelt (Hey Ho On The Devils Back). Der Titelsong Le pop erinnert an die seligen Spice-Girls, als die noch sehr jung waren. Die gute alte W&C-Music muss in Gestalt des Klassikers Ain’t no thang dran glauben und in einer verrückten Zirkuspunknummer namens A bar in Amsterdam hauen uns die Skandinavierinnen wilde Bläsersätze um die Ohren.
12 abgedrehte Nummern auf höchstem musikalischen und vor allem humoristischen Niveau rasen da in einer guten Dreiviertelstunde mit derartigem Hochdruck am Hörer vorbei, dass dem nichts anderes übrig bleibt, als das Album gleich noch mal zu hören. Und spätestens beim dritten Mal pfeift er schon fröhlich mit.
OLAF SCHULZE
Autor: nnzKatzenjammer
(Nettwerk Records)
Die Wikinger sind wieder ausgezogen, um Sklaven aus aller Welt einzusammeln. Nur fangen sie dieses Mal Lieder und Melodien und nicht bedauernswerte Engländer und Iren ein, die nicht schnell genug laufen können. Und es sind auch keine furchterregenden wilden Krieger, sondern vier junge, hübsche Damen, die mit ihrem Album Le pop für Aufsehen sorgen.
Und auch mit ihrem Namen. Keiner weiß, warum die sich Katzenjammer nennen und Vermutungen, der Name rühre von durchzechten norwegischen Mittsommernachtsnächten her, sind reine Spekulation. Nichts, aber auch gar nichts ist vor den Mädels sicher. Mit lustvoller Brillanz wildern sie in allen Genres der bekannten populären Musik. Tragisch anmutende Titel, die an Trauermärsche gemahnen heißen da schon mal Der Kapitän und ähneln Filmmusiken (allerdings zu sehr schrägen Filmen!). Dabei wird Chatschaturjans Säbelmarsch verhackstückt oder alte Seemannsstücke werden in Reiterhymnen verwandelt (Hey Ho On The Devils Back). Der Titelsong Le pop erinnert an die seligen Spice-Girls, als die noch sehr jung waren. Die gute alte W&C-Music muss in Gestalt des Klassikers Ain’t no thang dran glauben und in einer verrückten Zirkuspunknummer namens A bar in Amsterdam hauen uns die Skandinavierinnen wilde Bläsersätze um die Ohren.
12 abgedrehte Nummern auf höchstem musikalischen und vor allem humoristischen Niveau rasen da in einer guten Dreiviertelstunde mit derartigem Hochdruck am Hörer vorbei, dass dem nichts anderes übrig bleibt, als das Album gleich noch mal zu hören. Und spätestens beim dritten Mal pfeift er schon fröhlich mit.
OLAF SCHULZE

