Mo, 14:37 Uhr
19.10.2009
Beratung zum Knochenschwund
Bei älteren Menschen führen häufig schon leichte Stürze zu Frakturen der Wirbel, Beine, Handgelenke oder des Oberschenkelhalses. Die Ursache ist eine Störung im Knochenstoffwechsel - die so genannte Osteoporose...
Sie führt zu einer Verringerung der Knochendichte. Allein in Deutschland leiden rund acht Millionen Menschen an der Volkskrankheit. Wie dem Knochenschwund vorgebeugt werden kann, erfahren die Thüringerinnen und Thüringer in ihrer Apotheke.
"Auch wenn unsere Knochen relativ starr erscheinen - sie sind lebendes Gewebe und unterliegen permanenten Veränderungen", erklärt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Nordhäuser Region. In den ersten drei Lebensjahrzehnten überwiegen die Prozesse, die den Knochen aufbauen. "Ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse allerdings bei jedem Menschen allmählich ab", sagt Garke.
Doch nicht nur das Alter und eine genetische Vorbelastung sind Risikofaktoren. "Frauen nach den Wechseljahren sind besonders gefährdet. Denn die plötzliche Abnahme der weiblichen Hormone beschleunigt den Knochenabbau", sagt Garke.
Wer die Gesundheit seiner Knochen fördern möchte, sollte deshalb Zigaretten und Alkohol meiden. Auch Bewegung stärkt die Knochen - schon regelmäßige Spaziergänge und Radtouren können einen positiven Effekt haben.
"Für den Knochenaufbau benötigt der Körper außerdem ausreichend Calcium", sagt Garke. Garke empfiehlt, die tägliche Einnahme von etwa 1000 Milligramm des Minerals. Enthalten ist diese Menge in einem Liter Milch oder 100 Gramm Hartkäse. Insbesondere älteren Menschen fällt es häufig schwer, ihren Calciumbedarf allein über die Ernährung zu decken. Wer wenig Milchprodukte zu sich nimmt, kommt kaum auf die empfohlene Tagesdosis. "Ein Calciummangel kann die Entwicklung der Osteoporose beschleunigen. Denn wenn zu wenig Calcium im Blut ist, nimmt es der Körper aus den Knochen, wodurch deren Substanz immer spröder wird", sagt Garke.
Damit das mit der Nahrung aufgenommene Calcium in die Knochen eingebaut werden kann, benötigt der Körper Vitamin D. "Das Vitamin kann der Körper bei Sonneneinstrahlung selbst produzieren, gerade im Winter reicht der wenige Lichtkontakt allerdings häufig nicht für eine optimale Versorgung aus", sagt Garke.
Präparate mit Calcium und Vitamin D aus der Apotheke können helfen, einem Mangel vorzubeugen. Ob und in welcher Form die ergänzende Zufuhr sinnvoll ist, sollte stets in einem persönlichen Beratungsgespräch in der Apotheke geklärt werden.
Autor: nnzSie führt zu einer Verringerung der Knochendichte. Allein in Deutschland leiden rund acht Millionen Menschen an der Volkskrankheit. Wie dem Knochenschwund vorgebeugt werden kann, erfahren die Thüringerinnen und Thüringer in ihrer Apotheke.
"Auch wenn unsere Knochen relativ starr erscheinen - sie sind lebendes Gewebe und unterliegen permanenten Veränderungen", erklärt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Nordhäuser Region. In den ersten drei Lebensjahrzehnten überwiegen die Prozesse, die den Knochen aufbauen. "Ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse allerdings bei jedem Menschen allmählich ab", sagt Garke.
Doch nicht nur das Alter und eine genetische Vorbelastung sind Risikofaktoren. "Frauen nach den Wechseljahren sind besonders gefährdet. Denn die plötzliche Abnahme der weiblichen Hormone beschleunigt den Knochenabbau", sagt Garke.
Wer die Gesundheit seiner Knochen fördern möchte, sollte deshalb Zigaretten und Alkohol meiden. Auch Bewegung stärkt die Knochen - schon regelmäßige Spaziergänge und Radtouren können einen positiven Effekt haben.
"Für den Knochenaufbau benötigt der Körper außerdem ausreichend Calcium", sagt Garke. Garke empfiehlt, die tägliche Einnahme von etwa 1000 Milligramm des Minerals. Enthalten ist diese Menge in einem Liter Milch oder 100 Gramm Hartkäse. Insbesondere älteren Menschen fällt es häufig schwer, ihren Calciumbedarf allein über die Ernährung zu decken. Wer wenig Milchprodukte zu sich nimmt, kommt kaum auf die empfohlene Tagesdosis. "Ein Calciummangel kann die Entwicklung der Osteoporose beschleunigen. Denn wenn zu wenig Calcium im Blut ist, nimmt es der Körper aus den Knochen, wodurch deren Substanz immer spröder wird", sagt Garke.
Damit das mit der Nahrung aufgenommene Calcium in die Knochen eingebaut werden kann, benötigt der Körper Vitamin D. "Das Vitamin kann der Körper bei Sonneneinstrahlung selbst produzieren, gerade im Winter reicht der wenige Lichtkontakt allerdings häufig nicht für eine optimale Versorgung aus", sagt Garke.
Präparate mit Calcium und Vitamin D aus der Apotheke können helfen, einem Mangel vorzubeugen. Ob und in welcher Form die ergänzende Zufuhr sinnvoll ist, sollte stets in einem persönlichen Beratungsgespräch in der Apotheke geklärt werden.


